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Das Bild der Neuen Welt im 16. und 17. Jahrhundert. Der Drang nach Reichtum und Macht im Kontext geografischer Erschließung

Title: Das Bild der Neuen Welt im 16. und 17. Jahrhundert. Der Drang nach Reichtum und Macht im Kontext geografischer Erschließung

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 33 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Thomas Mrotzek (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization

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Summary Excerpt Details

Die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahre 1492 sollte die Geschichte ganzer Völker in der Alten und besonders in der Neuen Welt radikal verändern. Abenteurer, Schatzsucher, Kriminelle und politisch Verfolgte sahen eine Chance, in der Neuen Welt ihr Glück zu finden. Die großen Kolonialmächte dagegen versuchten, neben dem Streben nach Macht und Reichtum, auch die europäisch-christliche Kultur auf dem neuentdeckten Kontinent zu etablieren. Mit der Wiederentdeckung begann eine sofortige Expeditionsbewegung, welche eine kartografische Erschließung des Doppelkontinents innerhalb von etwa 150 Jahren bewirkte. Schon mit den ersten Reisen des Kolumbus, versuchten die Europäer, soviel wie möglich über die Neue Welt herauszufinden. Begünstigt wurde der Drang nach Erschließung, Erkundung und der daraus resultierenden kartografischen Erfassung Amerikas durch zahlreiche Gerüchte, wie zum Beispiel von El Dorado, Jungbrunnen, Legenden von goldenen Städten u. a. die Sieben Städte von Cibola und reichen Völkern. Kein Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts verging ohne große Entdeckungsfahrten und Erfolge. In rascher Weise wurde der Doppelkontinent durchquert und kartografiert. In Anbetracht dieser Tatsachen scheint es äußerst paradox zu klingen, dass das Bild der Neuen Welt im 16. Jahrhundert nur schemenhaft war. Es entstand in jener Zeit eine Vielzahl von (Gebrauchs-) Land- und Seekarten. Trotz zahlreicher Entdeckungsfahrten verschwanden diese neuen Kartenmaterialen in Geheimarchiven oder kamen anderweitig unter Verschluss.
In meiner Seminararbeit „Das Bild der Neuen Welt im 16. und 17. Jahrhundert. Der Drang nach Reichtum und Macht im Kontext geografischer Erschließung“ möchte ich mich mit der Frage auseinandersetzen, warum es zu einer so schnellen Erkundung der Neuen Welt kam und wie die Erkundung organisatorisch erfolgte. Darüber hinaus versuche ich, den Zusammenhang von Expansion und Kartografie zu untersuchen. Hatten die Expeditionen nur das Ziel, Gold und Reichtum zu finden oder standen auch wissenschaftlich- geografische Absichten im Zentrum der kolonialen Unternehmungen? Wer nahm an solchen (Eroberungs-) Reisen teil und welche Absichten hatten die Begleiter?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Theoretische Annäherung an den Begriff Kartografie

2. Expeditionen im 16. Jahrhundert- Absichten, Teilnehmer, Ergebnisse

2.1 Das Bild der Karibik- Kolumbus` Reisen

2.2 Balboa- Expedition und die Entdeckung des Pazifik

2.3 Coronado durchstreift den Südwesten

2.4 Hernando de Soto im Südosten

2.5 Der Amazonas und Orellana

2.6 Ein Mythos hält sich weiter- El Dorado

3. Goldrausch in Brasilien - Die Erschließung des Hinterlandes im 17. Jahrhundert

3.1 Einzelbetrachtung ausgewählter Karten des 17. Jahrhunderts

3.2 Mexiko

3.3 Kolumbien

3.4 Guyana und Venezuela

4. Zusammenhänge von Eroberung und Kartografie

4.1 Wissenschaft unter Verschluss

4.2 Kartografie im Kontext kolonialer Expansion

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der geografischen Erschließung der Neuen Welt und dem Drang nach Macht und Reichtum der europäischen Kolonialmächte im 16. und 17. Jahrhundert. Dabei wird analysiert, inwiefern kartografische Fortschritte eher als Nebenprodukt der kolonialen Expansion zu verstehen sind, als durch rein wissenschaftliche Interessen motiviert.

  • Die Rolle von Mythen (z.B. El Dorado, Cibola) bei der Antriebsgestaltung von Expeditionen.
  • Die Entwicklung von der Weltdarstellung hin zur praktischen Gebrauchskarte.
  • Die Wechselwirkung zwischen kolonialen Eroberungszielen und kartografischer Genauigkeit.
  • Einfluss von Geheimhaltungspolitik auf die Qualität und Verbreitung von Kartenmaterial.
  • Die Rolle der Kartografie als Mittel zur administrativen Kontrolle und Besiedlungsplanung.

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Bild der Karibik - Kolumbus` Reisen

Die Reisen des Kolumbus waren von zwei Besonderheiten geprägt. Zum einen wollte Kolumbus unbedingt beweisen, dass er in Asien gelandet sei. Zum anderen durfte er seine Geldgeber nicht enttäuschen und war faktisch gezwungen, Gold und andere Schätze zu finden. Gerade die fieberhafte Suche nach Edelmetallen macht schon deutlich, dass die vielfach positive Darstellung Kolumbus` übertrieben ist. Das Goldmotiv durchzieht Kolumbus` Reisen aber auch spätere Erkundungszüge wie ein roter Faden. Die gemachten Beschreibungen (geografischer Art) zeigen, dass primär wirtschaftliche Interessen im Vordergrund standen – die Kartografie bzw. Landeskunde diente aus meiner Sicht nur als Mittel zum Zweck. Ziel war es, dass eventuelle Goldvorkommen schnell lokalisiert und schriftlich (in Form von Karten) festgehalten wurden, um sie wiederzufinden und ausplündern zu können.

