Klick und Glück - Die globale Digitalisierung schreitet seit vielen Jahren voran und verändert in Folge dessen alltägliche Lebensprozesse. Dabei steht kaum eine Branche so stark im Wandel, wie der Onlinehandel.
Im Zeitalter der Informations- und Wissensgesellschaft mussten sich aufgrund dessen viele Unternehmen in ihren Wertschöpfungsprozessen umfassend neu ausrichten, sodass sich schließlich neue Vertriebskanäle erschlossen. Rund 62 Millionen Menschen in Deutschland nutzten im Jahr 2017 laut einer ARD/ZDF-Online-Studie das Internet, wobei bis zu 70% der deutschen Bevölkerung verschiedenste Produkte im World-Wide-Web einkauft. Doch nicht nur die Beliebtheit dieses elektronischen Vertriebsweges für Güter aller Art wächst stetig, sondern mit ihr auch die Dynamik und der Wettbewerbsdruck. Die Digitalisierung hat einen Kampf zwischen Multi-Channel-Händlern, also denjenigen, die ihre Ware stationär und zusätzlich in einem Online-Shop verkaufen und den Online-Pure-Playern, also den Anbietern, welche als Vertriebskanal lediglich auf den Online-Handel setzen, entfacht. Durch diesen Wettbewerb, der sowohl eine große Auswahl an Anbietern, als auch eine enorme Transparenz und Qualität der Online-Verkaufsplattformen für den Konsumenten hervorbringt, stellt sich schließlich die Frage, ob Online-Shops im Zeitalter der Digitalisierung und neuen Technologien den Weg zu einem erfolgreichen Geschäft ebnen.
Ist es für Anbieter des stationären Handels wirtschaftlich vorteilhaft, Produkte und Dienstleistungen im World Wide Web anzubieten? Was E-Commerce überhaupt bedeutet, welche zusätzlichen Faktoren Online-Händler beachten müssen und auf welche Herausforderungen Unternehmen auch in der Zukunft (u.a. in Bezug auf den stationären Handel) noch stoßen könnten, soll in der folgenden Arbeit genau ergründet werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen des E-Commerce
2.1 Definition
2.2 Vorteile
2.3 Nachteile
3. Erfolgskonzepte für einen erfolgreichen Online-Handel
3.1 Die Website-Gestaltung
3.2 Attraction Marketing und Benutzerfreundlichkeit
3.3 Service
4. Erfolgsbeispiele für Webexzellenz
4.1 Amazon
4.2 Zalando
5. Stationärer Handel im Wandel
5.1 M-Commerce (mobile Commerce)
5.2 Zukunftsstrategien
6. Ausblick
6.1 Neue Kundenerwartungen
6.2 Zukunftstrends
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern der Einstieg in den Online-Handel für Anbieter des stationären Handels wirtschaftlich vorteilhaft ist, identifiziert zentrale Erfolgsfaktoren für E-Commerce-Plattformen und analysiert, wie sich der Handel unter dem Einfluss von Digitalisierung und neuen Technologien zukunftssicher aufstellen kann.
- Definition und ökonomische Grundlagen des E-Commerce
- Erfolgsfaktoren für Website-Gestaltung und Benutzerfreundlichkeit
- Analyse von Best-Practice-Beispielen (Amazon, Zalando)
- Wandel des stationären Handels und Integration mobiler Kanäle
- Zukunftsstrategien wie Mobile Payment und Click & Collect
Auszug aus dem Buch
3.1 Die Website-Gestaltung
Liebe auf den ersten Blick – wer surft nicht gern stundenlang auf einer Website oder analysiert Produkte einem Online-Shop, welcher eine perfekte Übersicht bietet und dabei noch leicht zu handeln ist? Dafür muss sich das optische Geschäftskonzept des Shop-Inhabers allerdings auch eindeutig von dem der Wettbewerber abheben. Die „Visitenkarte“ für diesen besonderen Auftritt ist oftmals die Gestaltung der Website des Shops.
Die Gesamtwahrnehmung beeinflusst das Einkaufserlebnis und damit auch Faktoren wie Vertrauen und Überzeugung des Konsumenten, um schlussendlich eine positive Bilanz aus einem Einkauf ziehen zu können. Bei der multimedialen Darstellung ist die Navigationsleiste zum Beispiel eines der zentralsten Gestaltungstools. Sie sollte sich am oberen Rand der Website befinden und die wichtigsten Einkaufswerkzeuge enthalten, um eine einfache Navigation sicher zu stellen. Auch Buttons um erneut zur Startseite, zum persönlichen Konto oder zum Warenkorb zu gelangen, sollten ohne großen Aufwand auffindbar sein, da der Kunde ungern wertvolle Minuten mit der Suche nach den wichtigsten Hilfsfunktionen vergeudet. Während sich das Sortiment und verschiedene Beratungsfunktionen oftmals am linken Rand der Website vorfinden lassen, ist das Alleinstellungsmerkmal des Online-Shops sowie Vorteilsargumente etc. im Idealfall im Zentrum platziert. „Die Kombination verschiedener Multimedia-Komponenten wie z.B. Text, Bild, Grafik, Ton, Video und Animation lässt jedes Produkt mittlerweile vermarktungsgerecht darstellen und ermöglicht die Inszenierung von Erlebniswelten.“ (Heinemann, S. 121).
