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Der Mann Gottes und seine männlichen Triebe in der Gothic Literature - an den Beispielen "The Monk" von Lewis und "120 Tage von Sodom" von de Sade

Title: Der Mann Gottes und seine männlichen Triebe in der Gothic Literature - an den Beispielen "The Monk" von Lewis und "120 Tage von Sodom" von de Sade

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 23 Pages , Grade: 1

Autor:in: Moni Kirner (Author)

English Language and Literature Studies - Literature

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Summary Excerpt Details

Werke wie „The Fall of the House of Usher“ von Poe und „Zofloya or The Moor“ von Charlotte Dacre fallen ebenso unter den Begriff „Gothic Literature“ wie die beiden im Rahmen dieser Arbeit genauer behandelten Romane „The Monk“ von Matthew G. Lewis und „120 Tage von Sodom“ von Marquis de Sade. Hier schließt sich nun unmittelbar die Frage an, was einen Gothic Novel zu einem solchen macht, welche Charakteristika ihn formen und welche Abweichungen es bezüglich dieser Einordnungen gibt.
Sie alle thematisieren Gewalt und sexuelle Begierde und verlegen den Schauplatz dafür in eine dunkle und schauderhafte Atmosphäre, meist in eine Art Unterwelt, ein von der Außenwelt abgeschlossenes Reich, wo verbotene, verwerfliche und grausame Dinge passend zur schaurigen Umgebung ihren Lauf im Geheimen nehmen und obskure Charaktere ihren verderblichen Phantasien ohne Zeugen nachgehen können. Die Figuren sind, wie ihr gesamtes Dasein und ihre Umwelt, von Unsicherheit geprägt und übertragen dadurch ständiges Unbehagen auf den Leser.
In dieser Abhandlung soll nun explizit auf die Funktion und die Zusammenhänge zwischen den zwei geistlichen Hauptfiguren aus "120 Tage von Sodom" und "The Monk" eingehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 „The Monk“ und „Die 120 Tage von Sodom“ – Gothic Novels

2 Der lüsterne Kleriker in der Schwarzen Romantik bei Lewis und de Sade

2.1 Kirchengegenerische Intentionen der Autoren gezeigt anhand einiger Beispiele

2.1.1 Matthew G. Lewis’ „The Monk“

2.1.1.1 Ambrosio, der Mönch und Ambrosius, der Kirchenvater

2.1.1.2 Diabolische Charaktere und Frauen auf Abwegen

2.1.2 De Sades „Die 120 Tage von Sodom“

2.1.2.1 Der Autor ohne Moral in seinen verdorbenen Charakteren

2.1.2.2 Atheismus als einziger Glaube

2.2 Der Geistliche – ein an Gehorsam und Pflichten gebundener Diener vor Gott und Sünder bei Lewis und de Sade

2.2.1 Kritik an Lewis’ Hintergrundwissen zu den Kapuzinern

2.2.1.1 Zeitliche und geographische Einordnung der Kapuzinermönche

2.2.1.2 Das Schweigegelübde

2.2.2 Ambrosio – ein Mönch wider franziskanischen Vorgaben

2.2.2.1 Schuldverdrängung statt Schuldbewusstsein und Reue

2.2.2.2 Egozentrischer Stolz im Widerspruch zu Gemeinschaft, Brüderlichkeit und aktivem Mitleid

2.2.2.3 Sexualität und “Liebe“ statt Enthaltsamkeit und Liebe zu Gott

2.2.3 Der Bischof ohne Namen und andere Geistliche bei Marquis de Sade

2.2.3.1 Männer ohne Charakter und Kleriker ohne wahren Glauben

2.2.3.2 Sexuelle Perversionen und die Verachtung gegenüber Frauen und reiner Liebe

2.3 Ursprünge der Triebhaftigkeit der Kirchenmänner

2.3.1 Wandel und Zerfall der Familie als Ausgangspunkt für die abgründige Entwicklung der Charaktere

2.3.1.1 Ambrosio, das Findelkind

2.3.1.2 Der Bischof in einer destruktiven Zeit

2.3.2 Das Gelübde der Keuschheit und der Reiz des Verbotenen und Unschuldigen

3 Gerechte Strafe für die Sünder?

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung und Entwicklung der männlichen Triebe bei Geistlichen in der Gothic Literature, konkret anhand der Romane „The Monk“ von Matthew G. Lewis und „Die 120 Tage von Sodom“ von Marquis de Sade. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen kirchlichem Anspruch und individuellem Verhalten zu analysieren und die Ursachen für die moralische Korruption sowie die triebgesteuerte Abkehr vom Glauben kontrastiv gegenüberzustellen.

