Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Psychologie - Sozialpsychologie

Der personzentrierte Ansatz in der psychosozialen Beratung. Aufgabenstellung, Rahmenbedingung und Umsetzung in der Sozialen Arbeit

Titel: Der personzentrierte Ansatz in der psychosozialen Beratung. Aufgabenstellung, Rahmenbedingung und Umsetzung in der Sozialen Arbeit

Hausarbeit , 2017 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Nadine Pinnow (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die psychosoziale Beratung ist ein Handlungsfeld im Sozial- und Gesundheitswesen der Sozialen Arbeit. Sie bietet als Dienstleistung für Einzelne, Familien und Institutionen Hilfe zur Klärung und Bewältigung sozialer und auch materieller Probleme. Der Bedarf an psychosozialer Beratung steigt unter anderem durch dynamische gesellschaftliche Entwicklungen wie die Globalisierung und steigende Individualisierung. Im gleichen Zuge haben sich die Anforderungen an die Alltags- und Lebensbewältigung verändert. Die Strukturen der Familien und die Arbeitswelt haben sich modifiziert. Die psychosoziale Beratung setzt dort an, wo die Hilfe des direkten persönlichen Umfelds nicht mehr ausreicht.

Die Gesprächspsychotherapie, die Rogers Ansatz der personzentrierten Haltung beinhaltet, ist neben der Verhaltenstherapie die wissenschaftlich am besten erforschte Therapieform. Bereits Rogers konnte mit seinen empirischen Untersuchungen und den Erfahrungen in der praktischen Anwendung erheben, welche Haltung der TherapeutInnen und Art der Kommunikation für den Beratungs- bzw. Therapieprozess effektiv sind. Er fand heraus, wie die KlientInnen in der Aktivierung ihrer Ressourcen und im Aufdecken eigenverantwortlicher Lösungen unterstützt werden können. Das Grundverständnis des personzentrierten Ansatzes gehört zu den Merkmalen psychosozialer Beratung und stellt dabei hohe Erwartungen an die BeraterInnen-KlientInnen-Beziehung.
Diese Hausarbeit verfolgt das Ziel, den personzentrierten Ansatz der Gesprächspsychotherapie hinsichtlich seiner Adaption in der Sozialen Arbeit und damit verbunden in der psychosozialen Beratung zu untersuchen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung und Geschichte des personzentrierten Ansatzes

2.1. Der Begründer Carl Rogers

2.2. Philosophie und Grundlage des Ansatzes

2.3. Grundannahmen der Persönlichkeitstheorie

2.3.1. Aktualisierungstendenz

2.3.2. Selbstkonzept und Selbstaktualisierungstendenz

2.3.3. Subjektive Realität

2.3.4. Inkongruenz

3. Die drei Variablen für eine gelungene Beziehung

3.1. Echtheit oder Kongruenz – reales Zugegensein

3.2. Wertschätzung oder bedingungsfreies Akzeptieren

3.3. Empathie oder präzises einfühlendes Verstehen

4. Der Rahmen der personzentrierten Beratung

4.1. Äußerer Rahmen

4.2. Vorbereitung und Anamnese

4.3. Gesprächsablauf

4.4. Nachbereitung

5. Der personzentrierte Ansatz in der Psychosozialen Beratung

5.1. Die erschwerten Rahmenbedingungen

5.2. Aufgabenstellung der psychosozialen Beratung

5.3. Umsetzung des personzentrierten Ansatzes

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Anwendbarkeit und Adaption des personzentrierten Ansatzes nach Carl Rogers im Kontext der psychosozialen Beratung innerhalb der Sozialen Arbeit, wobei insbesondere die Herausforderungen durch institutionelle Rahmenbedingungen und die Beziehungsgestaltung zwischen Berater und Klient beleuchtet werden.

  • Historische Entwicklung und philosophische Grundlagen des personzentrierten Ansatzes
  • Die drei Kernvariablen: Kongruenz, Wertschätzung und Empathie
  • Praktische Gestaltung des Beratungsprozesses (Vorbereitung bis Nachbereitung)
  • Besonderheiten der Beratung in der Sozialen Arbeit (Doppel- bzw. Tripelmandat)
  • Fallbeispiel der Schwangerschaftskonfliktberatung zur Verdeutlichung der Anwendungsschwierigkeiten

Auszug aus dem Buch

3.1. Empathie oder präzises einfühlendes Verstehen

Der Begriff der Empathie als Einfühlungsvermögen hat grundsätzlich in der Gesellschaft an Bedeutung gewonnen. In der personzentrierten Beratung gehört die Empathie zu den zentralen Fähigkeiten der BeraterInnen. Sie setzt voraus, dass sie sich in die Welt der KlientInnen mit ihren Gedanken und Gefühlen, ihrem “inneren Bezugsrahmen“ (Rogers 2012: S. 42), hineinversetzen können und es verstehen, dabei die Vorstellungen und Werte des „äußeren Bezugssystems“ (ebd.) abzulegen. Ziel ist es, die Welt der KlientInnen mit ihren Augen zu sehen und zu verstehen. Dabei sollte Neutralität und eine kritische Distanz bewahrt werden, um sie folglich mit eigenen Worten wiederzugeben. Identifizieren die BeraterInnen die Gefühle der KlientInnen, können sie diese im Laufe des Gesprächs ohne Bewertung widerspiegeln. Sie sollten dabei frei von eigenen Erfahrungen und Eindrücken sein (vgl. Sander/Ziebertz 2010: S. 70 f.).

