In der modernen Gesellschaft gehört der Begriff der Globalisierung mittlerweile zum Standardvokabular. Nahezu jeder Prozess im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben scheint eng mit ihr zusammenzuhängen. Globalisierung meint dabei eine Internationalisierung aller Lebensbereiche. Die Grenzen zwischen einzelnen Ländern und deren Kulturen verschwinden zunehmend. Um sich in den global-komplexen Strukturen zurecht zu finden, benötigen wir Informationen. Das Phänomen der Informationen prägt unsere Gesellschaft zunehmend. Überall nehmen wir Informationen auf, die wir aufgrund der Vielfalt selektieren müssen um sie verarbeiten und weitergeben zu können. Informationen und Kommunikation bestimmen also unser Leben. Die Medien als Informationslieferanten sind dabei zu einem festen Bestandteil der globalen Gesellschaft geworden. Sie repräsentieren und konstituieren sogar Gesellschaft (vgl. Johannsen/Steger 2001: 11). Immer häufiger scheinen die Sekundärerfahrungen durch die Medien, die Primärerfahrungen des realen Lebens zu überschatten. Für Unternehmen und Organisationen bedeutet es, dass sie die Informationen über ihre Produkte, Dienstleistungen und ihre Institution selbst so platzieren müssen, dass sie in der Flut von Botschaften nicht untergehen. Die Herausforderung für Unternehmen besteht darin, den Prozess des Erzeugens und Empfangens von Informationen und die Reaktion darauf, so zu steuern, dass sie für Sender und Empfänger gewinnbringend sind. Dies gilt im Besonderen Maße für global agierende Unternehmen, da sie sich in einem noch differenzierterem Markt wie nationale Unternehmen bewegen. Die Barrieren auf die Unternehmen in anderen Ländern treffen können sind vielfältig. Sie müssen sich u.a. mit den kulturellen, politischen und rechtlichen Gegebenheiten der Nationen in denen sie ihre Produkte einführen wollen auseinandersetzen. Die Schwierigkeiten sind je nach Produkt unterschiedlicher Art. Auch der internationale1 Spielzeugmarkt zeichnet sich durch ihm eigene Besonderheiten aus. Unternehmen im Bereich der Kinderprodukte müssen sich immer stärker mit der Zielgruppe Kind auseinandersetzen, um ihre Kommunikationsaktivitäten auf diese besondere Zielgruppe ausrichten zu können.
Aufgrund der starken Nachfrage der Kinder gewinnt diese Zielgruppe immer mehr an Attraktivität. Viele neue Kinder-Produkte drängen auf den Markt und erhöhen so in zunehmendem Maße den Wettbewerb. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. THEORIE
2.1 INTERNATIONALES MARKETING
2.2 DER INTERNATIONALE SPIELZEUGMARKT
2.3 ZIELGRUPPE KINDER
2.4 MARKETING FÜR KINDER
2.5 ZUSAMMENFASSUNG
3. BEISPIEL
3.1. EINLEITUNG
3.2 DAS UNTERNEHMEN
3.3 DIE ZIELGRUPPE UND WETTBEWERBER
3.4 DER INTERNATIONALE MARKTEINTRITT UND DIE MARKTBEARBEITUNG
3.5 DIE LEGO MARKETINGAKTIVITÄTEN
4. SCHLUSSBETRACHTUNG
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und Strategien des internationalen Marketings für die Zielgruppe Kinder am Beispiel des Spielzeugkonzerns LEGO. Dabei wird analysiert, wie ein global agierendes Unternehmen seine Kommunikationsaktivitäten auf die speziellen Bedürfnisse und Eigenheiten von Kindern ausrichten kann, um trotz eines gesättigten Marktes und steigenden Wettbewerbsdrucks eine langfristige Markenbindung zu sichern.
- Grundlagen des internationalen Marketings und der Marktbearbeitungsstrategien
- Charakterisierung der heterogenen Zielgruppe Kinder und deren Konsumverhalten
- Methoden und Instrumente des internationalen Kindermarketings
- Unternehmensanalyse von LEGO unter Berücksichtigung der Marketingstrategie und Marktpositionierung
- Bedeutung von Kooperationen, Lizenzen und gesellschaftlicher Verantwortung für das Image
Auszug aus dem Buch
2.1 Internationales Marketing
Die politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Barrieren schwinden durch die fortschreitende Globalisierung zunehmend. Zum einen öffnen sich dadurch neue Märkte, die neue Möglichkeiten der Gewinnsteigerung mit sich bringen, zum anderen stehen die international agierenden Unternehmen vor zahlreichen Schwierigkeiten. Sie müssen ihre Produkte so konzipieren, dass sie der internationalen Konkurrenz gerecht werden.