Prägender für die Kartografie des 16. Jahrhunderts war jedoch vielmehr der Irrtum, an dem Kolumbus sein gesamtes Leben festhielt. Bis zu seinem Tod glaubte er, in Asien gelandet zu sein. Obwohl die Erkundung des karibischen Raumes sehr detailreich war, sind die kartografischen Darstellungen bis etwa 1530 noch in dem Glauben geschrieben, man befände sich in Asien und nicht auf einem neuen Kontinent.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich des Einflusses von Reichtumsstreben und Machtpolitik auf die kartografische Erschließung Amerikas.

1. Theoretische Annäherung an den Begriff Kartografie: Definition und Einordnung der Historischen Geografie als Hilfswissenschaft und ihre Bedeutung für die Analyse historischer Kartenwerke.

2. Expeditionen im 16. Jahrhundert- Absichten, Teilnehmer, Ergebnisse: Detaillierte Betrachtung einzelner Expeditionen und deren Einfluss auf das Kartenbild durch die Vermischung von Mythen und realen geografischen Beobachtungen.

3. Goldrausch in Brasilien - Die Erschließung des Hinterlandes im 17. Jahrhundert: Untersuchung der Verlagerung des Interesses auf wirtschaftliche Erschließung und die Rolle von Gebrauchskarten für die Kolonisation.

4. Zusammenhänge von Eroberung und Kartografie: Analyse der Interdependenz zwischen kolonialer Expansion und Kartografie unter besonderer Berücksichtigung der spanischen Geheimhaltungspolitik.

5. Schlussbetrachtung: Fazit über die Rolle der Kartografie als notwendiges Werkzeug der kolonialen Expansion und der Einfluss mythischer Vorstellungen auf das kartografische Weltbild.

Schlüsselwörter

Kartografie, Neue Welt, Kolonialismus, Entdeckungsreisen, El Dorado, Cibola, Geografie, Goldgier, Spanien, Portugal, Gebrauchskarten, Geheimhaltungspolitik, Expansionsgeschichte, Amerika, Kartengeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie das Streben nach Gold und Macht im 16. und 17. Jahrhundert die Entdeckung und kartografische Erschließung Amerikas maßgeblich beeinflusst hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Expeditionsgeschichte, die Rolle von Mythen, die Entwicklung des Kartenwesens und die politisch motivierte Geheimhaltung von geografischen Informationen.

Was ist die Forschungsfrage?

Es wird gefragt, ob kartografische Fortschritte ein primäres wissenschaftliches Ziel der Expeditionen waren oder lediglich ein positives Nebenprodukt der kolonialen Eroberung.

Welche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-geografische Analyse von Reiseberichten und Kartenwerken, insbesondere den Atlas von Joan Blaeu, um die Arbeitshypothese zu belegen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Expeditionen, die Rolle des Goldmythos, die Erschließung Brasiliens und die spanische Informationspolitik gegenüber anderen europäischen Mächten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Koloniale Expansion, Gebrauchskarte, Mythos, Kartografie und Goldgier sind zentral für das Verständnis der Argumentation.

Warum war das Kartenbild des 16. Jahrhunderts oft ungenau?

Die Ungenauigkeit ergab sich durch die Vermischung von realen Beobachtungen mit asiatischen Denkmustern und Mythen sowie durch die verzögerte Informationsübermittlung nach Europa.

Welche Rolle spielte der Indienrat für die Kartografie?

Der Indienrat kontrollierte den Informationsfluss streng, um Entdeckungen geheim zu halten, was den Fortschritt der Kartografie für nicht-spanische Mächte behinderte.

Inwiefern beeinflussten Mythen wie El Dorado die Kartografie?

Mythen veranlassten die Finanzierung riskanter Expeditionen und führten dazu, dass unbekannte Gebiete auf Karten oft mit Fantasiegestalten oder Legendenstädten ausgefüllt wurden.

Wann begann sich die Kartografie in Richtung Wissenschaft zu entwickeln?

Die wissenschaftliche Durchdringung nahm im 18. Jahrhundert mit dem Aufkommen aufklärerischer Geister zu, welche die alten Mythen schrittweise von den Karten entfernten.

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Details

Title
Das Bild der Neuen Welt im 16. und 17. Jahrhundert. Der Drang nach Reichtum und Macht im Kontext geografischer Erschließung
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Historisches Institut)
Course
Geschichte der Kartografie
Grade
1,0
Author
Thomas Mrotzek (Author)
Publication Year
2005
Pages
33
Catalog Number
V39488
ISBN (eBook)
9783638382397
ISBN (Book)
9783656468226
Language
German
Tags
Bild Neuen Welt Jahrhundert Drang Reichtum Macht Kontext Erschließung Geschichte Kartografie Koloniale Expansion Wissen Geografie 16. Jahrhundert Lateinamerika
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Mrotzek (Author), 2005, Das Bild der Neuen Welt im 16. und 17. Jahrhundert. Der Drang nach Reichtum und Macht im Kontext geografischer Erschließung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/39488
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