Der vorliegenden Hausarbeit, welche das Auftreten kirchenrechtlicher Fragen in einer Tageszeitung während eines Vierteljahres zu analysieren hat, liegt eine Beobachtung der kirchenrechtlich relevanten Berichterstattung der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) und der NZZ am Sonntag (NZZaS) im Zeitraum vom 19. März 2017 bis 19. Juni 2017 zugrunde. Zunächst wurde eine Auflistung der relevanten Zeitungsartikel und eine kurze Zusammenfassung der Artikel erstellt. Hierauf erfolgte eine nähere Analyse ihrer kirchenrechtlichen Thematik.
Für die Bewertung eines Themas als ‘kirchenrechtlich relevant’ wurde der Artikelinhalt einerseits nach konkreten Schlagworten kirchenrechtlicher Begriffe und ausdrücklichen Bezügen aufs Kirchenrecht durchsucht. Andererseits wurden mögliche kirchenrechtliche Zusammenhänge und Konsequenzen berücksichtigt, so dass auch Artikel, die auf den ersten Blick keinen kirchenrechtlichen Bezug aufzuweisen scheinen, dennoch in die Betrachtung miteinbezogen wurden, sofern sie einen solchen Bezug haben (könnten). Zur Unterscheidung dieser beiden Kategorien wurden Artikel aus der ersten Gruppe als ‘im engeren Sinn kirchenrechtlich relevant’ und solche aus der zweiten Gruppe als ‘im weiteren Sinn kirchenrechtlich relevant’ bezeichnet. Der Begriff der kirchenrechtlich relevanten Themen ist in einem weiteren Sinn zu sehen, da sich diese vielfach im Kontext anderer Themen zeigt und sich die kirchenrechtliche Relevanz auch anhand möglicher Folgewirkungen ergeben kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorbemerkungen
2. Auflistung der kirchenrechtlich relevanten Zeitungsartikel
3. Kurze Charakterisierung des grundsätzlichen Umgangs mit diesen Themen im untersuchten Medium
3.1 Analyse des grundsätzlichen Herangehens an kirchenrechtliche Themen
3.2 Behandelte Themen des kanonischen Rechts
3.3 Zusammenfassende Charakterisierung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert das Vorkommen und die mediale Aufbereitung kirchenrechtlicher Fragen in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) sowie der NZZ am Sonntag über einen Zeitraum von drei Monaten. Im Fokus steht dabei, wie ein säkulares Medium kirchenrechtliche Sachverhalte einordnet, welche Themenkomplexe dominieren und inwieweit eine fachliche Auseinandersetzung mit dem kanonischen Recht stattfindet.
- Frequenz und mediale Platzierung kirchenrechtlicher Berichterstattung
- Darstellung der Nachfolge im Bistum Chur
- Berichterstattung über den Vatikan und Papst Franziskus
- Rolle von Kirchenrechtsthemen als „Lückenfüller“ im Printmedium
- Qualität und fachliche Tiefe der journalistischen Aufarbeitung
Auszug aus dem Buch
1. Vorbemerkungen
Der vorliegenden Hausarbeit, welche das Auftreten kirchenrechtlicher Fragen in einer Tageszeitung während eines Vierteljahres zu analysieren hat, liegt eine Beobachtung der kirchen-rechtlich relevanten Berichterstattung der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) und der NZZ am Sonntag (NZZaS) im Zeitraum vom 19. März 2017 bis 19. Juni 2017 zugrunde. Zunächst wurde eine Auflistung der relevanten Zeitungsartikel und eine kurze Zusammenfassung der Artikel erstellt. Hierauf erfolgte eine nähere Analyse ihrer kirchenrechtlichen Thematik.
Für die Bewertung eines Themas als ‘kirchenrechtlich relevant’ wurde der Artikelinhalt einerseits nach konkreten Schlagworten kirchenrechtlicher Begriffe und ausdrücklichen Bezügen aufs Kirchenrecht durchsucht. Andererseits wurden mögliche kirchenrechtliche Zusammenhänge und Konsequenzen berücksichtigt, so dass auch Artikel, die auf den ersten Blick keinen kirchenrechtlichen Bezug aufzuweisen scheinen, dennoch in die Betrachtung miteinbezogen wurden, sofern sie einen solchen Bezug haben (könnten). Zur Unterscheidung dieser beiden Kategorien wurden Artikel aus der ersten Gruppe als ‘im engeren Sinn kirchenrechtlich relevant’ (ieS) und solche aus der zweiten Gruppe als ‘im weiteren Sinn kirchenrechtlich relevant’ (iwS) bezeichnet.
