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Form und Ordnung des Wissens in Friedrich Justin Bertuchs "Bilderbuch für Kinder"

Titel: Form und Ordnung des Wissens in Friedrich Justin Bertuchs "Bilderbuch für Kinder"

Seminararbeit , 2016 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Markus Lindner (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Weimarer Verleger Friedrich Justin Bertuch (1747-1822) leistete mit den Publikationen seines Landes-Industrie-Comptoirs einen bedeutenden Beitrag zur Popularisierung der Naturgeschichte. Eine seiner erfolgreichsten Publikationsreihen war das "Bilderbuch für Kinder", das durch seine thematische Vielfalt vor allem jüngere Leser anziehen sollte, aufgrund seiner hochwertigen Illustrationen und ausführlichen Begleittexte jedoch bald auch für ein erwachsenes Publikum attraktiv wurde.
Wie verhält sich die Gestaltung und Ordnung des Bilderbuches zu den wissenschaftlichen und pädagogischen Ideen der Zeit seiner Entstehung? Welche Veränderungen im Verständnis von Wissen spiegelt das Bilderbuch wider?

Der vorliegende Text versucht anhand Michel Foucaults Betrachtungen der Episteme der Naturgeschichte diesen und ähnlichen Fragen auf den Grund zu gehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Form des Wissens: Das Sichtbare und Sagbare

2.1 Beispiele im Bilderbuch

2.2 Bewertung des Bildes in der Pädagogik

2.3 Bewertung des Bildes in der Naturgeschichte

3 Die Ordnung des Wissens: Das Tableau

4 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das „Bilderbuch für Kinder“ von Friedrich Justin Bertuch, um dessen Rolle und Funktion bei der Vermittlung naturgeschichtlichen Wissens im Kontext der klassischen Epoche zu bestimmen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche spezifische Form und Ordnung das Wissen in diesem Werk im Vergleich zu zeitgenössischen Konkurrenzpublikationen annimmt und wie es die naturgeschichtliche Diskurslandschaft um 1800 prägte.

  • Historische Diskursanalyse der Wissensvermittlung um 1800
  • Vergleich der Wissensdarstellung im „Bilderbuch für Kinder“ mit den Werken von Comenius, Basedow und Stoy
  • Bedeutung von Sichtbarkeit und Bildsprache in der naturgeschichtlichen Bildung
  • Rolle von Institutionen (Landes-Industrie-Comptoir) bei der Wissensproduktion und -distribution
  • Systematik der Ordnung des Wissens durch das „Tableau“

Auszug aus dem Buch

Die Ordnung des Wissens: Das Tableau

Die Bilder und Beschreibungen, die eine Analyse des Sichtbaren liefert, stehen zunächst ohne Ordnung beziehungslos nebeneinander und sind damit kaum ein Erkenntnisgewinn und für pädagogische Zwecke nur schlecht ungeeignet. Jede Form der Wissensproduktion muss sich damit auch dem Problem der Wissensordnung widmen. In den illustrierten Kinderbüchern des 17. und 18. Jahrhunderts geschah dies auf ganz unterschiedliche Weise.

Das Orbis Sensualium Pictus ordnet seine über 150 Tafeln unter anderem nach religiösen Themen, den vier Elementen und nach Berufen und verschiedenen Lebensbereichen. Werden Tiere oder Pflanzen thematisiert, so müssen diese verschiedene Rollen und Positionen im Weltgefüge besetzen. Ein Auszug aus der Tafel über Vögel liest sich wie folgt:

„Der Strauß ist der größte Vogel, der Zaunkönig der kleinste, die Nachteule der verächtlichste, der Widhopf der unflätigste, denn er nährt sich vom Mißt.“

Ähnlich gestaltet ist auch der Text zu den „Würmern“:

„Die Würmer benagen die Sachen: Der Regenwurm die Erde; die Raupe die Pflanze, der Heuschreck die Früchte; der Kornwurm das Getreide; der Holzwurm das Holz.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das „Bilderbuch für Kinder“ von Friedrich Justin Bertuch ein, skizziert dessen historischen Erfolg als langlebige Publikation und definiert das Ziel der Arbeit, den naturgeschichtlichen Gehalt sowie die Form und Ordnung des Wissens zu analysieren.