  • Analyse von Moral und Heuchelei in der zeitgenössischen Kirche.
  • Kontrastive Untersuchung der Protagonisten Ambrosio und des namenlosen Bischofs.
  • Untersuchung des Einflusses von Erziehung und familiären Strukturen auf die Charakterbildung.
  • Betrachtung von Gewalt, Machtmissbrauch und sexueller Perversion als zentrale Gothic-Elemente.
  • Hinterfragung von Reue, Bestrafung und menschlicher Schuld in der Schwarzen Romantik.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Matthew G. Lewis’ „The Monk“

Besonders Lewis’ sicherlich nicht zufällige Namensauswahl für seinen Protagonisten Ambrosio musste jeden Christen schockieren, denn Ambrosius, der im 4. Jahrhundert n. Chr. lebte, gilt bis heute als einer der vier großen Kirchenväter des Westens, welche in ihren Schriften die christliche Lehre begründeten. Lewis hat sich wohl für diese Parallele entschieden, da Ambrosius von Mailand stets seiner Eloquenz gerühmt wurde, ebenso wie sein Hauptcharakter Ambrosio. Es gibt eine bekannte Legende, die besagt, dass Bienen über der Wiege des jungen Ambrosius Honig in dessen Mund träufelten und ihm so die "honigsüße Sprache" seiner späteren Schriften und seiner Hymnen schenkten.

Vor allem diese Namensparallele zwischen einem solch hochangesehenen Kleriker und einem Mönch mit dem gleichen bedeutungsträchtigen Namen, der sich dem Teufel durch Verbrechen wie Vergewaltigung und Mord verschreibt, traf wohl bei der damaligen Öffentlichkeit auf laute Empörung. Was jedoch ist der Grund dafür, dass Lewis’ inhaltlich verwerfliches Werk bis heute höchste Popularität genießt?

Zusammenfassung der Kapitel

1 „The Monk“ und „Die 120 Tage von Sodom“ – Gothic Novels: Einleitung in die Charakteristika der Gothic Literature mit Fokus auf Gewalt, sexuelle Begierde und den moralischen Abfall von Geistlichen als zentrale Motive.

2 Der lüsterne Kleriker in der Schwarzen Romantik bei Lewis und de Sade: Analyse der kirchengegnerischen Intentionen der Autoren und Darstellung der diabolischen sowie unmoralischen Züge ihrer Kleriker-Figuren.

2.1 Kirchengegenerische Intentionen der Autoren gezeigt anhand einiger Beispiele: Untersuchung der bewussten Provokation durch Lewis bei der Namenswahl und der expliziten Darstellung von Atheismus und Amoralität bei de Sade.

2.1.1 Matthew G. Lewis’ „The Monk“: Detailbetrachtung von Lewis' Kritik an der Kirche durch die Figur Ambrosio, der trotz hohem Ansehen eine diabolische Entwicklung durchläuft.

2.1.2 De Sades „Die 120 Tage von Sodom“: Analyse von de Sades Protagonisten als Reflexion seiner eigenen Lebenseinstellungen und der Ablehnung jeglicher christlicher Moral.

2.2 Der Geistliche – ein an Gehorsam und Pflichten gebundener Diener vor Gott und Sünder bei Lewis und de Sade: Untersuchung der Diskrepanz zwischen klösterlichen Pflichten und dem tatsächlichen Handeln der Geistlichen in beiden Werken.

2.2.1 Kritik an Lewis’ Hintergrundwissen zu den Kapuzinern: Auseinandersetzung mit literaturwissenschaftlicher Kritik an Lewis' Darstellung des Klosterlebens und seiner historische Einordnung.

2.2.2 Ambrosio – ein Mönch wider franziskanischen Vorgaben: Analyse von Ambrosios innerem Konflikt zwischen dem Wunsch nach Tugendhaftigkeit und seiner zwanghaften Unterdrückung menschlicher Bedürfnisse, die in Exzess umschlägt.