Der Begriff der kirchenrechtlich relevanten Themen ist in einem weiteren Sinn zu sehen, da sich diese vielfach im Kontext anderer Themen zeigen und sich die kirchenrechtliche Relevanz auch anhand möglicher Folgewirkungen ergeben kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorbemerkungen: Dieses Kapitel erläutert den Untersuchungszeitraum, die Methodik der Artikelauswahl sowie die Differenzierung zwischen verschiedenen Stufen kirchenrechtlicher Relevanz.
2. Auflistung der kirchenrechtlich relevanten Zeitungsartikel: In diesem Abschnitt werden 48 identifizierte Zeitungsartikel tabellarisch erfasst, inklusive kurzer Zusammenfassungen und der jeweiligen kirchenrechtlichen Schwerpunkte.
3. Kurze Charakterisierung des grundsätzlichen Umgangs mit diesen Themen im untersuchten Medium: Dieser Abschnitt analysiert das mediale Profil der Berichterstattung, die Platzierung der Themen und die journalistische Qualität der kirchenrechtlichen Aufarbeitung.
3.1 Analyse des grundsätzlichen Herangehens an kirchenrechtliche Themen: Hier wird untersucht, welche Themenbereiche (wie das Bistum Chur) besonders stark frequentiert werden und nach welchen Kriterien das Medium die Auswahl der Berichte trifft.
3.2 Behandelte Themen des kanonischen Rechts: Dieser Teil ordnet die behandelten Artikel den verschiedenen Bereichen des kanonischen Rechts zu, wie etwa dem Verfassungsrecht der Kirche oder dem Sakramentenrecht.
3.3 Zusammenfassende Charakterisierung: Das Fazit beschreibt die mediale Wahrnehmung der Kirche und stellt fest, dass Kirchenrecht häufiger ohne tiefere fachliche Analyse als unliberal oder undemokratisch dargestellt wird.
Schlüsselwörter
Kirchenrecht, NZZ, Bistum Chur, Papst Franziskus, Bischofswahl, Medienbeobachtung, Sakramentenrecht, CIC/83, Vatikan, Religionsfreiheit, Zölibat, ökumenischer Dialog, Glaubensbekenntnis, Medienanalyse, Kanonisches Recht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie das kirchenrechtliche Geschehen und kirchenrechtlich relevante Fragen in den Printmedien NZZ und NZZ am Sonntag über einen Zeitraum von drei Monaten abgebildet werden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Berichterstattung?
Die Berichterstattung konzentriert sich primär auf die Situation im Bistum Chur, die Rolle des Papstes und des Vatikans sowie allgemein auf Fragen der Ökumene und des Verhältnisses von Religion und Gesellschaft.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das Herangehen eines säkularen Printmediums an komplexe kirchenrechtliche Themen zu analysieren und zu bewerten, ob eine fachliche Tiefe in der Berichterstattung gegeben ist.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine Beobachtung und systematische Auflistung aller im Beobachtungszeitraum publizierten Artikel mit kirchenrechtlichem Bezug vorgenommen, gefolgt von einer qualitativen Analyse der Inhalte.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die tabellarische Auflistung aller relevanten Artikel sowie eine detaillierte Auswertung der behandelten kirchenrechtlichen Themenkreise und der Art der journalistischen Darstellung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Neben den Kernbegriffen wie Kirchenrecht und Medienbeobachtung sind Begriffe wie Bistum Chur, Bischofswahl und Sakramentenrecht zentral für das Verständnis der Untersuchung.
Wie bewertet die Autorin die Qualität der kirchenrechtlichen Berichterstattung in der NZZ?
Die Autorin stellt fest, dass die Berichterstattung zwar ausgewogen und sachlich ist, es aber an einer vertieften fachlichen Auseinandersetzung mit dem kanonischen Recht mangelt und das Kirchenrecht oft unreflektiert als Instrument gegen demokratische Partizipation wahrgenommen wird.
Welchen Einfluss hatte der Rücktritt von Bischof Vitus Huonder auf die Medienberichterstattung?
Der Rücktritt von Bischof Huonder erwies sich als das dominierende Thema, das in den Medien regelmäßig mit dem Bischofswahlverfahren im Allgemeinen und den kirchenrechtlichen Normen für das Bistum Chur verknüpft wurde.
- Arbeit zitieren
- Dr. Andrea G. Röllin (Autor:in), 2018, Kirchenrecht in der Presse, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/417473