Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Sozialwissenschaften allgemein

Mit welchen habituellen Herausforderungen werden BildungsaufsteigerInnen aus benachteiligten Milieus konfrontiert, wenn sie aus unteren in obere Soziallagen aufsteigen?

Titel: Mit welchen habituellen Herausforderungen werden BildungsaufsteigerInnen aus benachteiligten Milieus konfrontiert, wenn sie aus unteren in obere Soziallagen aufsteigen?

Hausarbeit , 2018 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In den letzten Jahren ist die Tendenz der Bildungsaufsteiger*innen in Deutschland gesunken . Trotzdem wird immer wieder der Spruch „Jeder ist seines Glückes Schmied“ verwendet und sogar als gut gemeinter Ratschlag erteilt. Doch hängt der Bildungserfolg wirklich noch von der eigenen Leistungsbereitschaft ab? Oder „fällt der Apfel [doch] nicht weit vom Stamm“? In der Soziologie beschäftigen sich vor allem seit Bourdieus Erkenntnissen zum Sozialen Raum viele Wissenschaftler mit dieser Frage. Nicht selten werden dabei die Zusammenhänge zwischen der sozialen Herkunft und dem Bildungserfolg untersucht. Dabei liegt der Fokus oftmals auf Individuen, die sich zwischen höheren und niedrigeren Positionen bewegen, diese sozialen Auf- und Abstiege werden auch Soziale Mobilität genannt . Bereits im Jahr 2000 zeigten die Untersuchungen der internationalen Schulleistungsstudie PISA, dass ein Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und erworbenen Kompetenzen besteht . Das heißt, Kinder, deren Eltern einen hohen gesellschaftlichen Status aufweisen, erreichen in der Regel ein höheres Kompetenzniveau, als Kinder aus der Arbeiterklasse . Aber warum ist das so? Und kann angesichts dieser Tatsache dann überhaupt noch von Chancengleichheit im Bildungssystem gesprochen werden? Doch trotz der abfallenden Tendenz von Bildungsaufsteiger*innen, gibt es dennoch Menschen, die gegen alle Erwartungen einen Bildungsaufstieg von der unteren in die obere Schicht schaffen. Aber was passiert während des Aufstiegs mit der Persönlichkeit? Mit welchen habituellen Herausforderungen werden die Bildungsaufsteiger*innen während und nach dem Aufstieg konfrontiert? Ziel dieser Hausarbeit ist es, diese Fragen mithilfe der theoretischen Konzepte Pierre Bourdieus zu klären und beantworten. Dazu sollen im ersten Kapitel die wichtigsten Begriffe definiert werden. Daraufhin folgen die Kapitalsorten nach Bourdieu, die wichtig zu erläutern sind, um das nachfolgende Kapitel besser verstehen zu können. In dem Kapitel geht es um die Herausforderungen und Nebenwirkungen, mit denen es Bildungsaufsteiger*innen während und nach dem Aufstieg zu tun haben. Dabei habe ich mich sehr an der Literatur von Aladdin El-Mafaalani orientiert. Schlussendlich ist am Ende der Hausarbeit noch eine kurze Zusammenfassung zu finden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Definitionen

Habitus nach Pierre Bourdieu

Soziale Ungleichheit

Die Kapitalsorten nach Bourdieu

Herausforderungen

Habitustransformation

Nebenwirkungen

Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die habituellen Herausforderungen und Transformationsprozesse, mit denen Bildungsaufsteiger aus benachteiligten Milieus konfrontiert sind, wenn sie den Aufstieg in höhere Soziallagen vollziehen.

  • Theoretische Fundierung durch das Habitus-Konzept von Pierre Bourdieu
  • Analyse der verschiedenen Kapitalsorten und deren Einfluss auf den sozialen Aufstieg
  • Untersuchung der Phasen der Habitustransformation
  • Diskussion von Nebenwirkungen wie Entfremdung und psychischen Belastungen
  • Kritische Reflexion der Chancengleichheit im Bildungssystem

Auszug aus dem Buch

Habitustransformation

Nichtsdestotrotz durchdringen (wenige) Menschen diese Barrieren und schaffen es mit viel Fleiß und Mühe in die obere Schicht aufzusteigen. Doch in der oberen Schicht ‚angelangt‘, werden sie von inneren Konflikten mit ihrem Habitus eingeholt. Eine habituelle Angleichung an obere Milieus wird vollzogen, welche viele Fragen und innere Irritationen aufwirft. Die sogenannte Habitustransformation beschreibt einen Prozess, bei dem sich Denk- und Handlungsmuster sowie Selbst- und Weltenverhältnisse grundlegend transformieren (El-Mafaalani 2014, S. 23ff). Diese Habitustransformation wird von Aladdin El Mafaalani in drei Phasen unterteilt:

1) Irritation: In den ungleichen Milieus bzw. Sphären, vor allem in und zwischen den Lebenswelten Familie und Schule treten Irritationen auf, die als habituelle Differenzerfahrung wahrgenommen werden. Meist wird dies als (plötzliche) Nicht-Passung von Habitus und sozialer Position („Fremdwerden“) wahrgenommen und führt zu einer Irritation.

2) Distanzierung: Eine Distanzierung von der Herkunftsfamilie sowie von habituellen Praktiken des Herkunftsmilieus gelten als aufstiegstypisch. Der Aufsteiger fühlt sich in der Herkunft unwohl und fremd oder kann sich sogar nicht mehr mit seinem „alten“ Leben identifizieren. Auf die Irritation folgt eine Spannung die durch eine Entfremdung zur Distanzierung folgt.

3) Stabilisierung: Nach einiger Zeit stärkt sich das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten und Potenziale und es kommt zu einer sozialen Etablierung in der „neuen“ Schicht.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die abnehmende Tendenz der sozialen Mobilität in Deutschland und stellt die zentrale Forschungsfrage nach den habituellen Herausforderungen von Bildungsaufsteigern.

Definitionen: Dieses Kapitel klärt die theoretischen Grundbegriffe Habitus nach Bourdieu sowie Soziale Ungleichheit, um ein Verständnis für die Ausgangslage der Aufsteiger zu schaffen.

Die Kapitalsorten nach Bourdieu: Hier werden das ökonomische, soziale, symbolische und kulturelle Kapital erläutert, die maßgeblich über den gesellschaftlichen Status und die Aufstiegschancen entscheiden.

Herausforderungen: Dieses Kapitel analysiert die habituellen Barrieren, die durch das Aufwachsen in prekären Verhältnissen entstehen, und führt in das Konzept der Habitustransformation ein.

Habitustransformation: Hier wird der dreiphasige Prozess (Irritation, Distanzierung, Stabilisierung) beschrieben, den Aufsteiger während ihrer Persönlichkeitsentwicklung durchlaufen.

Nebenwirkungen: Das Kapitel thematisiert die psychischen und sozialen Kosten des Aufstiegs, insbesondere Trennungserfahrungen und das Gefühl der Entfremdung.

Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass Bildungserfolg in Deutschland stark von vorhandenem Kapital abhängt und der Aufstieg mit dauerhaften inneren Konflikten verbunden bleibt.

Schlüsselwörter

Soziale Mobilität, Bildungsaufstieg, Pierre Bourdieu, Habitus, Habitustransformation, Soziale Ungleichheit, Kulturelles Kapital, Soziale Herkunft, Bildungsbarrieren, Entfremdung, Chancengleichheit, Notwendigkeitsdenken, Identitätskrise, Soziale Schichtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den soziologischen Hintergründen von Bildungsaufsteigern und untersucht, welche habituellen Herausforderungen Menschen bewältigen müssen, die aus benachteiligten Milieus in höhere Sozialschichten aufsteigen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Habitustheorie von Pierre Bourdieu, die Bedeutung verschiedener Kapitalsorten, der Prozess der Habitustransformation sowie die psychischen und sozialen Folgen, die mit einem sozialen Aufstieg einhergehen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, mithilfe der Konzepte Bourdieus aufzuzeigen, warum ein Aufstieg nicht nur eine bildungspolitische, sondern vor allem eine tiefgreifende habituelle Herausforderung für die Persönlichkeit darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert, wobei insbesondere die Konzepte von Pierre Bourdieu und Aladdin El-Mafaalani angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Darstellung der Kapitalsorten, die Analyse der Herausforderungen im Aufstiegsprozess sowie eine detaillierte Betrachtung der habituellen Transformation und ihrer negativen Nebenwirkungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Habitus, Soziale Mobilität, Kapital, Habitustransformation und Entfremdung charakterisiert.

Was versteht die Arbeit unter dem „Habitus der Notwendigkeit“?

Dies ist ein Denkmuster, das in unteren sozialen Schichten aufgrund knapper Ressourcen entsteht und bei dem Funktionalität und das Management der Knappheit anstelle einer langfristigen Lebensplanung im Vordergrund stehen.

Warum erleben viele Aufsteiger eine Phase der „Irritation“?

Irritation entsteht, wenn die vertrauten Denk- und Handlungsmuster der Herkunftswelt auf die Anforderungen des neuen, akademischen oder höheren sozialen Umfelds treffen, was zu einer Nicht-Passung führt.

Sind die „Nebenwirkungen“ eines sozialen Aufstiegs unvermeidbar?

Laut der Arbeit sind die Trennungserfahrungen und der Identitätsdruck für die meisten Aufsteiger typisch, da die habituelle Umstellung ein langwieriger Prozess ist, der oft zu einer Entfremdung von der Herkunftsfamilie führt.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mit welchen habituellen Herausforderungen werden BildungsaufsteigerInnen aus benachteiligten Milieus konfrontiert, wenn sie aus unteren in obere Soziallagen aufsteigen?
Hochschule
Fachhochschule Dortmund
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
13
Katalognummer
V414391
ISBN (eBook)
9783668651210
ISBN (Buch)
9783668651227
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Habitus Bourdieu El-Mafaalani Aufstieg Bildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Mit welchen habituellen Herausforderungen werden BildungsaufsteigerInnen aus benachteiligten Milieus konfrontiert, wenn sie aus unteren in obere Soziallagen aufsteigen?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/414391
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  13  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum