Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Soziologie - Kinder und Jugend

Jugendkriminalität in der DDR - Ursachen, Erscheinung, Bekämpfung

Titel: Jugendkriminalität in der DDR - Ursachen, Erscheinung, Bekämpfung

Hausarbeit , 2004 , 24 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christian Dube (Autor:in)

Soziologie - Kinder und Jugend

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

"Die sozialistische Gesellschaft will sich mit Kriminalität nicht abfinden. Sie will die Gesellschaft und den Menschen so verändern, dass es letztlich zu keiner Kriminalität mehr kommt." Die marxistisch-leninistische Lehre bezeichnete Kriminalität als dem Sozialismus "wesensfremd" und auf absehbare Zeit "absterbend". Man ging davon aus "... dass das "Dunkelfeld" der Kriminalität zusammen mit der Vervollkommnung der sozialistischen Gesellschaftsverhältnisse, der zunehmenden "Unduldsamkeit" der Bevölkerung gegenüber Gesetzesbrüchen und der Verfeinerung der Kriminaltechnik immer kleiner wird und schließlich ganz verschwindet."
Diese Grundannahmen der DDR-Ideologen erwiesen sich jedoch als gegensätzlich zur tatsächlichen Entwicklung im Bereich der Jugendkriminalität. Denn während die Kriminalität der Erwachsenen im Verlauf der Jahre stetig rückläufig war, verzeichnete man im Bereich der Jugendkriminalität eine Stagnation im Bereich der 16- bis 18-Jährigen. Gerade diese Generation wuchs jedoch ausschließlich unter den "neuen Bedingungen" auf und war frei von den "zersetzenden Auswirkungen" des Kapitalismus.
Gegenstand der vorliegenden Arbeit soll eine Analyse der Jugendkriminalität in der DDR, ihrer Erscheinungsformen und Bewertung in der sozialistischen Gesellschaft sein. Eine genaue Begriffsbestimmung, der Blick in die Vergangenheit und die Bedeutungsanalyse der Dunkelfeldforschung, dienen der näheren Einführung in den Themenkomplex. Gleichzeitig wird auf die Problematik der unterschiedlichen Datenerhebung in beiden deutschen Staaten verwiesen, welches einen Vergleich der Situationen erheblich beeinflusst.
Im Schwerpunkt der Arbeit wird dann die Deliktstruktur, sowie Ursachenforschung und Bekämpfung der ostdeutschen Jugendkriminalität vor der Wiedervereinigung beleuchtet. Ungeachtet des gesellschaftlichen Wandels, der in jedem Land die kriminologische Deliktstruktur beeinflusst, zeigt diese in der DDR über die Jahre durchaus typische Erscheinungen auf, welche einen Vergleich mit der heutigen Situation dennoch kaum zulassen. Viele der aktuellen Problemfelder, wie beispielsweise Drogenkriminalität und Prostitution, waren in der DDR nahezu unbekannt, nicht zuletzt aufgrund der umfangreichen Betreuung der Jugendlichen in Jugendverbänden und der damit verbundenen Präventivwirkung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Jugendkriminalität in der DDR

2.1. Jugendkriminalität als Forschungsgegenstand der Kriminologie

2.1.1. Begriffsbestimmung

2.1.2. Historische Entwicklung

2.1.3. Bedeutung der Dunkelfeldforschung

2.2. Jugendkriminalität in der DDR

2.2.1. Erfassungsmethoden in der DDR – Kriminalstatistik

2.2.2. Deliktstruktur

2.2.3. Ursachenforschung in der DDR-Kriminologie

2.2.4. Kriminalitätsbekämpfung

3. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Erscheinungsformen, Ursachen und Bekämpfungsstrategien von Jugendkriminalität in der ehemaligen DDR unter Berücksichtigung der kriminologischen Rahmenbedingungen des sozialistischen Staates.

  • Historische Einordnung und Begriffsbestimmung von Jugendkriminalität
  • Analyse der Deliktstruktur und Kriminalitätsentwicklung in der DDR
  • Kritische Betrachtung der DDR-Kriminalstatistik und Dunkelfeldforschung
  • Untersuchung der Ursachenforschung innerhalb der sozialistischen Kriminologie
  • Evaluation der staatlichen Kriminalitätsbekämpfungs- und Präventionsmaßnahmen

