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Das Frauenbild in der Literatur des 18. Jahrunderts am Beispiel des bürgerlichen Trauerspiels "Miss Sara Sampson" von Gotthold Ephraim Lessing

Titel: Das Frauenbild in der Literatur des 18. Jahrunderts am Beispiel des bürgerlichen Trauerspiels "Miss Sara Sampson" von Gotthold Ephraim Lessing

Hausarbeit , 2017 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Nico Oertel (Autor:in)

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit soll das Frauenbild in der Literatur des 18. Jahrhunderts anhand Gotthold Ephraim Lessings bürgerlichem Trauerspiel "Miss Sara Sampson" untersucht und mit dem realen Frauenbild der damaligen Zeit verglichen werden.

Beginnen werde ich dabei mit einer Betrachtung des allgemeinen Frauenbilds im 18. Jahrhundert. Darauf aufbauend erfolgt eine kurze Vorstellung des bürgerlichen Trauerspiels mitsamt seiner Besonderheiten. Anschließend komme ich zum wesentlichen Teil der Hausarbeit, die Betrachtung der zentralen Frauenfiguren in Miss Sara Sampson, zuerst einzeln und abschließend gegenübergestellt. Dabei konzentriere ich mich im Wesentlichen auf die zentralen weiblichen Figuren der Sara Sampson sowie der Marwood. Diese werden hinsichtlich ihres Verhaltens, ihrer Vorstellungen vom Leben sowie ihren Beziehungen zu anderen Figuren betrachtet. Die männlichen Figuren sowie die weiblichen Nebenfiguren wie Arabella, die junge Tochter der Marwood sowie die Kammermädchen werden nur am Rande angesprochen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das allgemeine Frauenbild im 18. Jahrhundert

3. Das bürgerliche Trauerspiel Miss Sara Sampson

4. Die Frauenfiguren in Miss Sara Sampson

4.1 Miss Sara Sampson

4.1.1 Charakterisierung durch andere Figuren

4.1.2 Charakterisierung durch eigenes Handeln

4.2 Marwood

4.2.1 Charakterisierung durch andere Figuren

4.2.2 Charakterisierung durch eigenes Handeln

4.3 Gegenüberstellung Sara – Marwood

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht das Frauenbild im 18. Jahrhundert durch eine Analyse von Lessings bürgerlichem Trauerspiel „Miss Sara Sampson“. Dabei wird die literarische Darstellung der weiblichen Hauptfiguren, Sara Sampson und Marwood, kritisch mit den realen gesellschaftlichen Rollenerwartungen der damaligen Zeit verglichen, um Anzeichen für eine beginnende Emanzipation sowie die Persistenz patriarchaler Strukturen aufzuzeigen.

  • Historisches Frauenbild des 18. Jahrhunderts (Hausfrau, Gattin, Mutter)
  • Charakterisierung und Motivation der Hauptfigur Sara Sampson
  • Die Figur der Marwood als Gegenpol und Intrigenstifterin
  • Vergleich der Rollenbilder und der Einfluss von Standesunterschieden
  • Rezeption bürgerlicher Tugenden versus emanzipatorischer Züge

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Charakterisierung durch andere Figuren

Bereits im ersten Aufzug wird das Bild der Sara geprägt. Im Dialog zwischen Sir William und dem Diener Waitwell sagt dieser „Das beste, schönste, unschuldigste Kind, das unter der Sonne gelebt hat, muss so verführt werden.“ Interessant hierbei ist, dass sogleich mit den größtmöglichen Superlativen (beste, schönste, unschuldigste) über Sara gesprochen wird. Besonders das Wort „unschuldigste“ zeigt, dass Sara das Idealbild einer tugendhaften Frau verkörpern soll. Des Weiteren geht aus dieser Beschreibung heraus, dass Sara eine hübsche Frau sein muss. Interessant empfand ich auch, dass Waitwell mit einem Kosenamen über sie spricht „Ach Sarchen! Sarchen!“ Dies zeigt für mich, dass Waitwell eine enge Beziehung zu Sara hat und sich um sie sorgt. Dies ist nicht unbedingt typisch für eine Beziehung zwischen Bediensteten und den jeweiligen „Herren“ der damaligen Zeit. Häufig war es so, dass die Bediensteten von den Hausherren nicht gut behandelt wurden und dementsprechend keine hohe Meinung über diese hatten. Nun könnte man sagen, dass sich Waitwell nicht traut, vor ihrem Vater offen über Sara zu reden. Das glaube ich jedoch nicht, da auch Sir William als sehr tugendhaft und nett beschrieben wird. Ich gehe eher davon aus, dass Waitwell als langjähriger Diener der Sampsons wahre Hochachtung und Sympathien für Sara hat. Darüber hinaus wird Sara sogleich auch als eine vaterliebende Figur beschrieben „Nein, Sarchen hat ihren Vater geliebt und gewiss! Gewiss! Sie liebt ihn noch.“ Dass Sara eine tugendhafte junge Dame ist, steht außer Zweifel, dennoch ist mir aufgefallen, dass die Tugend auch häufig in Saras Verhalten hineininterpretiert wird. Beispielsweise wird Saras Weigerung, den Brief ihres Vaters anzunehmen von Waitwell als „tugendhafte Schüchternheit“ angesehen, während es bei einer anderen Figur wahrscheinlich als Feigheit oder Sturheit interpretiert werden würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas, der Zielsetzung sowie der methodischen Herangehensweise bei der Untersuchung des Frauenbildes in Lessings Werk.

