Das Ziel der Arbeit ist die Erarbeitung von Praxismodulen für den Sozialkundeunterricht an Berufsschulen in Sachen-Anhalt. Die Praxismodule orientieren sich am handlungsorientierten Unterricht, welcher die Entwicklung von beruflicher und persönlicher Handlungskompetenz erreichen soll.
Das Praxismodul „Ökologischer Fußabdruck“ wird detailliert erläutert. 11 weitere Praxismodule werden in Kurzform darstellt: Einkommen, Wahlzettel, Arbeitsgericht, Verhalten als Arbeitnehmer, Businessplan, Geldanlage, Sozialleistungen, Lebenslanges Lernen, Privatrechtliche Verträge, Globalisierung sowie Medien, Werbung, Manipulation.
Die Praxismodule haben einen Zeitumfang von 45 – 90 Minuten. Dadurch grenzen sie sich von den Lernsituationen ab. Allerdings sollen auch in den Praxismodulen realitätsbezogene Aufgaben und Problemstellungen mit einem Bezug zu sozialkundlichen Themen und basierend auf den Rahmenrichtlinien für Sozialkunde bearbeitet werden. Am Ende haben die Lernenden ein Handlungsprodukt erstellt. Ziel ist, dass die Schüler im Sinne einer vollständigen Handlung tätig werden.
Die Praxismodule werden immer inhaltlich eingebettet. So kann etwa das Praxismodul „Wahlzettel“ als Aufhänger dienen, um eher abstrakte Inhalte, wie etwas den Aufbau des politischen Systems der BRD zu vermitteln. Sozialkundliche Themen umfassen in den Ausbildungen, die ich unterrichte 40 (Altenpfleger) und 80 (Erzieher) Stunden. Einige der Praxismodule habe ich schon in meinem Unterricht durchgeführt und kann erste Erfahrungen dazu anführen. Andere wurden extra für diese Arbeit entwickelt und ich möchte sie in Zukunft im Unterricht erproben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Begründung
2.1 Konstruktivistische Didaktik
2.1.1 Grundannahmen konstruktivistischer Didaktik
2.1.2 Handlungssteuernde Prozesse und Strukturen
2.2 Problemorientiertes Lernen
2.2.1 Merkmale und Durchführung von POL
2.2.2 Umsetzung im Unterricht
2.2.3 Beispiele und Nachteile für POL
2.3 Rahmenrichtlinien Sachsen-Anhalt
2.3.1 Kompetenzen
2.3.2 Vollständige Handlung
2.3.3 Lernfelder
2.3.4 Lernsituationen
2.3.5 Exemplarisches Lernen
2.3.6 Rahmenrichtlinien Sozialkunde (BS, BFS, FS)
3. Praxismodule
3.1 Praxismodul „Ökologischer Fußabdruck“ - ausführliche Darstellung
3.2 Übersicht Praxismodule - Kurzform
3.2.1 Praxismodul Einkommen
3.2.2 Praxismodul Wahlzettel
3.2.3 Praxismodul Arbeitsgericht
3.2.4 Praxismodul Verhalten als Arbeitnehmer
3.2.5 Praxismodul Businessplan
3.2.6 Praxismodul Geldanlage
3.2.7 Praxismodul Sozialleistungen
3.2.8 Praxismodul Lebenslanges Lernen
3.2.9 Praxismodul Privatrechtliche Verträge
3.2.10 Praxismodul Globalisierung
3.2.11 Praxismodul Medien, Werbung, Manipulation
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit zielt darauf ab, handlungsorientierte und lebensnahe Praxismodule für den Sozialkundeunterricht an berufsbildenden Schulen zu entwickeln, um die berufliche und persönliche Handlungskompetenz der Lernenden zu fördern. Dabei wird das Problemorientierte Lernen (POL) als methodischer Rahmen genutzt, um theoretisches Wissen in die Unterrichtspraxis zu überführen.