2.2.3 Der Bischof ohne Namen und andere Geistliche bei Marquis de Sade: Darstellung des bischöflichen Wüstlings als Verkörperung von Machtmissbrauch, Perversion und vollkommener Verachtung gegenüber der geistigen Liebe.

2.3 Ursprünge der Triebhaftigkeit der Kirchenmänner: Herleitung der korrupten Entwicklung der Charaktere aus familiärer Zerrüttung und der kritischen Auseinandersetzung mit dem Zölibat.

2.3.1 Wandel und Zerfall der Familie als Ausgangspunkt für die abgründige Entwicklung der Charaktere: Betrachtung der familiären Hintergründe von Ambrosio und dem Bischof als fundamentale Ursache für ihr abweichendes Verhalten.

2.3.2 Das Gelübde der Keuschheit und der Reiz des Verbotenen und Unschuldigen: Analyse der Paradoxie, dass gerade die auferlegten Schranken der Keuschheit bei den Protagonisten den Drang zur Übertretung verstärken.

3 Gerechte Strafe für die Sünder?: Abschließende Betrachtung der Frage nach der Gerechtigkeit im Kontext der dargestellten Verbrechen und dem Versuch der Autoren, moralische Ordnung wiederherzustellen.

Schlüsselwörter

Gothic Literature, Matthew G. Lewis, Marquis de Sade, The Monk, Die 120 Tage von Sodom, Kleriker, Triebhaftigkeit, Sexualität, Gewalt, Atheismus, Zölibat, Moral, Schuld, Kirchenkritik, Schwarze Romantik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Darstellung der männlichen Triebe und die moralische Korruption von Geistlichen in den Romanen „The Monk“ und „Die 120 Tage von Sodom“.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Zu den Schwerpunkten gehören Kirchenkritik, die Auswirkungen von Erziehung und Zölibat, die Psychologie des Bösen sowie die Verbindung von Macht, Gewalt und Sexualität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Entwicklung der Protagonisten Ambrosio und des namenlosen Bischofs von frommen Glaubensvertretern zu triebgesteuerten Verbrechern kontrastiv zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet einen literaturwissenschaftlichen, vergleichenden Ansatz (kontrastive Analyse), um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Charakterdarstellungen in beiden Werken herauszuarbeiten.

Welche Inhalte werden im Hauptteil fokussiert?

Der Hauptteil behandelt die kirchengegnerischen Intentionen der Autoren, die Rolle des klösterlichen Lebens sowie die Ursachen für die Triebhaftigkeit, wie etwa den Zerfall familiärer Strukturen und den Reiz des Verbotenen.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Gothic Literature, Kleriker, Triebhaftigkeit, Sexualität, Gewalt, Atheismus und Kirchenkritik.

Inwiefern unterscheidet sich der Bischof bei de Sade von Lewis’ Ambrosio?

Während Ambrosio als Mönch zunächst den Anschein von Tugend wahrt und erst durch Verführung fällt, wird der Bischof von de Sade als von Beginn an moralisch verdorbene Figur ohne jeden christlichen Glauben eingeführt.

Warum spielt das Thema der Familie eine zentrale Rolle in der Arbeit?

Die Arbeit identifiziert zerrüttete familiäre Hintergründe als maßgebliche Ursache für die abgründige Entwicklung der Charaktere, da ein Mangel an emotionaler Wertevermittlung die Figuren für diabolische oder pervertierte Einflüsse anfällig macht.

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Details

Title
Der Mann Gottes und seine männlichen Triebe in der Gothic Literature - an den Beispielen "The Monk" von Lewis und "120 Tage von Sodom" von de Sade
College
LMU Munich  (Komparatistik / Anglistik)
Course
Schwarze Romantik
Grade
1
Author
Moni Kirner (Author)
Publication Year
2005
Pages
23
Catalog Number
V40920
ISBN (eBook)
9783638393126
ISBN (Book)
9783638729482
Language
German
Tags
Mann Gottes Triebe Gothic Literature Beispielen Monk Lewis Tage Sodom Sade Schwarze Romantik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Moni Kirner (Author), 2005, Der Mann Gottes und seine männlichen Triebe in der Gothic Literature - an den Beispielen "The Monk" von Lewis und "120 Tage von Sodom" von de Sade, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/40920
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