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Anything Goes? Eine systemtheoretische Betrachtung der postmodernen Gesellschaft

Titel: Anything Goes? Eine systemtheoretische Betrachtung der postmodernen Gesellschaft

Hausarbeit , 2005 , 38 Seiten , Note: 1,0 (sehr gut)

Autor:in: Marcel Bohnert (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

[...] Die Postmoderne lässt sich vor allem am Wandel der Lebensauffassung und der Pluralisierung aller Lebensbereiche festmachen: Eine zunehmende Individualisierung erscheint als Gegenpol zum Globalisierungs-Trend, wobei der Einzelne mit seinem Bemühen um biografische Kontinuität und Krisenbewältigung zunehmend auf sich allein gestellt ist. Der Trend zur Single-Gesellschaft, im Verbund mit der Unfähigkeit zu festen Bindungen, sowohl im privaten, als auch im beruflichen Bereich, scheint das Bild des Individuums in der aufgeklärten westlichen Zivilisation zu sein. Man möchte sich, angesichts einer Vielzahl von Möglichkeiten, möglichst alle Handlungsalternativen offen halten und empfindet bei Festlegung auf einen Sachverhalt nicht selten Ärger über das Nicht-Nutzen anderer Optionen. Das Unverständnis älterer Generationen gegenüber neumodischen Verhaltensweisen und Arten des Auftretens ist dabei zwar nichts neues, allerdings gehen derzeit in besonderem Maße überlieferte Werte und Traditionen verloren. Wie stellt sich nun die Gesellschaft unter diesen gravierenden Veränderungen dar? Führt der sozial entpflichtete Individualismus zum Tode der freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft? Diese Arbeit soll die systemtheoretische Sichtweise der postmodernen Gesellschaft darstellen. Die grundlegende Frage, der dabei nachgegangen wird, ist die nach der Möglichkeit der Einbettung der Phänomene der Postmoderne in die soziologische Systemtheorie. Außerdem sollen die sich ergebenden Problemen der Gesellschaft aus systemischer Sicht erörtert werden. Dazu gilt es zunächst zu klären, was man unter der systemischen Sichtweise versteht und in welchem Rahmen der Systemtheorie sich diese Arbeit bewegt. Da sich die Systemtheorie als hochkomplexes Wissenschaftsmodell darstellt, soll hier nach einem Überblick über das Wesen der Theorie der Fokus auf einige ausgewählte Begrifflichkeiten gelegt werden. Daran anschließend muss geklärt werden, was genau man unter der Bezeichnung »postmoderne Gesellschaft« versteht. Hierfür werden eine Reihe von soziologischen Theorien vorgestellt, aus denen schnell ersichtlich werden soll, dass keine Einigkeit über die sichtbaren Auswirkungen bzw. über das eigentliche Existieren einer Postmoderne besteht. Gegen Ende der Arbeit werden die bis dahin dargestellten Stränge zusammengeführt, und somit die systemische Sicht der Postmoderne verständlich gemacht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Einordnung und Wesen von Systemtheorie und Postmoderne

2.1 Systemtheorie

2.1.1 Entwicklungsgeschichte der Systemtheorie

2.1.2 Typik der Systemtheorie

2.1.3 Kritiker der Systemtheorie

2.2 Postmoderne

2.2.1 Entwicklungsgeschichte der Postmoderne

2.2.2 Typik der Postmoderne

2.2.3 Kritiker der Postmoderne

3 Grundlegende Begrifflichkeiten und Modelle

3.1 Systemtheoretische Grundtermini

3.1.1 Systemtypen

3.1.2 Differenz von System und Umwelt

3.1.3 Autopoiesis

3.1.4 Beobachtung

3.2 Soziologische Theorien der postmodernen Gesellschaft

3.2.1 Becks Risikogesellschaft

3.2.2 Schulzes Erlebnisgesellschaft

3.2.3 Gross´ Multioptionsgesellschaft

3.3 Funks Psychoanalyse der postmodernen Persönlichkeit

4 Systemtheoretische Sicht der postmodernen Gesellschaft

4.1 Gesellschaft/ Weltgesellschaft

4.2 Moderne/ Postmoderne

4.3 Differenzierung/ Komplexität

4.4 Risiko

4.5 Steuerung/ Intervention

4.6 Probleme der Weltgesellschaft

5 Fazit, Persönliches zur Postmoderne

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Möglichkeit, die vielfältigen Phänomene der postmodernen Gesellschaft mithilfe der soziologischen Systemtheorie nach Niklas Luhmann zu erfassen, zu strukturieren und gesellschaftliche Probleme aus systemischer Perspektive zu analysieren.

  • Grundlagen der Systemtheorie und deren Übertragbarkeit als Meta-Theorie.
  • Charakterisierung der Postmoderne durch soziologische Modelle (Risiko-, Erlebnis- und Multioptionsgesellschaft).
  • Psychoanalytische Betrachtung der postmodernen Persönlichkeit.
  • Systemtheoretische Analyse von Differenzierung, Komplexität und Steuerung in der modernen Weltgesellschaft.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Systemtypen

„»System« ist der abstrakteste Begriff [der Luhmannschen Theorie]“. Unterschieden werden biologische, psychische und soziale Systeme. Das außergewöhnliche an der Systemtheorie ist, dass sie genau diese Systeme als menschenleer ansieht. Luhmann hält den Menschen in seiner Theorie für irrelevant. Er vertritt damit einen radikalen Antihumanismus in der Wissenschaft. Das ruft eine Vielzahl von Kritikern auf den Plan, denn auch Gesellschaft (als soziales System) wird in der Systemtheorie als menschenleer angesehen. Das ist in der Tradition der Soziologie durchaus unüblich. Dieser Antihumanismus darf nicht missinterpretiert werden; er hat weder damit zu tun, dass Luhmann Menschen feindlich gegenüber stehen würde, noch leugnet er damit ihre Existenz. Er empfindet allerdings die Betrachtung des Menschen in diesem Kontext als störend und hält sie für das analytische Vorgehen für hinderlich. Menschen sind für ihn externe Momente der Gesellschaft und gleichzeitig hochrelevante Turbulenzquellen.

