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Fernwaffen im Hundertjährigen Krieg. Langbogen, Armbrust und erste Handfeuerwaffen im Vergleich

Titel: Fernwaffen im Hundertjährigen Krieg. Langbogen, Armbrust und erste Handfeuerwaffen im Vergleich

Seminararbeit , 2017 , 31 Seiten , Note: Sehr gut

Autor:in: Mag. rer. nat. Martin Thomaschütz (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Spätmittelalter kommt es zu einer "militärischen Revolution", genauer einer "Infanterierevolution", nämlich der Ablöse der gepanzerten Reiter als bestimmende und schlachtentscheidende Waffengattung durch Fußtruppen. Doch ist diese "Revolution" bedingt durch technologische Fortschritte in der Waffentechnik, speziell bei den Fernwaffen? Ist sie also "technologisch determiniert"? Oder gibt es andere Gründe für diese Entwicklung, die nur wenig mit der Effektivität einzelner Waffengattungen zu tun hatten? Die vorliegende Arbeit will versuchen, diese Fragen zu beantworten. Dabei nimmt sie speziell den Hundertjährigen Krieg in den Blick, ohne wichtige Entwicklungen auf anderen europäischen Schauplätzen ganz auszublenden. Schließlich war kein anderes Land im Spätmittelalter in der Lage, so viele wirtschaftliche Ressourcen zur Versorgung des Reiteradels zur Verfügung und ein vergleichbares Ritterheer ins Feld zu stellen wie Frankreich (bzw. Burgund). Folgerichtig wird die "Infanterierevolution" gerade von deren Nachbarn und Gegnern, nämlich England, Flandern und der Schweiz, forciert. Der in den großen Schlachten des Krieges die französischen Ritter dezimierende englische Langbogen wird Teil der nationalen Identität des Landes und prägt die englischen Militärgeschichtsschreibung. Auch die Frage, ob diese Fernwaffe tatsächlich so schlachtentscheidend war, wie der Mythos es behauptet, und wie sie im Vergleich zur Armbrust und den aufkommenden Feuerwaffen abschnitt, beantwortet diese Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Spätmittelalterliche Fern- und Schutzwaffen

2.1 Der Langbogen

2.2 Die Armbrust

2.3 Erste Handfeuerwaffen

2.4 Die Entwicklung der Schutzwaffen

3 Bewertung der Effektivität der Fernwaffen

3.1 Quellenproblematik

3.2 Archäologische Funde

3.3 Beschusstests

3.4 Beurteilung der historischen Entwicklung

4 Taktischer Einsatz von Fußtruppen gegen Berittene

5 Die Infanterierevolution des Mittelalters – ein ‚technologischer Determinismus‘?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Fernwaffen wie dem Langbogen, der Armbrust und frühen Handfeuerwaffen während des Hundertjährigen Krieges (1337-1453) und analysiert, ob deren technologischer Fortschritt tatsächlich die sogenannte "Infanterierevolution" auslöste oder ob komplexere sozioökonomische Faktoren maßgeblich waren.

  • Technologische Analyse von Langbogen, Armbrust und frühen Handfeuerwaffen
  • Bewertung der Waffeneffektivität durch Quellen, Funde und Beschusstests
  • Untersuchung der taktischen Veränderungen im Gefecht gegen gepanzerte Reiterei
  • Kritische Hinterfragung des technologischen Determinismus in der Militärgeschichte
  • Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Ressourcen und militärischer Professionalisierung

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Langbogen

Der Bogen gehört zu den ältesten Waffen der Menschheitsgeschichte. (Erste archäologische Funde datieren aus der ausgehenden Altsteinzeit.) Das simple Grundprinzip der auf einen Stab gespannten Sehne, mit der Pfeile verschossen werden konnten, erfuhr allerdings verschiedene Abwandlungen.

Die hier zu beschreibende Variante, der ‚Langbogen‘, der die Hauptfernwaffe der englischen Fußtruppen bis ins ausgehende 16. Jahrhundert bleiben sollte, bestand aus einem 1,8 bis 2m langen Holzbogen. Als ideales Bogenmaterial galt Eibenholz – im Verlauf des Hundertjährigen Krieges kam es aber immer wieder zu Nachschubproblemen, sodass auch auf weniger geeignete Hölzer zurückgegriffen werden musste. Die Sehne bestand aus Hanf oder Flachsfäden. Während kleinere Bögen nur bis zur Brust gespannt wurden, musste die Langbogensehne bis zum Ohr zurückgezogen werden. Dazu war eine Zugkraft von durchschnittlich 50 bis 60kg nötig, Ausnahmebögen (und -bogner) benötigten möglicherweise sogar bis zu 80kg Zugkraft zum Spannen. Die Pfeile waren bis zu 85cm lang und etwa 70g schwer. Es gab eine Vielzahl verschiedener, spezialisierter Pfeilspitzen (darunter käfigartig geschmiedete Varianten, die mit brennbarem Material gefüllt als Brandpfeile eingesetzt werden konnten), die zwischen 15 und 25g wogen.

