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Elternarbeit mit muslimischen Eltern an deutschen Schulen

Title: Elternarbeit mit muslimischen Eltern an deutschen Schulen

Term Paper (Advanced seminar) , 2018 , 27 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Anonym (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods

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Summary Excerpt Details

Die Zusammenarbeit mit Eltern stellt einen wichtigen Teil der pädagogischen Praxis dar. Vor allem in der frühkindlichen Bildung wird der Zusammenarbeit mit den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten ein großer Stellenwert beigemessen. In der Grundschule nimmt die Wichtigkeit und Regelmäßigkeit zwar ab, aber sie spielt immer noch eine große Rolle. Eltern bringen und holen ihre Kinder oftmals zur Schule, wodurch sich Tür- und Angel-Gespräche zwischen Lehrer*innen und Eltern entwickeln können und wodurch ein regelmäßiger Kontakt bestehen bleibt.

In den letzten Jahren wird in der Pädagogik ein verstärkter Fokus auf Inklusion und Interkulturelle Kompetenzen gelegt. Angesichts der Tatsache, dass 35,9 % aller Kinder unter fünf Jahren einen Migrationshintergrund hat, erscheint es durchaus sehr wichtig, die Elternarbeit aus interkultureller Perspektive zu betrachten. Die verschiedenen Kulturen, von denen die Rede ist, sind durch unterschiedliche Faktoren, wie etwa Herkunftsland, soziale Schicht und Religion, geprägt. Der Großteil der Migranten ist muslimischen Glaubens, doch auch die Gruppe der Muslime ist in sich sehr heterogen.

Diese Arbeit widmet sich vor allem der Kooperation mit muslimischen Eltern. Themen, die die allgemeine Gruppe der Migranten betreffen werden zwingerdermaßen auch inhaltlich gestreift werden. Nachdem die Begrifflichkeiten geklärt werden, sollen in der vorliegenden Arbeit zunächst die Effekte der Elternarbeit dargestellt werden, um daraufhin die muslimischen Eltern mit ihren Besonderheiten näher zu betrachten. In einem weiteren Schritt sollen dann kritische Themen im Umgang mit muslimischen Schüler*innen und Eltern vorgestellt werden und dabei günstige Handlungsoptionen für Lehrer*innen aufgezeigt werden. Danach sollen sogenannte Türöffner und Stolpersteine in der Zusammenarbeit mit muslimischen Eltern vorgestellt werden, um daraufhin die Anforderungen an die Lehrer*innen darzustellen. Abschließend soll die Arbeit zusammengefasst und ein Fazit gezogen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Begriffsbestimmung

3.Effekte der Elternarbeit

4.Muslimische Eltern

5.Kritische Themen im Umgang mit muslimischen Schüler*innen und ihren Eltern

5.1. Feste

5.2. Ramadan

5.3. Das rituelle Gebet

5.4. Sexualerziehung

5.5. Sport- und Schwimmunterricht

5.6. Klassenfahrt

6.Türöffner und Stolpersteine in der Zusammenarbeit mit muslimischen Eltern

7.Anforderungen an Lehrer*innen

8.Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gestaltung einer gelingenden Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Schule und muslimischen Eltern vor dem Hintergrund einer zunehmend heterogenen Gesellschaft. Ziel ist es, Lehrkräften durch eine Analyse kritischer Situationen und theoretischer Grundlagen Handlungskompetenzen zu vermitteln, um bestehende Kommunikationsbarrieren abzubauen und eine konstruktive Zusammenarbeit zu ermöglichen.

  • Bedeutung und Effekte der allgemeinen Elternarbeit
  • Heterogenität und Diversität innerhalb der muslimischen Elternschaft
  • Umgang mit religiös geprägten Themen wie Ramadan, Gebet und Sexualerziehung
  • Praktische Strategien zur Konfliktprävention und Kooperationsförderung
  • Anforderungen an die professionelle Haltung und interkulturelle Kompetenz der Lehrkräfte

Auszug aus dem Buch

5.1. Feste

Der Islam kennt zwei große Feste: das Fest des Fastenbrechens und das Opferfest. Muslime beginnen diese beiden Feste oftmals mit dem gemeinsamen Gebet in der Moschee am Morgen, um die darauffolgenden Tage mit Familie und Bekannten zu verbringen.

Die Schulbesuchsverordnung des baden-württembergischen Kultusministeriums sieht folgendes vor:

„VI. Schüler, die der islamischen Religion angehören, werden am Fest des Fastenbrechens sowie am Opferfest einen Tag beurlaubt. Die Feiertage der islamischen Religion können datenmäßig nicht festgelegt werden, da sie sich nicht nach dem allgemeinen Kalender richten.“ (vgl. SchulBesV BW: 7).

Aus diesem Beschluss lässt sich das Problem ableiten, dass die muslimischen Feiertage nicht allgemeingültig festgelegt werden können, da es innerislamische Differenzen über die Bestimmung des islamischen Monatsbeginns gibt. So kann es beispielsweise im Extremfall dazu kommen, dass in einer Klasse muslimische Schüler*innen an drei verschiedenen Tagen das Opferfest feiern.

Muslime, die der schiitischen Glaubensrichtung des Islams angehören feiern einen zusätzlichen Trauertag, den die Sunniten nicht feiern. Dieser Tag hat für schiitische Muslime oft eine größere Bedeutung als das Opferfest und so kann es passieren, dass schiitische Schüler statt am Opferfest, am Tag von Aschura, ihrem Trauerfeiertag, frei haben möchten.

