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Clausewitz und die Neuen Kriege - Eskalation, Moderation und die Frage nach Zweck und Ziel

Titel: Clausewitz und die Neuen Kriege - Eskalation, Moderation und die Frage nach Zweck und Ziel

Essay , 2004 , 13 Seiten , Note: 2.3

Autor:in: Oliver Gebel (Autor:in)

Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In diesem Essay wird ein Bogen von den kriegerischen zwischenstaatlichen Auseinandersetzungen im Europa des 19. Jahrhunderts - deren Zeitzeuge und Co-Akteur der preußische General und Militärtheoretiker v. Clausewitz war - bis in die unmittelbare Gegenwart gespannt, um die Privatisierung bzw. Entstaatlichung des Krieges und das Phänomen des globalen Terrors zu analysieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Das Phänomen Krieg – damals und heute

2. Der Krieg im Wandel

3. Clausewitz – ein zeitloses Verständnis des Krieges ?

4. Eskalation und Moderation

5. Zweck und Ziel klassischer und neuer Kriege

6. Überlebt sich der Krieg irgendwann ?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der klassischen Kriegstheorie von Carl von Clausewitz auf moderne, asymmetrische Konflikte, indem sie die Konzepte von Eskalation, Moderation sowie Zweck und Ziel analysiert und in den Kontext heutiger "neuer Kriege" setzt.

  • Vergleich zwischen klassischen zwischenstaatlichen Kriegen und "neuen Kriegen"
  • Analyse des Clausewitz’schen Primats der Politik im Kontext zeitgenössischer Konflikte
  • Untersuchung der Asymmetrie in modernen Konfliktstrukturen
  • Diskussion über die Relevanz des Friedensschlusses und die Kommerzialisierung von Krieg
  • Bewertung von Clausewitz als Analysetool für das 21. Jahrhundert

Auszug aus dem Buch

Eskalation und Moderation

Kategorisiert man die weltweit zur Zeit unterhaltenen Kriege, so wird eine Ursachenvielfalt enthüllt, die Clausewitz und seinen Zeitgenossen noch gänzlich unbekannt war oder epochenbedingt sogar unmöglich. Das Beispiel des Dekolonisationskrieges sei hier genannt, der in weiten Teilen Afrikas und Asiens inzwischen von Autonomie oder Sezessionskriegen abgelöst worden ist. Vielfach ist eine Staatswerdung in den vormaligen Kolonien so bis heute nicht möglich gewesen.

Wenn damit Staat, Volk und Heer als klassische Trinität nicht vollständig und in steter Wechselwirkung aufeinander bezogen nicht existieren, muß man die Festgefügtheit des Clauswitz´schen Theoriegebäudes aufgeben, um mit einzelnen von den seinen eingeführten Begriffen zugeordneten Konzepten zu operieren. Wendet man sich den Stichwörtern Eskalation, Moderation und der Ziel-Zweck-Mittel Beziehung zu, entfalten sich interessante Parallelen zwischen den Kriegen des 18. bis 20. Jahrhunderts und den heutigen, die des Krieges ureigene Wesenszüge herausmodellieren.

Die neuen Kriege unter Einbeziehung des Terrorismus verlaufen demnach bei eingehender Betrachtung unter der Ägide einer neuen Logik. Vor allem der internationale Terrorismus weist eine gewisse Eskalationstendenz auf, da das Ziel, den Gegner nach Clausewitz´scher Manier wehrlos zu machen, alle Mittel rechtfertigt. Diese Entgrenztheit, befördert und genährt durch die steigende Gewaltbereitschaft unter Inkaufnahme hoher Opferzahlen, soll dem jeweiligen Feind durch die Demonstration der omnipräsenten Bedrohung die ständige Möglichkeit weiteren Gewaltakte veranschaulichen, um durch die dadurch erzeugte Angst die Erfüllung des eigenen Willens – sei er ethnisch, religiös, kulturell oder schlicht ökonomisch motiviert – durchzusetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Phänomen Krieg – damals und heute: Einleitung in die Problematik des Paradigmenwechsels vom klassischen zwischenstaatlichen Krieg hin zu modernen, globalen Konfliktformen.

