Unternehmen stehen vor der Herausforderung, dass sie ihren Kunden ihre Dienstleistung beziehungsweise ihre Produkte nicht nur zu einem passenden Preis, sondern auch in entsprechender Qualität liefern muss. Dies ist existentiell für die Befriedigung der Kundenbedürfnisse und dient damit der Sicherung sowie der Erweiterung des eigenen Kundenstammes.
Erschwerend kommt hinzu, dass viele Unternehmen unter dem Druck konkur- rierender Wettbewerber stehen. Um sich im Konkurrenzkampf zu behaupten ist es deswegen wichtig, dass die internen Strukturen und Prozesse eine ausreichende Effizienz und Qualität aufweisen. In dieser Hinsicht soll die Modellierung vorhandener Geschäftsprozesse Unternehmen unterstützen um erfolgreich im Markt zu bestehen, sich zielorientiert auch an den Bedürfnissen der Kunden auszurichten, interne Optimierungspotentiale aufzuzeigen und einen wachsenden Prozesswildwuchs zu bekämpfen. Um in Sachen Qualität und Preis mithalten zu können, sind effiziente Prozesse notwendig, hierfür ist die Grundlage die Prozessmodellierung. Sie ermöglicht die Prozesse zu identifizieren, dokumentieren und auf Basis messbarer Kriterien zu optimieren. Dabei ist die Modellierung nicht auf ein einzelnes Aufgabengebiet des Unternehmens beschränkt, sondern findet in der gesamten Wertschöpfungskette Anwendung.
Das Ziel dieser Seminararbeit ist es, dass der Leser erkennt wie wichtig die Prozessmodellierung für einen wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens ist. Dazu werden zuerst die Grundlagen sowie zwei Notationen erläutert. Darauf aufbauend wird die Prozessanalyse beschrieben woran sich ein Kapitel anschließt, welches noch einmal den Stellenwert der Prozessmodellierung beschreibt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Geschäftsprozess, Prozess und Workflow
2.2 Prozessmodellierung
3 Prozessmodellierungsnotationen EPK und BPMN
3.1 Organisationen hinter den EPK und BPMN
3.2 Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK)
3.3 Business Process Model and Notation (BPMN)
4 Prozessanalyse
4.1 Erläuterung Prozessanalyse
4.2 Prozessanalyse als Bestandteil des Business (Process) Reengineering
4.3 Rollen
4.4 Phasen
4.4.1 Analyse vorbereiten
4.4.2 Erhebung der Informationen
4.4.3 Dokumentation der Analyseergebnisse
5 Gründe für die Geschäftsprozessmodellierung
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung der Prozessmodellierung für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen aufzuzeigen. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie durch die Identifikation, Dokumentation und Optimierung von Geschäftsprozessen die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Wertschöpfungskette gesteigert werden kann.
- Grundlagen von Geschäftsprozessen, Prozessen und Workflows
- Vergleich der Modellierungsnotationen EPK und BPMN
- Methodik und Phasen der Prozessanalyse
- Rollenverteilung und Stakeholder-Management bei Analyseprojekten
- Nutzen und betriebswirtschaftliche Vorteile der Prozessmodellierung
Auszug aus dem Buch
3.2 Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK)
EPKs wurden mit dem Ziel entwickelt Nutzer ohne Kenntnisse von Prozessmodellierungen anzusprechen. Das Ergebnis ist eine grafische Darstellung eines Kontrollflusses. Jede EPK hat einen definierten Start und ein definiertes Ende. Dazwischen gibt es drei Hauptkomponenten in Form von Aktivitäten, Ereignissen und Konnektoren. Als erstes kommt immer ein Ereignis. Zum Beispiel „Die Bestellung für eine Pizza ist eingegangen“. Auf dieses Ereignis folgt eine passende Aktivität wie „Aufträge erfassen“. Sind die Aufträge erfasst, gibt es das dazugehörige Ereignis „Aufträge sind erfasst“ woraufhin eine Aktivität sein könnte „Pizza backen“. Bei allen Schritten gibt es neben Inputs und Outputs auch die sogenannten Konnektoren. Diese verbinden die einzelnen Elemente miteinander. Zur Erhöhung der Flexibilität gibt es nicht nur aufeinander folgende Ereignisse, sondern auch UND, OR und XOR Konnektoren (vgl. Rosemann, Kugeler and Becker, 2012, pp. 67–71). Eine Übersicht über die wichtigsten Elemente ist in Abbildung 2: Hauptbestandteile der EPK Notation zu sehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen moderner Unternehmen ein und erläutert die Notwendigkeit der Prozessmodellierung zur Steigerung von Effizienz und Qualität.
2 Grundlagen: Das Kapitel definiert grundlegende Begriffe wie Geschäftsprozess, Prozess und Workflow und beleuchtet die Rolle der Prozessmodellierung im Kontext von Workflowmanagement-Systemen.
3 Prozessmodellierungsnotationen EPK und BPMN: Hier werden die beiden gängigen Notationen EPK und BPMN vorgestellt sowie deren organisatorischer Hintergrund und spezifische Merkmale diskutiert.
4 Prozessanalyse: Dieses Kapitel beschreibt detailliert die Vorgehensweise bei der Prozessanalyse, unterteilt in Rollen, die Phasen der Vorbereitung, Datenerhebung und Dokumentation.
5 Gründe für die Geschäftsprozessmodellierung: Es werden die wesentlichen betriebswirtschaftlichen Vorteile der Modellierung erläutert, wie Prozessoptimierung, Kostenreduktion und die Erfüllung von ISO-Regelwerken.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der kontinuierlichen Prozessmodellierung für die Effizienz in der gesamten Supply Chain zusammen.
Schlüsselwörter
Geschäftsprozess, Prozessmodellierung, Workflow, EPK, BPMN, Prozessanalyse, Business Reengineering, Effizienz, Wertschöpfungskette, Dokumentation, Automatisierung, Supply Management, Prozessoptimierung, Stakeholder, Qualitätssicherung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Modellierung von Geschäftsprozessen als zentrales Instrument zur Verbesserung der betrieblichen Effizienz und Qualität in Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen des Prozessmanagements, den Vergleich der Notationen EPK und BPMN sowie die methodische Durchführung der Prozessanalyse.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit primär?
Das primäre Ziel ist es, dem Leser die Notwendigkeit und den hohen Stellenwert der Prozessmodellierung für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens verständlich zu machen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse, um gängige Modellierungsstandards und Vorgehensmodelle der Prozessanalyse gegenüberzustellen und ihre praktische Anwendung zu begründen.
Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis, die detaillierte Beschreibung der Modellierungsnotationen EPK und BPMN, den Prozessanalyse-Zyklus sowie die Argumentation für den Nutzen der Prozessmodellierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Geschäftsprozess, BPMN, EPK, Prozessanalyse, Effizienzsteigerung und Dokumentation charakterisiert.
Warum wird BPMN als vorteilhaft gegenüber älteren Methoden beschrieben?
BPMN bietet den Vorteil der Kompatibilität mit ausführbaren Services, insbesondere durch die Unterstützung der Ausführungssprache BPEL, was eine direkte Implementierung der Modelle in Softwaresystemen ermöglicht.
Welche Rolle spielen Workshops in der Phase der Informationserhebung?
Workshops sind für die Erhebung besonders hilfreich, da sie das gebündelte Fachwissen der beteiligten Personen zusammenführen und eine schnelle, bereichsübergreifende Modellierung sowie Transparenz über Schwachstellen ermöglichen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2017, Modellierung von Geschäftsprozessen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/418188