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Ein Vergleich des Unvergleichbaren? Der Populismus in Europa und Lateinamerika in komparativer Analyse

Titel: Ein Vergleich des Unvergleichbaren? Der Populismus in Europa und Lateinamerika in komparativer Analyse

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 33 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Stefan Rausch (Autor:in)

Politik - Region: Mittel- und Südamerika

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Titel dieser Arbeit zeugt von den Schwierigkeiten des Forschungsfeldes. Bei der Analyse des Populismus richtet sich der Blick auf zwei Kontinente, deren historischer, soziökonomischer, politischer und kultureller Kontext zum Teil weit auseinander klafft. Nicht nur deshalb unterliegt bereits die genaue Einordnung des Begriffs „Populismus“ einem ständigen Diskurs, der je nach zeitlicher Epoche divergente Erkenntnisse hervorbringt. Konstruiert sich der Begriff heuristisch lediglich aus der isolierten Betrachtung einer Region? Kann überhaupt eine globale Klärung des Populismus gefunden werden?

Eine sehr allgemeine Definition gibt Dieter Nohlen im Lexikon der Politikwissenschaft, indem er ihn als „mehrdeutig verwendeten Begriff extrem unterschiedlicher Bewertung“ charakterisiert. Doch bereits im Kontext dieses einfach gehaltenen Lexikonbeitrags muss der Autor auf die regionalspezifische Konnotation des Phänomens verweisen, die selbiges in völlig unterschiedlichem Licht erscheinen lässt. Paul Taggart deutet ihn deshalb treffend als „difficult, slippery concept.“ Blickt man weiter in die Literatur unter diesem Stichwort wird ersichtlich, dass der eine Populismus wohl keinesfalls kategorisierbar ist.

Es verwundert nicht, wenn Karin Priester von der „Annäherung an ein Chamäleon“ spricht oder Nikolaus Werz selbst darauf verweist, dass ein global geltender Typus nicht existiert, bzw. immer national gefärbt ist. Hans-Jürgen Puhle bemerkt die zeitlichen Umstände, die zur Analyse notwendig sind. So können „Populismen in unterschiedlichen Perioden inhaltlich sehr verschieden sein und unterschiedliche Schwerpunkte setzen.“ Derselbe Autor kommt jedoch zu einem weiteren Schluss, der für diese Arbeit essentiell ist: Trotz der diversen inhaltlichen Ausprägungen scheinen „populistische Techniken und Instrumente zu allen Zeiten durchaus ähnlich zu funktionieren.“ Genau auf dieser Basis muss die Frage gestellt werden, ob sich allgemeine Charakteristika in einer globalen Perspektive aufzeigen lassen und wenn ja, wie das Konzept des Populismus beschaffen ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Populismus – Annäherung an eine Definition

2.1 Populismus als Ideologie

2.2 Populismus als politische Strategie

3. Die Entwicklung des Populismus – ein Überblick

3.1 Die drei Wellen des Populismus in Lateinamerika

3.1.1 Der historische Populismus

3.1.2 Der Neo-Populismus

3.1.3 Die Neue Linke

3.2 Der (Rechts-) Populismus in Europa

4. Europas und Lateinamerikas Populismus im Vergleich

4.1 Zwei Pole des Populismus

4.1.1 Wirtschaft versus Identität

4.1.2 Inklusion versus Exklusion.

4.2 Gemeinsamkeiten der Populismen

4.2.1 Gemeinsamkeiten des populistischen Konzepts

4.2.2 Populismus und Medien

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Vergleichbarkeit des Populismus zwischen Europa und Lateinamerika, indem sie gemeinsame Charakteristika jenseits regionaler Besonderheiten identifiziert. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, ob trotz der sozioökonomischen und kulturellen Divergenzen ein einheitliches Konzept des Populismus existiert und welche Rolle dabei die politische Strategie sowie die Medien spielen.

  • Theoretische Verortung des Populismus als Ideologie und politische Strategie.
  • Analyse der historischen Entwicklung des Populismus in Lateinamerika und Europa.
  • Komparative Gegenüberstellung von Inklusion und Exklusion sowie wirtschaftlichen und identitätsbasierten Ansätzen.
  • Untersuchung der Interrelation zwischen populistischen Akteuren und den Massenmedien.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Der historische Populismus

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erwächst die Phase des „historischen Populismus“. Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten der „Dritten Welt“ schauen die lateinamerikanischen Ländern zumindest formal auf eine längere Unabhängigkeit und demokratischen Traditionen. Darunter vermengt findet sich in der politischen Kultur des Subkontinents der Caudillismus. Mit Caudillo sind „Anführer“ gemeint, die etwa bis 1870 das politische Geschehen der neu gegründeten Staaten lenken. Ergebnis dieser personenzentrierten Herrschaft: Die Autorität des Caudillo beruht nicht ausschließlich auf Gewalt, sondern ebenso auf teilweise freiwilliger Anerkennung seiner Gefolgsleute. Ferner manifestiert sich ein schwacher Grad der Institutionalisierung und ein häufig gewaltsam von statten gehender Machtwechsel. Gleichwohl nicht eindeutig geklärt ist, ob dieser Caudillismo eine „Konstante der politischen Kultur Lateinamerikas“ oder in Anlehnung an Gino Germani nur eine Etappe zur repräsentativen bzw. plebiszitären Demokratie ist, bleibt dieser historische Kontext für den Erfolg des Populismus essentiell.