- Entwicklung und Erprobung von Praxismodulen für den Sozialkundeunterricht
- Konstruktivistische Didaktik und ihre Bedeutung für den Lernprozess
- Implementierung der Methode des Problemorientierten Lernens (POL)
- Verknüpfung von Rahmenrichtlinien mit vollständigen Handlungen
- Förderung der beruflichen Handlungskompetenz
Auszug aus dem Buch
3.1 Praxismodul „Ökologischer Fußabdruck“ - ausführliche Darstellung
Die Module werden in dieser Arbeit nicht speziell für eine bestimmte Klasse entwickelt. Aus diesem Grund beginne ich gleich mit den Zielen des Unterrichts.
Ziele des Unterrichts
Einordnung der Unterrichtseinheit in das curriculare Umfeld
Laut den Rahmenrichtlinien bilden die allgemeinen Lernziele (2.2) und die Ziele für die Lerneinheiten (2.4) den verbindlichen Rahmen für den Sozialkundeunterricht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt das Ziel, Praxismodule für den Sozialkundeunterricht zu erarbeiten, um die Entwicklung beruflicher und persönlicher Handlungskompetenz zu fördern.
2. Theoretische Begründung: Dieses Kapitel erläutert die konstruktivistische Didaktik, das problemorientierte Lernen (POL) und die Rahmenrichtlinien Sachsen-Anhalt als theoretisches Fundament.
3. Praxismodule: Hier werden insgesamt 11 Praxismodule vorgestellt, wobei das Modul „Ökologischer Fußabdruck“ detailliert dargestellt und die weiteren in Tabellenform skizziert werden.
4. Fazit und Ausblick: Das Fazit bewertet die theoretischen Grundlagen als hilfreich und unterstreicht die Notwendigkeit der Lehrerrolle als Lernbegleiter sowie der Orientierung an der vollständigen Handlung.
Schlüsselwörter
Sozialkunde, Praxismodule, Handlungsorientierung, Konstruktivismus, Problemorientiertes Lernen, POL, vollständige Handlung, Berufsschule, Handlungskompetenz, Rahmenrichtlinien, Fachkompetenz, Sozialkompetenz, Selbstorganisation, Transfer, Lehren und Lernen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung von handlungsorientierten und praxisnahen Modulen für den Sozialkundeunterricht an berufsbildenden Schulen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die konstruktivistische Didaktik, das Problemorientierte Lernen (POL) sowie die Umsetzung der Rahmenrichtlinien durch die Methode der vollständigen Handlung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Steigerung der beruflichen und persönlichen Handlungskompetenz von Schülern durch die Anwendung praxisorientierter Module.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf die didaktischen Prinzipien des Konstruktivismus und des Problemorientierten Lernens (POL).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen (Konstruktivismus, POL, Rahmenrichtlinien) als auch eine konkrete Auswahl an Praxismodulen für den Sozialkundeunterricht vorgestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Sozialkunde, Handlungsorientierung, vollständige Handlung, Handlungskompetenz, POL und konstruktivistische Didaktik.
Wie unterscheiden sich die Praxismodule von herkömmlichen Lernsituationen?
Die Praxismodule sind auf eine Bearbeitungszeit von 45 bis 90 Minuten ausgelegt und fokussieren sich auf eine kompakte, handlungsproduktorientierte Bearbeitung eines Problems.
Wie sieht die Rolle des Lehrers in den entwickelten Modulen aus?
Der Lehrer agiert nicht mehr als klassischer Wissensvermittler, sondern fungiert als Lernbegleiter, Moderator und Coach, der den Lernprozess vorbereitet und im Hintergrund unterstützt.
Welche Bedeutung kommt dem ökologischen Fußabdruck im Praxismodul zu?
Das Modul dient als exemplarisches Beispiel, um durch die Berechnung des Ressourcenverbrauchs ein Problembewusstsein zu schaffen und nachhaltige Handlungsstrategien zu erarbeiten.
- Quote paper
- Ronald Reifert (Author), 2015, Problemorientiertes Lernen an BS, BFS, FS. "Ökologischer Fußabdruck" und 11 weitere Praxismodule in Sozialkunde, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/385600