Die beschriebenen Langbögen hatten in der offenen Feldschlacht zahlreiche Vorteile: Als erstes genannt sei ihre unter den besprochenen Fernwaffen unerreicht hohe Reichweite, die vor allem durch die gute Eignung zum ‚indirekten Schuß‘ erreicht wurde. In einer Entfernung von bis zu 350m (auch in Abhängigkeit vom benutzten Pfeil) konnten Ziele effektiv bekämpft werden. Dabei wurde trotzdem eine sehr hohe Zielgenauigkeit erreicht, gerade auch auf kurze Entfernungen. Unübertroffen war aber die enorme Kadenz des Langbogens: 12 bis 15 Pfeile konnte ein Bogner pro Minute abschießen. Eine Kadenz dieser Größenordnung konnte erst wieder in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch die Einführung des Hinterladers und des Repetiergewehrs erreicht werden!

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Infanterierevolution ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem technologischen Determinismus im Kontext des Hundertjährigen Krieges.

2 Spätmittelalterliche Fern- und Schutzwaffen: Das Kapitel beschreibt technisch die Eigenschaften von Langbogen, Armbrust und Handfeuerwaffen sowie die parallele Entwicklung der Schutzrüstung.

3 Bewertung der Effektivität der Fernwaffen: Hier werden quellenkritische Probleme, archäologische Belege und die Ergebnisse historischer Beschusstests zur Beurteilung der Waffeneffektivität analysiert.

4 Taktischer Einsatz von Fußtruppen gegen Berittene: Dieses Kapitel untersucht die Veränderung der Schlachtfeldtaktik und die Rolle von Fernwaffen beim Sieg über berittene Ritter.

5 Die Infanterierevolution des Mittelalters – ein ‚technologischer Determinismus‘?: Das Fazit hinterfragt kritisch, ob technologische Fortschritte allein die militärischen Veränderungen auslösten oder ob ein komplexes Geflecht aus gesellschaftlichen Faktoren vorlag.

Schlüsselwörter

Hundertjähriger Krieg, Infanterierevolution, Langbogen, Armbrust, Handfeuerwaffen, Plattenpanzer, Militärtaktik, technologische Determinismus, Schlacht von Crécy, Schlacht von Azincourt, Fernkampf, Rüstungsentwicklung, Quellenkritik, Kriegsgeschichte, Fußtruppen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die militärischen und technologischen Entwicklungen im Hundertjährigen Krieg, mit einem Fokus auf die Wirksamkeit von Fernwaffen gegenüber der gepanzerten Reiterei.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die Waffentechnik des Spätmittelalters, die taktische Bedeutung von Fernwaffen in großen Schlachten und die kritische Auseinandersetzung mit historischen Erklärungsmodellen für den Wandel der Kriegführung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob die sogenannte "Infanterierevolution" primär durch technologische Fortschritte bei den Fernwaffen bedingt war oder durch ein komplexes Zusammenspiel sozioökonomischer Faktoren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse zeitgenössischer Chroniken, archäologischer Funde sowie Ergebnisse moderner ballistischer Beschusstests und vergleicht diese mit der aktuellen historischen Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil bietet detaillierte Beschreibungen von Langbogen, Armbrust und Handfeuerwaffen, diskutiert die Wirksamkeit von Rüstungen und untersucht anhand von Fallbeispielen wie der Schlacht von Crécy die taktische Umsetzung auf dem Schlachtfeld.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Hundertjähriger Krieg, Infanterierevolution, Langbogen, Armbrust, Handfeuerwaffen, Militärtaktik und der technologische Determinismus.

Warum war der Langbogen trotz seiner Vorteile nicht universal überlegen?

Die Arbeit betont, dass der Langbogen ein hochspezialisiertes Training erforderte, das nur in England in diesem Maße gefördert wurde, was seine Verbreitung als "Wunderschlachtentscheider" in anderen Nationen einschränkte.

Welche Bedeutung hatten "Beschusstests" für das historische Verständnis?

Beschusstests helfen, die theoretische Durchschlagskraft von Waffen gegen historische Rüstungsmaterialien zu validieren, wobei der Autor mahnt, dass Laborbedingungen die chaotische Realität eines echten Schlachtfeldes nie vollständig abbilden können.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fernwaffen im Hundertjährigen Krieg. Langbogen, Armbrust und erste Handfeuerwaffen im Vergleich
Hochschule
Universität Salzburg  (Fachbereich Geschichte)
Veranstaltung
Seminar "Westeuropa im Hundertjährigen Krieg (1337-1453): Politik, Militär und Gesellschaft"
Note
Sehr gut
Autor
Mag. rer. nat. Martin Thomaschütz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
31
Katalognummer
V385567
ISBN (eBook)
9783668605589
ISBN (Buch)
9783668605596
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Militärgeschichte Hundertjähriger Krieg Langbogen Armbrust Feuerwaffen Infanterierevolution
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mag. rer. nat. Martin Thomaschütz (Autor:in), 2017, Fernwaffen im Hundertjährigen Krieg. Langbogen, Armbrust und erste Handfeuerwaffen im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/385567
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Leseprobe aus  31  Seiten
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