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Die "Geburt" einer Nation? Die Entwicklung Australiens bis 1901

Title: Die "Geburt" einer Nation? Die Entwicklung Australiens bis 1901

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 28 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Manuel Praest (Author)

History - Australia, Oceania

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Wenn von Australien als „jüngstem Kontinent“ die Rede ist, wird oft vergessen, dass Australien als „Land“ sogar noch viel jünger ist. Erst am 1. Januar 1901 trat die Verfassung des „Commonwealth of Australia“ in Kraft und löste damit die Verfassungen der vorher eigenständigen britischen Kolonien Neusüdwaldes, Tasmanien, Queensland, Victoria, Süd- und Westaustralien ab. Ein neuer Staat war damit geschaffen worden, aber auch eine Nation geboren? Diese Frage soll im Rahmen dieser Arbeit zu versuchsweise beantworten werden.

Die systematische Kolonisation Australiens und die Begründung der Siedlungskolonie begann erst 1788 mit der Ansiedlung der ersten Sträflinge in Neusüdwales. Nach und nach wurden auch die anderen Kolonien gegründet, Australien erschlossen. Ein kurzer Überblick über die Entstehung der Kolonien steht am Anfang dieser Arbeit. Daran anschließend geht es um die Nationsbildung, wenn es denn eine solche überhaupt gegeben hat. Sahen sich die Bewohner der Kolonien als Engländer oder schon Australier? Vertraten sie gemeinsame Interessen oder lebten sie für sich allein? Politisch gab es zunächst kaum weitreichende Entwicklungen. Erst im Laufe der Zeit entwickelten die Kolonien ein politisches Bewusstsein und wollten weg von dem Ruf als reine Sträflingskolonie.

Bis Ideen eines vereinten Australien aufkamen, dauerte es noch einige Zeit. Auf zwei Ebenen kann eine Entwicklung beobachtet werden. Einmal innerhalb der Gesellschaft, in der sich die Bewohner langsam als „Australier“ begriffen. Dies zeigte sich an Organisationen wie der „Australian Natives’ Association“, die seit ihrer Gründung 1871 großen Zulauf hatte. Zum Zweiten in der Politik, in der Vorkämpfer wie Henry Parkes als Verfechter der Einigung der Kolonien auftraten. Nicht zu verschweigen sind in dieser Arbeit natürlich auch die mannigfachen Probleme, die einer Einigung Australiens, sei es auf politischer als auch gesellschaftlicher Ebene, entgegenstanden. Denn nachdem sich die Kolonien einmal etabliert hatten, wollten diese auch nicht so schnell auf ihre Vorteile, die sie durch eine Verschmelzung mit den Nachbarkolonien gefährdet sahen, verzichten. Der Überblick über die Entwicklung bis zur Gründung des Commonwealth 1901 zeigt, wie beschwerlich der Weg war.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung der Kolonien

3. Nationsbildung

3.1 Die Suche nach einer Identität

3.2 Die politische Emanzipation der Kolonien

3.3 Die Idee von „Australien“

3.4 Die politische Einigung

4. Ein Land, aber auch eine Nation?

5. Zusammenfassung und Bewertung

6. Literaturnachweise und Internetadressen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den komplexen Prozess der Nationsbildung in Australien im Zeitraum von der ersten Besiedlung bis zur Gründung des „Commonwealth of Australia“ im Jahr 1901. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwiefern die politische Einigung der Kolonien tatsächlich eine neue Nation begründete oder ob hierfür erst spätere, identitätsstiftende Ereignisse wie die Schlacht von Gallipoli notwendig waren.

  • Historische Entwicklung und Kolonisation Australiens seit 1788
  • Die Suche nach einer australischen Identität und das Spannungsfeld der „mateship“
  • Politische Emanzipationsbestrebungen der Kolonien gegenüber der britischen Krone
  • Herausforderungen und Etappen auf dem Weg zur föderalen Einigung
  • Kritische Analyse der Nationsbildung und Bedeutung nationaler Mythen

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Suche nach einer Identität

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts hatten sich auf dem australischen Kontinent wie beschrieben die ersten Kolonien gebildet, die Bestandteile des britischen Empires waren. Im folgenden soll nun ein Blick auf die Bevölkerung, natürlich die eingewanderte, geworfen werden. Deren Zusammensetzung lässt schnell Gemeinsamkeiten, aber auch gravierende Unterschiede erkennen. Für die ersten Bewohner war Neusüdwales alles andere als das gelobte Land. Der Großteil von ihnen kam als Sträflinge natürlich nicht freiwillig, die neue Heimat wurde als „land of no return“ gesehen. Für das Mutterland England war Australien primär eine Strafkolonie. Abgesehen von Soldaten und Aufsehern gab es kaum „freie“ Siedler. Die Lebensumstände waren schwierig, Australien bot kaum Anziehungspunkte, sich dort freiwillig niederzulassen. Wer es trotzdem tat, suchte vor allem in finanzieller Hinsicht sein Glück. Unternehmer nutzten die Möglichkeiten, günstig an große Landflächen zu kommen. London kam ihnen entgegen, indem den Landbesitzern, den „Squatters“ oder „Pastoralists“, Sträflinge als billige Arbeitskräfte überlassen wurden. So wurde das Land schnell erschlossen, die Bevölkerung stieg in den ersten 50 Jahren der Besiedlung von 2000 auf etwa 190.000 an. Sträflinge machten aber immer noch den Großteil davon aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die historische Ausgangslage Australiens als junge Siedlungskolonie ein und wirft die zentrale Forschungsfrage auf, ob die Gründung des Commonwealth 1901 bereits die Geburt einer echten Nation darstellte.