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Begriffsbestimmung

Jugendkriminalität wird im öffentlichen Diskurs gegenwärtig nahezu selbstverständlich als Teilgebiet der Gesamtkriminalität betrachtet. Sie kennzeichnet sich vermeintlich besonders durch Gewaltkriminalität junger Männer und wird in den Medien häufig als Kern des Kriminellen schlechthin dargestellt. Hierbei kommt es rasch zu einer Verschiebung der Proportionen, denn die schlimmsten sozialen Schäden, welche etwa durch Umwelt- und Wirtschaftskriminalität entstehen, werden nach wie vor von Erwachsenen hervorgerufen. Unter Kriminalität versteht man allgemein „…die Gesamtheit der in einer gegebenen Gesellschaftsordnung als gesellschaftliche Erscheinungen auftretenden Straftaten.“4 Um näher beleuchten zu können, wodurch sich Jugendkriminalität von „normaler“ Kriminalität unterscheidet, muss der Begriff Jugend zunächst strafrechtlich sowie sozialgeschichtlich definiert werden.

Als Jugendlicher gilt nach § 1 Jugendgerichtsgesetz, wer zur Tatzeit 14 aber noch nicht achtzehn ist und als Heranwachsender gilt, wer zur Tatzeit 18 aber noch nicht 21 Jahre alt ist. Zusätzlich hat sich aufgrund einiger Ergebnisse der Jugendforschung und der Kriminologie eine weitere Unterteilung etabliert. So spricht man bei der angrenzenden Altersgruppe der 21- bis 25 jährigen von Jungerwachsenen5.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, die sozialistische Sichtweise auf Kriminalität zu hinterfragen und den Fokus auf die tatsächliche Entwicklung der Jugendkriminalität in der DDR zu legen.

2. Zur Jugendkriminalität in der DDR: Dieses Kapitel widmet sich der kriminologischen Forschung, den spezifischen DDR-Erfassungsmethoden, der Struktur begangener Delikte sowie den Ansätzen zur Ursachenforschung und Kriminalitätsbekämpfung.

3. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Präventivwirkung des damaligen gesellschaftlichen Umfelds im Vergleich zum heutigen Wissensstand.

Schlüsselwörter

Jugendkriminalität, DDR, Kriminologie, Deliktstruktur, Dunkelfeldforschung, Kriminalitätsstatistik, Sozialismus, Strafrecht, Prävention, Erziehung, Jugendkriminalgesetz, Kriminalitätsbekämpfung, Delinquenz, Gesellschaft, Strafe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Jugendkriminalität in der ehemaligen DDR, wobei der Fokus auf den Erscheinungsformen, den offiziellen Ursachenerklärungen und den staatlichen Bekämpfungsmaßnahmen liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Definition von Jugendkriminalität, die methodischen Herausforderungen der DDR-Kriminalstatistik, die Analyse der Deliktstruktur und die ideologische Einbettung der Kriminologie im sozialistischen System.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine fundierte Analyse und Bewertung der ostdeutschen Jugendkriminalität vor der Wiedervereinigung, um ein Verständnis für die damaligen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Präventionsansätze zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Es handelt sich um eine kriminologisch-soziologische Analyse, die auf Literaturrecherche, der Auswertung historischer Kriminalitätsstatistiken und der Reflexion fachwissenschaftlicher Theorien, insbesondere von John Lekschas, basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Auseinandersetzung mit der Kriminologie als Forschungsgegenstand, die kritische Betrachtung der statistischen Erfassung in der DDR, die spezifische Deliktstruktur sowie die ideologische Entwicklung der Ursachenforschung und Strafpolitik.

Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Jugendkriminalität, DDR, Kriminologie, Deliktstruktur, Dunkelfeldforschung und Kriminalitätsprävention charakterisiert.

Wie wurde Kriminalität in der DDR-Statistik erfasst?

Die Erfassungsmethoden änderten sich über die Zeit; ab 1964 wurden Straftaten einheitlich zum Zeitpunkt des endgültigen Verfahrensabschlusses registriert, wobei bestimmte Delikte durch die "Verfehlungsregelung" nicht in die offizielle Statistik eingingen.

Welche Rolle spielte John Lekschas?

John Lekschas war ein führender DDR-Strafrechtler, dessen Arbeiten maßgeblich die theoretische Entwicklung der Kriminologie in der DDR prägten, von der anfänglichen "Kontaminationstheorie" bis hin zur späteren Beschäftigung mit Widerspruchskomplexen im Sozialismus.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jugendkriminalität in der DDR - Ursachen, Erscheinung, Bekämpfung
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
1,7
Autor
Christian Dube (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
24
Katalognummer
V40407
ISBN (eBook)
9783638389235
ISBN (Buch)
9783638655477
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugendkriminalität Ursachen Erscheinung Bekämpfung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Dube (Autor:in), 2004, Jugendkriminalität in der DDR - Ursachen, Erscheinung, Bekämpfung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/40407
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  24  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum