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Gewaltdarstellung im Film. Filmrezeption der Filme "Funny Games" und "Pulp Fiction"

Titel: Gewaltdarstellung im Film. Filmrezeption der Filme "Funny Games" und "Pulp Fiction"

Hausarbeit , 2015 , 74 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Wenka Kasper (Autor:in), Anna Beyer (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Gewalthaltige Medien und ihre Auswirkungen auf den Konsumenten sorgen in der Medienwirkungsforschung und in der Öffentlichkeit stets für Diskussionen. Hierbei werden wiederkehrend Feindrufe laut, die aussagen, dass Gewaltdarstellungen in Medien schädigend auf den Rezipienten wirken. Anhänger dieser These von einem monokausalen Zusammenhang zwischen Gewaltdarstellung und Gewaltanwendung in der Gesellschaft versuchen, diesen immer wieder zu beweisen.
Auf der anderen Seite der Medienwirkungsforschung existieren Standpunkte, die jegliche Wirkung von medialer Gewalt auf den Zuschauer bestreiten. Zwischen diesen beiden Extremen liegen Wissenschaftler, für die eine Beziehung zwischen medialer Gewalt und Zuschauer weder durch einen monokausalen Zusammenhang noch durch Nicht-Wirkung beschrieben werden kann.

Auf diesen Ansatz der Einbeziehung der begleitenden Faktoren des Zuschauers baut auch die folgende Untersuchung auf. Bei Gewaltdarstellungen in Filmen gibt es stets ästhetische Unterschiede in der medialen Bearbeitung und in der Inszenierung von Gewalt. In dieser Arbeit sollen nun im Folgenden die Auswirkungen dieser ästhetischen Unterschiede in fiktiven Filmen auf die Wirkung der Gewalt hin untersucht werden. Hierbei stehen der Rezipient und sein Umgang mit gewalthaltigen Medien im Fokus. Mit Hilfe eines Fragebogens sollen die Erfahrungen der Rezipienten bei dem Betrachten zweier gewalthaltiger Filme, mit verschiedenartiger Gewaltdarstellungen festgestellt und anschließend miteinander verglichen werden. Bei den beiden Filmen handelt es sich zum einen um Michael Hanekes „Funny Games“ aus dem Jahr 1997 und zum anderen um „Pulp Fiction“ von Quentin Tarantino aus dem Jahr 1994, die hochdifferenzierte Gewaltdarstellungen symbolisieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Kontext der Untersuchung

1.1 Rezeption von gewalthaltigen Filmen

1.1.2 Verwendungsweisen von Gewalt in Filmen

1.1.3 Wirkung auf den Zuschauer

1.2 Forschungsstand

2 Methode

2.1 Allgemeines zur Rezeptionsanalyse

2.2 Erhebungsmethode: Qualitativer Fragebogen

2.3 Auswertungsmethode: Qualitative Inhaltsanalyse

2.4 Vorgehen

2.4.1 Filmauswahl

2.4.2 Setting

2.4.3 Erhebung der Daten

3 Empirische Untersuchung

3.1 Beschreibung des Materials

3.1.1 Rezipient Tina

3.1.2 Rezipient Tim

3.1.3 Rezipient Kaya

3.1.4 Rezipient Helene

3.1.5 Rezipient Hilde

3.1.6 Rezipient Lara

3.1.7 Rezipient Thomas

3.1.8 Rezipient Jan

3.1.9 Rezipient Moritz

3.1.10 Rezipient Caro

3.2 Interpretation des Materials

3.2.1 Vergleich der beiden Filme

3.2.2 Geschlechtsspezifische Rezeption

3.2.3 Auswirkungen des Settings und der Filmroutine

3.3 Zusammenfassung der Ergebnisse

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedliche Wirkung verschiedenartiger Gewaltdarstellungen in fiktiven Filmen auf den Zuschauer unter Berücksichtigung individueller Begleitfaktoren wie Geschlecht, Alter, Filmroutine und Setting.

  • Analyse der Rezeption von Michael Hanekes „Funny Games“ und Quentin Tarantinos „Pulp Fiction“.
  • Untersuchung der psychologischen und emotionalen Wirkmechanismen filmischer Gewalt.
  • Evaluation des Einflusses von Vorkenntnissen und individuellen Filmroutinen auf die Wahrnehmung.
  • Diskussion geschlechtsspezifischer Unterschiede bei der Filmbewertung und dem Erleben von Gewalt.

Auszug aus dem Buch

1.1.2 Verwendungsweisen von Gewalt in Filmen

Mit der Verwendungsweise der Gewalt in Filmen hängt auch die Wirkung der gewalttätigen Szenen zusammen. Dieser Punkt findet in unserer Untersuchung besonders Verwendung, da bei der Filmauswahl von „Funny Games“ und „Pulp Fiction“ sehr unterschiedliche Formen von Gewaltdarstellungen gewählt wurden.