2. Der Krieg im Wandel: Historischer Abriss der Entwicklung kriegerischer Auseinandersetzungen vom Personenverbandsstaat bis zum modernen Nationalstaat.

3. Clausewitz – ein zeitloses Verständnis des Krieges ?: Untersuchung der theoretischen Grundlagen von Clausewitz und ihrer empirischen Basis im 18. und 19. Jahrhundert.

4. Eskalation und Moderation: Analyse der Begriffe im Kontext asymmetrischer Konflikte und der Rolle des staatlichen Gewaltmonopols.

5. Zweck und Ziel klassischer und neuer Kriege: Differenzierung zwischen politisch zweckgebundenen Kriegen und modernen, oft auf Selbstzweck oder Kommerzialisierung basierenden Konflikten.

6. Überlebt sich der Krieg irgendwann ?: Schlussbetrachtung zur langfristigen Relevanz von Clausewitz’ Theorien für die postmoderne Kriegsführung.

Schlüsselwörter

Carl von Clausewitz, neue Kriege, Asymmetrie, Eskalation, Moderation, Zweck und Ziel, Terrorismus, Gewaltmonopol, Politik, Nationalstaat, internationale Beziehungen, Kriegstheorie, Staatszerfall, Konfliktprävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Untersuchung und den Vergleich zwischen klassischen zwischenstaatlichen Kriegen und den sogenannten "neuen Kriegen" unter Anwendung der Theorie von Carl von Clausewitz.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Kategorien Eskalation, Moderation sowie das Verhältnis von Zweck und Ziel der Kriegführung im historischen Wandel.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu erkunden, ob das theoretische Rüstzeug von Clausewitz trotz der geänderten Bedingungen im 21. Jahrhundert noch valide Analyseinstrumente für moderne Konflikte bietet.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine theoriegeleitete Bestandsaufnahme und historische Analyse, die militärhistorische Konzepte auf aktuelle geopolitische Phänomene anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Rahmenbedingungen von Clausewitz, vergleicht diese mit asymmetrischen Konflikten der Gegenwart und hinterfragt die Rolle von Politik und Gewaltmonopol.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie "Kriegführung", "Asymmetrie", "Staatszerfall" und die "Unterordnung des Krieges unter das Primat der Politik".

Wie unterscheidet sich die Moderation in modernen Kriegen vom Clausewitz'schen Ansatz?

Clausewitz sah den Staat als mäßigende Instanz; bei modernen Akteuren ist Moderation oft kein politischer Wille, sondern resultiert aus äußeren Zwängen oder dient lediglich der strategischen Kraftakkumulation.

Welche Rolle spielt die Kommerzialisierung in den untersuchten neuen Kriegen?

Der Autor stellt fest, dass moderne Bürgerkriegsparteien oder Warlords den Krieg oft als reine Einnahmequelle führen, was einen deutlichen Gegensatz zur politisch zielorientierten Kriegführung der klassischen Epoche darstellt.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Clausewitz und die Neuen Kriege - Eskalation, Moderation und die Frage nach Zweck und Ziel
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
2.3
Autor
Oliver Gebel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
13
Katalognummer
V40784
ISBN (eBook)
9783638392143
ISBN (Buch)
9783638762793
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Clausewitz Neuen Kriege Eskalation Moderation Frage Zweck Ziel Hauptseminar Militärwissenschaften Militärsoziologie Politikwissenschaften asymmetrische Kriege Terror Fanatismus Religiöser Extremismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oliver Gebel (Autor:in), 2004, Clausewitz und die Neuen Kriege - Eskalation, Moderation und die Frage nach Zweck und Ziel, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/40784
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Leseprobe aus  13  Seiten
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