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Maras in El Salvador, alleinige Unsicherheitsakteure? Der Konflikt, seine Verschärfung und mögliche Lösungswege

Title: Maras in El Salvador, alleinige Unsicherheitsakteure? Der Konflikt, seine Verschärfung und mögliche Lösungswege

Term Paper , 2017 , 20 Pages , Grade: 15

Autor:in: Master of Arts in Friedens- und Konfliktforschung Felicitas Menges (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security

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El Salvador gehört zu den Ländern mit der höchsten Homizid- und Kriminalitätsrate weltweit. Dies wird zu einem großen Teil dem sozialen Konflikt zwischen den Maras und der Staatsgewalt sowie dem zwischen den verfeindeten Banden zugeschrieben. Maras, kriminelle Jugendbanden, welche insbesondere in den zentralamerikanischen Ländern El Salvador, Honduras, Guatemala aktiv sind, stellen dort seit mehr als 20 Jahren ein großes Problem für die öffentliche Sicherheit dar. Nach Einschätzung der salvadorianischen Behörden haben sie in diesen Ländern zwischen 70.000 und 80.000 Mitglieder und im Kleinstaat El Salvador mit 6 Mio. Einwohnern sind sie seit Beginn an am stärksten vertreten. Je nach Perspektive, werden sie als kriminelle Jugendbanden, deviante, inhärent böse 'Nichtsnutze' oder bedeutendste Staatsfeinde dargestellt. Mit vorliegender Arbeit geht es darum, eine verstehende und differenzierte Perspektive auf das „Mara-Problem“ zu erlangen.

Zunächst wird nach dem Bandenphänomen selbst gefragt: Wer und was genau ist das Problem, woher kommen die Maras, was sind ihre Eintrittsmotive und wie ist Ausmaß und Fortbestehen zu erklären?

Nach der Darstellung der Maragewalt werdem weitere Akteure des Konflikts analysiert, um ein komplexeres Verständnis über die Gesamtsituation zu erzielen: Wie wird das Problem verschärft und perpetuiert? Sind die Maras die einzigen Gewaltakteure in El Salvador, welche Angst und Schrecken verbreiten? Welche weiteren Unsicherheitsakteure und -faktoren verschlechtern zusätzlich die Lage des Landes im Zusammenhang mit den Maras? Was passiert, wenn in einem solch gewalttätigen Konflikt auch Parteipolitik mit eine Rolle spielt? Und in welchem strukturellen Kontext können sich Maras reproduzieren, sprich in welchem „Sumpf“ kann ihre Gewalt gedeihen?

Den Konflikt um die salvadorianischen Maras zusammengefasst, folgen als Abschluss Verbesserungsvorschläge aus entwicklungspolitischer Perspektive, passend zu den dargestellten Gewalt- und Unsicherheitsakteuren und Unsicherheitskontexten. Wie und wo kann angesetzt werden? Und was sind Barrieren diesbezüglich?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Maras in El Salvador - eine Problemskizzierung

1.1 Entstehung, Gewalt, Motive

1.2 Maßnahmen und Gegenreaktionen

2. Weitere Unsicherheitsakteure und Unsicherheitsfaktoren im Konflikt

2.1 Machtspiele? Die Rechtspartei instrumentalisiert die Maras

2.2 Die Rolle der Medien

2.3 Der Kontext: Unsicherheits- und Gewaltfaktoren El Salvadors

2.3.1 Schwache staatliche Institutionen, Arbeitslosigkeit, Straflosigkeit

2.3.2 Hohe Waffenzirkulation

2.3.3 Zentralisierung des Sicherheitsbereichs

3. Fazit und Lösungsvorschläge

3.1 Eine Zusammenfassung der konfliktiven Situation

3.2 Wie und wo kann angesetzt werden?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das vielschichtige Phänomen der Maras in El Salvador, um über eine rein repressive Sichtweise hinaus ein differenziertes Verständnis der Gewaltentstehung und -persistenz zu erlangen und alternative Lösungswege aufzuzeigen.

  • Historische Entstehung und Motive der Bandenkultur
  • Analyse weiterer Unsicherheitsakteure wie Rechtsparteien und Medien
  • Einfluss struktureller Faktoren wie Straflosigkeit und Korruption
  • Kritische Evaluation bisheriger repressiver Kriminalitätspolitik
  • Entwicklungsperspektiven für integrative Sicherheitsansätze

Auszug aus dem Buch

1. Maras in El Salvador - eine Problemskizzierung

Die Wurzeln der salvadorianischen Maras liegen in den 80er/90er Jahren in den Armutsvierteln der USA, insbesondere in Los Angeles. Der 12 Jahre andauernde, blutige Bürgerkrieg in El Salvador (1980-1992) zwang viele Salvadorianer dazu, in die USA zu fliehen und in L.A. Schutz vor der politischen Gewalt des Krieges zu suchten. Mit persönlichen Kriegstraumata, dortigem Kulturschock und Diskriminierung zu kämpfen, trafen sie auf verarmte und dicht bewohnte, von US-Straßenbanden betroffene Gegenden, welche insbesondere die jüngeren, männlichen Migranten nach und nach in ihre Bandenkultur absorbierten. Der massiv zunehmende Drogenhandel in den 80er Jahren ließ die Banden immer aktiver werden.

Nachdem sich viele durch diverse Verbrechen strafbar machten, wurden sie seit Ende der 80er Jahren während der herrschenden Ausweisungspolitik der Reagan-Ära von den USA durch „Antiterrorgesetze“ in ihr Heimatland abgeschoben. Dort wurden sie für ihre Straftaten nicht belangt wurden; sie fanden einen unsicheren und gewaltvollen Nachkriegs-Kontext mit hoher Straflosigkeit, großer Waffenzirkulation, Arbeitslosigkeit, Drogenkonsum und Korruption vor, und trafen auf bereits bestehende, allerdings viel harmlosere Straßenbanden. Die neuen, brutaleren Banden aus den USA wurden wegen ihrem amerikanischen Lifestyle, ihrem höheren Alter und ihrer entwickelteren Bandenstruktur bewundert, setzen sich bald durch und etablierten sich.

Somit wurde das Problem der hoch organisierten US-amerikanischen Bandenkultur nach Zentralamerika abgeschoben, traf dort auf „äußerst fruchtbaren Boden“ und verschärfte die bestehenden Bandenphänomene.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung definiert das Mara-Problem als zentralen sozialen Konflikt in El Salvador und umreißt das Ziel, eine differenzierte Perspektive abseits der Kriminalisierung zu entwickeln.

1. Maras in El Salvador - eine Problemskizzierung: Dieses Kapitel erläutert die historische Genese der Maras aus US-amerikanischen Armutsvierteln und die Auswirkungen der repressiven Politik der „harten Hand“ auf ihre Bandenstruktur.

2. Weitere Unsicherheitsakteure und Unsicherheitsfaktoren im Konflikt: Der Abschnitt analysiert, wie politische Instrumentalisierung durch Parteien, mediale Darstellung und strukturelle Mängel wie Straflosigkeit zur Perpetuierung der Gewalt beitragen.

3. Fazit und Lösungsvorschläge: Das Fazit fasst die Problemlage zusammen und plädiert für einen ganzheitlichen, integrativen Ansatz auf lokaler Ebene statt einer rein repressiven Kriminalitätsbekämpfung.

Schlüsselwörter

Maras, El Salvador, Gewaltkonflikte, Mano dura, Straflosigkeit, organisierte Kriminalität, Jugendbanden, soziale Exklusion, Sicherheitspolitik, ARENA, FMLN, Prävention, Reintegration, Bandenkultur, Friedensprozesse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert das komplexe Gewaltphänomen der Maras in El Salvador unter Berücksichtigung historischer, politischer und sozialer Faktoren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Entstehung der Maras, die Auswirkungen repressiver Sicherheitspolitik und die Rolle externer Akteure wie Parteien und Medien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis für das "Mara-Problem" zu erlangen und Ansätze für eine nachhaltige Friedens- und Sicherheitspolitik zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf deutschsprachiger Zentralamerikaforschung sowie aktuellen tagespolitischen Analysen basiert.

Was bildet den inhaltlichen Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil befasst sich mit der Problemskizzierung, der Rolle von Politik und Medien sowie den strukturellen Rahmenbedingungen wie Straflosigkeit und Korruption.

Was kennzeichnet die Arbeit inhaltlich?

Die Arbeit charakterisiert sich durch die Verknüpfung von kriminologischen Erkenntnissen mit einer entwicklungspolitischen Perspektive und einer Kritik an rein repressiven staatlichen Maßnahmen.

Wie werden die Maras in der Arbeit im Kontext der ARENA-Partei beschrieben?

Die Arbeit legt dar, dass die Rechtspartei ARENA die Gewalt der Maras instrumentalisiert, um die aktuelle Regierung zu destabilisieren und politische Ziele zu verfolgen.

Warum wird die Strategie der "mano dura" kritisch bewertet?

Die Strategie der "mano dura" wird als gescheitert angesehen, da sie zu einem Anstieg der Mordraten und einer professionalisierteren, geschlosseneren Bandenstruktur geführt hat.

Warum ist laut der Autorin ein lokaler Ansatz für die Lösung wichtig?

Ein lokaler Ansatz wird als vielversprechend erachtet, da Maras stark in ihren Stadtvierteln verwurzelt sind und dort bessere Kenntnisse über die soziale Situation für integrative Maßnahmen vorliegen.

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Details

Title
Maras in El Salvador, alleinige Unsicherheitsakteure? Der Konflikt, seine Verschärfung und mögliche Lösungswege
College
University of Marburg
Grade
15
Author
Master of Arts in Friedens- und Konfliktforschung Felicitas Menges (Author)
Publication Year
2017
Pages
20
Catalog Number
V420475
ISBN (eBook)
9783668684591
ISBN (Book)
9783668684607
Language
German
Tags
Maras Jugendbanden El Salvador Sozialer Konflikt Lösungswege Andere Gewalt-und Unsicherheitsakteure Polizei Gewaltdiskurs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Master of Arts in Friedens- und Konfliktforschung Felicitas Menges (Author), 2017, Maras in El Salvador, alleinige Unsicherheitsakteure? Der Konflikt, seine Verschärfung und mögliche Lösungswege, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/420475
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