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Kinder und Bewegung heute: Stubenhocker oder Springinsfeld?

Titel: Kinder und Bewegung heute: Stubenhocker oder Springinsfeld?

Examensarbeit , 2001 , 154 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Natascha Finger (Autor:in)

Didaktik - Sport, Sportpädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit befasst sich, wie der Titel bereits verrät, mit der Thematik des gegenwärtigen Bewegungsverhaltens von Kindern.
Die Situationsanalyse der kindlichen Bewegungswelt fällt in hohem Maße widersprüchlich und wenig eindeutig aus, weil sie doppelwertige und polare Tendenzen in ihrer Gestaltung aufzeigt. So stehen bewegungseinschränkenden Bedingungen und bewegungsvermeidenden Einstellungen ein noch nie da gewesenes Angebot an Sportmöglichkeiten gegenüber (vgl. GRÖßING 1993, 121).
Bewegungseinschränkende Bedingungen sind durch unsere Gesellschaft in der Umwelt der Kinder zu finden. Sie gilt als bewegungs- und sinnenfeindlich (KIPHARD 1997, ZIMMER 1999), da sie kindliche Bewegungshandlungen immer mehr erschwert. Dies gilt für die Verkehrssituation, die auf Straßen und Plätzen kaum noch ein Spielen und Bewegen im Freien zulässt; für Spielplätze, die oft wenig bewegungsanregend und langweilig sind. Dies gilt aber auch für die Schule, in der vielfach Bewegungszeiten eher verkürzt als erweitert werden und für die häusliche Situation, in der Video, Fernseher und Computerspiele mit möglichen Bewegungsaktivitäten konkurrieren (vgl. BÖS/ SCHOTT 1999, 9). Gleichzeitig erfolgt eine Rückeroberung der Außen-Räume mit Hilfe vieler neuer Spielgeräte, meist Fortbewegungsmittel wie Skateboards oder Inlineskates, mit denen neue Geschicklichkeitsanforderungen oft unter hoher Geschwindigkeit gemeistert werden. Bezüglich der Nutzung neuer Bewegungsräume, die nicht primär für Bewegungsaktivitäten vorgesehen sind, wird von "Asphaltbewegungsszenen" gesprochen (vgl. BRASS/ HARTMANN 1994, SCHWIER 1996, WOPP 1999).
Hinzukommend steht heute eine weitaus größere Palette möglicher Sportspiele zu Verfügung (vgl. HAUPT 2000). Der Anteil der Kinder, die während ihrer Grundschulzeit Vereinsmitglied geworden sind, liegt derzeit bei ca. 80% (vgl. SCHMIDT 1996, 20). "Es wurde noch nie so langfristig (ab 6 Jahre) und intensiv (3-4 x die Woche) in einem Verein trainiert, wie in den 90er Jahren" (SCHMIDT 1996, 21).
Mein Forschungsinteresse gilt der Ermittlung der gegenwärtigen kindlichen Bewegungsaktivität in dieser ambivalenten Bewegungswelt. Das Bewegungsverhalten von Kindern ist derzeit ein hoch brisantes Thema, das auch von den Medien aufgegriffen und präsentiert wird. Schlagzeilen wie "Deutsche Kinder sind Bewegungsmuffel" (MD-VERLAG, 2.8.2001), "Computer statt Sport, Fernsehen statt Bewegung" (LANDESSPORTBUND-HESSEN) oder "Schulkinder kaum fit“ sind allerorts zu lesen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Menschenbild

2.1 Humanistisches Menschenbild

2.2 Das Bild des Kindes

3. Bewegung

3.1 Grundsätzliches zur Bewegung

3.2 Bewegung als anthropologisches Grundbedürfnis von Kindern

3.2.1 Der kindliche Bewegungsdrang

3.2.2 Anthropologische Annahmen bezüglich Kinder und Bewegung

3.3 Faktoren und Voraussetzungen für die Bewegungsentwicklung

4. Kindheit heute

4.1 Zum Verständnis von Kindheit

4.2 Kindliche Lebens- und Bewegungswelt im Wandel

4.2.1 Veränderte Lebenswelt

4.2.2 Veränderte Bewegungsumwelt

4.2.2.1 Zum Begriff „Bewegungsumwelt“

4.2.2.2 Bewegungsumwelt im historischen Wandel

5. Das Bewegungsverhalten von Kindern heute

5.1 Gesellschaftlich vorherrschender Tenor

5.2 Anmerkungen zur „Defizithypothese“ in aktuellen Diskursen über Kinder und Bewegung

5.2.1 Kinder als aktive Gestalter ihrer Umwelt

5.3 Wie bewegen sich Kinder heute?

5.3.1 Informelle Bewegungsaktivität

5.3.1.1 Neue Bewegungsszenen

5.3.2 Formelle Vereinsaktivität

5.3.3 Kindersportkultur

6. Zusammenfassende Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Forschungsfragen

Die vorliegende Arbeit untersucht das aktuelle Bewegungsverhalten von Kindern in einer als ambivalent wahrgenommenen Umwelt. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der oft beklagten "Bewegungsarmut" und der beobachtbaren hohen Aktivität sowie der Kreativität von Kindern in informellen Räumen zu analysieren und kritisch zu hinterfragen.

