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Die Eroberung Ägyptens durch die Araber und ihre vertragliche Fixierung in den Jahren 639-645

Titel: Die Eroberung Ägyptens durch die Araber und ihre vertragliche Fixierung in den Jahren 639-645

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2005 , 31 Seiten , Note: 1

Autor:in: Daniel Quadbeck (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Rekonstruktion der Eroberung der byzantinischen Provinz Ägypten durch die Araber während der Jahre 639-646 n. Chr. wirft eine Vielzahl von Fragen auf, deren Beantwortung größtenteils nur spekulativ erfolgen kann. Das Hauptproblem in der Bearbeitung dieses Themas liegt in den zum Teil sehr widersprüchlichen Aussagen der Que llen begründet, die die einzelnen Ereignisse und ihre Chronologie abhängig vom eigenen Standpunkt des jeweiligen Autors nur sehr tendenziös wiedergeben. Erschwert wird die Situation noch dadurch, dass die vorhandenen Quellen zudem zeitlich weit auseinander liegen und in späteren Quellenwerken nur durch ihre Wiedergabe als Übersetzung oder in Form einer literarischen Zusammenstellung erhalten sind. Bei der Quellenkritik ist deshalb nicht nur darauf Rücksicht zu nehmen, in welchem Umfeld die entsprechende Quelle entstanden ist, sondern auch zu welchem Zeitpunkt. Teilweise kann aus den in einer Quelle behandelten Fragen darauf geschlossen werden, dass es sich womöglich um spätere Fälschungen handelt, die zur Untermauerung verschiedenartiger Ansprüche rückdatiert wurden. Wenn der Quellentext nur noch nach mehrfacher Übersetzung überliefert ist, muss in Rechnung gestellt werden, dass die ursprüngliche Aussage möglicherweise – beabsichtigt oder unbeabsichtigt – verändert wurde. Bei literarischen Überlieferungen muss der Wahrheitsgehalt einer Quelle noch stärker hinterfragt werden, insbesondere dann, wenn der Autor der Zusammenstellung möglicherweise gar nicht den Anspruch hatte, alle Ereignisse wahrheitsgetreu zu schildern, sondern vielleicht durch eigene Ausmalungen oder Abänderungen einen eigenen Spannungsbogen in die Geschichte integr ieren wollte. Diese Fragen können im Rahmen der Übersicht über die wichtigsten Quellen nur annäherungsweise beantwortet werden. Vorrangiges Ziel dieser Hausarbeit ist es, der Frage nachzugehen, wie die Vertragspolitik der Araber und ihr Umgang mit den eroberten Gebieten dazu beitrug, die Eroberung schnell und erfolgreich durchzuführen und innerhalb eines sehr kurzen Zeitraumes die innere Stabilität Ägyptens wieder herzustellen. Das in den arabischen Quellen sehr gut dokumentierte Instrument ist der Friedens vertrag, der mit der lokalen Bevölkerung unmittelbar nach Einnahme einer Stadt oder Region geschlossen wurde. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung, Fragestellung, Quellen

2. Die vertragliche Fixierung der Eroberung Ägyptens durch die Araber in den Jahren 639-645

2.1 Quellenlage

2.2 Die inneren Zustände der byzantinischen Provinz Ägypten vor der arabischen Eroberung

2.3 Eine Übersicht über die Erwähnung von Vertragsschlüssen in den überlieferten Quellen

2.4 Die Vertragspolitik der arabischen Eroberer

3. Fazit

4. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der vertraglichen Fixierung bei der arabischen Eroberung Ägyptens im Zeitraum von 639 bis 645 n. Chr. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Vertragspolitik der Eroberer dazu beitrug, den militärischen Erfolg zu sichern und die innere Stabilität der Region nach der Einnahme zeitnah wiederherzustellen.

  • Quellenkritische Analyse der widersprüchlichen Überlieferungen (koptische, syrische, arabische Quellen)
  • Untersuchung der soziopolitischen Situation des byzantinischen Ägypten vor der Eroberung
  • Analyse der Bedeutung von Friedensverträgen und Kapitulationsbedingungen
  • Diskussion über die Authentizität und den historischen Kontext der Vertragsexemplare
  • Bewertung der Rolle der Lokalbevölkerung sowie der Motive der arabischen Eroberungstruppen

Auszug aus dem Buch

2.2 Die inneren Zustände der byzantinischen Provinz Ägypten vor der arabischen Eroberung

Der Eroberung Ägyptens durch die Araber ging die Eroberung Ägyptens durch die Perser im Jahre 619 voraus. Der Einfall zeigte, obwohl er durch den byzantinischen Kaiser Herakleios bereits 626 zurückgeschlagen werden konnte, die innere Schwäche byzantinischer Herrschaft in Ägypten. Das Land war seit der Spaltung des Römischen Reichs im Jahre 395 unter oströmischer Herrschaft, und byzantinische Politik bestimmte die Entwicklung der Provinz. Hier können nur einige Punkte angesprochen werden, die eine zunehmende Entfremdung der Provinz und ihrer autochthonen Bevölkerung vom Reich zur Folge hatten.

