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Legasthenie - Zu Ursachen und Symptomen

Titel: Legasthenie - Zu Ursachen und Symptomen

Hausarbeit , 2004 , 14 Seiten , Note: gut

Autor:in: Susan Grüßner (Autor:in)

Psychologie - Intelligenz und Lernpsychologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Heute wissen wir, dass das Lesen- und Schreibenlehren eine sehr viel kompliziertere Angelegenheit ist und dass es nicht ausreicht, den Kindern nur das Alphabet oder die Einzellaute beizubringen. Die Leseforschung hat herausgefunden, dass das scheinbar Einfache, die Buchstaben und die Laute, für das Kind sehr schwer zu begreifen ist, da es sich um höchst abstrakte [und komplexe] Konzepte handelt.“ (Valtin 1994b, S.5). Dabei sind Sprachwahrnehmungsleistungen, wie die optisch-graphomotorische, phonematisch-akustische, kinästhetisch-artikulatorische, melodisch-intonatorische und rhythmisch-strukturierende Differenzierungsfähigkeit von Nöten, die mittels der Sinnesorgane erfassbar sind und eine unersetzbare Grundlage für das Sprechen-, Schreiben- und Lesenlernen bilden (vgl. Breuer, Weuffen 1993, S.9-43). „Lesen- und Schreibenlernen erfordert eine Sprachanalyse, zu der das Kind erst hingeführt werden muß, nämlich: die Abstraktion vom Handlungs- und Bedeutungskontext, die Konzentration auf die lautliche Seite der Sprache, die Gliederung semantischer Einheiten in Wörter sowie die Gliederung von Wörtern in Lautsegmente. Voraussetzung ist die Vergegenständlichung von Sprache, d.h. die Fähigkeit, Sprache bewusst zum Gegenstand der Aufmerksamkeit zu machen. (...) Erst wenn bei allen Kindern diese Fähigkeit gegeben ist, kann sinnvollerweise mit der Einführung geschriebener Wörter und der Buchstaben/Laute begonnen werden. (...) Kinder mit anhaltenden Lese-Rechtschreibschwierigkeiten haben schon in den ersten Phasen des Schriftspracherwerbs große Probleme damit, sich die Laut-Buchstaben-Beziehungen zu merken und das alphabetische Prinzip zu begreifen.“ (Valtin 1994b, S.5).
Da die Anzahl der Kinder mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten und die damit verbundenen Probleme zunehmend steigen, erachte ich es als wichtig, sich näher damit zu beschäftigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Legasthenie

2.1 Legasthenie – eine Krankheit?

2.2 Ätiologie der Lese-Rechtschreib-Schwäche

2.3 Symptomatologie der Lese-Rechtschreib-Schwäche

2.3.1 Primärsymtomatologie

2.3.2 Sekundärsymtomatologie

3 Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das komplexe Phänomen der Legasthenie im schulischen Kontext zu beleuchten, wobei der Fokus auf der theoretischen Auseinandersetzung mit der Ätiologie sowie der detaillierten Beschreibung der Symptomatologie liegt, um ein tieferes Verständnis für betroffene Kinder zu entwickeln.

  • Grundlagen des Les- und Schreiblernprozesses und die damit verbundenen Herausforderungen.
  • Kritische Reflexion des Krankheitsbegriffs im Zusammenhang mit Legasthenie.
  • Wissenschaftliche Perspektiven auf die Ursachen (Ätiologie) von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten.
  • Differenzierung zwischen Primär- und Sekundärsymptomen der Lese-Rechtschreib-Schwäche.
  • Bedeutung der frühzeitigen Diagnose und gezielter Unterstützung durch das soziale Umfeld.

Auszug aus dem Buch

Visuelle Wahrnehmungsprobleme

1925 bewertete ORTON die visuellen Wahrnehmungsfehler als Primärsymptome einer verzögerten Hirnreifung und mangelnder Ausbildung der lateralen Dominanz und somit einer eingeschränkten, vertikalen Steuerfunktion. Aus diesem Grund können gespeicherte Spiegelbilder der Buchstaben nicht genügend koordiniert werden, was wiederum zur Verwirrung und Verwechslung von Buchstaben und Buchstabensequenzen während des Lesens führt. Diese Störung wird auch Strephosymbolie (verdrehte Symbole) genannt. ORTON prägte unter anderem diesbezüglich folgende Begriffe:

→ Reversionen: Drehung von Buchstaben um eine vertikale Achse (b/d; p/q);

→ Inversionen: Kippung von Buchstaben um eine horizontale Achse (M/W; u/n; b/q);

→ Permutationen: Umstellung der Buchstabenfolge innerhalb eines Wortes (nie/ein)

(vgl. Ramacher-Faasen 1997, S. 48).

