Um die Beweglichkeit der Kundin zu erfahren werden verschiedene Muskelfunktionstests durchgeführt. Da hier die subjektive Wahrnehmung des Dehnungsschmerzes der Kundin ausschlaggebend ist, sind diese Tests nur semi-objektiv. Durch den Test der maximalen Bewegungsamplitude können somit Beweglichkeitsdefizite herausgefunden werden.
In dieser Arbeit werden alle Testdurchführungen beschrieben und die jeweiligen Richt-/Normwerte angegeben. Im Anschluss folgen die Testergebnisse der Kundin und deren Bewertung. Durch die hauptsächlich sitzende Tätigkeit und zu wenig Ausgleich im Alltag weist die Kundin meist ein deutliches Bewegungsdefizit auf, wodurch eine starke Indikation für Beweglichkeitstraining gegeben ist.
Inhaltsverzeichnis
1 PERSONENDATEN
2 BEWEGLICHKEITSTESTUNG
3 TRAININGSPLANUNG BEWEGLICHKEITSTRAINING
3.1 Trainingsplanung Dehntraining
3.2 Begründung des Dehnprogramms
4 TRAININGSPLANUNG KOORDINATIONSTRAINING
4.1 Trainingsplanung Gleichgewichtstraining
4.2 Begründung des Gleichgewichtstrainings
5 LITERATURRECHERCHE
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, basierend auf einer individuellen Beweglichkeitsanalyse eine gezielte Trainingsplanung für eine Probandin zu erstellen, um muskuläre Dysbalancen zu beheben und die Koordination zu verbessern.
- Analyse des Ist-Zustands durch Muskelfunktionstests
- Erstellung eines individuellen Dehnprogramms zur Linderung von Verspannungen
- Entwicklung eines Gleichgewichtsprogramms zur Koordinationsverbesserung
- Wissenschaftliche Fundierung der Trainingsmethodik durch Literaturrecherche
Auszug aus dem Buch
3.2 Begründung des Dehnprogramms
Die Kundin möchte ihre Verspannungen im Lendenwirbelsäulenbereich und Halswirbelsäulenbereich verringern und einen Ausgleich zu ihrer fast ausschließlich sitzenden Tätigkeit haben. Bei den Beweglichkeitstests wurden leichte bis deutliche Defizite in den Bereichen der Oberschenkel-, Hüft- und Brustmuskulatur festgestellt. Der Schwerpunkt des Dehnprogramms liegt bei Übungen für den Unterkörper, da sie im Alltag hauptsächlich sitzt und diese Körperpartien dadurch kaum beansprucht werden. Durch einen verkürzten Hüftflexor kann es dazu kommen, dass ein Hohlkreuz entsteht, da er an der Lendenwirbelsäule zieht (Marquardt, 2013, S. 152). Dies könnte durch das viele Sitzen entstehen und würde die Verspannungen im Bereich der Lendenwirbelsäule erklären.
Auch das Beweglichkeitsdefizit in der Brustmuskulatur ist durch das Sitzen am Schreibtisch erklärbar, da sie durch die Haltung verkürzt (Marquardt, 2013, S. 152). Eine Übung wurde für die Nackenmuskulatur gewählt, da ein Trainingsmotiv darin besteht, die Verspannungen im Halswirbelsäulenbereich zu lindern.
Als Dehnmethode wurde hauptsächlich das statische Dehnen gewählt, da die Bewegungen sehr kontrolliert ablaufen, von jedem ausgeführt werden können und das Verletzungsrisiko sehr gering ist (Schäfer, 2013). Dehntraining sollte mindestens zweimal pro Woche durchgeführt werden (Rancour, Holmes & Cipriani, 2009). Da die Kundin täglich Zeit dafür hat, wurden hierfür mindestens drei Tage pro Woche angesetzt. Die Dehnintensität wurde immer maximal, also oberhalb der Dehngrenze, gewählt. Hier ist die Effektivität am größten (Marschall, 1999). Ein regelmäßiges Dehntraining führt zu mehr Beweglichkeit (Schönthaler & Ohlendorf, 2002, S. 29).
Zusammenfassung der Kapitel
1 PERSONENDATEN: In diesem Kapitel werden die persönlichen Daten, Trainingsmotive und der aktuelle Gesundheitszustand der Probandin erfasst.
2 BEWEGLICHKEITSTESTUNG: Hier werden verschiedene Muskelfunktionstests durchgeführt, um Beweglichkeitsdefizite bei spezifischen Muskelgruppen zu identifizieren.
3 TRAININGSPLANUNG BEWEGLICHKEITSTRAINING: Dieser Teil beinhaltet die konkrete Erstellung eines Dehnplans und dessen fachliche Begründung basierend auf den Testergebnissen.
4 TRAININGSPLANUNG KOORDINATIONSTRAINING: Hier wird ein Gleichgewichtsprogramm entwickelt, das durch methodische Steigerung die Koordination der Probandin verbessern soll.
5 LITERATURRECHERCHE: Dieses Kapitel wertet wissenschaftliche Studien aus, um die Wirksamkeit und Intensität von Dehnmethoden zu untermauern.
Schlüsselwörter
Beweglichkeitstraining, Dehntraining, Koordinationstraining, Gleichgewichtstraining, Muskelfunktionstest, Verspannungen, Trainingsplanung, Prävention, neuromuskuläre Koordination, Bewegungsdefizit, statisches Dehnen, Bewegungsreichweite, Gesundheitsmanagement, Fitnessökonomie, Rumpfstabilisation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Erstellung eines individuellen Trainingsplans für eine Probandin, um ihre körperlichen Beschwerden durch gezieltes Dehn- und Koordinationstraining zu lindern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Beweglichkeitsanalyse, der Planung eines Dehnprogramms zur Linderung von Verspannungen und der Implementierung eines Gleichgewichtstrainings.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, durch eine wissenschaftlich fundierte Trainingsgestaltung die Beweglichkeit der Kundin zu verbessern und muskuläre Dysbalancen, insbesondere durch sitzende Tätigkeiten, auszugleichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden standardisierte Muskelfunktionstests zur Bestimmung von Beweglichkeitsdefiziten angewendet und aktuelle sportwissenschaftliche Literatur zur Begründung der Trainingsinhalte herangezogen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Testdurchführung, die tabellarische Ausarbeitung der Trainingspläne für Dehnung und Koordination sowie die theoretische Begründung der Übungsauswahl.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Beweglichkeitstraining, Dehntraining, Koordination, Muskelfunktionstest und Prävention.
Wie wurde das Gleichgewichtstraining strukturiert?
Das Training folgt dem Prinzip vom Leichten zum Schweren und vom Einfachen zum Komplexen, wobei Hilfsmittel wie Balance-Pads und Zusatzgewichte variiert werden.
Warum wurde statisches Dehnen als Hauptmethode gewählt?
Die Entscheidung basiert auf der hohen Kontrollierbarkeit der Bewegungen und dem geringen Verletzungsrisiko, was besonders für eine gesundheitsorientierte Trainingsplanung wichtig ist.
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- Monika Maier (Author), 2017, Trainingslehre. Beweglichkeits- und Koordinationstraining bei Verspannungen im Lenden- und Halswirbelsäulenbereich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/384326