Unsere Gesellschaft entwickelt sich immer mehr zu einer Wissensgesellschaft. Die Möglichkeiten, sich in der heutigen Zeit Wissen anzueignen, sind durch Informations- und Kommunikationstechnologien nicht nur größer, sondern bringen radikale Änderungen mit sich. Informationen können sehr schnell und in fast unbegrenzter Menge verbreitet werden.
Durch Partizipation und Interaktion, ist es im Internet möglich, gemeinsam mit Anderen Wissen zu erarbeiten. Zahlreiche Online Tools wie Weblogs, Wikis und Social Networks, ermöglichen Kollaboration durch das Teilen von Dokumenten, Bildern, Podcasts und Videos. Das Web 2.0 ist ein wichtiger Teil unseres täglichen Lebens geworden, das nicht mehr wegzudenken ist. Diese neue Art des Lernens, erfordert von Pädagogen, im Interesse ihrer Teilnehmenden, ein Umdenken vom traditionellen Lernen und die Bereitschaft, Web 2.0 Anwendungen im Unterricht einzusetzen. Zu den beliebtesten Web 2.0 Tools gehören Weblogs, die durch einer Vielzahl von Anwendungen wie Texte, Bilder, Videos und Links zu anderen Websites, eine hohe Interaktion ermöglichen können.
In dieser Arbeit wird die Konzeption eines Weblogs in der Bildungswissenschaft beschrieben, welches praktisch umgesetzt wurde. Die Arbeit ist in einem theoretischen und einem praktischen Teil eingeteilt. Im theoretischen Teil wird zuerst der Begriff "Weblogs" definiert und deren Einsatz in der Bildungswissenschaft erläutert. Anschließend werden Funktionen und Motive des Einsatzes von Weblogs sowie die Verfahrensschritte des Instructional Design, welches als Grundlage der Gestaltung angewandt wird, beschrieben.
Der praktische Teil der Arbeit orientiert sich an der theoretischen Beschreibung und beinhaltet die Beschreibung, Umsetzung und Reflexion einer eigenen Blogidee. Im Anschluss werden alle Ergebnisse zusammengefasst und ein Ausblick über weitere Möglichkeiten zur Führung eines Weblogs im gewählten Themenbereich diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 WEBLOGS
2.1 Definition und Abgrenzung
2.2 Funktionen und Motive
2.3 Weblogs in der Bildungswissenschaft
3 INSTRUCTIONAL DESIGN
3.1 Definition
3.2 Verfahrensschritte
4 DER WEBLOG „NEUE MEDIEN UND METHODEN IN DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG“
4.1 Themenwahl und bildungswissenschaftlicher Bezug
4.2 Funktionen und Motive des Weblogs
4.3 Bedarfsanalyse
4.4 Planung/Konzeption
4.5 Entwicklung
4.6 Einsatz/Implementation
4.7 Evaluation
5 REFLEXION
6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen von Weblogs und dem Instructional Design, um darauf aufbauend praktisch ein Weblog für Akteure in der Benachteiligtenförderung zu konzipieren, umzusetzen und zu reflektieren.
- Einsatzmöglichkeiten von Weblogs in der Bildungswissenschaft
- Anwendung von Instructional Design bei der Gestaltung von Lernumgebungen
- Vernetzung von Akteuren in der Benachteiligtenförderung
- Förderung informeller Lernprozesse durch digitale Medien
- Medienkompetenz als Voraussetzung für Wissensarbeit
Auszug aus dem Buch
4.2 Funktionen und Motive des Weblogs
Das Weblog „Neue Medien und Methoden in der Benachteiligtenförderung“ soll eine nicht-persönliche Funktion übernehmen, mit dem Ziel, durch Kommunikation und Wissenszuwachs aller Beteiligten, die jungen Menschen in der Benachteiligtenförderung, gezielter zu fördern. Dennoch kann durch den Wissenszuwachs der Bloggerin eine persönliche Reflexion erkennbar werden. Lernen erfolgt hier informell. Im informellen Lernen sind Weblogs besonders wirkungsvoll, da sie sich in den täglichen Arbeitsablauf integrieren lassen (Röll, 2005, S. 19). Im Großen und Ganzen soll das Weblog als Knowledge-Blog dienen, indem der Blogger Einträge, zu aktuellen Methoden und Medien im Bereich der Benachteiligungsförderung bereitstellt, die Ausbilder, Lehrer und Pädagogen ansprechen sollen.