Hausmanninger (2002) hat die Verwendungsart von filmischer Gewalt in vier Kategorien unterteilt. Einerseits können Gewaltdarstellungen das Actionpotential einen Filmes mitbestimmen. Hierfür stehen beispielweise aufregende Verfolgungsjagden, spektakuläre Explosionen oder reißerische Kampfszenen, die die „Action“ im Film steigern sollen. Diese Action reißt den Zuschauer mit ihrer „Durchschlagskraft“ (Hausmanninger 2002: 236) aus seinem Alltag. Zum anderen wird Gewalt als ein dramaturgisches Element verwendet. Gewalt kann einen bevorstehenden Konflikt ankündigen und erzeugt Spannung im Handlungsverlauf. Zu dieser Kategorie zählt aber auch das starke Inszenieren von Gewalt, die so fast schon zu einer eigenen Kunstform aufgestiegen ist. Beispielhaft hierfür sind die Filme Quentin Tarantinos, in denen häufig Kampf und Töten kunstvoll in Szene gesetzt werden. (vgl. ebd. : 237f.)

Zudem kann Gewalt im Film auch bewusst Künstlichkeit schaffen. Diese wird beispielsweise durch übertriebene bis hin zu unrealistischen Darstellungen erzeugt. Dadurch fällt es dem Zuschauer leichter, eine innere Distanz zum Gezeigten zu wahren. Die Differenz zwischen der Fiktion des Gezeigten und der Realität wird umso deutlicher. Hausmanninger fügt außerdem hinzu, dass „ein gewisses Maß an Künstlichkeit […] stets die Voraussetzung für die vergnügliche Rezeption [ist]. Sie ermöglicht uns den wirklichen entlasteten Bezug zum Gegenstand, die realen Zwecken enthobene Rezeption.“ (ebd.: 240) Im Gegensatz dazu kann Gewalt selbstverständlich auch als Realphänomen dargestellt werden. Ziel ist es hierbei, mit einer unverblümten Ehrlichkeit, die in schonungslosen Bilder ausgedrückt wird, auf Missverständnisse aufmerksam zu machen und diese zu kritisieren. Diese werden dem Zuschauer bewusst gemacht und zwingen diesen zu einer Stellungnahme. (vgl. ebd. 235ff.)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Medienwirkungsforschung und die Forschungsfrage zur unterschiedlichen Wirkung von Filmgewalt.

1 Kontext der Untersuchung: Theoretische Definition von Gewaltdarstellungen sowie Vorstellung des aktuellen Forschungsstandes zur Medienrezeption.

2 Methode: Darstellung des qualitativen Forschungsdesigns, der Datenerhebung via Fragebögen und der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.

3 Empirische Untersuchung: Detaillierte Auswertung der Fragebögen der zehn Probanden und Analyse der Ergebnisse unter Einbeziehung verschiedener Variablen.

Fazit: Zusammenfassende Reflexion der Erkenntnisse zur unterschiedlichen emotionalen Wirkung von Filmgewalt in Abhängigkeit von Realitätsnähe und Zuschauererfahrung.

Schlüsselwörter

Filmgewalt, Medienwirkungsforschung, Rezeptionsanalyse, Funny Games, Pulp Fiction, qualitative Inhaltsanalyse, Filmroutine, Gewaltwirkung, Filmrezeption, Sozialforschung, Geschlechtsunterschiede, emotionale Wirkung, Filmanalyse, Zuschauerbindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie verschiedene Arten der filmischen Gewaltdarstellung auf den Zuschauer wirken und welche Rolle individuelle Faktoren wie Filmroutine und soziales Umfeld dabei spielen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Medieneffekte, insbesondere die Wirkung von Gewaltszenen, sowie die Frage, wie Zuschauer diese ästhetisch unterschiedlich verarbeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu verstehen, warum die Filme „Funny Games“ und „Pulp Fiction“ trotz ihres gemeinsamen Themas „Gewalt“ sehr unterschiedliche emotionale Reaktionen und Stimmungslagen bei den Rezipienten auslösen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autoren nutzen eine qualitative Rezeptionsanalyse, bei der mittels offener Fragebögen Daten von zehn Probanden erhoben und anschließend induktiv mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Beschreibung der untersuchten Probanden und eine tiefgehende Interpretation der gewonnenen Daten hinsichtlich Filmvergleich, Geschlechtsunterschieden und Settings.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Studie?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Medienwirkung, Rezeptionsanalyse, filmische Gewalt, sowie die spezifische Analyse von Hanekes und Tarantinos Regiearbeiten.

Warum wurde gerade „Funny Games“ als Vergleichsfilm gewählt?

Der Film zeichnet sich durch eine sehr realistische, psychologisch fordernde Gewaltdarstellung aus, die den Zuschauer aktiv in die Rolle des Beobachters bzw. Mittäters drängt.

Welche Rolle spielt das Geschlecht bei der Filmrezeption laut der Arbeit?

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Gewaltwirkung kaum statistisch belegt werden können, mit Ausnahme der subjektiven Identifikation mit bestimmten Filmfiguren in prägnanten Schlüsselszenen.

Ende der Leseprobe aus 74 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gewaltdarstellung im Film. Filmrezeption der Filme "Funny Games" und "Pulp Fiction"
Hochschule
Universität Hamburg
Note
1,0
Autoren
Wenka Kasper (Autor:in), Anna Beyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
74
Katalognummer
V386528
ISBN (eBook)
9783668605497
ISBN (Buch)
9783668605503
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gewaltdarstellung film filmrezeption filmen funny games pulp fiction
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Wenka Kasper (Autor:in), Anna Beyer (Autor:in), 2015, Gewaltdarstellung im Film. Filmrezeption der Filme "Funny Games" und "Pulp Fiction", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/386528
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Leseprobe aus  74  Seiten
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