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Der Bündnisvertrag Ottos IV. mit Markgraf Albrecht von Brandenburg (1212), ed. MGH Const. II, Nr. 41

Titel: Der Bündnisvertrag Ottos IV. mit Markgraf Albrecht von Brandenburg (1212), ed. MGH Const. II, Nr. 41

Hausarbeit , 2017 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christa Gries (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein Bündnisvertrag Kaiser Ottos IV. mit einem Markgrafen, dem Fürsten eines reichsfernen Landesteils, Brandenburg, am Ostende des deutschen Reiches! Wäre der Markgraf von Brandenburg als Kronvasall nicht sowieso zu Treue und Unterstützung verpflichtet gewesen?

Am 19.5.1209 hatten die Fürsten und Grafen des Nordostens Otto IV., dem Sieger des deutschen Thronstreits, die Treue geschworen. Wie hatte sich die Lage nur drei Jahre später verändert, dass ein solcher Bündnisvertrag nötig war? Wie kam es zu dem Vertrag, was sollte er leisten und wie wurde er gelebt?

Solche Fragen sollen im Folgenden erörtert werden. Dabei wird zu Beginn ein Einblick in die Geschichte des Bündnisvertragswesens im Mittelalter gegeben. Anschließend werden die Bündnispartner im Jahre 1212 vorgestellt. Im Hauptteil soll der Urkundentext kommentiert und zuletzt geschildert werden, wie der Vertrag umgesetzt wurde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 GESCHICHTE DER BÜNDNISVERTRÄGE IM MITTELALTER

1.2 KAISER OTTO IV. IM AUGUST 1212

1.2.1 Italienzug, Exkommunikation und Kaiserwahl Friedrichs II.

1.2.2 Reaktion Ottos IV.

1.3 MARKGRAF ALBRECHT VON BRANDENBURG

1.3.1 Zur Person Albrechts

1.3.2 Die Mark Brandenburg und die Nachbarschaftskonflikte

1.3.3 Das Verhältnis der Markgrafen zur Herrschaft im Reich

2. DIE URKUNDE

2.1 FORM UND INHALT

2.1.1 Ottos Versprechen

2.1.2 Albrechts Gegenleistung und die Sanctio

2.1.3 Grund für die Ausstellung der Urkunde

2.1.4 Datum, Ort und Zeugen

2.2 ZUSAMMENFASSENDER KOMMENTAR

3. HISTORISCHE WEITERVERFOLGUNG

3.1 DIE ENTSCHEIDUNG IM THRONKAMPF

3.2 KÄMPFE IM NORDEN

3.3 EPILOG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Bündnisvertrag zwischen Kaiser Otto IV. und Markgraf Albrecht von Brandenburg aus dem Jahr 1212. Ziel ist es, die politische Notwendigkeit dieser Vereinbarung vor dem Hintergrund der instabilen Lage des Kaisers nach dessen Exkommunikation zu analysieren, den Inhalt der Urkunde zu deuten und die historische Tragweite sowie die spätere Umsetzung dieses Bündnisses zu bewerten.

  • Historische Einordnung des spätstaufischen Bündnisvertragswesens
  • Die Machtlage von Kaiser Otto IV. im Sommer 1212
  • Analyse der Akteure: Kaiser Otto IV. und Markgraf Albrecht von Brandenburg
  • Strukturelle und inhaltliche Untersuchung der Bündnisurkunde
  • Verlauf und Scheitern der gemeinsamen politischen Zielsetzungen

Auszug aus dem Buch

2.1 Form und Inhalt

Der Vertrag entspricht nicht der klassischen Urkundenform. Der Text wirkt wie die zusammenfassende Protokollierung einer mündlichen Verein-barung, schmucklos und nüchtern.

Im Eingang werden die Bündnispartner benannt. Otto IV. wird knapp als “Otto Romanorum imperator” ohne übliche Beiworte wie etwa ´gloriosus´ oder ´augustus´ und ohne Betonung des königlichen Gottes-gnadentums tituliert. Es gibt keine Anrufung Gottes (Invocatio).