Die Führer des historischen Populismus gelangen besonders in Zeiten einer ökonomischen Krise an die Macht. Sie schaffen es im Gegensatz zu vielen anderen Parteien oder sozialen Bewegungen der Region eine vielschichtige Basis hinter sich zu versammeln. Durch die ideologische Flexibilität und den „etwas für jedermann“- Anspruch mobilisieren die Populisten Arbeiter, Mittelständler und ländliche Eigentümer für ihre Sache. Außerdem widmen sie ihre Aufmerksamkeit zunehmend den ärmeren Bevölkerungsschichten in den Städten. Angesichts der Transition von einer ländlich-bäuerlichen zu einer städtischen Industriegesellschaft Anfang des 20. Jahrhunderts lancieren sie das Nation-Building in den unabhängigen Staaten. Diese integrative Wirkung verdanken sie einer nationalpopulistischen Rhetorik und dem Aufbau sozialer Sicherungsmechanismen, für welche die unterprivilegierte Bevölkerung besonders empfänglich ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeiten der Begriffsdefinition „Populismus“ und legt den methodischen Fokus auf einen komparativen Vergleich zwischen Lateinamerika und Europa.

2. Populismus – Annäherung an eine Definition: Das Kapitel verortet Populismus theoretisch als Kombination aus politischer Strategie und „dünner“ Ideologie.

3. Die Entwicklung des Populismus – ein Überblick: Dieses Kapitel beschreibt die historischen Phasen des Populismus in Lateinamerika und die jüngere Entwicklung rechtspopulistischer Strömungen in Europa.

4. Europas und Lateinamerikas Populismus im Vergleich: Die komparative Analyse zeigt Unterschiede in der ökonomischen und identitätsorientierten Ausrichtung sowie Gemeinsamkeiten in der politischen Rhetorik und Mediennutzung auf.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass trotz regionaler Unterschiede eine Minimaldefinition des Populismus möglich ist, die als Ausgangspunkt für weitere Forschung dienen kann.

Schlüsselwörter

Populismus, Lateinamerika, Europa, Neopopulismus, Ideologie, politische Strategie, Caudillismus, Rechtspopulismus, Medien, Politainment, Identität, Inklusion, Exklusion, Volkswille, Minimaldefinition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einem komparativen Vergleich des Populismus in Europa und Lateinamerika, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in diesem komplexen politischen Phänomen aufzuzeigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition des Populismus, seine historischen Entwicklungsphasen in beiden Regionen, die Rolle der Medien bei der Inszenierung sowie die ideologische bzw. strategische Ausrichtung populistischer Akteure.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Populismus zwischen den beiden Kontinenten trotz unterschiedlicher sozioökonomischer Kontexte überhaupt sinnvoll vergleichbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptiv-analytische Methode, um durch Abstraktion gemeinsame Charakteristika aus verschiedenen regionalen Ausprägungen des Populismus zu gewinnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine theoretische Einordnung, ein historischer Überblick der Populismuswellen und eine detaillierte komparative Analyse hinsichtlich Wirtschaft, Identität, Inklusion und Exklusion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Populismus, Neopopulismus, politische Strategie, Mediennutzung, Identität und Volkswille geprägt.

Wie unterscheiden sich die lateinamerikanischen und europäischen Populismen laut der Arbeit?

In Lateinamerika ist der Populismus oft stärker mit ökonomischen Aspekten und Inklusion verbunden, während in Europa primär kulturelle Identität, Nativismus und Exklusion eine größere Rolle spielen.

Welche Bedeutung haben die Medien für moderne Populisten?

Medien dienen Populisten sowohl als unverzichtbares Mittel zur Selbstdarstellung und Mobilisierung als auch zur Dramaturgie und zur Vermeidung intermediärer politischer Strukturen.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ein Vergleich des Unvergleichbaren? Der Populismus in Europa und Lateinamerika in komparativer Analyse
Hochschule
Universität Rostock
Note
1,3
Autor
Stefan Rausch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
33
Katalognummer
V412178
ISBN (eBook)
9783668641976
ISBN (Buch)
9783668641983
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Populismus Lateinamerika Europa
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Rausch (Autor:in), 2013, Ein Vergleich des Unvergleichbaren? Der Populismus in Europa und Lateinamerika in komparativer Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/412178
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Leseprobe aus  33  Seiten
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