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Ist der Forschungsreaktor in Berlin-Wannsee gefährlich und muss er abgestellt werden?

Kompetenzentwicklungen auf geographischen Exkursionen

Title: Ist der Forschungsreaktor in Berlin-Wannsee gefährlich und muss er abgestellt werden?

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 58 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Didactics - Earth Science

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Summary Excerpt Details

Die deutsche Atompolitik ist in der Bundesregierung vom Dualismus schwarz-gelb und rot-grün geprägt. Legten diese den Ausstieg fest, so hebelten jene ihn wieder aus und beschlossen den „Ausstieg vom Ausstieg“. Der Begriff „Atompolitik“, der durch die Debatte um die atomare Bewaffnung der Bundeswehr in den 50er-Jahren meist anders verwendet und gedeutet wurde, versteht sich gegenwärtig als die Gesamtheit politischer Bestrebungen, sich mit der Kernenergie-Nutzung, sei es die Beendigung, die friedliche Nutzung oder die Begrenzung der Verbreitung (u.a. Atomwaffen), auseinanderzusetzen. Der langfristige Ausstieg aus der nuklearen Energieversorgung („Atomausstieg“) wurde ein zentraler Aspekt in der Politik, bis heute. In den Jahren 2000 und 2002 hatte die damalige rot-grüne Bundesregierung den Atomausstieg beschlossen. Es wurden Reststrommengen für jedes der 17 in Betrieb befindlichen Atomkraftwerke festgelegt, so dass sich eine Gesamtlaufzeit von etwa 32 Jahren nach Inbetriebnahme ergab. Im Herbst 2010 erwog die schwarz-gelbe Bundesregierung gegen den heftigen Widerstand der Opposition eine Verlängerung der Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke um bis zu 28 Jahre.[...]
Die Diskussionen über die (atomare) Energieversorgung, Aussetzung der Laufzeitverlängerungen von Kernreaktoren, Atommüllzwischenlager, Risiken von Reaktorunglücken und Angst vor Terrorangriffen führten zu einem öffentlichen Diskurs der Atompolitik, an dem sich sowohl in Deutschland als auch international eine Vielzahl verschiedenster Akteure kritisch äußern. Eine Chance für angehende Lehrer/innen, dieses allgegenwärtige Thema jungen Menschen nahe zu bringen. Im Rahmen schulischen Unterrichts könnten die Schülerinnen und Schüler eine offene Diskussion über diesen gesellschaftspolitischen Diskurs führen und sachliche sowie wertbezogene Argumente austauschen (z.B.: „Ist die Aussetzung der Laufzeitverlängerung nur ein wahltaktisches Manöver?“).
[...]
Dabei weckte das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) mit dem Forschungsreaktor BERII das Interesse unserer „Arbeit im Gelände“. Der Forschungsreaktor BERII ist mit den Atomreaktoren von Tschernobyl und Fukushima bis auf die Leistung (50KW versus 1500MW) vergleichbar, liegt in unmittelbarer Nähe zu Potsdam (in Berlin-Wannsee) und sorgt für mediale Brisanz („Wegen Forschungsreaktor: Gericht kippt Flugroute für Pannen-Airport“). Überdies ist der Forschungsreaktor BERII sowohl im studentischen Umfeld als auch einem Großteil der Anwohnerschaft Potsdams unbekannt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Planung der Exkursion

2.2 Durchführung der Exkursion

2.2.1 Theorie: Exkursionskonzepte und Exkursionsmethoden

2.2.2 Praxis: Durchführung der Exkursion im HZB

2.2.3 Praktische Umsetzung im Schulbetrieb

2.3 Reflexion der Exkursion

3. Fazit

4. Literaturverzeichnis

5. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale geographischer Exkursionen am Beispiel des Forschungsreaktors BERII in Berlin-Wannsee, um gesellschaftspolitische Diskurse wie die Atompolitik schüler- und problemorientiert in den Unterricht zu integrieren. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie durch moderne Exkursionsformate wie die "Rollenexkursion" ein ganzheitliches Verständnis für komplexe Raumstrukturen und Interessenkonflikte gefördert werden kann.

  • Einsatz des didaktischen Formats der Rollenexkursion
  • Verknüpfung von wissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung mit dem Schulfach Geographie
  • Analyse von Raumkonzepten und deren Bedeutung für die Exkursionsdidaktik
  • Evaluation von Kompetenzentwicklungen bei angehenden Lehrkräften
  • Reflexion über die Umsetzung in der schulischen Praxis unter Berücksichtigung von Rahmenlehrplänen

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung der Lage des Forschungsreaktors BERII hat vor allem angesichts dessen zugenommen, dass sich im Umkreis des HZB, zugleich Speckgürtel der Bundeshauptstadt Berlin, immer mehr Menschen angesiedelt haben.

Das HZB mit dem Forschungsreaktor BERII befindet sich in Berlin-Wannsee, administrativ der Stadt sowie dem Bundesland Berlin zugehörig. Problematisch ist aber die unmittelbare Nähe zur Landeshauptstadt von Brandenburg, Potsdam. Durch die stetige Migration von Menschen in die östlichen, süd- sowie nordöstlichen Stadtteile Potsdams hat sich die unmittelbare Distanz zum Forschungsreaktor BERII in den letzten 20 Jahren zu einer potenziellen Gefahr für die Anwohner/innen entwickelt. Sollte es zu einem Reaktorunglück des BERII kommen und radioaktive Materialien emittiert werden, so käme es zu einer Evakuierung im Umkreis von bis zu acht Kilometern. Davon betroffen sind neben dem Ortsteil Berlin-Wannsee vor allem Potsdams Stadtteile Babelsberg, die Nördliche Vorstadt, Babelsberg Süd und partiell der Stern. Prekär ist die Situation für die Anwohner des Landes Brandenburgs hinsichtlich der administrativen Zuteilung des HZB, da es dem Land Berlin obliegt und für diese keine etwaige Gefahr darstellt. Die Brisanz der Lage des Helmholtz-Zentrums in Berlin-Wannsee, seine Materialität sowie Bedeutung durch den Menschen sollte hiermit verdeutlicht worden sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die deutsche Atompolitik ein und verdeutlicht die gesellschaftliche Relevanz des Themas durch Ereignisse wie Tschernobyl und Fukushima, die zur Entwicklung der Exkursionsidee führten.

2. Hauptteil: Der Hauptteil beschreibt detailliert die Planung, theoretische Fundierung, praktische Durchführung und methodische Gestaltung der Exkursion zum Forschungsreaktor BERII unter Anwendung des "WEED"-Schemas.

2.1 Planung der Exkursion: Hier wird der Prozess von der ersten Idee bis zur konkreten Zielformulierung und didaktischen Einbettung der Exkursion basierend auf geographischen Fragestellungen erläutert.

2.2 Durchführung der Exkursion: Dieses Kapitel erläutert die praktische Ausgestaltung der Exkursion und wie die Rollenexkursion dazu dient, komplexe Sachverhalte aus unterschiedlichen Perspektiven erfahrbar zu machen.

2.2.1 Theorie: Exkursionskonzepte und Exkursionsmethoden: Hier werden theoretische Raumkonzepte und Methoden diskutiert, die für die moderne Exkursionsdidaktik und die Aktivierung von Lernenden zentral sind.

2.2.2 Praxis: Durchführung der Exkursion im HZB: Dieses Unterkapitel konkretisiert, wie die verschiedenen Rollenprofile und Standorte in der Realität der Exkursion angewendet wurden.

2.2.3 Praktische Umsetzung im Schulbetrieb: Es wird untersucht, wie sich die Exkursion unter Nutzung des Hamburger Modells nach Wolfgang Schulz in den schulischen Rahmenlehrplan integrieren lässt.

2.3 Reflexion der Exkursion: Dieses Kapitel wertet die Ergebnisse der Feedback-Zielscheiben der Teilnehmer aus und reflektiert den Erfolg sowie die Optimierungspotenziale des Exkursionsformates.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Exkursion ein gelungenes Format zur Kompetenzentwicklung darstellt, weist jedoch auf die Notwendigkeit hin, für eine schulische Umsetzung mehr Zeit einzuplanen.

4. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen und didaktischen Quellen.

5. Anhang: Enthält ergänzende Materialien, wie Teilnehmerlisten, Informationsblätter, Rollenkarten und Feedbackinstrumente.

Schlüsselwörter

Geographiedidaktik, Exkursionsdidaktik, Forschungsreaktor BERII, Rollenexkursion, Atompolitik, Fukushima, Tschernobyl, Raumkonzepte, Hamburger Modell, Kompetenzentwicklung, schülerorientierter Unterricht, problemorientiertes Lernen, Berlin-Wannsee, Didaktik, Feldarbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Durchführung einer geographischen Exkursion zum Forschungsreaktor BERII in Berlin-Wannsee, um Schülern gesellschaftspolitische Themen wie die Nutzung von Kernenergie erfahrbar zu machen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Didaktik geographischer Exkursionen, die deutsche Atompolitik, Raumkonzepte in der Erdkunde und die Förderung von Kompetenzen durch problemorientierte Lehrformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, ein schüler- und problemorientiertes Exkursionsformat ("Rollenexkursion") zu entwickeln und zu evaluieren, das es Lernenden ermöglicht, sich kritisch mit der Rolle von Kernkraftwerken im eigenen Umfeld auseinanderzusetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird das didaktische Format der Rollenexkursion nach Böing & Sachs angewendet, ergänzt durch das Hamburger Modell zur Unterrichtsplanung und eine Feedback-Evaluation mittels Zielscheibenmethode.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Planung, Durchführung und Reflexion der Exkursion, wobei theoretische Raumkonzepte, die spezifische Rollenausgestaltung und die praktische Integration in den Schulunterricht detailliert dargestellt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Exkursionsdidaktik, Rollenexkursion, Atompolitik, Raumkonzepte, Kompetenzentwicklung und problemorientiertes Lernen.

Warum wurde ausgerechnet der Forschungsreaktor BERII als Ziel gewählt?

Der Forschungsreaktor liegt in der Nähe von Potsdam und Berlin, ist lokal relevant, medial brisant und bietet durch seine Ähnlichkeit zu Großreaktoren (in kleinerem Maßstab) ideale Voraussetzungen für eine problemorientierte Auseinandersetzung.

Welche Ergebnisse lieferte die Reflexion der Teilnehmer?

Die Teilnehmer bewerteten das Exkursionsformat als sehr motivierend und inhaltlich relevant. Einzig das Zeitmanagement wurde bei dem dreistündigen Format als Herausforderung eingestuft, weshalb eine Ausweitung auf eine Exkursionswoche empfohlen wurde.

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Details

Title
Ist der Forschungsreaktor in Berlin-Wannsee gefährlich und muss er abgestellt werden?
Subtitle
Kompetenzentwicklungen auf geographischen Exkursionen
College
University of Potsdam
Course
Geographiedidaktik Exkursionsdidaktik
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2013
Pages
58
Catalog Number
V419290
ISBN (eBook)
9783668679443
Language
German
Tags
Kompetenzentwicklung Forschungsreaktor Wannsee Exkursionsdidaktik Geographie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2013, Ist der Forschungsreaktor in Berlin-Wannsee gefährlich und muss er abgestellt werden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/419290
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