Beides mag wegen des über Otto IV. verhängten Kirchenbanns fehlen oder auch auf Eile bei der Urkundenausstellung hinweisen. Der Text besteht aus vier Teilen:

1) Ottos Versprechen

2) Albrechts Gegenleistung und die Sanctio

3) Grund für die Beurkundung

4) Datum, Ort und Zeugen

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Es wird die historische Relevanz von Bündnisverträgen im Mittelalter dargelegt und die prekäre Ausgangslage von Kaiser Otto IV. im Jahr 1212 beschrieben.

2. DIE URKUNDE: Dieses Kapitel analysiert formal und inhaltlich den Text des Bündnisvertrags zwischen dem Kaiser und Markgraf Albrecht, einschließlich der wechselseitigen Verpflichtungen.

3. HISTORISCHE WEITERVERFOLGUNG: Der weitere Verlauf des Thronkampfes und die spätere Zusammenarbeit der Bündnispartner bis zu deren Tod werden nachgezeichnet.

Schlüsselwörter

Otto IV., Albrecht von Brandenburg, Bündnisvertrag, Mittelalter, Thronkampf, Mark Brandenburg, Askanier, Staufer, Reichspolitik, Urkundenanalyse, Lehnsrecht, Dänemarkpolitik, Hochmittelalter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt den spezifischen Bündnisvertrag, den Kaiser Otto IV. im Jahr 1212 mit Markgraf Albrecht von Brandenburg schloss, und setzt diesen in den Kontext des damaligen Thronstreits.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die politische Handlungsunfähigkeit Ottos IV. nach seiner Exkommunikation, die Rolle des askanischen Markgrafen in der norddeutschen Politik sowie die Funktion von Bündnissen als Mittel zur Herrschaftssicherung.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach den Gründen für das Zustandekommen dieses Bündnisses trotz bereits bestehender Treueverhältnisse und untersucht, warum der Vertrag trotz der schriftlichen Fixierung politisch wenig wirksam blieb.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es wird eine quellenkritische Analyse der Urkunde vorgenommen, ergänzt durch eine historische Einordnung mittels einschlägiger Fachliteratur und Regesten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Urkundenform, der Vertragsinhalte, der gegenseitigen Versprechen und eine anschließende historische Verfolgung der Bündnispartner nach 1212.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "Rückversicherungsbündnis", "Askanier", "Stauferzeit", "Sanctio" und die Geopolitik des nordostdeutschen Raumes im 13. Jahrhundert.

Welche Bedeutung hatte die "Sanctio" in diesem Vertrag?

Die Sanctio definierte die Konsequenzen eines Treuebruchs durch Albrecht, wobei die geringe Anzahl der genannten Geiseln darauf hindeutet, dass die Bestimmung eher formaler Natur war.

Warum war das Bündnis aus Sicht von Albrecht von Brandenburg vorteilhaft?

Albrecht konnte durch das kaiserliche Bündnis seine lokale Machtposition gegenüber seinen dänischen und slawischen Nachbarn aufwerten und legitimieren.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Beständigkeit des Vertrages?

Das Bündnis war eine temporäre Interessensgemeinschaft, die zerbrach, als die politische Realität – insbesondere die Dänenpolitik der Staufer – die Grundlagen für eine Zusammenarbeit entzog.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Bündnisvertrag Ottos IV. mit Markgraf Albrecht von Brandenburg (1212), ed. MGH Const. II, Nr. 41
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Veranstaltung
Basiskurs Mittelalter
Note
1,0
Autor
Christa Gries (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
17
Katalognummer
V384445
ISBN (eBook)
9783668593930
ISBN (Buch)
9783668593947
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Otto IV. Friedrich II. Urkunden
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christa Gries (Autor:in), 2017, Der Bündnisvertrag Ottos IV. mit Markgraf Albrecht von Brandenburg (1212), ed. MGH Const. II, Nr. 41, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/384445
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Leseprobe aus  17  Seiten
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