2. Die Entwicklung der Kolonien: Dieses Kapitel zeichnet den Verlauf der systematischen Kolonisation durch die Briten ab 1788 und die schrittweise Erschließung der verschiedenen Kolonien nach.

3. Nationsbildung: Es wird analysiert, wie sich unter den Siedlern ein (begrenztes) Gemeinschaftsbewusstsein bildete und welche Rolle Faktoren wie die Ablehnung der Ureinwohner oder der Goldrausch dabei spielten.

3.1 Die Suche nach einer Identität: Der Fokus liegt auf der sozialen Zusammensetzung der frühen Bevölkerung und dem Fehlen einer einheitlichen Identität unter den Sträflingen und freien Siedlern.

3.2 Die politische Emanzipation der Kolonien: Hier werden die Bestrebungen der Kolonien beschrieben, mehr politische Autonomie gegenüber London zu erlangen und den Ruf als reine Strafkolonie abzulegen.

3.3 Die Idee von „Australien“: Dieses Kapitel befasst sich mit den ersten theoretischen und praktischen Ansätzen einer föderalen Vereinigung, die zunächst an wirtschaftlichen Partikularinteressen scheiterten.

3.4 Die politische Einigung: Der Weg zur föderalen Verfassung unter Führung von Politikern wie Henry Parkes und der schließlich erfolgreiche Abschluss im Jahr 1901 werden detailliert nachgezeichnet.

4. Ein Land, aber auch eine Nation?: Es wird kritisch hinterfragt, ob die politische Union von 1901 ausreichte, um eine Nation zu begründen, und welche Bedeutung spätere Ereignisse wie die Schlacht von Gallipoli für die Mythenbildung hatten.

5. Zusammenfassung und Bewertung: Die Autorin resümiert, dass die Nationsbildung ein langwieriger Prozess war, bei dem erst durch Mythen und spätere Ereignisse ein wirkliches Wir-Gefühl entstand.

6. Literaturnachweise und Internetadressen: Ein Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Literatur und relevanter Online-Quellen.

Schlüsselwörter

Australien, Nationsbildung, Commonwealth of Australia, Kolonialgeschichte, Siedlungskolonie, Föderation, Identität, Henry Parkes, White Australia-Policy,mateship, Gallipoli, ANZAC, politische Einigung, Sträflingskolonie, Imperialismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung Australiens von den Anfängen der Sträflingskolonisation im späten 18. Jahrhundert bis zur Gründung des Commonwealth of Australia im Jahr 1901 und untersucht den Prozess der Nationsbildung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der Kolonien, die schwierige Suche nach einer nationalen Identität, die politische Emanzipation von der britischen Krone sowie die Faktoren, die zur föderalen Einigung des Kontinents führten.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Hauptfrage ist, ob die formale politische Einigung im Jahr 1901 tatsächlich die Geburt einer australischen Nation markierte oder ob dieser Prozess eher durch spätere, mythenbildende Ereignisse wie die Schlacht von Gallipoli vollendet wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Bearbeitung genutzt?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung sowie auf eine Auswertung der relevanten Fachliteratur und zeitgenössischer Dokumente.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Kolonialgeschichte, die Analyse der sozialen Identitätsfindung (inklusive der Rolle der Ureinwohner und der Siedler) sowie die Beschreibung des langwierigen, von wirtschaftlichen und politischen Hindernissen geprägten Föderationsprozesses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text am besten?

Zu den wichtigsten Schlagworten gehören: Australien, Nationsbildung, Commonwealth, Kolonisation, Föderation, Identität und mateship.

Welche Rolle spielte die "White Australia-Policy" für die Nationsbildung?

Die Autorin hebt hervor, dass die Ablehnung der "Nicht-Weißen" und die darauf basierende Politik als eines der wenigen nationalen "Dogmen" fungierten, auf die sich die ansonsten untereinander zerstrittenen Kolonien einigen konnten.

Warum wird die Schlacht von Gallipoli als Wendepunkt für das australische Nationalbewusstsein angeführt?

Nach Ansicht der Autorin schuf das militärische Ereignis von Gallipoli im Ersten Weltkrieg erstmals ein wirkliches "Wir-Gefühl" und einen nationalen Mythos, der der Bevölkerung in der Heimat fehlte, da die reine politische Föderation von 1901 für die meisten Menschen eine untergeordnete Bedeutung hatte.

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Details

Title
Die "Geburt" einer Nation? Die Entwicklung Australiens bis 1901
College
University of Duisburg-Essen
Grade
2,0
Author
Manuel Praest (Author)
Publication Year
2003
Pages
28
Catalog Number
V40176
ISBN (eBook)
9783638387545
ISBN (Book)
9783638655361
Language
German
Tags
Geburt Nation Entwicklung Australiens Australien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuel Praest (Author), 2003, Die "Geburt" einer Nation? Die Entwicklung Australiens bis 1901, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/40176
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