2 Die Form des Wissens: Das Sichtbare und Sagbare: Hier wird untersucht, wie sich die Wissenskategorien im 18. Jahrhundert durch eine Fokussierung auf das Sichtbare veränderten, und wie Bertuch diese methodischen Grundlagen in seinem Werk umsetzte und dabei Kritik von Pädagogen sowie Naturforschern begegnete.

3 Die Ordnung des Wissens: Das Tableau: Das Kapitel analysiert, wie Bertuch die Vielzahl an Wissensobjekten strukturiert, und nutzt den Foucault’schen Begriff des „Tableaus“, um das System der Ordnung im Bilderbuch als „gemeinsamen Raum des Zusammentreffens“ einzuordnen.

4 Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass das Bilderbuch ein komplexes Kulturprodukt darstellt, das einen Wandel in der Episteme widerspiegelt, wobei das Werk als methodischer Mittelweg zwischen wissenschaftlicher Strenge und Publikumsbedürfnissen fungiert.

Schlüsselwörter

Friedrich Justin Bertuch, Bilderbuch für Kinder, Naturgeschichte, Wissensordnung, Tableau, Michel Foucault, Bildungsgeschichte, Aufklärung, Landes-Industrie-Comptoir, Visualisierung, Wissensvermittlung, Klassische Epoche, Kupferstich, Naturstudie, Pädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Wissensstrukturen in Friedrich Justin Bertuchs „Bilderbuch für Kinder“ am Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themenfelder sind die Rolle des Bildes als Wissensmedium, die pädagogischen Diskurse der Aufklärung, naturgeschichtliche Klassifikationssysteme und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der damaligen Verlagspraxis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es zu bestimmen, welche Form und Ordnung das Wissen im Bilderbuch annimmt und wie sich dieses System von früheren Werken der Kinderliteratur abhebt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt Ansätze der wissenschaftsgeschichtlichen Diskursanalyse, insbesondere unter Heranziehung von Michel Foucaults Konzepten aus „Die Ordnung der Dinge“.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Emanzipation des Sehens, die pädagogische und naturwissenschaftliche Kritik am Medium Bild sowie die systematische Organisation der Inhalte mittels des sogenannten „Tableaus“ analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Naturgeschichte, Wissensordnung, Tableau, Visualisierung, Aufklärung und das „Bilderbuch für Kinder“.

Wie unterscheidet sich Bertuchs Bilderbuch von Werken wie dem „Orbis Sensualium Pictus“?

Während frühere Werke oft nach moralischen, biblischen oder anthropomorphen Kriterien ordneten, setzt Bertuchs Bilderbuch stärker auf die empirische Vergleichbarkeit sichtbarer Merkmale von Naturkörpern.

Welche Rolle spielten die technischen Rahmenbedingungen für den Erfolg des Werkes?

Die Verwendung hochwertiger Kupferstiche und die effiziente institutionelle Anbindung an das Landes-Industrie-Comptoir ermöglichten eine hohe Detailgenauigkeit und eine breite Distribution, die mit älteren Drucktechniken nicht erreichbar waren.

Warum wird das „Tableau“ als zentraler Begriff für die Wissensordnung eingeführt?

Der Begriff beschreibt eine spezifische Anordnung von Dingen in einem Raum, die unübersichtliche Mengen in eine geordnete Übersicht von Ähnlichkeiten und Unterschieden überführt, was für die klassische Epoche als prägend gilt.

Inwieweit beeinflusste die Pädagogik die Gestaltung des Bilderbuchs?

Die Pädagogik forderte einen überlegten Umgang mit Anschauungsmaterial; Bertuch reagierte darauf, indem er Bilder als Mittel zur Wissensvermittlung ins Zentrum stellte, wobei er jedoch auch die Balance zwischen humanistischer Bildung und faktenbasierter Naturkunde wahren musste.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Form und Ordnung des Wissens in Friedrich Justin Bertuchs "Bilderbuch für Kinder"
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für Geschichte der Naturwissenschaften, Medizin und Technik - Ernst-Haeckel-Haus)
Veranstaltung
Die Kommerzialisierung der Naturgeschichte
Note
1,0
Autor
Markus Lindner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
21
Katalognummer
V388620
ISBN (eBook)
9783668625648
ISBN (Buch)
9783668625655
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bertuch Foucault Naturgeschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Lindner (Autor:in), 2016, Form und Ordnung des Wissens in Friedrich Justin Bertuchs "Bilderbuch für Kinder", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/388620
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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