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Zur Shop-Startseite › Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft

Carlos Sauras "Carmen" (1983) und seine Vorlagen

Text zu Musik zu Bild. Im Vergleich zu Prosper Mérimée und Georges Bizet

Titel: Carlos Sauras "Carmen" (1983) und seine Vorlagen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 29 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jenny Spanier (Autor:in)

Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit befasst sich mit Carlos Sauras Carmen (1983) im Verhältnis zu Prosper Mérimées Carmen (1845) und Georges Bizets Carmen (1875). Die Untersuchung soll aufzeigen, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede die Künstler in der Umsetzung für ihre Adaptionswerke wählen und wie sich die von Mérimée vorgegebenen Charakteristika der Carmen-Geschichte dadurch verändern.

Ein bedeutender Aspekt der Betrachtung wird dabei auf den namensgebenden Charakter der Carmen und auf ihre Dynamik mit ihrem jeweiligen männlichen Gegenpart gelegt. In Bezug auf die Ergebnisse des Werkvergleichs soll dann außerdem eine Antwort auf die Frage gegeben werden, inwiefern die Figur der Carmen bei Carlos Saura mit der als Inbegriff der ‚femme fatale‘ berühmt gewordenen Carmencita der Vorlagen übereinstimmt. Abschließend soll eine Überlegung dahingehend erfolgen, welche Gründe es für den differenzierten Umgang von Saura mit der in der Moderne mythologisierten Frauenfigur geben könnte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Carmen bei Prosper Mérimée und Georges Bizet

3. Carmen bei Carlos Saura

3.1 Eine Sage von Text zu Musik zu Bild

3.2 Mediale Einbindung der Vorlagen

3.3 Carmen/Antonio und Carmencita/Don José

4. Zusammenfassung der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die filmische Adaption des Carmen-Stoffes durch Carlos Saura (1983) im direkten Vergleich mit der literarischen Novelle von Prosper Mérimée (1845) und der Oper von Georges Bizet (1875). Ziel ist es, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung der namensgebenden Figur sowie ihrer Dynamik mit dem männlichen Gegenpart aufzuzeigen und zu analysieren, wie Saura die Vorlagen in einem modernen, medienübergreifenden Kontext neu interpretiert.

  • Vergleichende Analyse der Carmen-Figur in Literatur, Oper und Film.
  • Untersuchung der medialen Einbindung von Text und Musik in Sauras Film.
  • Analyse der Dynamik zwischen den Hauptfiguren und der Darstellung des femme fatale-Mythos.
  • Die Rolle des Flamenco als Ausdrucksmittel für Gewalt, Sinnlichkeit und Leidenschaft.
  • Der Einfluss von Geschlechterrollen und gesellschaftlichen Normen auf die Rezeption des Stoffes.

Auszug aus dem Buch

3.2 MEDIALE EINBINDUNG DER VORLAGEN

Die Verbindung des Films zur vorhandenen Sage um Carmencita ist auf Ebene der Filmhandlung von Beginn an offensichtlich. Antonio inszeniert eine Geschichte aus dem sowohl innerfiktionalen, als auch real vorhandenen kulturellen Gedächtnis. Er macht Theater im Film, er sucht nach Darstellern und leitet Proben für seine Aufführung von Carmen. Carlos Saura nennt das Werk der Binnenhandlung dabei nicht eindeutig eine ausschließliche Adaption der Opern oder der Novelle, sondern bedient sich bei den im Film als Proben gezeigten Ausschnitten beider Vorlagen. Neben den von Antonios Projekt gezeigten Szeneausschnitten bindet Saura die beiden Vorgänger jedoch zusätzlich auf unterschiedliche Arten in seinen Film ein. Er macht sich dabei auditive und visuelle Mittel zu Nutze, die dem Film als mediale Möglichkeiten des Ausdrucks im Gegensatz zum Text und teilweise zum Theaterstück zur Verfügung stehen. Diese Synthese der Medienformen zeigt sich vor allem darin, dass er beide Werke auf sowohl direkte, als auch indirekte Art zu einem Teil seines Konzepts werden lässt.

Einerseits ist die Musik der Oper indirekt aus dem Off als Hintergrundmusik zum Film zu vernehmen. Dies geschieht beispielsweise in Szenen wie Antonios Vision von Carmencita (Vgl. S: 55:55 – 57:35), dem Tanz von Antonio und Carmen alleine im Studio am Abend (Vgl. S: 44:00 – 47:37), der Feierlichkeit zu Pacos Geburtstag (Vgl. S: 1:05:05 – 1:06:00) und dem Streit des Paares in den letzten Augenblicken des Films bis zur Todesszene Carmens (Vgl. S: 1:35:18 – 1:37:01). Dabei hat es den Anschein, als sei die Musik, die spezifisch der Oper angeglichen wurde, fest mit Antonio in Verbindung zu bringen. Sie spielt nur in Szenen, von denen Antonio ein Teil ist und in all diesen Situationen endet sie entweder mit einer Nahaufnahme auf ihn oder einem Blick auf etwas, das ihn zu bewegen scheint.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Rezeptionsgeschichte der Carmen-Figur ein und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie die Zielsetzung des Werkvergleichs zwischen Mérimée, Bizet und Saura.

2. Carmen bei Prosper Mérimée und Georges Bizet: Dieses Kapitel arbeitet die zentralen Merkmale der literarischen Novelle und der Oper heraus, insbesondere die Darstellung der Protagonisten und die narrativen Strukturen der beiden Vorlagen.

3. Carmen bei Carlos Saura: Dieser Hauptteil analysiert die filmische Umsetzung durch Saura, wobei der Fokus auf dem Filmkonzept, der Integration der Medienformen sowie der Charakterentwicklung der Figuren liegt.

4. Zusammenfassung der Ergebnisse: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und interpretiert Sauras Werk als Gesamtkunstwerk, das klassische Motive in einen modernen, gesellschaftskritischen Kontext überführt.

Schlüsselwörter

Carmen, Carlos Saura, Prosper Mérimée, Georges Bizet, Adaption, Film, Oper, Novelle, Femme fatale, Flamenco, Geschlechterdynamik, Intermedialität, Antonio Gades, Tanztheater, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der filmischen Adaption der Carmen-Geschichte durch den spanischen Regisseur Carlos Saura aus dem Jahr 1983 und setzt diese in Bezug zu den literarischen und musikalischen Vorlagen von Prosper Mérimée und Georges Bizet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Veränderungen in der Charakterdarstellung der Carmen, die Dynamik zwischen den Geschlechtern, der Einsatz des Flamenco als Ausdrucksmedium sowie die mediale Verschmelzung von Rahmen- und Binnenhandlung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie sich die von Mérimée und Bizet vorgegebenen Charakteristika der Carmen-Geschichte in der modernen Filmadaption verändern und ob die Figur bei Saura noch als klassische femme fatale verstanden werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt einen vergleichenden werktheoretischen Ansatz, der literatur- und filmwissenschaftliche Analysen kombiniert, um Intertextualität und mediale Adaptionsstrategien aufzudecken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert Sauras Filmkonzept, die mediale Einbindung von Musik und Textzitaten aus den Vorlagen sowie die psychologische Interaktion zwischen dem Choreographen Antonio und seiner Hauptdarstellerin Carmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Carmen, Adaption, Intermedialität, femme fatale, Flamenco und Geschlechterdynamik definieren.

Inwiefern unterscheidet sich Sauras Interpretation der Carmen-Figur von den älteren Vorlagen?

Saura verlagert den Fokus stärker auf die männliche Perspektive des Choreographen Antonio und bettet Carmen in einen modernen Kontext ein, in dem sie sich zunehmend von der Fremdbestimmung löst, wenngleich sie auch bei Saura als Objekt einer männlichen Vision dargestellt wird.

Welche Rolle spielen die verschiedenen Handlungsebenen in Sauras Film?

Saura nutzt die Technik der geteilten Handlungsebenen, bei der Proben für eine Aufführung und das reale Leben der Darsteller zunehmend ineinander verschwimmen, was beim Zuschauer die Grenze zwischen Fiktion und Realität aufhebt.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Carlos Sauras "Carmen" (1983) und seine Vorlagen
Untertitel
Text zu Musik zu Bild. Im Vergleich zu Prosper Mérimée und Georges Bizet
Hochschule
Universität des Saarlandes  (Allgemeine Vergleichende Literaturwissenschaft)
Note
1,0
Autor
Jenny Spanier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
29
Katalognummer
V387435
ISBN (eBook)
9783668613331
ISBN (Buch)
9783668613348
Sprache
Deutsch
Schlagworte
carmen carlos saura georges bizet carmencita don jose prosper merimée filmwissenschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jenny Spanier (Autor:in), 2017, Carlos Sauras "Carmen" (1983) und seine Vorlagen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/387435
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  29  Seiten
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