Rogers drückt es wie folgt aus: „Ich muß (!) eintauchen in die Welt komplexer Sinngehalte, die mein Klient durch seinen Tonfall und ebenso durch seine Gesten zum Ausdruck bringt.“ (Rogers 2017: S 158). Das bedeutet, dass die BeraterInnen den KlientInnen zunächst zuhören und zuschauen. Dabei nehmen sie alle Facetten der sprachlichen Ausdrucksweise und sowohl deren Gestik als auch Mimik wahr. Sie konzentrieren sich dabei auf die Emotionen, mögliche Inkongruenzen und Widersprüche. Empathie ist die Voraussetzung für das Verstehen des Innenlebens der KlientInnen aus deren individueller Perspektive. Die BeraterInnen sollten die wahrgenommenen Empfindungen möglichst genau wiedergeben, damit die Betroffenen diese mit einem gewissen Abstand hinterfragen können (vgl. Sander/Ziebertz 2010: S. 70 f.). Im besten Fall stellen sich die BeraterInnen den KlientInnen als „akzeptierendes alter ego“ (Rogers 2012, S. 52) dar, damit diese ihre Gefühle differenzierter und in einem anderen Licht wahrnehmen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Relevanz der psychosozialen Beratung in der Sozialen Arbeit und definiert das Ziel der Arbeit, den personzentrierten Ansatz von Carl Rogers in diesem speziellen Handlungsfeld zu evaluieren.

2. Entstehung und Geschichte des personzentrierten Ansatzes: Dieses Kapitel erläutert die Biografie von Carl Rogers, die philosophischen Wurzeln im Existenzialismus sowie die zentralen Grundannahmen der Persönlichkeitstheorie wie Aktualisierungstendenz und Selbstkonzept.

3. Die drei Variablen für eine gelungene Beziehung: Hier werden die essenziellen therapeutischen Haltungen – Echtheit (Kongruenz), bedingungsfreie Wertschätzung und empathisches Verstehen – als notwendige Bedingungen für einen gelingenden Beratungsprozess detailliert beschrieben.

4. Der Rahmen der personzentrierten Beratung: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Strukturierung einer Beratung von der äußeren Gestaltung über Anamnese und Gesprächsablauf bis hin zur notwendigen Protokollierung und Nachbereitung.

5. Der personzentrierte Ansatz in der Psychosozialen Beratung: Hier wird die Anwendung des Ansatzes auf die spezifischen, oft erschwerten Rahmenbedingungen der Sozialen Arbeit übertragen und anhand der Schwangerschaftskonfliktberatung kritisch reflektiert.

6. Fazit: Das Fazit fasst die wissenschaftliche Fundierung des Ansatzes zusammen und betont, dass trotz struktureller Hindernisse in der Sozialen Arbeit die personzentrierte Haltung essenziell für die Wiederherstellung des Selbstwertgefühls der Klienten ist.

Schlüsselwörter

Personzentrierter Ansatz, Carl Rogers, Psychosoziale Beratung, Soziale Arbeit, Empathie, Kongruenz, Wertschätzung, Selbstkonzept, Aktualisierungstendenz, Gesprächspsychotherapie, Beratungsprozess, Fallarbeit, Supervision, Lebensbewältigung, Beziehungsgestaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Übertragung des personzentrierten Ansatzes nach Carl Rogers auf das Handlungsfeld der psychosozialen Beratung innerhalb der Sozialen Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die philosophischen Grundlagen der Gesprächspsychotherapie, die notwendigen Beratervariablen sowie die strukturellen Rahmenbedingungen sozialarbeiterischen Handelns.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu erforschen, wie der personzentrierte Ansatz in der Sozialen Arbeit implementiert werden kann und welche Herausforderungen dabei durch institutionelle Anforderungen entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auseinandersetzung mit der Theorie der Sozialen Arbeit, ergänzt durch ein konkretes Fallbeispiel aus der Schwangerschaftskonfliktberatung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil deckt die Geschichte des Ansatzes, die drei Kernvariablen der Beziehung, die praktische methodische Durchführung der Beratung und die Anwendung unter schwierigen Rahmenbedingungen ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Personzentrierung, Soziale Arbeit, Empathie, Kongruenz, bedingungslose Wertschätzung und psychosoziale Beratung.

Inwiefern beeinflusst das „doppelte Mandat“ die Beratung?

Das doppelte Mandat (Hilfe und Kontrolle) erzeugt ein Spannungsfeld, das die vertrauensvolle Beziehung und die geforderte bedingungslose Wertschätzung erschweren kann.

Warum ist die „subjektive Realität“ nach Rogers so wichtig?

Die Akzeptanz der subjektiven Realität des Klienten ist entscheidend, da Rogers den Menschen als Experten seiner selbst betrachtet und von außen kommende Diagnosen in diesem Ansatz als weniger erfolgreich bewertet.

Was bedeutet „Kongruenz“ für einen Berater?

Kongruenz bedeutet, dass der Berater in der Beziehung zu sich selbst und seinen Empfindungen steht und diese ohne Fassade authentisch und transparent in den Prozess einbringt.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der personzentrierte Ansatz in der psychosozialen Beratung. Aufgabenstellung, Rahmenbedingung und Umsetzung in der Sozialen Arbeit
Hochschule
Fachhochschule Kiel
Note
2,0
Autor
Nadine Pinnow (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V385961
ISBN (eBook)
9783668609013
ISBN (Buch)
9783668609020
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ansatz beratung aufgabenstellung rahmenbedingung umsetzung sozialen arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadine Pinnow (Autor:in), 2017, Der personzentrierte Ansatz in der psychosozialen Beratung. Aufgabenstellung, Rahmenbedingung und Umsetzung in der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/385961
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum