In dieser Projektarbeit wird die Besteuerung der Privatnutzung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs behandelt. Ein Thema, das in den letzten Jahren dauernden Änderungen unterlag. Durch die große Bandbreite der betroffenen Personen kommt es wiederholt zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Finanzverwaltung und den Steuerpflichtigen. Eine Anhäufung an Finanzgerichts- und BFH-Urteilen sowie die Beteiligung des Europäischen Gerichtshofes markieren die Relevanz dieses Themas. Fraglich ist, warum die steuerliche Berücksichtigung des Firmenwagens überhaupt notwendig ist. Die steuerliche Berücksichtigung des Firmenwagens hängt davon ab, ob eine Privatnutzung des Dienstwagens vereinbart worden ist oder nicht. Wird für eine erbrachte Arbeitsleistung anstatt einer Geldzahlung eine andere Form der Kompensation, in diesem Falle die Privatnutzung des Dienstwagens, gewährt, stellt dies laut dem Deutschen Steuerrecht ein Sachbezug dar.
Die Sachverhalte müssen einerseits einkommensteuerlich, andererseits auch um-satzsteuerlich bewertet werden. Eine fachliche Herausforderung ist die Beurteilung, wie sich dieser Sachbezug in einen Geldwert umrechnen lässt, der für die Steuerberechnung und die abzuführenden Sozialabgaben zugrunde zu legen ist. Besonders, weil bei Einkommensteuer und Umsatzsteuer diverse Maßstäbe angesetzt werden. Arbeitnehmer brauchen hierfür gewöhnlich weniger Einkommensteuer als für bar ausgezahlten Lohn entrichten. Dies wird durch Einräumungen vom Fiskus bei Lohnsteuer und Sozialversicherung ermöglicht. Der wertmäßige Ansatz des Sachbezuges stellt den geldwerten Vorteil dar, der das Gehalt oder den Bruttolohn des Arbeitnehmers entsprechend erhöht.
Mit der Ermittlung des geldwerten Vorteils sind viele Arbeitgeber und Arbeitneh-mer betroffen. Denn durch die bereits erwähnten Einbußen bei Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen sind heutzutage PKWs Bestandteil fast jedes Unternehmens – ob als Statussymbol oder Arbeitsgerät. Die Jahresbilanz 2016 der Kraftfahrt-Bundesamt weist 3,4 Millionen neu zugelassene Personenkraftwagen (+4,5 Prozent mehr als im Vorjahr).
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Ertragsteuerliche Behandlung
- Zuordnung zum Betriebsvermögen
- Notwendiges Betriebsvermögen
- Gewillkürtes Betriebsvermögen
- Notwendiges Privatvermögen
- Wahl der Ermittlungsmethode
- Anscheinsbeweis für Privatnutzung
- Die Fahrtenbuchmethode
- Anforderungen an ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch
- Mindestangaben eines ordnungsgemäßen Fahrtenbuches
- Die Pauschalierungsmethode (1%-Regelung)
- Berechnung des Privatanteils nach der 1%-Regelung
- Tatbestandsmerkmale des § 6 (1) Nr. 4 Satz 2 EStG
- Vergleich Pauschalversteuerung & Fahrtenbuchmethode
- Zuordnung zum Betriebsvermögen
- Einführung in das Praxisunternehmen
- Vorwort
- Einstiegsfall
- Beispiel 1: Listenpreismethode vs. Fahrtenbuchmethode
- Beispiel 2: Listenpreismethode vs. Fahrtenbuchmethode
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Projektarbeit befasst sich mit der Besteuerung der Privatnutzung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs und analysiert die verschiedenen Methoden zur Ermittlung des geldwerten Vorteils.
- Ertragsteuerliche Behandlung eines Firmenfahrzeugs
- Zuordnung des Firmenwagens zum Betriebs- oder Privatvermögen
- Vergleich der Fahrtenbuchmethode mit der Pauschalierungsmethode (1%-Regelung)
- Anwendung der Methoden in Praxisbeispielen
- Relevanz der Thematik im Spannungsfeld zwischen Finanzverwaltung und Steuerpflichtigen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung erläutert die steuerliche Behandlung des Firmenwagens und die Notwendigkeit der Ermittlung des geldwerten Vorteils bei Privatnutzung.
Kapitel 1 behandelt die ertragsteuerliche Behandlung des Firmenwagens, die Zuordnung zum Betriebs- oder Privatvermögen und die Wahl der Ermittlungsmethode. Es werden die Fahrtenbuchmethode und die Pauschalierungsmethode (1%-Regelung) im Detail dargestellt und verglichen.
Kapitel 2 führt in das Praxisunternehmen ein und präsentiert zwei Beispiele, die die Listenpreismethode mit der Fahrtenbuchmethode vergleichen.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind: Firmenwagen, Privatnutzung, Besteuerung, Fahrtenbuchmethode, Pauschalierungsmethode (1%-Regelung), geldwerter Vorteil, ertragsteuerliche Behandlung, Betriebsvermögen, Privatvermögen.
- Arbeit zitieren
- Christian Quagliata (Autor:in), 2017, Besteuerung eines Firmenfahrzeugs. 1%-Regelung oder Fahrtenbuch, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/418416