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Parteipräferenz und Wahlverhalten von Aussiedlern und Spätaussiedlern

Titel: Parteipräferenz und Wahlverhalten von Aussiedlern und Spätaussiedlern

Hausarbeit , 2016 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jimmy Both (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Neuere Geschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie kaum eine andere Migrantengruppe nach der Vertreibung der Deutschen aus den ehemaligen Ostgebieten haben die Aussiedler und Spätaussiedler die politische Landschaft der Bundesrepublik geprägt. Siedelten bereits ab den Neunzehnhundertsiebzigerjahren vermehrt Angehörige der deutschen Minderheiten in den Staaten des Warschauer Paktes in die Bundesrepublik über, setzte mit der Abzeichnung des Endes des Kalten Krieges eine ungeahnte Einwanderungswelle ein. Allein zwischen 1988 und 1990 zogen über eine Million Deutsche aus sowjetisch kontrollierten Staaten in die Bundesrepublik. Im Gegenzug zu den meisten anderen Einwanderern hatten diese Immigranten die deutsche Staatsbürgerschaft inne und genossen somit auch das Wahlrecht. Die Arbeit untersucht, ob sich das Wahlverhalten von Aussiedlern und Spätaussiedlern von dem der restlichen Bevölkerung unterschied und ob es grundsätzlich typische Parteipräferenzen von Aussiedlern gab.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Situation in den Herkunftsgebieten nach dem Zweiten Weltkrieg

3. Aussiedler und Spätaussiedler in der Bundesrepublik Deutschland

3.1 Aussiedler

3.2 Spätaussiedler

4. Politisches Engagement und Parteipräferenz der Aussiedler

4.1 Voraussetzungen für Teilhabe von Migranten am politischen System

4.2 Parteipräferenz von Aussiedlern

4.3 Vergleich der Parteipräferenz von Aussiedlern mit der Gesamtbevölkerung

5. Fazit

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

6.1 Quellen

6.2 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Wahlverhalten und die Parteipräferenzen von Aussiedlern und Spätaussiedlern in Deutschland während der 1980er und 1990er Jahre, um die Gründe für deren konservative politische Ausrichtung zu ergründen.

  • Historische Einordnung der Aussiedlergeschichte nach 1945
  • Rechtliche und soziale Voraussetzungen für die politische Teilhabe von Migranten
  • Analyse der Parteibindung und Wahlpräferenzen
  • Vergleich der Aussiedler mit der deutschen Gesamtbevölkerung
  • Einflussfaktoren wie Sozialisation und Herkunftsland auf das Wahlverhalten

Auszug aus dem Buch

3. Aussiedler und Spätaussiedler in der Bundesrepublik Deutschland

Die etwa vier Millionen in ihren Heimatregionen verbliebenen ethnischen Deutschen erfuhren nach dem Ende des Krieges Repressionen und Zwangsassimilierungen. Das Sprechen der deutschen Sprache im öffentlichen Raum wurde weitgehend unterdrückt. Die polnische Regierung dementierte gar die Existenz einer deutschen Minderheit auf ihrem Staatsgebiet. Die sowjetische Regierung begann bereits nach der deutschen Kriegserklärung an die Sowjetunion 1941, die deutsche Minderheit kollektiv als Kollaborateure zu verfolgen und nach Sibirien, Zentralasien oder Kasachstan zu deportieren (s.o.) und dort als Zwangsarbeiter einzusetzen. Erst 1956 wurden die deutschen Zwangsarbeiter wieder freigelassen, mussten sich aber weiterhin in ihren Deportationsgebieten im Osten des Landes aufhalten. 1964 wurde der kollektive Vorwurf der Kollaboration mit dem nationalsozialistischen Deutschland formal fallengelassen.

Auch in Rumänien fanden Deportationen, Zwangsarbeit und Enteignungen von Rumäniendeutschen statt.

1957 waren bereits 100.000 Gesuche auf Unterstützung bei der Stellung eines Ausreiseantrags bei der bundesdeutschen Botschaft in Moskau eingegangen. Dem Deutschen Roten Kreuz lagen 1970 ca. 250.000 Ausreisewünsche Deutscher aus Polen vor. Im Zuge des Warschauer Vertrages von 1970 erkannte die polnische Regierung zwar de facto die Existenz einer deutschen Minderheit in Polen an, bezifferte die Zahl der Ausreisewilligen unter dieser jedoch nur auf einige Zehntausend. Im gleichen Jahr genehmigte die Regierung in Warschau nach Verhandlungen mit der Bundesrepublik die Ausreise von 120.000 bis 125.000 Deutschen. Von 1968 bis 1981 erreichten über eine halbe Million Aussiedler die Bundesrepublik, darunter 300.000 aus Polen, 100.000 aus Rumänien, 70.000 aus der Sowjetunion und 40.000 aus der Tschechoslowakei. Die übrigen Aussiedler kamen aus Jugoslawien, Ungarn und anderen Staaten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse am konservativen Wahlverhalten von Aussiedlern und steckt den Untersuchungsrahmen ab.