„Das ist ein Bruch mit Denktraditionen. [Das] Alltagsverständnis wehrt sich dagegen.“ Kann man sich eine Gesellschaft ohne Menschen vorstellen? Luhmann ist der Auffassung, dass die Betrachtung von Menschen in der Soziologie schon immer erkenntnisblockierend war und das Problem eigentlich seit Durkheim bekannt ist. Durch sie entstünde eine Theorielücke, die es unmöglich mache, den Gegenstand Gesellschaft begrifflich genau zu bestimmen und Operationen präzise anzugeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den rasanten gesellschaftlichen Wandel und führt die These ein, dass wir in einer postmodernen Gesellschaft leben, deren Merkmale Pluralisierung und Individualisierung sind.

2 Einordnung und Wesen von Systemtheorie und Postmoderne: Dieses Kapitel stellt die theoretischen Grundlagen der Systemtheorie und der Postmoderne getrennt voneinander vor, um ein Verständnis für die wesentlichen Merkmale beider Strömungen zu schaffen.

3 Grundlegende Begrifflichkeiten und Modelle: Hier werden zentrale systemtheoretische Begriffe wie Autopoiesis und Beobachtung sowie soziologische Gesellschaftsmodelle der Postmoderne erläutert, um das theoretische Rüstzeug für die weitere Analyse zu bilden.

4 Systemtheoretische Sicht der postmodernen Gesellschaft: Dieses Kapitel führt die bisherigen theoretischen Stränge zusammen, um die Gesellschaft unter Aspekten wie Komplexität, Risiko und Steuerung systemtheoretisch zu betrachten.

5 Fazit, Persönliches zur Postmoderne: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die persönliche Identifikation des Autors mit der Rolle des Individuums in der beschriebenen postmodernen Welt.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Postmoderne, Niklas Luhmann, Autopoiesis, Soziale Systeme, Risikogesellschaft, Erlebnisgesellschaft, Multioptionsgesellschaft, Komplexität, Kommunikation, Differenzierung, Identität, Soziologie, Pädagogik, Individualisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der systemtheoretischen Betrachtung der postmodernen Gesellschaft, um zu untersuchen, wie Phänomene des modernen Wandels in einen soziologischen Theoriekontext eingebettet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Systemtheorie nach Niklas Luhmann, den verschiedenen soziologischen Theorien zur Postmoderne sowie der psychoanalytischen Beschreibung des postmodernen Menschen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die postmoderne Lebensweise durch die Brille der Systemtheorie verständlich zu machen und die daraus resultierenden Probleme der Gesellschaft aus systemischer Sicht zu erörtern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer deskriptiven Zusammenführung soziologischer und systemtheoretischer Konzepte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Begrifflichkeiten und Modelle definiert, dann spezifische Gesellschaftstheorien vorgestellt und schließlich eine systemische Sicht auf moderne gesellschaftliche Herausforderungen angewandt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Kernbegriffe sind neben der Systemtheorie insbesondere Autopoiesis, Komplexität, gesellschaftliche Differenzierung und die Beschreibung des Individuums in einer Welt der ständigen Optionen.

Wie definiert Luhmann den Begriff „Gesellschaft“ in diesem Kontext?

Luhmann definiert die Gesellschaft als ein komplexes, autopoietisches System, das aus Kommunikation besteht und im Kern menschenleer ist, wobei Individuen als Teil der Umwelt betrachtet werden.

Warum hält der Autor den „Antihumanismus“ der Systemtheorie für wichtig?

Der Autor stellt klar, dass dieser wissenschaftliche Ansatz nicht menschenfeindlich ist, sondern die Betrachtung von Individuen als „interne“ Faktoren für eine präzise systemanalytische Beschreibung als hinderlich empfindet.

Welche Rolle spielen „Risiko“ und „Multioptionalität“ für das Individuum?

Diese Begriffe beschreiben die Belastung des modernen Individuums durch eine unendliche Anzahl von Lebensalternativen, die zu Orientierungslosigkeit und einer ständigen Last der Entscheidungsverantwortung führen.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Anything Goes? Eine systemtheoretische Betrachtung der postmodernen Gesellschaft
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg  (Professur für Allgemeine Pädagogik unter Berücksichtigung ihrer systematischen und philosophischen Grundlagen)
Veranstaltung
Erziehung und der heimliche Lehrplan lebender und sozialer Systeme
Note
1,0 (sehr gut)
Autor
Marcel Bohnert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
38
Katalognummer
V39765
ISBN (eBook)
9783638384551
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Anything Goes Eine Betrachtung Gesellschaft Erziehung Lehrplan Systeme
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcel Bohnert (Autor:in), 2005, Anything Goes? Eine systemtheoretische Betrachtung der postmodernen Gesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/39765
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Leseprobe aus  38  Seiten
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