  • Die ambivalenten gesellschaftlichen Debatten über das "Bewegungsverhalten von Kindern".
  • Der Einfluss räumlicher, materialer und sozialer Umweltfaktoren auf die Bewegungsentwicklung.
  • Die Abgrenzung zwischen formellen (Verein) und informellen Bewegungsräumen.
  • Das Menschen- und Kindbild der humanistischen Psychologie als theoretische Basis.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit der "Defizithypothese" in aktuellen pädagogischen Diskursen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Grundsätzliches zur Bewegung

Der Begriff „Bewegung“ hat in naturwissenschaftlich orientierten Disziplinen eindeutige definitorische Bestimmung gefunden. In der Physik bedeutet Bewegung „die Änderung der Lage (Ortsveränderung) eines Körpers mit der Zeit“ (BAUMANN 1992, 73).

Biologisch gesehen ist Bewegung „ein Kennzeichen lebender Organismen“, während aktive Bewegung auf „Energiefreisetzung durch den Stoffwechsel des Organismus“ beruht (vgl. BROCKHAUS GmbH, „dtv-Lexikon“, München 1999, 245).

Diese Definitionen von Bewegung sind für sportpädagogische- oder sportwissenschaftliche Fragestellungen jedoch nicht ausreichend. Sie werden der Komplexität der Bewegung des Menschen als eine primär zielgerichtete, an Problemlösung orientierte Bewegung nicht gerecht. In der allgemeinen Verwendung des Begriffs im Sport und entsprechenden Fragestellungen ist daher unter Bewegung die „menschliche Bewegung“ zu verstehen.

Die Betrachtung der menschlichen Bewegung kann wiederum von verschiedenen Ebenen aus erfolgen, sie kann sich an verschiedenen wissenschaftstheoretischen Positionen orientieren und dabei verschiede Positionen einnehmen (vgl. MECHLING 1992, 73).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik des Bewegungsverhaltens von Kindern und Darstellung der widersprüchlichen Ausgangslage zwischen Bewegungsmangel und neuen Sportmöglichkeiten.

2. Das Menschenbild: Erläuterung des humanistischen Menschenbildes als Grundlage der Arbeit, welches das Kind als aktives, selbsttätiges Wesen begreift.

3. Bewegung: Wissenschaftliche und anthropologische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Bewegung sowie deren Bedeutung als Grundbedürfnis von Kindern.

4. Kindheit heute: Analyse des Wandels kindlicher Lebenswelten, insbesondere unter dem Einfluss von Modernisierungsprozessen, Mediatisierung und veränderten Familienstrukturen.

5. Das Bewegungsverhalten von Kindern heute: Eingehende Betrachtung der aktuellen Bewegungssituation von Kindern, kritische Reflexion der Defizithypothesen und Darstellung informeller sowie formeller Aktivitätsformen.

6. Zusammenfassende Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse, in der die Autorin ihre eigene Stellungnahme zur Fragestellung "Stubenhocker oder Springinsfeld?" abgibt.

Schlüsselwörter

Bewegungserziehung, Kindheit, Kindheitsforschung, Sportpädagogik, Bewegungsverhalten, Bewegungsmangel, Defizithypothese, Asphaltkultur, Motorik, Sozialisation, Lebenswelt, Körpererfahrung, Humanistische Psychologie, Kindersportkultur, informelle Bewegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das gegenwärtige Bewegungsverhalten von Grundschulkindern in einer sich wandelnden, ambivalenten Umwelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf den Wandel der kindlichen Lebenswelt, anthropologische Grundlagen der Bewegung, informelle Bewegungsräume und die Institutionalisierung von Sport.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Hinterfragung der oft einseitigen Behauptung eines "drastischen Bewegungsverlusts" von Kindern durch die Gegenüberstellung von "Defizithypothesen" und empirischen Beobachtungen zur kreativen Eigenaktivität.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine wissenschaftliche Hausarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der kritischen Reflexion bestehender Studien und Ansätze der Sportpädagogik basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung (Menschenbild, Bewegung als Grundbedürfnis), die Analyse der veränderten Kindheit (Lebenswelt, Bewegungsumwelt) und die spezifische Untersuchung des Bewegungsverhaltens (Tenor, informelle/formelle Aktivitäten).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kindheitsforschung, Sportpädagogik, Asphaltkultur, Bewegungsarmut, motorische Leistungsfähigkeit und Sozialisation.

Wie bewertet die Autorin die "Defizithypothese"?

Sie steht der "Defizithypothese" kritisch gegenüber und argumentiert, dass Kinder weiterhin aktive Gestalter ihrer Welt sind, wenn man ihnen den nötigen Raum und Freiraum lässt.

Welche Bedeutung haben "Asphaltbewegungsszenen"?

Diese Szenen werden als Beweis für die Kreativität von Kindern gewertet, die urbane "tote" Räume durch informelle Bewegungshandlungen aktiv zurückerobern.

Ende der Leseprobe aus 154 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kinder und Bewegung heute: Stubenhocker oder Springinsfeld?
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Sportwissenschaft)
Note
1,0
Autor
Natascha Finger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
154
Katalognummer
V3871
ISBN (eBook)
9783638123952
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bewegung Kinder Veränderte Kindheit Kindheit heute Bewegungswelten Stubenhocker kindlicher Bewegungsdrang Bewegungsentwicklung Veränderte Lebenswelt Bewegungsumwelt im historischen Wandel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Natascha Finger (Autor:in), 2001, Kinder und Bewegung heute: Stubenhocker oder Springinsfeld?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/3871
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