Bei der vorliegenden Hausarbeit möchte ich mich mit der Krankheit Multiple Sklerose beschäftigen. Für dieses Thema habe ich mich einerseits entschieden, da die Krankheit in der Gesellschaft wenig bekannt und erkannt ist und auch die Forschung in diesem Bereich noch nicht so weit vorangeschritten ist. Auch die Hilfen von der Sozialen Arbeit sind hier bisher gegrenzt Andererseits bin ich persönlich auch von diesem Thema familiär betroffen. Die zentrale Frage bei dieser Hausarbeit ist, wie Bewältigung und der Verlauf der MS anhand eines Fallbeispiels aussehen kann und welche Möglichkeiten die Soziale Arbeit hat, die Erkrankten zu unterstützen. Dabei soll möglichst eine Verknüpfung im Bereich der Gesundheit und psychologischen sowohl soziologischen Bereich hergestellt werden. Ziel ist es, die Unterstützung und die Soziale Arbeit auch in diesem Bereich als ein Arbeitsfeld zu erkennen. Der ganzheitliche Blick nicht nur auf den erkrankten Menschen, sondern auch auf seine finanzielle Situation und sein soziales Umfeld. Die Auswirkungen und Belastungen der Krankheit für die Person aber auch für die Partnerschaft und die Familie. Die recherchierte Literatur war zum einen schwer zu finden, da wie oben genannt bisher nur wenige Untersuchungen vorhanden sind und auch Thema immer unter dem Aspekt der Bewältigung und der medizinischen Sicht betrachtet wurde. Um alle Teilgebiete des Modules abzudecken, war auch Literatur zur sozialen Ungleichheit und Psychologie notwendig. Rein spezifische Fachliteratur zur MS reichte dabei nicht aus. Im Folgenden werde ich die Abkürzung MS für Multiple Sklerose verwenden. Auch eine geschlechtersensible Schreibweise ist vorgesehen. Die Forschung beschäftigt sich vorwiegend, wie MS Betroffenen in Selbsthilfegruppen geholfen werden kann. Die Ursachen sind bisher wenig erforscht. Die medizinische Perspektive ist sehr weit ausgebaut. Jedoch bleiben soziale Bedingungen und Hilfen eher abgeschlagen. Zu Beginn der Hausarbeit hatte ich mich mit den Symptomen und dem generellen Krankheitsbild der MS beschäftigt. Dadurch erhielt ich einen ausreichenden Eindruck wie sich MS zeigt. Auch die Behandlungsmerkmale zu kenne, war dabei wichtig. Danach habe ich mich mit dem Fallbeispiel beschäftigt, welches eine leichtere Form der MS spiegeln soll. Dies habe ich gewählt, da dies mir persönlich so bekannt ist, aber auch um die Interventionen der Sozialen Arbeit eher auf den pädagogischen Bezug zu beschränken und nicht auf den pflegerischen Bereich.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1 Fallbeispiel:
2.2 Betrachtung des Fallbeispiels aus verschiedenen Perspektiven:
2.2.1 Familiärer und sozialer Hintergrund:
2.2.2 Erweiterte Anamnese:
2.3 Auseinandersetzung mit dem Fallbeispiel und Bezug
2.3.1 Medizinische Perspektive:
2.3.2 Gesundheit und Krankheit in der Biographie:
2.3.3 Psychologische Perspektive:
2.3.4 Soziologische Perspektive:
3. Schluss/ Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht anhand eines konkreten Fallbeispiels die Bewältigung und den Verlauf der Multiplen Sklerose sowie die Möglichkeiten der Sozialen Arbeit, Betroffene und deren Familien ganzheitlich zu unterstützen. Ziel ist es, die Verknüpfung medizinischer, psychologischer und soziologischer Aspekte darzustellen und die Soziale Arbeit als notwendiges Arbeitsfeld in diesem Kontext zu etablieren.