Die Schule bzw. die Lehrer sollten die zwei muslimischen Feiertage, inklusive eines Tages danach, beachten, vor allem, wenn es um die Terminfindung für Klassenarbeiten geht. Weiterhin ist es wichtig, dass die Schule und die Lehrer*innen muslimischen Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern Anerkennung signalisieren, indem sie die Feiertage zum Thema machen und nicht ignorieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Dieses Kapitel verortet die Bedeutung der Elternarbeit im pädagogischen Kontext und begründet die Notwendigkeit einer interkulturellen Perspektive angesichts der heterogenen Schülerschaft.

2.Begriffsbestimmung: Hier wird der Begriff der Elternarbeit kritisch reflektiert und das Konzept der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft als erstrebenswertes Modell auf Augenhöhe eingeführt.

3.Effekte der Elternarbeit: Das Kapitel beleuchtet den Einfluss der Familie auf den Bildungserfolg und unterscheidet zwischen schul- und heimbasiertem Engagement der Eltern.

4.Muslimische Eltern: Hier wird die Heterogenität innerhalb der muslimischen Bevölkerung betont und gegen das Bild einer homogenen „muslimischen Masse“ argumentiert.

5.Kritische Themen im Umgang mit muslimischen Schüler*innen und ihren Eltern: Dieses zentrale Kapitel analysiert konkrete Konfliktfelder wie Feste, Ramadan, Gebet, Sexualerziehung, Sportunterricht und Klassenfahrten.

6.Türöffner und Stolpersteine in der Zusammenarbeit mit muslimischen Eltern: Es werden praktische Handlungsoptionen und kulturelle Sensibilitäten für die Kommunikation und Kontaktpflege aufgezeigt.

7.Anforderungen an Lehrer*innen: Das Kapitel definiert notwendige professionelle Haltungen wie Vorurteilsbewusstsein, Dialogbereitschaft und kontinuierliche Selbstreflexion.

8.Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit resümiert, dass interkulturelle Kompetenz eine Schlüsselqualifikation für den modernen Lehrerberuf darstellt, um eine gelingende Partnerschaft mit muslimischen Eltern zu etablieren.

Schlüsselwörter

Elternarbeit, Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, muslimische Eltern, interkulturelle Kompetenz, Migrationshintergrund, Schulerfolg, Schule, Diversität, Heterogenität, Kommunikation, Vorurteilsbewusstsein, Ramadan, Sexualerziehung, Sportunterricht, Klassenfahrt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Zusammenarbeit zwischen Schule und muslimischen Eltern und wie diese als gelingende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft gestaltet werden kann.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen die Bewältigung kultureller und religiöser Unterschiede im Schulalltag, der Abbau von Vorurteilen sowie die Förderung einer konstruktiven Kommunikation zwischen Lehrkräften und muslimischen Elternhäusern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Lehrkräften theoretisches Hintergrundwissen und praktische Strategien an die Hand zu geben, um muslimische Eltern besser in den Schulprozess einzubinden und Barrieren abzubauen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung pädagogischer Fachpublikationen sowie aktueller Konzepte der interkulturellen Pädagogik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische kritische Themen wie den Umgang mit muslimischen Feiertagen, das Fasten im Ramadan, das rituelle Gebet, Sexualkunde, Sportunterricht und Klassenfahrten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Elternarbeit, Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, interkulturelle Kompetenz, muslimische Eltern und Heterogenität.

Wie sollten Lehrkräfte mit dem Thema "Ramadan" umgehen?

Lehrkräfte sollten religiöse Überzeugungen respektieren, Diskriminierung durch Peers unterbinden und bei Beeinträchtigungen der Schulleistung das wertfreie Gespräch mit den Eltern suchen.

Welche Rolle spielt die "Selbstreflexion" für die Lehrkräfte?

Sie ist essentiell, um eigene Vorurteile und Wahrnehmungsmuster zu hinterfragen und den Eltern mit der nötigen Wertschätzung und Unvoreingenommenheit begegnen zu können.

Gibt es spezielle Empfehlungen für Klassenfahrten?

Ja, die Einbeziehung von Vertrauenspersonen, transparente Kommunikation über Regeln und die Berücksichtigung der Bedürfnisse (z.B. bei der Verpflegung) werden als zentrale Erfolgsfaktoren genannt.

Warum ist der Begriff "Elternarbeit" laut Autor problematisch?

Der Begriff suggeriert eine asymmetrische, hierarchische Beziehung und vernachlässigt die Rolle der Schüler*innen, weshalb der Begriff "Bildungs- und Erziehungspartnerschaft" als Alternative vorgeschlagen wird.

Excerpt out of 27 pages  - scroll top

Details

Title
Elternarbeit mit muslimischen Eltern an deutschen Schulen
College
University of Education Freiburg im Breisgau
Grade
1,5
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
27
Catalog Number
V419418
ISBN (eBook)
9783668680579
ISBN (Book)
9783668680586
Language
German
Tags
Elternarbeit Bildungspartnerschaft Erziehungspartnerschaft Elternzusammenarbeit Muslimische Eltern Migranten Kooperation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Elternarbeit mit muslimischen Eltern an deutschen Schulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/419418
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