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Königliche Selbstauskunft. Die Urkunde als Quelle

Titel: Königliche Selbstauskunft. Die Urkunde als Quelle

Hausarbeit , 2014 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Tabea Leu (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Was veranlasst einen König, den Bezug zu seinem eigenen Vater aus seiner Eingangszeile in einem Diplom zu streichen? Und warum nennt sein Bruder sich auf einmal nicht mehr König der Bayern? Die Beweggründe für Änderungen in den Diplomen der Könige sind vielfältig und teilweise auch zweifelhaft.

Die Rede ist von den Königsdiplomen der Brüder Lothar I, Ludwig II dem Deutschen und ihrem jüngeren Bruder Karl II dem Kahlen, Enkel von Karl dem Großen. Sie haben in der Zeit von 830 bis 850 eine Reihe von Urkunden verfasst, aus denen nun analysiert wird, inwiefern sich eine Botschaft hinter der Intitulatio und der Signumszeile ausdrückt. Auch stellt sich die Frage, inwieweit die Änderung dieser einen Wandel der Herrschaftsverhältnisse offenbart. Dies soll im Weiteren auch gegenüber geschichtlichen Ereignissen wie dem Vertrag von Verdun oder der Straßburger Eide betrachtet werden.

Wichtig hierbei ist zu beachten, ob die erwartete Veränderung in der Intitulatio oder Signumszeile bezüglich des historischen Ereignisses eintritt, und was dies zu bedeuten hätte. Ich gehe davon aus, dass die Besonderheit des Vertrags von Verdun die ist, dass sich an den Diplomen der Könige weitestgehend nichts veränderte. Dies lässt darauf schließen, dass gerade der Vertrag von Verdun 843 ein historisches Ereignis ist, welches in der heutigen Zeit und durch das aktuelle Wissen als bedeutend und geschichtsverändernd eingestuft wird. Jedoch war es zur damaligen Zeit ein Vertrag, der die internen Herrschaftsverhältnisse klären sollte, um der Rivalität der Brüder entgegen zu wirken. Es war von den Brüdern nicht beabsichtigt gewesen, den Grundstein für die Teilung des Frankenreichs und die späteren Länder Frankreich und Deutschland zu legen. Dies war den Königen nicht bewusst. Es ist also zu beachten, inwieweit wir Ereignisse aus der heutigen Perspektive als bedeutsam bewerten, und wie diese im Zusammenhang mit der Quellenlage der damaligen Zeit betrachtet werden sollten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Merkmale von frühmittelalterlichen Urkunden

3 Kurzbiografie der Könige Lothar I, Ludwig II der Deutsche und Karl der Kahle

4 Die Selbstauskünfte der Könige

5 Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht, inwieweit Veränderungen in der Intitulatio und Signumszeile der Königsdiplome zwischen 830 und 850 als Spiegelbild der sich wandelnden Herrschaftsverhältnisse und bedeutender geschichtlicher Ereignisse, wie etwa dem Vertrag von Verdun, interpretiert werden können.

  • Analyse frühmittelalterlicher Königsdiplome als historische Quellen.
  • Untersuchung der Diplome von Lothar I, Ludwig II. dem Deutschen und Karl dem Kahlen.
  • Vergleich der urkundlichen Selbstauskünfte mit zeitgenössischen Annalen.
  • Hinterfragung der Bedeutung historischer Ereignisse aus damaliger versus heutiger Sicht.

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Was veranlasst einen König, den Bezug zu seinem eigenen Vater aus seiner Eingangszeile in einem Diplom zu streichen? Und warum nennt sein Bruder sich auf einmal nicht mehr König der Bayern? Die Beweggründe für Änderungen in den Diplomen der Könige sind vielfältig und teilweise auch zweifelhaft. Die Rede ist von den Königsdiplomen der Brüder Lothar I, Ludwig II dem Deutschen und ihrem jüngeren Bruder Karl II dem Kahlen, Enkel von Karl dem Großen. Sie haben in der Zeit von 830 bis 850 eine Reihe von Urkunden verfasst, aus denen nun analysiert wird, inwiefern sich eine Botschaft hinter der Intitulatio und der Signumszeile ausdrückt. Auch stellt sich die Frage, inwieweit die Änderung dieser einen Wandel der Herrschaftsverhältnisse offenbart. Dies soll im Weiteren auch gegenüber geschichtlichen Ereignissen wie dem Vertrag von Verdun oder der Straßburger Eide betrachtet werden. Wichtig hierbei ist zu beachten, ob die erwartete Veränderung in der Intitulatio oder Signumszeile bezüglich des historischen Ereignisses eintritt, und was dies zu bedeuten hätte.