- Krankheitsbild und medizinische Einordnung der Multiplen Sklerose
- Psychosoziale Auswirkungen einer chronischen Erkrankung auf die Biografie
- Herausforderungen für Familien und das soziale Umfeld
- Interventionsmöglichkeiten und präventive Ansätze der Sozialen Arbeit
- Bedeutung von Ressourcenorientierung und Selbstmanagement
Auszug aus dem Buch
2.1 Fallbeispiel:
Frau K. ist 45 Jahre alt und lebt seit ihrer Geburt im Dorf Weserdorf. Sie ist bereits 20 Jahre mit ihrem Partner verheiratet. Sie besitzen ein gemeinsames Haus, bei dem die Schuldlast fast abbezahlt ist. Frau K. arbeitet seit dem letzten Berufswechsel nun auch bereits wieder 5 Jahre Teilzeit in der Apotheke in der Nachbarstadt. Sie hat vorwiegend sitzende Tätigkeiten am PC zu tun. Der Kontakt mit den ArbeitskollegInnen ist positiv und die Arbeit bereitet ihr Freude. In Stresssituationen werden diese dann häufig mit nach Hause genommen. Herr K. arbeitet Vollzeit in einer kleinen Firma ebenfalls in der Nachbarschaft. Häufig kommt er gestresst von der Arbeit und unterstützt Frau K. in den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten nur wenig. Er wirkt dann meist abweisend. Frau und Herr K. haben 2 Töchter, im Alter von 10 und 15 Jahren. Nach der Geburt der 2. Tochter leidete Frau K. unter Depressionen und empfand das tägliche Zuhause sein als keine Entspannung. Sie war häufig angespannt und schnell reizbar.
Seit nun mehreren Jahren ist Frau K. häufig müde, hierbei spricht sie aber von einer Ermüdung. Sie fühlt sich abgeschlagen und hat Sorge um die Verschlechterung ihrer Lebensqualität. In der Arbeit aber auch zuhause fällt diese Ermüdung immer häufig auf und Frau K. steht immer mehr unter einem Rechtfertigungsdruck. Des Weiteren treten auch häufig bei den Arbeiten am PC, Sensibilitätsstörungen auf, sie hat häufig ein Kribbeln oder auch Taubheitsgefühl in den Händen. Beim Einkaufen und Straßenverkehr sieht Frau K. die Gegenstände oft verschwommen oder kann Abstände oder Absätze nicht richtig einschätzen. Nach einem Gespräch mit ihrem Mann beschließt sie zuerst zu ihrem Hausarzt zu gehen. (vgl. Griesehop 2003, S. 23-25)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz des Themas, Formulierung der Forschungsfrage zur Krankheitsbewältigung bei MS und Erläuterung des methodischen Vorgehens anhand eines Fallbeispiels.
2. Hauptteil: Detaillierte Analyse des Fallbeispiels aus verschiedenen fachlichen Blickwinkeln, inklusive medizinischer Grundlagen, psychologischer Störungsbilder und soziologischer Determinanten sowie der Ableitung von Interventionsstrategien.
3. Schluss/ Fazit: Resümee über die Notwendigkeit psychosozialer Unterstützung und die Forderung nach einer besseren Vernetzung von medizinischen und pädagogisch-sozialen Hilfsangeboten.
Schlüsselwörter
Multiple Sklerose, MS, Soziale Arbeit, Krankheitsbewältigung, Chronische Krankheit, Salutogenese, Fallbeispiel, Psychosoziale Intervention, Familienbelastung, Soziale Ungleichheit, Gesundheitsförderung, Resilienz, Selbstmanagement, Biografie, Stress.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der chronischen Erkrankung Multiple Sklerose auf die individuelle Lebensführung und das soziale Umfeld einer betroffenen Person.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder sind die medizinische Einordnung der MS, die psychische Verarbeitung der Diagnose, die Belastung für die Familie und die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Krankheitsbewältigung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Es soll untersucht werden, wie Bewältigung und Verlauf der MS anhand eines Fallbeispiels aussehen und welche Möglichkeiten der Unterstützung die Soziale Arbeit hierbei bietet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine fallbezogene Analyse, bei der theoretische Modelle (z. B. Stressmodelle, Resilienz, soziale Ungleichheit) auf ein konkretes Fallbeispiel angewendet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Fallbeispiels, die multiperspektivische Betrachtung (medizinisch, psychologisch, soziologisch) sowie die Erörterung konkreter Interventionsmöglichkeiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Multiple Sklerose, Soziale Arbeit, Krankheitsbewältigung, Salutogenese und psychosoziale Unterstützung.
Warum spielt die Soziale Arbeit laut der Autorin bei der Behandlung von MS eine zu geringe Rolle?
Die Autorin stellt fest, dass Hilfsangebote meist zu stark auf medizinische Aspekte fokussiert sind, während psychosoziale und pädagogische Unterstützungsbedarfe der Betroffenen und ihrer Familien häufig vernachlässigt werden.
Welche Bedeutung kommt dem Modell der Hauptdeterminanten der Gesundheit in der Arbeit zu?
Das Modell dient dazu, die Einflüsse von sozialen Beziehungen, Lebens- und Arbeitsbedingungen auf die Gesundheit der Patientin im Fallbeispiel zu veranschaulichen.
- Arbeit zitieren
- Anke Koesterke (Autor:in), 2013, Erkrankung des zentralen Nervensystems. Multiple Sklerose, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/388567