Auch FROSTIG sieht visuelle Wahrnehmungsdefizite als Ursache legastheniespezifischer Fehler. Sie legte fünf Teilbereiche der visuellen Wahrnehmung fest, deren jeweilige Störung verschiedene resultierende Schwächen im Lesen und Schreiben nach sich ziehen, die nachfolgend kurz aufgeführt werden sollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität des Schriftspracherwerbs ein und begründet die Relevanz des Themas angesichts zunehmender Lese-Rechtschreibschwierigkeiten bei Kindern.

2 Legasthenie: Dieses Kapitel definiert den Begriff Legasthenie, hinterfragt den Krankheitsstatus und analysiert die historische sowie theoretische Entwicklung der Ursachenforschung.

2.1 Legasthenie – eine Krankheit?: Hier wird die historische Begriffsentwicklung nach Ranschburg sowie die moderne Auffassung der Legasthenie als Teilleistungsstörung dargelegt.

2.2 Ätiologie der Lese-Rechtschreib-Schwäche: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene wissenschaftliche Erklärungsmodelle zur Entstehung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten im Verlauf der letzten Jahrzehnte.

2.3 Symptomatologie der Lese-Rechtschreib-Schwäche: Das Kapitel systematisiert die Erscheinungsformen der Problematik und unterteilt diese in Primär- und Sekundärsymptome.

2.3.1 Primärsymtomatologie: Hier werden spezifische Schwierigkeiten im Bereich der visuellen Wahrnehmung, sprachlicher Kompetenzen und der Motorik beim Lesen und Schreiben detailliert erläutert.

2.3.2 Sekundärsymtomatologie: Dieses Kapitel thematisiert die psychischen und sozialen Begleiterscheinungen, wie Schulunlust oder Verhaltensauffälligkeiten, die als Folge des anhaltenden Misserfolgs entstehen.

3 Schlussfolgerung: Das Fazit betont die Notwendigkeit einer frühzeitigen, gemeinschaftlichen Unterstützung durch Eltern und Pädagogen, um betroffene Kinder vor einem weiteren Schulversagen zu bewahren.

Schlüsselwörter

Legasthenie, Lese-Rechtschreib-Schwäche, Ätiologie, Symptomatologie, Primärsymptome, Sekundärsymptome, Schriftspracherwerb, Teilleistungsstörung, visuelle Wahrnehmung, motorische Koordination, Lernentwicklungsstörung, Sprachanalyse, Förderung, Schulversagen, Diagnose.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der Legasthenie, wobei sie den Fokus auf die Ursachenforschung und die typischen Symptome bei Kindern legt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Ätiologie der Lese-Rechtschreib-Schwäche, die Differenzierung zwischen Primär- und Sekundärsymptomatik sowie die Bedeutung des sozialen Umfelds bei der Förderung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Problematik der Legasthenie zu schaffen, um so die Basis für eine fundierte und frühzeitige Hilfeleistung zu legen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die verschiedene fachwissenschaftliche Positionen zur Legasthenie gegenüberstellt und zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird erläutert, was Legasthenie bedeutet, welche Ursachen diskutiert wurden und in welche Symptomgruppen (Primär- und Sekundärsymptome) die Schwierigkeiten eingeteilt werden können.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Legasthenie, Lese-Rechtschreib-Schwäche, Ätiologie, Symptomatologie sowie Förderansätze charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Primär- und Sekundärsymptomen wichtig?

Die Unterscheidung hilft zu verstehen, welche Probleme direkt durch die Lese-Rechtschreib-Schwäche bedingt sind (Primär) und welche sich als psychische oder soziale Folgen aus dem anhaltenden Misserfolg (Sekundär) entwickeln.

Welchen Einfluss hat die Motorik auf die Rechtschreibleistung?

Die Arbeit verdeutlicht, dass eine gestörte motorische Koordination das Gehirn beim Schreiben überlasten kann, da es gleichzeitig Steuerungsprozesse der Bewegung und kognitive Rechtschreibprozesse bewältigen muss.

Was unterscheidet den extrovertierten vom introvertierten Typ?

Extrovertierte Kinder reagieren auf den Frust durch Legasthenie eher nach außen (Aggressivität, Wutanfälle), während introvertierte Kinder den Frust verinnerlichen und sich eher passiv oder zurückgezogen verhalten.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Legasthenie - Zu Ursachen und Symptomen
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie)
Veranstaltung
Diagnostik und Interventionen bei Lernschwierigkeiten
Note
gut
Autor
Susan Grüßner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
14
Katalognummer
V41190
ISBN (eBook)
9783638394994
ISBN (Buch)
9783640388035
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Legasthenie Diagnostik Interventionen Lernschwierigkeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Susan Grüßner (Autor:in), 2004, Legasthenie - Zu Ursachen und Symptomen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/41190
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Leseprobe aus  14  Seiten
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