Röll (2006) ordnet Knowledge Blogs, die Funktion des Informationsspeichers, des Reflexionsmediums und des Kommunikationsmediums zu. Bei der Führung eines Knowledge Blogs ist der Blogger selbst für die repräsentieren Wissensaktivitäten verantwortlich, indem er selbst relevante Beiträge wählt und für andere sichtbar macht. Dabei kann Kollaboration als „Nebenprodukt“ entstehen, sobald zu einem Blog-Beitrag diskutiert wird (Reimann, 2008, S. 54). Durch die Beiträge soll klar ersichtlich werden, wie wichtig gerade im Bereich der Benachteiligtenförderung, die Kompetenzförderung und Selbststeuerung der Teilnehmenden ist. Im Sinne des kollaborativen Lernens, steht die soziale Wissenskonstruktion bzw. Ko-Konstruktion von Wissen im Mittelpunkt (Reinmann, 2013, S. 145).
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in die Wissensgesellschaft und die Relevanz von Web 2.0 Anwendungen wie Weblogs für das moderne Lernen.
2 WEBLOGS: Theoretische Definition von Weblogs, deren Funktionen sowie ihr spezifischer Einsatz in der Bildungswissenschaft.
3 INSTRUCTIONAL DESIGN: Erläuterung des Begriffs sowie der methodischen Verfahrensschritte zur systematischen Planung von Lernumgebungen.
4 DER WEBLOG „NEUE MEDIEN UND METHODEN IN DER BENACHTEILIGTENFÖRDERUNG“: Praktische Anwendung der Theorie durch Konzeption, Entwicklung und Evaluation eines konkreten Weblogs für den Bereich der Benachteiligtenförderung.
5 REFLEXION: Kritische Auseinandersetzung mit dem Erstellungsprozess, den erreichten Zielen und dem Lernfortschritt der Bloggerin.
6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Fazit über den Nutzen des Weblogs sowie Überlegungen zur langfristigen Implementierung und Weiterentwicklung.
Schlüsselwörter
Weblogs, Wissensgesellschaft, Bildungswissenschaft, Instructional Design, Benachteiligtenförderung, Knowledge-Blog, informelles Lernen, Medienkompetenz, Wissensmanagement, Kooperation, Web 2.0, Selbststeuerung, digitale Medien, Vernetzung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption, Umsetzung und Reflexion eines Weblogs im bildungswissenschaftlichen Kontext, speziell für den Bereich der Benachteiligtenförderung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen den Einsatz von Weblogs, das Instructional Design als Planungsgrundlage sowie die professionelle Vernetzung von Akteuren in der Benachteiligtenförderung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung eines „Knowledge-Blogs“, das als Werkzeug dienen soll, um Wissen zwischen verschiedenen Professionen zu teilen und informelle Lernprozesse zu unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit folgt dem Instructional Design Ansatz, bei dem eine Lernumgebung systematisch durch Bedarfsanalyse, Planung, Entwicklung, Implementierung und Evaluation gestaltet wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil wird die theoretische Basis von Weblogs und Instructional Design erarbeitet und darauf aufbauend der eigene Blog-Entwicklungsprozess sowie dessen Evaluation dargestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Charakterisierende Schlüsselwörter sind unter anderem Wissensgesellschaft, Benachteiligtenförderung, Knowledge-Blog, Medienkompetenz und informelles Lernen.
Warum war es schwierig, den Erfolg des Blogs als "Knowledge-Blog" zu beweisen?
Da der Blog nicht öffentlich zugänglich war und innerhalb der Frist nur wenige Beiträge veröffentlicht wurden, konnte keine breite Interaktion oder eine dynamische Kommentarkultur erreicht werden.
Wie trägt der Blog zur Medienkompetenz der Autorin bei?
Durch die technische Umsetzung, das Einfügen von Plugins, das Bloggen und die Auseinandersetzung mit wissenschaftlicher Literatur konnte die Bloggerin sowohl ihre technischen als auch ihre reflexiven Kompetenzen erweitern.
Welche Rolle spielt die "Benachteiligtenförderung" in dieser Arbeit?
Sie dient als konkretes Anwendungsfeld, in dem Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen (Sozialpädagogen, Ausbilder, Lehrer) durch das Weblog vernetzt werden sollen, um die Förderung junger Menschen zu verbessern.
Wird das Weblog nach Abschluss der Arbeit weitergeführt?
Ja, die Autorin bejaht die Weiterführung, da das Weblog als wertvolles Werkzeug zur Wissenssammlung und Vernetzung für Mitarbeiter in der Benachteiligtenförderung erkannt wurde.
- Quote paper
- Konstantina Roussi (Author), 2014, Blogs als neues Kommunikationsmedium in der Bildungswissenschaft. Beschreibung, Umsetzung und Reflexion einer eigenen Blogidee, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/387371