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Die Metaebenen der Betrachtung bei den "Museumsfotografien" von Thomas Struth

Titel: Die Metaebenen der Betrachtung bei den "Museumsfotografien" von Thomas Struth

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 31 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Nicole Schönbach (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Thomas Struths sogenannte "Museumsfotografien" stellen die Beziehung zwischen Bild und Betrachter im 20. und 21. Jahrhundert nicht nur in Frage, sondern erfinden das Thema in gewisser Hinsicht sogar neu. In dieser Arbeit soll das Spannungsverhältnis zwischen Bild und dem Betrachter untersucht werden. Dabei ist es wichtig, zunächst einen Überblick über die künstlerische Vita von Thomas Struth zu geben, da seine fotografische Richtung von seiner Ausbildung und der "Düsseldorfer Photoschule" beeinflusst wurde.

Anschließend soll eine Analyse der Intensionen des Künstlers sowie der daraus resultierenden bzw. den damit beabsichtigten Wirkungen an einigen ausgewählten Werken aus dem Museumsbilderzyklus erfolgen. Die Interpretation von Fotografie liegt allein beim Betrachter. Gleichwohl stellt sich hier die Frage, ob es nicht auch Struths Anliegen ist, das Unterbewusste zu ergründen? Also die ungeschriebene soziale Regel, die uns alle in gewisser Weise dazu bringt, zu wissen, wie wir uns in einem Museum verhalten und wie wir Kunst anschauen und verstehen sollen.

Danach wird zudem der − vielleicht nicht dem Haupanliegen des Künstlers entsprechende, aber durchaus offensichtliche − Paragone zwischen Fotografie und Malerei angesprochen werden. Auf die Bedeutung der modernen Fotografie für das Verhältnis zwischen Bild und Betrachter kann an dieser Stelle nur kurz eingegangen werden. Ebenfalls nur en passant kann auf die umfassende Literatur über die gesellschaftskritische Auseinandersetzung Struths im Zusammenhang der Düsseldorfer Schule verwiesen werden.

In dieser Arbeit soll es hauptsächlich um die Bedeutung der Museumsfotografien für unsere Betrachtung von Kunst gehen. Dabei soll die Frage im Mittelpunkt stehen, wie Struth es erreicht, dass wir uns beim Anblick seiner Werke in einem Paradoxon aus Zeit, Raum, betrachteter Kunst und betrachtender Betrachter, verlieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Thomas Struth – Ein deutscher Fotokünstler

3. Die Museumsfotografien

3.1 Werkbeispiele und Analyse: „Erster“ Zyklus (1989/90)

3.2 Werkbeispiele und Analyse: „Zweiter“ Zyklus (1996−2005)

4. Moderner Paragone?

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsverhältnis zwischen Bild und Betrachter in Thomas Struths „Museumsfotografien“. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie der Künstler durch die Abbildung von Museumsbesuchern vor Kunstwerken ein Paradoxon aus Zeit, Raum und Betrachtung schafft und die Rezeption von Kunst reflektiert.

  • Analyse der künstlerischen Vita und Einflüsse von Thomas Struth
  • Untersuchung der Interaktion zwischen Betrachter, Kunstwerk und Ausstellungsraum
  • Vergleich der Museumsfotografien im „ersten“ und „zweiten“ Zyklus
  • Betrachtung der Fotografie als Medium der Unmittelbarkeit im Gegensatz zur Malerei
  • Reflektion der sozialen Rollen und der Wahrnehmung im musealen Kontext

Auszug aus dem Buch

3.1 Werkbeispiele und Analyse: „Erster“ Zyklus (1989/90)

Die Museumsbilder, die im „Louvre“ entstanden sind, haben etwas Prosaisches an sich. Die Unvermittelbarkeit, die durch „die enge mimetische Beziehung zwischen fotografierten und gemalten Figuren [entsteht] ist etwas, das nur aus dem Momentanen heraus entstehen kann“.20 Struth scheint hinter der Kamera Regie zu führen. Die Farben der Kleidung stimmen weitestgehend mit den Farben der Gemälde überein. Die Kompositionen der Betrachter treten in Korrespondenz mit denen der gemalten Figuren. Nur selten und zufällig schaut jemand zur Kamera, denn Struth vermeidet das Anschauen der Figuren, die er fotografiert von ihm (Abb. 8, Abb. 9). Im Fall der Fotografie Louvre IV (1989, Abb. 10) sehen wir eine ruhige, nachdenklich wirkende Gruppe, die mit dem Rücken zur Kameras stehend ein Gemälde betrachtet, das übereinanderliegende Tote und noch Lebende auf einem Floß in stürmischer See zeigt. Théodore Géricaults Le Radeau de la Méduse (Abb. 11) aus dem Jahr 1819 zeigt ein Schiffunglücks, bei dem in der Wirklichkeit von 149 Menschen nur 15 gerettet werden konnten. Beim Kampf der Überlebenden soll es zu Kannibalismus gekommen sein. Das Leiden und die Not der dargestellten Menschen stellten seiner Zeit einen Skandal dar, so dass das Gemälde sogar vom Pariser Salon abgewiesen wurde. Struth fotografiert nun die Betrachter vor diesem Gemälde in einer bestimmten Komposition. Sie bilden eine Diagonale, die direkt in das Bild hinein führt und dort ihre Verlängerung haben könnte. Das verschlungene Durcheinander des Gemäldes kommt nun vor allem durch das dahinterliegende Dreieck zustande, welches die Komposition formal zusammenfasst. Dieses imaginäre Dreieck greift Struth in seiner Fotografie auf, indem seine sich staffelnden Besucher von den Tauseilen des Mastes, würden sie weitergeführt werden, eingerahmt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in Thomas Struths „Museumsfotografien“ ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Beziehung zwischen Kunst und Betrachter im 20. und 21. Jahrhundert zu analysieren.