2. Situation in den Herkunftsgebieten nach dem Zweiten Weltkrieg: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Ausgangslage der deutschen Minderheiten in Osteuropa nach 1945 und deren staatliche Repressionen.

3. Aussiedler und Spätaussiedler in der Bundesrepublik Deutschland: Hier werden die Migrationsbewegungen sowie die rechtlichen Definitionen von Aussiedlern und Spätaussiedlern detailliert dargestellt.

4. Politisches Engagement und Parteipräferenz der Aussiedler: Der Hauptteil analysiert die Möglichkeiten der politischen Partizipation und untersucht die spezifischen Parteibindungen dieser Bevölkerungsgruppe.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und führt die Konservativität der Aussiedler auf historische Sozialisationsfaktoren und die Dankbarkeit gegenüber der Regierung zurück.

6. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärquellen sowie der wissenschaftlichen Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Aussiedler, Spätaussiedler, Wahlverhalten, Parteipräferenz, Migrationsgeschichte, Konservativismus, Politische Partizipation, Integration, Bundesrepublik Deutschland, Ostblockstaaten, Zweiter Weltkrieg, Sozialisation, Wahlbeteiligung, Parteibindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Wahlverhalten und den politischen Präferenzen von Aussiedlern und Spätaussiedlern in der Bundesrepublik Deutschland während der 1980er und 1990er Jahre.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die historische Situation der Aussiedler nach dem Zweiten Weltkrieg, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Zuwanderung sowie die Analyse ihrer politischen Integration in das deutsche Parteiensystem.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gründe für die statistisch belegte konservative Parteipräferenz von Aussiedlern zu erklären und diese mit der Gesamtbevölkerung zu vergleichen.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer Auswertung vorhandener Statistiken, Forschungsberichte und sozio-ökonomischer Daten, insbesondere der Neubürgerstudie von Andreas Wüst und Daten des DIW.

Was umfasst der inhaltliche Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Migrationsgeschichte, die Analyse der Voraussetzungen für politische Partizipation sowie die Untersuchung der konkreten Wahlpräferenzen im Zeitverlauf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Wesentliche Begriffe sind Aussiedler, Wahlverhalten, Parteipräferenz, Integration, Historische Sozialisation und Politische Partizipation.

Welche Rolle spielt die Herkunft der Aussiedler für deren Wahlverhalten?

Die Untersuchung zeigt, dass die Herkunftsgebiete und die dort erlebte politische Sozialisation (z.B. Unterdrückung durch kommunistische Regime) maßgeblich zur Präferenz konservativer Parteien in Deutschland beigetragen haben.

Warum wird im Dokument zwischen Aussiedlern und Spätaussiedlern unterschieden?

Die Unterscheidung basiert auf dem „Kriegsfolgenbereinigungsgesetz“ von 1993, welches das Aufnahmeverfahren formal änderte und den Begriff „Spätaussiedler“ für Personen einführte, die ab diesem Zeitpunkt zuwanderten.

Welchen Einfluss hatte die „Dankbarkeit“ auf die Parteipräferenz?

Die Arbeit führt das Wahlverhalten der Aussiedler unter anderem auf eine ausgeprägte Dankbarkeit gegenüber der damaligen Regierung unter Kanzler Helmut Kohl zurück, die deren Ausreise ermöglichte.

Beeinflusste die Zuwanderungswelle das Wahlergebnis 1998?

Trotz der Millionen wahlberechtigten Aussiedler konnte die SPD 1998 erstmals seit langer Zeit eine Mehrheit erringen, was darauf hindeutet, dass der Einfluss der Aussiedler auf Wahlergebnisse nicht überschätzt werden sollte.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Parteipräferenz und Wahlverhalten von Aussiedlern und Spätaussiedlern
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Historisches Seminar)
Note
1,0
Autor
Jimmy Both (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
14
Katalognummer
V386653
ISBN (eBook)
9783668610026
ISBN (Buch)
9783668610033
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aussiedler Spätaussiedler Bundesrepublik Deutschland Wahlverhalten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jimmy Both (Autor:in), 2016, Parteipräferenz und Wahlverhalten von Aussiedlern und Spätaussiedlern, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/386653
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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