Zunächst muss die Entscheidung über die Markteintritts- und Wettbewerbsstrategie getroffen werden, da sie die weiteren Vorgehensweisen bestimmen. MEFFERT benennt zwei Möglichkeiten des Markteintritts. Zum einen die Sprinklerstrategie, hier wird der Markteintritt in mehreren Ländern gleichzeitig vollzogen. Die Risiken werden dabei auf die Länder verteilt. Diese Strategie erfordert eine weitgehend standardisierte Marktbearbeitung, die in den folgenden Abschnitten besprochen wird. Die andere Form des Markteintritts ist die Wasserfallstrategie. Dabei wird ein Produkt erst in einem Land eingeführt und bei Erfolg in einem weiteren. Ziel ist es einen internationalen Flop zu vermeiden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Darstellung der Globalisierung als Kontext und Herleitung der Relevanz einer zielgruppengerechten Ansprache von Kindern im internationalen Spielzeugmarkt.
2. THEORIE: Erläuterung theoretischer Ansätze zum internationalen Marketing, Analyse der Marktsituation im Spielzeugsektor sowie eine detaillierte Betrachtung der Zielgruppe Kinder und spezifischer Marketinginstrumente.
3. BEISPIEL: Praktische Anwendung der Theorie auf den Spielzeugkonzern LEGO, inklusive Unternehmenshintergrund, Analyse von Wettbewerbern und detaillierte Untersuchung der Marketingaktivitäten.
4. SCHLUSSBETRACHTUNG: Kritische Würdigung der Marketingstrategien von LEGO und Ausblick auf zukünftige Herausforderungen und Handlungsempfehlungen.
Schlüsselwörter
Internationales Marketing, Kindermarketing, Globalisierung, Spielzeugmarkt, Zielgruppe Kinder, LEGO, Markenführung, Kommunikationsstrategie, Standardisierung, Differenzierung, Markteintrittsstrategien, Kundenbindung, Lizenzgeschäft, CSR, Konsumverhalten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Strategien international agierender Spielzeugunternehmen, um Kinder erfolgreich als Zielgruppe anzusprechen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zu den Schwerpunkten gehören das internationale Marketing, die Besonderheiten der Zielgruppe Kinder, die Dynamik des Spielzeugmarktes sowie spezifische Maßnahmen der Kommunikationspolitik.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, am Beispiel von LEGO aufzuzeigen, wie ein Unternehmen seine Marketingaktivitäten global und lokal so steuern kann, dass sie für die kindliche Zielgruppe relevant und wirksam sind.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung des internationalen Marketings, kombiniert mit einer Fallstudie zum Unternehmen LEGO sowie einer SWOT-Analyse zur Beurteilung der Ist-Situation.
Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Rahmen und eine tiefgehende Analyse von LEGO, wobei besonders die Kommunikation, Lizenzen und das gesellschaftliche Engagement beleuchtet werden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Kindermarketing, Markenaffinität, globale Standardisierung, lokaler Markteintritt und psychologische Faktoren der kindlichen Konsumwahrnehmung.
Warum ist LEGO für diese Analyse besonders geeignet?
LEGO ist ein weltweit agierender Spielzeughersteller mit langer Tradition, der exemplarisch zeigt, wie eine globale Marke kulturelle Unterschiede bei der Vermarktung an Kinder berücksichtigt.
Wie unterscheidet sich die Strategie von LEGO von der der Wettbewerber?
Die Arbeit hebt hervor, dass LEGO stark auf einheitliche Grundwerte (Stabilität und Phantasie) und ein starkes Corporate Design setzt, während der Wettbewerb oft andere Schwerpunkte wie reine Funktionalität oder Technik setzt.
- Arbeit zitieren
- Stephanie Müller (Autor:in), 2004, Internationales Marketing für Kinder am Beispiel des Spielzeugkonzern LEGO, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/39764