In diversen Studien zur soziopolitischen Situation in Ägypten wurde die Frage diskutiert, wie sich die Lokalbevölkerung in religiöser und sozialer Hinsicht zusammensetzte, wie ihre Einstellung gegenüber dem byzantinischen Reich gewesen sein dürfte und welche Rolle dies bei der Eroberung gespielt haben könnte.

Es gilt als weitgehend unumstritten, dass mit der Konzentrierung der Macht auf die neue Hauptstadt Konstantinopel und der damit einhergehenden Stärkung des dortigen Patriarchats die traditionellen Patriarchate Antiochia und Alexandria an Macht und Einfluss verloren. Durch eine stärker zentralisierte Reichspolitik erfolgte eine zunehmende Gräzisierung aller Reichsteile und die Verbreitung des Christentums in den Provinzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung, Fragestellung, Quellen: Das Kapitel führt in die Problematik der widersprüchlichen Quellenlage ein und definiert das Forschungsziel, den Beitrag der Vertragspolitik zur Eroberung und Stabilisierung Ägyptens zu untersuchen.

2. Die vertragliche Fixierung der Eroberung Ägyptens durch die Araber in den Jahren 639-645: Dieser Hauptteil analysiert kritisch die Quellengruppen, die soziopolitischen Bedingungen in Ägypten vor der Eroberung, die Überlieferung von Vertragsschlüssen sowie die spezifische Vertragspolitik der arabischen Eroberer.

3. Fazit: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die vertragliche Fixierung zwar für die Konsolidierung wichtig war, die Art der überlieferten Abgaben aber oft als spätere Konstruktion zu hinterfragen ist.

4. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärquellen und der einschlägigen wissenschaftlichen Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Arabische Eroberung, Ägypten, byzantinisches Reich, Iohannes von Nikiu, Friedensverträge, Vertragspolitik, Quellenkritik, Monophysitismus, Koptische Geschichte, Kapitulationsverträge, Sozialgeschichte, al-Tabari, al-Baladhuri, 7. Jahrhundert, Tributzahlungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die arabische Eroberung Ägyptens zwischen 639 und 645 n. Chr. mit einem spezifischen Fokus auf die vertraglichen Regelungen, die zwischen den Eroberern und der lokalen Bevölkerung geschlossen wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Quellenkritik der Eroberungsberichte, die soziopolitische Situation des byzantinischen Ägypten, die Vertragspolitik der Araber und die Frage nach der Authentizität der überlieferten Verträge.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es zu ergründen, wie die vertragliche Fixierung der Eroberung dazu beitrug, den Eroberungszug erfolgreich zu gestalten und die innere Stabilität der Provinz schnell zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine quellenkritische und historisch-analytische Methode, die die Aussagen verschiedener koptischer, syrischer und arabischer Quellen vergleicht und in den Kontext der modernen Forschung stellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Quellenauswertung, dem Zustand Ägyptens vor der Eroberung, den Hinweisen auf Vertragsschlüsse in der Historiographie sowie den spezifischen Vertragspolitiken der arabischen Führer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind arabische Eroberung, Vertragspolitik, Quellenkritik, byzantinisches Ägypten, Kapitulationsverträge und die Rolle der Lokalbevölkerung.

Welche Bedeutung hat der „Vertrag von Misr“?

Der Vertrag von Misr dient als exemplarisches Beispiel für die detaillierten Abgabeforderungen; die Arbeit diskutiert jedoch kritisch, ob dieser als authentischer zeitgenössischer Vertrag oder als spätere Konstruktion zur Begründung fiskalischer Forderungen zu sehen ist.

Warum sind die Quellen über die Eroberung so widersprüchlich?

Die Widersprüche resultieren aus der zeitlichen Distanz der Autoren zur Eroberung, unterschiedlichen Interessenlagen der jeweiligen Religionsgemeinschaften und der Tendenz späterer Historiographen, Verträge rückwirkend zu idealisieren oder zur Legitimation herrschaftlicher Ansprüche zu nutzen.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Eroberung Ägyptens durch die Araber und ihre vertragliche Fixierung in den Jahren 639-645
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Friedrich-Meinecke-Institut)
Veranstaltung
Aufstieg des Islam und die arabischen Eroberungen - Ende oder Transformation der Antike?
Note
1
Autor
Daniel Quadbeck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
31
Katalognummer
V38523
ISBN (eBook)
9783638375511
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eroberung Araber Fixierung Jahren Aufstieg Islam Eroberungen Ende Transformation Antike
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Quadbeck (Autor:in), 2005, Die Eroberung Ägyptens durch die Araber und ihre vertragliche Fixierung in den Jahren 639-645, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/38523
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Leseprobe aus  31  Seiten
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