Ich gehe davon aus, dass die Besonderheit des Vertrags von Verdun die ist, dass sich an den Diplomen der Könige weitestgehend nichts veränderte. Dies lässt darauf schließen, dass gerade der Vertrag von Verdun 843 ein historisches Ereignis ist, welches in der heutigen Zeit und durch das aktuelle Wissen als bedeutend und geschichtsverändernd eingestuft wird. Jedoch war es zur damaligen Zeit ein Vertrag, der die internen Herrschaftsverhältnisse klären sollte, um der Rivalität der Brüder entgegen zu wirken. Es war von den Brüdern nicht beabsichtigt gewesen, den Grundstein für die Teilung des Frankenreichs und die späteren Länder Frankreich und Deutschland zu legen. Dies war den Königen nicht bewusst. Es ist also zu beachten, inwieweit wir Ereignisse aus der heutigen Perspektive als bedeutsam bewerten, und wie diese im Zusammenhang mit der Quellenlage der damaligen Zeit betrachtet werden sollten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob und wie politische Ereignisse und Herrschaftsveränderungen Eingang in die diplomatischen Formeln der Söhne Ludwigs des Frommen fanden.

2 Merkmale von frühmittelalterlichen Urkunden: Dieses Kapitel erläutert die äußeren Merkmale der Königsdiplome und die Bedeutung der Kanzleien sowie die Funktion der Intitulatio und Signumszeile als Ausdruck herrscherlicher Selbstauskunft.

3 Kurzbiografie der Könige Lothar I, Ludwig II der Deutsche und Karl der Kahle: Hier werden die Lebenswege und der politische Werdegang der drei Brüder skizziert, um den Kontext ihrer späteren Handlungen und Urkunden zu verdeutlichen.

4 Die Selbstauskünfte der Könige: Dieser Hauptteil analysiert chronologisch die Veränderungen in den Diplomen der Könige im Abgleich mit historischen Ereignissen wie dem Aufstand von 833 und dem Vertrag von Verdun.

5 Schluss: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass viele Ereignisse, die aus heutiger Sicht epochal wirken, sich im Urkundenwesen der Zeit kaum in signifikanten, dauerhaften Änderungen widerspiegelten.

Schlüsselwörter

Königsdiplome, Intitulatio, Signumszeile, Lothar I, Ludwig II der Deutsche, Karl der Kahle, Frühmittelalter, Vertrag von Verdun, Herrschaftsverhältnisse, Urkundenlehre, Annales Bertiniani, Annales Fuldenses, Selbstauskunft, Karolinger, Reichsteilung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse frühmittelalterlicher Königsdiplome der Söhne Ludwigs des Frommen und untersucht, ob und wie politische Veränderungen in der Intitulatio und Signumszeile zum Ausdruck kommen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Urkundenlehre, die politische Geschichte der Karolinger zwischen 830 und 850 sowie das Verhältnis von historischem Ereignis zu diplomatischem Niederschlag.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit primär?

Ziel ist es herauszufinden, ob die diplomatischen Selbstbezeichnungen der Könige tatsächlich als bewusste Reaktionen auf Ereignisse wie den Vertrag von Verdun zu deuten sind oder ob andere Faktoren eine Rolle spielten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin wählt einen chronologischen Ansatz und vergleicht die Diplome sowie deren formale Änderungen mit zeitgenössischen historiographischen Quellen wie den Jahrbüchern von St. Bertin und Fulda.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Diplome der drei Brüder Lothar I, Ludwig II. und Karl dem Kahlen und untersucht spezifische Änderungen der Formeln im Kontext politischer Krisen und Umbrüche.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Königsdiplome, Intitulatio, Karolinger, Reichsteilung sowie die Unterscheidung zwischen heutiger und zeitgenössischer Wahrnehmung politischer Ereignisse.

Warum spielt das Jahr 833 für die Untersuchung eine besondere Rolle?

Das Jahr 833 markiert den Aufstand der Söhne gegen ihren Vater Ludwig den Frommen, was in allen Fällen zu einer Anpassung der Urkundenformeln führte.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich des Vertrags von Verdun?

Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass der Vertrag von Verdun zwar aus heutiger Sicht ein historischer Wendepunkt ist, dieser jedoch in den zeitgenössischen Diplomen kaum Spuren in Form signifikanter dauerhafter Änderungen hinterlassen hat.

Was unterscheidet die Interpretation der Diplome von der zeitgenössischen Wahrnehmung?

Die Autorin betont, dass viele Ereignisse, die wir heute als "reichsteilend" bezeichnen, von den Akteuren damals als rein dynastische Vereinbarungen zur internen Machtverteilung wahrgenommen wurden.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Königliche Selbstauskunft. Die Urkunde als Quelle
Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,3
Autor
Tabea Leu (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
19
Katalognummer
V418414
ISBN (eBook)
9783668676961
ISBN (Buch)
9783668676978
Sprache
Deutsch
Schlagworte
königliche selbstauskunft urkunde quelle
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tabea Leu (Autor:in), 2014, Königliche Selbstauskunft. Die Urkunde als Quelle, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/418414
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Leseprobe aus  19  Seiten
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