Kaum in Thema bewegt die Menschen in Deutschland, ja in der gesamten Welt, mehr als die Furcht vor dem islamistischen Terror. Islamistischer Terror, das heißt das man sich nicht sicher sein kann ob nicht jederzeit ein Bombe explodieren kann, eine Geiselnahme stattfindet oder ein Attentat auf einen Politiker oder christlichen Geistlichen begangen wird.
Seit dem brutalen Anschlag auf das World Trade Center in New York City am 11.September 2001 ist ein Name das Synonym für Angst und Schrecken: Al Kaida.
Aber dies ist nur die Spitze eines Eisberges von fanatischen Gruppen, die ihr Ziel, den Gottesstaat, verwirklichen wollen. Auch in Deutschland gibt es derartige Gruppen, diese Gruppen sind zwar unterschiedlich in der Wahl ihrer Mittel, aber in ihren Ideologien einheitlich.
In dieser Arbeit soll der Islamismus in Deutschland beleuchtet werden, die wichtigsten Gruppierungen dargestellt und die Antwort des deutschen Staates erläutert.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Was ist Islamismus?- Eine Definition
III. Islamismus weltweit
IV. Islamismus in Deutschland
1. Die Al Kaida (Al Qaida)
2. Der „Kalifatstaat“ (Hilafet Devleti)
3. Die islamische Gemeinschaft Milli Görüs e.V. (IGMG)
V. Die Antwort des deutschen Staates
VI. Zusammenfassung und Schluss
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit befasst sich mit der Analyse des Islamismus in Deutschland. Das primäre Ziel ist es, das Phänomen Islamismus zu definieren, die Vorgehensweise und Ideologien exemplarisch anhand dreier Organisationen zu beleuchten und die sicherheitspolitischen Maßnahmen des deutschen Staates in diesem Kontext zu diskutieren.
- Definition und ideologische Grundlagen des Islamismus.
- Strukturelle Analyse der Organisationen Al Kaida, Kalifatstaat und IGMG.
- Die Rolle Deutschlands als logistischer Standort für islamistische Netzwerke.
- Sicherheitspolitische Strategien und Maßnahmen des deutschen Staates.
- Herausforderungen der Integration und Prävention von Radikalisierung.
Auszug aus dem Buch
IV.1 Die Al Kaida (Al Qaida)
Der Name Al Kaida ist arabisch und bedeutet soviel wie „die Basis”. Sie versteht sich als Leitgruppe der Werte des konservativen und fundamentalistischen Islam , daraus lässt sich der ideologische Anspruch dieser terroristischen Vereinigung ableiten, die Führungsrolle unter den verschieden radikal islamischen Gruppen zu beanspruchen.
Gegründet wurde die Al Kaida Mitte der 80er Jahre. Oberhaupt des amorphen Netzwerkes ist der Araber Osama (Usama) bin Laden. Über die Anzahl der Mitglieder gibt es keine gesicherten Zahlen.
Die Al Kaida ist ein „Paradebeispiel“ für den Islamismus in oben gegebener Definition. Die selbsternannten Mujahedin (Kämpfer Gottes) sehen es als ihre Pflicht an, die muslimische Welt gegen den Westen zu verteidigen und lehnen dessen Werte vehement ab, ja weiter: wollen diese Werte vernichten und durch die eigenen ersetzen.
Da diese Arbeit den Fokus auf Deutschland richtet, kann hier nicht intensiv auf die internationalen Aktivitäten von Al Kaida eingegangen werden, dennoch stehen diese in weltweiter Beziehung, beispielsweise erfolgte die Ausbildung von Mujahedin in Trainingscamps auf der ganzen Welt.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Die Einleitung stellt die aktuelle Bedrohung durch islamistischen Terror dar und skizziert das Vorhaben, die Situation in Deutschland zu untersuchen.
II. Was ist Islamismus?- Eine Definition: Dieses Kapitel erarbeitet eine objektive Definition des Islamismus als extremistische Ideologie, die sich gegen die westliche Grundordnung richtet.
III. Islamismus weltweit: Hier wird der Islamismus in einem globalen Kontext betrachtet und die internationale Ausrichtung radikaler Netzwerke wie Al Kaida beschrieben.
IV. Islamismus in Deutschland: Dieses Hauptkapitel analysiert das Entstehen islamistischer Strukturen in Deutschland, insbesondere durch den Kontext der Gastarbeitergeschichte und die Aktivitäten spezifischer Gruppen.
V. Die Antwort des deutschen Staates: Das Kapitel erläutert die gesetzlichen und exekutiven Maßnahmen des Staates zur Bekämpfung extremistischer Bestrebungen.
VI. Zusammenfassung und Schluss: Der Schlussteil reflektiert die Notwendigkeit einer Politik der Stärke in Kombination mit der Förderung eines interkulturellen Dialogs zur Prävention.
Schlüsselwörter
Islamismus, Deutschland, Al Kaida, Kalifatstaat, Milli Görüs, Sicherheitsbehörden, Verfassungsschutz, Radikalisierung, Ideologie, Integration, Gastarbeiter, Jihad, Terrorismusprävention, Rechtsstaat, Gesellschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Erscheinungsformen des Islamismus in Deutschland und die damit verbundenen Herausforderungen für die innere Sicherheit.
Welche Gruppen werden als zentrale Beispiele untersucht?
Untersucht werden das Al Kaida-Netzwerk, der verbotene „Kalifatstaat“ sowie die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs e.V. (IGMG).
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die ideologischen Hintergründe, die Organisationsstrukturen dieser Gruppierungen und die staatlichen Gegenmaßnahmen objektiv darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die primär auf der Auswertung von Verfassungsschutzberichten, Fachliteratur und Medienquellen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die globale Einordnung des Islamismus, die historische Entwicklung der islamistischen Präsenz in Deutschland sowie die detaillierte Analyse der drei genannten Organisationen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Islamismus, Rechtsstaat, Radikalisierung, Sicherheitsgefährdung und interkultureller Dialog geprägt.
Warum wird Deutschland als „Kontaktbörse“ für Terroristen bezeichnet?
Laut Verfassungsschutzberichten wurde Deutschland zwar selten als direktes Anschlagsziel genutzt, diente jedoch aufgrund seiner Infrastruktur für logistische und organisatorische Tätigkeiten radikaler Netzwerke.
Wie unterscheidet sich die IGMG in der Bewertung des Verfassungsschutzes?
Im Gegensatz zu militanten Gruppen wie Al Kaida agiert die IGMG als e.V. innerhalb eines rechtlichen Rahmens, steht aber aufgrund ihrer ideologischen Nähe zu bestimmten Publikationen und Predigten unter Beobachtung.
Welche Rolle spielt der interkulturelle Dialog im Fazit?
Der Autor argumentiert, dass staatliche Repression allein nicht ausreicht und die langfristige Prävention die Stärkung moderater muslimischer Kräfte sowie die Integration in die deutsche Gesellschaft erfordert.
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- Georg Fichtner (Author), 2005, Islamismus in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/39330