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Bedeutung und Rolle des "hinzugekommenen Seienden" in den Büchern IV bis VII der Metaphysik des Aristoteles

Titel: Bedeutung und Rolle des "hinzugekommenen Seienden" in den Büchern IV bis VII der Metaphysik des Aristoteles

Hausarbeit , 2014 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dr. Bernd Schreiber (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die "Metaphysik" des Aristoteles besteht aus 14 Büchern, bei denen sowohl der Titel als auch die Zusammenstellung nicht von ihm selbst stammen, sondern erst ca. 200 Jahre nach seinem Tod wohl von Andronikos von Rhodos zugeordnet wurden. Aristoteles nannte das, was wir heute unter seiner Metaphysik verstehen, erste Philosophie, die Suche nach den ersten Prinzipien und Ursachen des Seienden, insofern es ist. Die Kernfrage lautet, was ist das Wesentliche des Seins, das Sein des Seienden, insofern es ist und wie können wir es bestimmen? Die Antwort darauf gibt Aristoteles in Form seiner Substanztheorie, bei der die Dinge wesentliche Eigenschaften, die ihnen substanziell zugehören, und unwesentliche Eigenschaften, die ihnen nicht substantiell zukommen, besitzen. Die Untersuchung dieses hinzugekommenen Seienden in den Büchern IV bis VII ist Gegenstand dieser Arbeit.

In Kapitel 1 erfolgt eine kurze Einordnung der "Metaphysik" des Aristoteles in den Kontext seiner philosophischen Epoche und eine vorläufige, mehr intuitiv bestimmte Einführung des Begriffs des hinzugekommenen Seienden.
Das hinzugekommene Seiende kann nicht ohne den Träger, zu dem es hinzugekommen ist und nicht ohne dessen zugehöriges Sein, isoliert betrachtet werden. Die Substanz als Träger mit ihren wesentlichen Eigenschaften ist also zu beschreiben, um die unwesentlichen, hinzugekommenen Eigenschaften davon abzugrenzen und genauer bestimmen zu können. Dies erfolgt in Kapitel 2, in Bezug auf die Substanztheorie aber nur insoweit, wie es für die präzisere Kennzeichnung des hinzugekommenen Seienden und damit im Hinblick auf die Aufgabenstellung zielführend ist.
Im dritten Kapitel schließlich werden die Rolle und Bedeutung des hinzugekommenen Seienden in den einzelnen Büchern IV bis VII behandelt. Buch IV etabliert die Wissenschaft vom Seienden als Seiendes sowie den Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch, Buch V ist ein Lexikon philosophischer Begriffe mit Mehrfachbedeutung. In den Kapiteln 2 und 3 des VI. Buches wird auf das hinzugekommene Seiende zentral eingegangen, während im Buch VII, dem ersten wichtigen Teil der Substanzbücher, das hinzugekommene Seiende eine untergeordnete Rolle spielt, so dass es auch kürzer abschließend behandelt wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einordnung der "Metaphysik" und erste Bestimmung des hinzugekommenen Seienden

2. Die Substanz und das hinzugekommene Seiende

3. Das hinzugekommene Seiende in

3.1. Buch IV (Der Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch)

3.2. Buch V (Lexikon philosophischer Begriffe)

3.3. Buch VI (Ausschluss des hinzugekommenen Seienden)

3.4. Buch VII (das Wesen als Wesenswas)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des "hinzugekommenen Seienden" (Akzidens) innerhalb der aristotelischen "Metaphysik", insbesondere in den Büchern IV bis VII. Das primäre Ziel ist es, die Rolle und Bedeutung dieses akzidentellen Seins im Kontext der Substanztheorie des Aristoteles zu bestimmen und zu klären, warum Aristoteles das hinzugekommene Seiende letztlich aus dem Bereich der wissenschaftlich fassbaren Gegenstände ausschließt.

  • Analyse des aristotelischen Begriffs des Akzidens und seiner Abgrenzung zur Substanz.
  • Untersuchung der Bedeutung des hinzugekommenen Seienden in den Büchern IV bis VII der "Metaphysik".
  • Diskussion der aristotelischen 4-Ursachenlehre und ihrer Anwendung auf akzidentelle Phänomene.
  • Erörterung der wissenschaftstheoretischen Konsequenzen des Ausschlusses des Akzidentellen aus der "ersten Philosophie".
  • Reflexion über die ontologische Stellung des Zufalls im aristotelischen Denken.

Auszug aus dem Buch

3.3. Buch VI (Ausschluss des hinzugekommenen Seienden)

Das Buch VI ist das letzte vorbereitende Buch vor den Substanzbüchern VII bis IX. In Kapitel 1 erfolgt eine Einteilung der Wissenschaften gemäß der drei Denk- und Handlungsweisen des Menschen in hervorbringende/poietische, handelnde/praktische und betrachtende/theoretische Wissenschaften. Die theoretischen Wissenschaften, die höher als die anderen Wissenschaften zu bewerten sind, werden weiter in Naturwissenschaft/Physik, Mathematik und Metaphysik aufgeteilt, wobei die Metaphysik eine weitere Kennzeichnung als Theologik erhält, die aber nicht mit einer Theologie im heutigen Sinne zu verwechseln ist.

Die anschließenden Kapitel 2 und 3 sind die einzigen Teile der "Metaphysik", in denen das hinzugekommene Seiende im Mittelpunkt steht. Hier werden das Wesen und die Bedeutung des hinzugekommenen Seienden untersucht.

Aristoteles wiederholt zu Beginn des zweiten Kapitels die vier verschiedenen Bedeutungen des Seienden, die er in Buch V Kapitel 7 angeführt hat. Danach spricht man von seiend im Sinne von - akzidentell /hinzugekommenerweise - kategorial (z.B. Was, Quale, Quantum, Wo, ...) - veritativ im Sinne des Wahren und des Falschen - modal im Sinne Möglichkeit und Verwirklichung.

Bezüglich des hinzugekommenen Seienden wird gezeigt, dass dieses wissenschaftlich nicht zugänglich ist. Aristoteles beginnt in seiner typischen Weise sehr pragmatisch, sich einer These über das Phänomen zu nähern und diese dadurch vorläufig abzusichern, indem er sagt, dass es keine Wissenschaft des Hinzugekommenen gibt, weil sich weder eine handelnde noch eine hervorbringende noch eine betrachtende Wissenschaft darum kümmert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einordnung der "Metaphysik" und erste Bestimmung des hinzugekommenen Seienden: Dieses Kapitel verortet Aristoteles' "Metaphysik" historisch und führt den Begriff des hinzugekommenen Seienden durch Abgrenzung zur Substanz ein.

2. Die Substanz und das hinzugekommene Seiende: Hier wird der Zusammenhang zwischen der substanziellen Trägerschaft und den akzidentellen Eigenschaften auf Basis der aristotelischen Kategorienlehre und des Hylemorphismus erläutert.

3. Das hinzugekommene Seiende in: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und untersucht detailliert die Rolle und Bedeutung des hinzugekommenen Seienden in den Büchern IV, V, VI und VII der "Metaphysik".

3.1. Buch IV (Der Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch): Die Analyse zeigt, wie das Akzidens indirekt bei der Beweisführung des Satzes vom Widerspruch eine Rolle spielt, indem es die Bestimmtheit der Substanz unterstreicht.

3.2. Buch V (Lexikon philosophischer Begriffe): Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene philosophische Begriffe wie Ursache, Eines und Sein in Bezug auf ihre akzidentelle Ausprägung innerhalb des aristotelischen Nachschlagewerks.

3.3. Buch VI (Ausschluss des hinzugekommenen Seienden): Hier wird begründet, warum das hinzugekommene Seiende aus der wissenschaftlichen Untersuchung ausgeschlossen wird, da es dem Bereich des Zufälligen und Unbestimmten angehört.

3.4. Buch VII (das Wesen als Wesenswas): Das letzte Teilkapitel beschäftigt sich mit der Frage nach dem Wesen der Substanz und inwieweit Akzidentien in eine solche Wesensbestimmung einfließen können.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Metaphysik, hinzugekommenes Seiendes, Akzidens, Substanz, Ousia, Wesenswas, Wissenschaftsfähigkeit, Kategorienlehre, Hylemorphismus, Zufall, Satz vom Widerspruch, Ursachenlehre, ontologisch, Sein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die philosophische Behandlung des "hinzugekommenen Seienden" (Akzidens) durch Aristoteles innerhalb seiner "Metaphysik".

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Substanzlehre, die Unterscheidung zwischen notwendigen und akzidentellen Eigenschaften sowie die Frage nach der wissenschaftlichen Fassbarkeit des Seins.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die systematische Klärung, warum und wie Aristoteles das Akzidens in seiner Metaphysik behandelt und warum er ihm den Status eines wissenschaftlich untersuchbaren Gegenstandes abspricht.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine philologisch-philosophische Exegese der relevanten Textstellen aus den Büchern IV bis VII der "Metaphysik" durch und kontextualisiert diese mit dem aristotelischen Gesamtwerk.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich nach den Büchern IV bis VII und untersucht jeweils spezifische Begriffsbestimmungen, logische Zusammenhänge und die Argumentation gegen die Wissenschaftsfähigkeit des Akzidentellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Substanz, Akzidens, Ousia, Metaphysik, Aristoteles und Wissenschaftsfähigkeit beschreiben.

Welche Bedeutung spielt der "Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch" für die Untersuchung?

In Buch IV dient dieser Satz dazu, die Unverzichtbarkeit einer bestimmten Substanz zu beweisen; das Akzidens hilft dabei, die Notwendigkeit dieser Bestimmtheit durch indirekte Beweisführung hervorzuheben.

Wie definiert Aristoteles nach der Untersuchung das hinzugekommene Seiende?

Aristoteles bestimmt es letztlich als eine Erscheinung, die weder notwendig noch "zumeist" existiert, was es vom Bereich der wissenschaftlichen Erkenntnis ausschließt.

Inwiefern beeinflusst der Hylemorphismus die Argumentation in Buch VII?

Die Struktur von Materie und Form ermöglicht es Aristoteles, das Allgemeine mit dem Einzelnen zu verbinden, ohne in den platonischen "Chorismos" zu verfallen, was die Bestimmung des Wesens der Substanz präzisiert.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bedeutung und Rolle des "hinzugekommenen Seienden" in den Büchern IV bis VII der Metaphysik des Aristoteles
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Philosophie)
Veranstaltung
Aristoteles, Metaphysik
Note
1,3
Autor
Dr. Bernd Schreiber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
19
Katalognummer
V386132
ISBN (eBook)
9783668609235
ISBN (Buch)
9783668609242
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aristoteles Metaphysik Akzidens Seiende Ousia hinzugekommene Seiende
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Bernd Schreiber (Autor:in), 2014, Bedeutung und Rolle des "hinzugekommenen Seienden" in den Büchern IV bis VII der Metaphysik des Aristoteles, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/386132
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Leseprobe aus  19  Seiten
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