2. Das allgemeine Frauenbild im 18. Jahrhundert: Erläuterung der damaligen sozialen Rollenverteilung, der rechtlichen Abhängigkeit der Frau und des propagierten Tugendideals.

3. Das bürgerliche Trauerspiel Miss Sara Sampson: Definition des bürgerlichen Trauerspiels anhand von Lessings 1755 veröffentlichtem Werk und Abgrenzung zu anderen Gattungen.

4. Die Frauenfiguren in Miss Sara Sampson: Analyse der weiblichen Hauptrollen durch deren Charakterisierung und Handlungsweisen im Stück.

4.1 Miss Sara Sampson: Detaillierte Untersuchung der Titelheldin durch Fremd- und Selbstcharakterisierung sowie deren Entwicklung im Verlauf des Trauerspiels.

4.1.1 Charakterisierung durch andere Figuren: Analyse, wie das Umfeld und andere handelnde Personen Sara als tugendhaftes Idealbild wahrnehmen und beschreiben.

4.1.2 Charakterisierung durch eigenes Handeln: Untersuchung von Saras Verhalten, ihrer Gottesgläubigkeit und ihrer emanzipatorischen Züge im Widerspruch zu traditionellen Rollenbildern.

4.2 Marwood: Analyse der Gegenspielerin und ehemaligen Geliebten Mellefonts, insbesondere ihrer Intrigen und ihres abweichenden Frauenbildes.

4.2.1 Charakterisierung durch andere Figuren: Untersuchung der negativen Fremdwahrnehmung Marwoods durch Mellefont und andere Akteure.

4.2.2 Charakterisierung durch eigenes Handeln: Betrachtung von Marwoods Taktik, ihrem Streben nach finanzieller Sicherheit und ihrer Rolle als selbstbewusste Frau.

4.3 Gegenüberstellung Sara – Marwood: Direkter Vergleich der beiden Protagonistinnen zur Verdeutlichung ihrer unterschiedlichen Funktionen innerhalb des Dramas und deren gesellschaftliche Symbolik.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Reflexion über die Bedeutung des Stücks für die Emanzipationsgeschichte.

Schlüsselwörter

Frauenbild, 18. Jahrhundert, Gotthold Ephraim Lessing, Miss Sara Sampson, bürgerliches Trauerspiel, Emanzipation, Tugend, Patriarchat, Literaturanalyse, Geschlechterrollen, Marwood, Selbstbestimmung, Empfindsamkeit, Aufklärung, Abhängigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Frauenbild des 18. Jahrhunderts, indem sie Lessings bürgerliches Trauerspiel „Miss Sara Sampson“ als Fallbeispiel nutzt und mit der damaligen gesellschaftlichen Realität abgleicht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die soziale Rolle der Frau (als Tochter, Gattin, Mutter), die Abhängigkeit von männlicher Autorität, das Tugendideal der Aufklärung sowie der Kontrast zwischen den Figuren Sara Sampson und Marwood.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, wie Lessing das damalige Frauenbild in seinem Werk reflektiert und inwieweit die Figuren sowohl typische Merkmale ihrer Zeit verkörpern als auch Ansätze von Emanzipation zeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext unter Einbeziehung von Sekundärliteratur hinsichtlich Figurencharakterisierung und zeithistorischem Kontext interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Rahmenbedingungen des 18. Jahrhunderts und das bürgerliche Trauerspiel erläutert, gefolgt von einer tiefgehenden Analyse der beiden zentralen Frauenfiguren sowie deren direktem Vergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Frauenbild, 18. Jahrhundert, Lessing, Miss Sara Sampson, Emanzipation, Tugend und Patriarchat.

Warum wird Sara Sampson als „tugendhaftes Ideal“ betrachtet, obwohl sie eigentlich als Sünderin gilt?

Sara verkörpert trotz ihres „Fehltritts“ die für die damalige Zeit geforderten Eigenschaften wie Gehorsam, Reue, Gottesfürchtigkeit und die Fähigkeit zur Selbstaufopferung, was sie in den Augen der anderen männlichen Figuren zur tugendhaften Heldin macht.

Inwiefern unterscheidet sich Marwood von der klassischen Frauenrolle des 18. Jahrhunderts?

Marwood bricht durch ihr selbstbewusstes Auftreten, ihre Offenheit gegenüber eigenen sexuellen Bedürfnissen und ihre intrigante Art, mit der sie Männern entgegentritt, mit dem Bild der demütigen und passiven Frau.

Welche Bedeutung hat der Name „Marwood“ für die Charakterisierung?

Der Name ist eine Anspielung auf das englische „to mar“ und „would“, was auf eine Person hinweist, die destruktiv wirkt oder Schaden zufügen will, was ihre Rolle als Gegenspielerin unterstreicht.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Frauenbild in der Literatur des 18. Jahrunderts am Beispiel des bürgerlichen Trauerspiels "Miss Sara Sampson" von Gotthold Ephraim Lessing
Hochschule
Universität Leipzig
Veranstaltung
05-GSD-SPS01 Schulpraktische Studien Grundschuldidaktik 1
Note
1,7
Autor
Nico Oertel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
20
Katalognummer
V417314
ISBN (eBook)
9783668668249
ISBN (Buch)
9783668668256
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sara Sampson Lessing Frauenbild 18. Jahrhundert Geschlechterverhältnisse Trauerspiel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nico Oertel (Autor:in), 2017, Das Frauenbild in der Literatur des 18. Jahrunderts am Beispiel des bürgerlichen Trauerspiels "Miss Sara Sampson" von Gotthold Ephraim Lessing, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/417314
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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