Diese Ausarbeitung widmet sich dem Thema des interkulturellen Lernens von ausländischen Mitbürgern, sowie dem Leben und der Integration in der Migrationsgesellschaft. Hierbei handelt es sich um die Gestaltung des Zusammenlebens von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Migrationshintergrund in der Schule und der Schulklasse.
Vorgestellt wird eine Definition des interkulturellen Lernens, didaktische Ansätze, Unterrichtsentwicklung, sowie die Entwicklung von Schulkonzepten und Methoden im Umgang mit interkulturellem Lernen. Der Fokus liegt hierbei auf der Vorstellung von Schulkonzepten Ende der 60-er Jahre und dem Bayerischen Modell hin zum Krefelder Model und dem Interkulturellem Lernen.
Inhaltsverzeichnis
Definition des interkulturellen Lernens:
Didaktische Ansätze interkulturellen Lernens
Lehr-Lernziele interkulturellen Lernens
Charakteristika Interkulturellen Lernens
Geschichtliche Relevanz
Lernen für Europa
Sprachliche und kulturelle Allgemeinbildung
Verständnis von Sprache als Medium der persönlichen und kollektiven Identitätskonstruktion:
Mehrsprachigkeit als Entwicklungsperspektive
Globales Lernen
Die Entwicklung von Schulkonzepten im Umgang mit Interkulturellem Lernen
1. Das Schulsystem wird nicht verändert, Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund passen sich an
Schulkonzepte Ende der 60er:
Bayerisches Modell:
2. Auffassungswechsel: integrative Schulstrukturen
Krefelder Modell:
Interkulturelles Lernen
Schule mit Courage, Schule ohne Rassismus
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der theoretischen Fundierung und der praktischen Entwicklung von Schulkonzepten im Kontext des interkulturellen Lernens auseinander, wobei der Fokus auf dem Wandel von rein kompensatorischen Modellen hin zu integrativen Ansätzen liegt.
- Grundlagen und Definitionen interkultureller Kompetenz
- Didaktische Ansätze und Lehr-Lernziele im interkulturellen Kontext
- Die Bedeutung von Sprache und Mehrsprachigkeit für die Identitätskonstruktion
- Historische und aktuelle Schulkonzepte im Umgang mit Migration
- Strategien gegen Diskriminierung im schulischen Alltag
Auszug aus dem Buch
Die Entwicklung von Schulkonzepten im Umgang mit Interkulturellem Lernen
Die Schulkonzepte im Umgang mit Migranten haben sich im Laufe der Zeit verändert. Im Folgenden werden einige Stationen dieser Entwicklung aufgezeigt.
1. Das Schulsystem wird nicht verändert, Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund passen sich an
Schulkonzepte Ende der 60er: Zu diesen Zeiten war das pädagogische Konzept die sogenannte „Ausländerpädagogik“. Hierbei werden die SuS nichtdeutscher Herkunft als Störung angesehen. Dies hatte zur Folge, dass das Schulsystem unverändert bleibt, der Migrant jedoch angepasst werden soll. Aus diesem Grund werden schulische, pädagogische Maßnahmen nur nach dem Migranten gerichtet.
Bayerisches Modell: Das bayerische Modell beinhaltet eine bikulturelle Erziehung und muttersprachliche Förderung der Migranten. Dies führt zu nationalen Klassen, in denen sich ausschließlich Migranten aus einer Nation aufhalten. Dieses Modell soll zur Beibehaltung der kulturellen Identität beitragen.
Zusammenfassung der Kapitel
Definition des interkulturellen Lernens: Dieses Kapitel erläutert den Erwerb interkultureller Kompetenz und definiert die drei zentralen Dimensionen Wissen, Einstellungen und Handlungskompetenz.
Didaktische Ansätze interkulturellen Lernens: Hier werden einleitend die Lernziele sowie die spezifischen Charakteristika des interkulturellen Lernens in Unterrichtskontexten dargestellt.
Lehr-Lernziele interkulturellen Lernens: Das Kapitel fokussiert auf das Verstehen des Fremden sowie die Anerkennung des Anderen als Voraussetzung für verantwortungsvolles globales Handeln.
Charakteristika Interkulturellen Lernens: Es wird hervorgehoben, dass interkulturelles Lernen als fächerübergreifender Softskill die Sozialisation fördert und besonders in kooperativen Lernformen wirksam ist.
Geschichtliche Relevanz: Dieser Abschnitt thematisiert die historische Verwurzelung von Vielfalt in der deutschen Geschichte als pädagogisches Werkzeug.
Lernen für Europa: Die Identitätsfrage Europas und der Umgang mit Migration werden als zentrale Herausforderungen für die schulische Integration beschrieben.
Sprachliche und kulturelle Allgemeinbildung: Die Sprache wird als zentrales Medium zur Identifikation mit einer Kultur hervorgehoben.
Verständnis von Sprache als Medium der persönlichen und kollektiven Identitätskonstruktion: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Sprache die eigene Identität formt und die Identifizierung mit fremden Kulturen ermöglicht.
Mehrsprachigkeit als Entwicklungsperspektive: Es wird dargelegt, wie die Anerkennung von Sprachen im Unterricht die Toleranz und den Respekt gegenüber allen Schülerinnen und Schülern stärkt.
Globales Lernen: Dieser Teil ordnet globales Lernen als Ansatz zur Lösung weltweiter Ungleichheiten in den interkulturellen Kontext ein.
Die Entwicklung von Schulkonzepten im Umgang mit Interkulturellem Lernen: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Veränderung pädagogischer Konzepte, von der „Ausländerpädagogik“ hin zur integrativen Schule.
Schlüsselwörter
Interkulturelles Lernen, Interkulturelle Kompetenz, Migration, Ausländerpädagogik, Bayerisches Modell, Krefelder Modell, Integration, Mehrsprachigkeit, Identitätskonstruktion, Globales Lernen, Diskriminierung, Schule ohne Rassismus, Didaktik, Sozialisation, kulturelle Identität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und den didaktischen Grundlagen des interkulturellen Lernens im deutschen Schulwesen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind interkulturelle Kompetenz, die Bedeutung von Sprache für die Identität, historisch gewachsene Schulkonzepte für Migranten und Ansätze zur Diskriminierungsprävention.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Wandel von segregierenden Schulmodellen hin zu integrativen und respektvollen Lernumgebungen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden genutzt?
Die Arbeit stützt sich auf pädagogische Fachliteratur und etablierte Konzepte zur interkulturellen Bildung und Erziehung.
Was wird im Hauptteil analysiert?
Der Hauptteil analysiert spezifische Schulkonzepte wie das Krefelder oder das Bayerische Modell und diskutiert die Charakteristika interkulturellen Lernens.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Interkulturelle Kompetenz, Identitätskonstruktion, Mehrsprachigkeit und Diskriminierungsvermeidung.
Was unterscheidet das Krefelder Modell von anderen Ansätzen?
Das Krefelder Modell integriert zwar Migranten in Regelklassen, führt jedoch zu einer Teilung in spezifische Lerngruppen, was den Nachteil hat, dass ein interkultureller Austausch nicht gegenseitig stattfindet.
Was ist die Grundvoraussetzung für das Projekt „Schule ohne Rassismus“?
Mindestens 70 Prozent aller Personen in einer Schule müssen sich durch ihre Unterschrift aktiv gegen Diskriminierung und für entsprechende Projekte einsetzen.
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- Chris K. (Author), 2018, Interkulturelles Lernen in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/412375