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Möglichkeiten und Grenzen rationaler Entscheidungen am Beispiel von Doping im Hochleistungssport

Titel: Möglichkeiten und Grenzen rationaler Entscheidungen am Beispiel von Doping im Hochleistungssport

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Karla Weiler (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Unser Alltag ist durchzogen von Entscheidungen. Bereits morgens, mit dem ersten Augenaufschlag, beginnt eine schier unendliche Kette von Entscheidungen mit mehr oder weniger großen Folgewirkungen. Der Anspruch unserer modernen, durchorganisierten Welt ist es schließlich, schnell, rational, wirkungsoptimiert und zielorientiert zu handeln. Doch in welchem Maße treffen wir unsere Entscheidungen selbst? Ist es nicht so, dass Umwelt und Umfeld unsere Entscheidungen, vielleicht auch unbewusst, mitbestimmen? Gerade die Forderung nach rational begründeten Entscheidungen wird in allen Lebensphasen unserer funktional-differenzierten Gesellschaft immer größer. Dabei nehmen aber auch die Möglichkeiten und Optionen sich so oder anders zu entscheiden immer weiter zu. Es ist häufig kaum mehr absehbar, angesichts der Verkettung möglicher Folgen und Nebenfolgen, welche Konsequenzen Entscheidungen haben oder haben werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entscheidungshandeln im soziologischen Kontext

2.1. Definition

2.2. Max Webers Idealtypen sozialen Handelns

2.3. Alfred Schütz' Wahl zwischen Handlungsentwürfen

3. Rationales Entscheidungshandeln in der funktional differenzierten Gesellschaft

3.1. Einführung

3.2. Komplexität von Entscheidungen

3.3. Rationalitätsansprüche von Entscheidungen

4. Doping im Hochleistungssport

4.1. Gesellschaftliche Strukturdynamiken

4.2. Entscheidungen aus Akteursperspektive

5. Schluss

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem gesellschaftlichen Anspruch an rationales Entscheidungshandeln und den tatsächlichen Grenzen der Rationalität in der modernen Gesellschaft. Am Beispiel von Doping im Hochleistungssport wird analysiert, wie komplexe gesellschaftliche Strukturdynamiken und institutionelle Zwänge zu Handlungsentscheidungen führen, die trotz systemlogischer Rationalität unbeabsichtigte negative Folgen nach sich ziehen.

  • Sozialtheoretische Grundlagen des Handelns und Entscheidens (Weber, Schütz)
  • Die moderne Gesellschaft als "Entscheidungs-" und "Multioptionsgesellschaft" (Schimank)
  • Komplexitätsfaktoren in Entscheidungssituationen
  • Strukturdynamiken des Leistungssports und deren Einfluss auf Akteure
  • Biografische Pfadabhängigkeiten und ihre Rolle bei deviantem Verhalten

Auszug aus dem Buch

3.2. Komplexität von Entscheidungen

Die Problematik des Entscheidens zeigt sich im Spannungsverhältnis von Komplexität und Rationalität. Je wichtiger und komplexer Probleme sind, um so schwerer ist eine eindeutig beste Entscheidung zu treffen. Die Komplexität von Entscheidungssituationen untersucht Schimank zunächst bezüglich ihrer Sach-, Sozial- und Zeitdimension.

Die Sozialdimension von Entscheidungen basiert auf dem handelnden Zusammenwirken von Akteuren. Dabei gibt es unterschiedliche Interdependenzkonstellationen des - gewollten oder ungewollten - Einwirkens von Anderen auf das Entscheidungshandeln des Einzelnen. Hinzu kommen noch die Neben- und Fernwirkungen des eigenen Handelns. Da das Ziel des eigenen Handelns maßgeblich vom Handeln der Anderen abhängt und man nicht weiß, was die Anderen tun werden, erhöht sich die Erwartungsunsicherheit. Die Komplexität der Situation erhöht sich aber ebenso, wenn zwar die Ziele, aber nicht die Mittel zur Durchführung bekannt sind. Auch eine Konfliktsituation im Sinne einer Behinderung bei der Zielverfolgung erhöht die Komplexität in der Sozialdimension. Interdependenzen zwischen Akteuren werden von Schimank als „Schicksals-“ oder „Verhaltenskontrolle“ charakterisiert, wobei die erste eine völlige Ergebenheit in die Handlungsautorität anderer meint. Zu einem Entscheidungshandeln wird sich ein Akteur daher erst entschließen, wenn genügend Verhaltenskontrolle seinerseits vorliegt und er nicht völlig dem Handeln anderer ausgeliefert ist.

Schimank nimmt nun eine Unterscheidung dieses Interdependenzproblems auf Konflikthaftigkeit vor. Er differenziert zwischen Koordinations- und Konfliktspielen, wobei eine zu bewältigende, mangelnde Erwartungssicherheit dem Koordinationsspiel entspricht, während eine zu bewältigende Konfliktsituation dem Konfliktspiel zugerechnet wird. Eine mittlere Konfliktintensität bilden die „mixed motive games“ ab, die Situationen mangelnder Erwartungssicherheit aufnehmen, in denen gleichzeitig Interessenkonflikte zwischen den Akteuren bestehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, dass der Anspruch auf schnelles und rationales Handeln in einer komplexen "Entscheidungsgesellschaft" zu Unsicherheiten führt, die sich exemplarisch im Doping im Hochleistungssport widerspiegeln.

2. Entscheidungshandeln im soziologischen Kontext: Dieses Kapitel verortet Entscheidungen in handlungstheoretischen Ansätzen und diskutiert Max Webers Idealtypen sowie Alfred Schütz' phänomenologische Perspektive auf die Konstitution von Handlungsentwürfen.

3. Rationales Entscheidungshandeln in der funktional differenzierten Gesellschaft: Hier wird auf Basis der Theorie von Uwe Schimank dargelegt, wie funktionale Differenzierung und die "Multioptionsgesellschaft" den Druck zu entscheidungsförmigem Handeln erhöhen und welche Komplexitätsfaktoren und Rationalitätsansprüche dabei wirken.

4. Doping im Hochleistungssport: Das Kapitel analysiert den Hochleistungssport als spezialisiertes Teilsystem mit verabsolutiertem Siegescode und untersucht, wie strukturelle Zwänge und die Akteursperspektive (biografische Pfadabhängigkeiten) die Entscheidung zum Doping fördern.

5. Schluss: Der Schlussteil resümiert, dass Doping ein systemisches Konstellationsphänomen ist und die Grenzen rationaler Entscheidungen verdeutlicht, da die Akteure trotz systemlogischem Handeln transintentionale, negative Nebenfolgen erzeugen.

6. Quellen- und Literaturverzeichnis: Umfasst das Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Entscheidungshandeln, Rationalität, Soziologie, Max Weber, Alfred Schütz, Uwe Schimank, Entscheidungsgesellschaft, Multioptionsgesellschaft, Doping, Hochleistungssport, Systemtheorie, Handlungsentwürfe, Komplexität, Interdependenz, Strukturdynamik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Analyse rationalen Entscheidungshandelns unter den Bedingungen einer funktional differenzierten modernen Gesellschaft und deren Grenzen, illustriert am Beispiel des Dopings im Spitzensport.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Handlungsbegriffs, die Analyse von Entscheidungsprozessen in modernen Gesellschaftsstrukturen sowie die Untersuchung systemischer Risiken und unerwünschter Handlungsfolgen im Leistungssport.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, warum individuelle, scheinbar rationale Entscheidungen in komplexen gesellschaftlichen Konstellationen zu deviantem Verhalten führen können und wo die strukturellen Grenzen individueller Rationalität liegen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Anwendung soziologischer Konzepte – insbesondere der Handlungstheorie und der Theorie der Entscheidungsgesellschaft – auf das empirische Phänomen Doping.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung soziologischer Handlungsmodelle, die detaillierte Darstellung von Schimanks "Entscheidungsgesellschaft" inklusive der Komplexitätsdimensionen und die Anwendung dieser Konzepte auf die Dynamiken und Akteursperspektiven im Leistungssport.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Entscheidungshandeln, Rationalität, Soziologie, Entscheidungsgesellschaft, Doping, Hochleistungssport, Systemtheorie, Komplexität und Handlungsentwürfe.

Wie unterscheidet sich Schütz' Theorie von Webers Ansatz bezüglich rationalen Handelns?

Während Weber Rationalität als methodologisches Mittel zur Sinngebung einsetzt, legt Schütz den Fokus auf die phänomenologische Rekonstruktion der Entstehung von Handlungsentwürfen durch das Bewusstsein und die erinnerte Lebenserfahrung des Akteurs.

Welche Rolle spielt die "biografische Falle" im Kontext des Spitzensports?

Sie beschreibt einen Zustand, in dem Sportler aufgrund früher Festlegungen und intensiver Investitionen in ihre sportliche Laufbahn in einen Pfad geraten, aus dem ein Ausstieg kaum noch möglich erscheint, was den Druck zur Leistungssteigerung mittels Doping erhöht.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Möglichkeiten und Grenzen rationaler Entscheidungen am Beispiel von Doping im Hochleistungssport
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,7
Autor
Karla Weiler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
26
Katalognummer
V415966
ISBN (eBook)
9783668657557
ISBN (Buch)
9783668657564
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entscheidungen Doping Max Weber Alfred Schütz rationales Entsheidungshandeln Webers Idealtypen strukturelle Dynamiken
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Karla Weiler (Autor:in), 2016, Möglichkeiten und Grenzen rationaler Entscheidungen am Beispiel von Doping im Hochleistungssport, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/415966
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Leseprobe aus  26  Seiten
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