Aber auch Videos, sogenannte „virtuelle Laufstege“ (Darstellung von Mode auf einem interaktiven Catwalk), Sounds, Animationen und viele weitere Elemente und elektronische Funktionen können die Authentizität eines Online-Shops steigern und damit den Verkaufserfolg potenzieren, da sie sowohl ein verhältnismäßig kostengünstiges Instrument sind, als auch hochwertige Alleinstellungsmerkmale liefern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den durch die Digitalisierung getriebenen Strukturwandel im Handel und definiert die Forschungsfrage bezüglich der wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit von Online-Shops.
2. Grundlagen des E-Commerce: Dieses Kapitel definiert den Begriff E-Commerce wissenschaftlich und analysiert die grundlegenden Chancen und Herausforderungen für Händler und Kunden.
3. Erfolgskonzepte für einen erfolgreichen Online-Handel: Es werden strategische Erfolgsfaktoren wie Website-Design, Benutzerführung (Usability) und Serviceleistungen als entscheidende Determinanten für den Markterfolg diskutiert.
4. Erfolgsbeispiele für Webexzellenz: Anhand der Fallbeispiele Amazon und Zalando wird veranschaulicht, wie eine konsequente Kundenorientierung und technische Exzellenz den Erfolg im Online-Handel sichern.
5. Stationärer Handel im Wandel: Dieses Kapitel befasst sich mit der Transformation des traditionellen Handels durch mobiles Internet, Multi-Channel-Systeme und neue Omnichannel-Ansätze.
6. Ausblick: Der Ausblick analysiert wachsende Kundenerwartungen und identifiziert zukünftige Trends wie Smart-Convenience und personalisierte Datenverarbeitung.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer Verzahnung von Online- und Offline-Kanälen zusammen und unterstreicht die Relevanz einer an Kundenbedürfnissen orientierten Strategie.
Schlüsselwörter
E-Commerce, Online-Handel, Stationärer Handel, Digitalisierung, Multi-Channel, Omnichannel, Kundenzufriedenheit, Web-Design, Mobile Commerce, Mobile Payment, Click & Collect, Customer Journey, Usability, Online-Shop, Unternehmensstrategie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die wirtschaftliche Relevanz und die strategische Bedeutung des Einstiegs in den Online-Handel für stationäre Unternehmen im Zeitalter der digitalen Transformation.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die Grundlagen des E-Commerce, die Gestaltung erfolgreicher Online-Shops, Fallstudien erfolgreicher Anbieter sowie der durch M-Commerce und Omni-Channel-Strategien vorangetriebene Wandel des stationären Handels.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu ergründen, ob Online-Shops einen sicheren Weg zu wirtschaftlichem Erfolg ebnen und welche spezifischen Erfolgsfaktoren Händler dabei berücksichtigen müssen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse aktueller Studien und Marktprognosen zum Konsumverhalten und E-Commerce-Trends.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des E-Commerce, die Herleitung von Erfolgsfaktoren (Website, Marketing, Service), eine empirische Untersuchung anhand von Amazon und Zalando sowie eine Analyse der Auswirkungen auf den stationären Handel.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie E-Commerce, Omni-Channel, Mobile Commerce, Web-Design und Kundenerwartungen geprägt.
Warum spielt die Website-Gestaltung eine solch zentrale Rolle für den Erfolg?
Die Website fungiert als „Visitenkarte“ des Unternehmens; eine intuitive Navigation und multimediale Darstellung sind essenziell, um Vertrauen zu schaffen und Kaufabbrüche bei den Kunden zu vermeiden.
Wie verändert sich der Point of Sale durch den E-Commerce?
Der Point of Sale verschiebt sich weg vom rein stationären Regal hin zu einer flexiblen, kanalübergreifenden Erfahrung, bei der Kunden online recherchieren und stationär oder digital ihre Kaufentscheidung treffen.
Welche Rolle spielen „Smart-Convenience“-Modelle in der Zukunft?
Diese Modelle, wie etwa Echtzeitlokalisierung von Produkten oder hochpersonalisierte Angebote, werden zu entscheidenden Wettbewerbsvorteilen, da Kunden zunehmend Schnelligkeit und individuelle Lösungen fordern.
- Quote paper
- Marie K. (Author), 2018, E-Commerce – eine moderne Goldgrube? Wie vorteilhaft ist es noch, in das Geschäft des Online-Handels einzusteigen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/418542