2. Thomas Struth – Ein deutscher Fotokünstler: Das Kapitel skizziert die künstlerische Laufbahn Struths, seine Ausbildung an der Düsseldorfer Fotoschule und die technische Herangehensweise an seine Großformatfotografien.

3. Die Museumsfotografien: Der Hauptteil untersucht Struths Museumsserie, unterteilt in zwei Zyklen, und analysiert die Interaktion zwischen Besuchern, Kunstwerken und dem Raum.

3.1 Werkbeispiele und Analyse: „Erster“ Zyklus (1989/90): Dieses Unterkapitel analysiert ausgewählte Werke des ersten Zyklus, wobei insbesondere die mimetische Beziehung und die Raum-Zeit-Problematik im Fokus stehen.

3.2 Werkbeispiele und Analyse: „Zweiter“ Zyklus (1996−2005): Hier werden die Erweiterungen des Themenspektrums im zweiten Zyklus untersucht, die durch eine offenere Inszenierung der Besucher charakterisiert sind.

4. Moderner Paragone?: Das Kapitel diskutiert die mediale Konkurrenz zwischen Fotografie und Malerei und wie Struth das Thema des „Bild im Bild“ nutzt.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie Struth durch seine Museumsfotografien die Grenzen zwischen Kunst, Bühne und Betrachter auflöst und das Museum als Bildinhalt reflektiert.

Schlüsselwörter

Thomas Struth, Museumsfotografien, Bildbetrachtung, Fotografie, Malerei, Kunstgeschichte, Düsseldorfer Photoschule, Museumsbesucher, Raum-Zeit-Problematik, Paragone, Kunstrezeption, Sozialstudie, Bild im Bild, Museum, Ästhetik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die „Museumsfotografien“ von Thomas Struth und deren Einfluss auf das Verhältnis zwischen Kunst und Betrachter im 20. und 21. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Rezeption von Kunst, der Rolle der Museumsbesucher als Teil des Kunstwerks sowie der Untersuchung der medienübergreifenden Beziehung zwischen Fotografie und Malerei.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu untersuchen, wie Struth durch seine Fotografien ein Paradoxon aus Zeit und Raum schafft und wie die Interaktion zwischen den dargestellten Besuchern und den Kunstwerken die Wahrnehmung des Betrachters beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Die Arbeit nutzt kunsthistorische Analysemethoden, indem sie ausgewählte Werkbeispiele der beiden Zyklen (1989/90 und 1996–2005) detailliert beschreibt und in den Kontext der zeitgenössischen Fotografie stellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Struths Biografie, seine technischen Mittel, die systematische Analyse der beiden Foto-Zyklen sowie die Diskussion um einen „modernen Paragone“ zwischen Fotografie und Malerei dargelegt.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Museumsfotografien, Kunstbetrachtung, Düsseldorfer Photoschule, Mediale Konkurrenz und soziale Interaktion im musealen Kontext.

Welche besondere Bedeutung hat der „erste“ Zyklus von Struth?

Der erste Zyklus (1989/90) fokussiert stark auf die mimetische Beziehung zwischen den betrachtenden Besuchern und den historischen Gemälden, wobei eine „Raum-Zeit-Problematik“ durch die Überlagerung verschiedener Zeiträume entsteht.

Wie unterscheidet sich der „zweite“ Zyklus vom ersten?

Der zweite Zyklus (1996–2005) erweitert das Spektrum durch eine stärker inszenierte Platzierung der „Statisten“ und untersucht verstärkt die Interaktionen der Besucher untereinander innerhalb des Raums.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Metaebenen der Betrachtung bei den "Museumsfotografien" von Thomas Struth
Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
2,0
Autor
Nicole Schönbach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
31
Katalognummer
V384496
ISBN (eBook)
9783668594104
ISBN (Buch)
9783668594111
Sprache
Deutsch
Schlagworte
metaebenen betrachtung museumsfotografien thomas struth
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicole Schönbach (Autor:in), 2015, Die Metaebenen der Betrachtung bei den "Museumsfotografien" von Thomas Struth, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/384496
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Leseprobe aus  31  Seiten
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