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Zwei Modelle von Zeit in Barry Daitons "Time and Space" (2010)

Eine metaphysikalische philosophische Betrachtung zweier Modelle der Raumzeit

Titel: Zwei Modelle von Zeit in Barry Daitons "Time and Space" (2010)

Essay , 2014 , 6 Seiten , Note: 2,9

Autor:in: Dr.rer.nat. Dipl.-Physiker Udo Scheer (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Mensch bezeichnet den Zeitpunkt, an dem er selbst gerade als Individuum seine Sinneserlebnisse wahrnimmt, als die Gegenwart, das Jetzt. Aber bei näherer Überlegung kommen Physik und Philosophie und Theologie in gewisse Schwierigkeiten mit dem Zeitbegriff.

Im Jahre 2017 ist die Bedeutung der sogenannten "Zeit" in vieler Hinsicht umstritten und wird von unterschiedlichen Autoren sehr verschieden bestimmt und interpretiert. Von "Keine Zeit", eine Zehntelsekunde, ein Augenblick, eine Stunde, einTag, eine Woche oder ein Jahr eine Lebensspanne, oder bis tausende Jahre oder Milliarden Jahre, bis "Alle Zeit der Welt" gibt es sehr unterschiedliche Dauern.

"In sieben Tagen schuf Gott die Welt" oder "Das Universum ist 13 Milliarden Jahre alt" sind zwei gegensätzliche Positionen von Religion und Physik. Von "Time is Money" über "Zeit ist Leben", "Zeit ist, was die Uhr anzeigt" bis ""Es gibt gar keine fließende Zeit" gibt es ein weites Spektrum von Meinungen dazu.

Es ist daher für ein grundlegendes Verständnis der laufenden Diskussion für den Naturwissenschaftler oder überhaupt Interessierte nötig, sich ein wenig über sein Fachgebiet hinaus zu bewegen. Dann kann ein friedlicher Dialog beispielsweise mit Geistes- und Kulturwissenschaftlern über "Zeit" erst begonnen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – A - Reihe und B - Reihe

2. Hauptteil

2.1 Vorteile der A - Reihe

2.2. Nachteile der A - Reihe

2.3 Vorteile des Block - Views

2.4 Nachteile des Block - Views

3. Schluss

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophischen Konzepte der A-Reihe und B-Reihe im Kontext von Barry Daintons Werk „Time and Space“. Ziel ist es, die strukturellen Vor- und Nachteile beider Ansichten zur Zeitlichkeit gegenüberzustellen und kritisch zu bewerten, insbesondere hinsichtlich der Frage, ob eine physikalische Begründung für die Zeitrichtung existiert.

  • Grundlagen der A-Reihe mit Fokus auf das gegenwärtige „Jetzt“
  • Die B-Reihe als vierdimensionaler Block-View
  • Logische Widersprüchlichkeiten der A-Reihe
  • Eindeutigkeit der Bezugnahme im Block-View
  • Kritische Analyse der Entropie als Indikator für die Zeitrichtung

Auszug aus dem Buch

2.4 Nachteile des Block - Views

Die Zeit hat in der B-Reihe keine Richtung, obwohl nach allgemeinem Gefühl die Zeit in die Zukunft weitergeht und nicht in die Vergangenheit. Veränderung geschieht in der B-Reihe dadurch, daß ein Objekt seine Eigenschaften ändert (Dainton, S. 38). Jedoch ergibt sich daraus noch keine asymmetrische Richtung der Zeit. Die Formeln der Mikrophysik sind invariant gegenüber einer Richtungsumkehr der Zeit (ersetzen von t durch -t ergibt physikalisch sinnvolle Abläufe ). Zahlreiche andere Asymmetrien, denen die Ereignisse unterliegen (Dainton, S. 44),können eine Richtung der Zeit im B-Modell nicht strikt logisch metaphysisch erzwingen. Kandidaten sind die Entropie und die Kausalität. Die Entropie eines abgeschlossenen Systems kann nach dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik der Physik nicht abnehmen sondern nur größer werden, oder gleich bleiben. Der Begriff wird vielfältig benutzt und bedeutet auch ein Maß für die Unordnung eines Systems. Eine höhere Temperatur bedeutet z.b. eine niedrigere Entropie. Dementsprechend könnte eine Richtung von „früher“ zu „später“ dadurch eingebracht werden, daß ein Zustand niedrigerer Entropie als früher angenommen wird, und ein Zustand höherer Entropie als später.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – A - Reihe und B - Reihe: Dieses Kapitel führt in die Grundbegriffe der A- und B-Reihe ein, wobei die A-Reihe durch eine bewegte Gegenwart und die B-Reihe durch einen statischen vierdimensionalen Block charakterisiert wird.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die theoretischen Vor- und Nachteile beider Zeitkonzepte und untersucht insbesondere die physikalische Fundierbarkeit einer Zeitrichtung innerhalb des Block-Modells.

2.1 Vorteile der A - Reihe: Hier wird hervorgehoben, dass die A-Reihe für das alltägliche Handeln und die sprachliche Bezugnahme auf den aktuellen Moment unverzichtbar ist.

2.2. Nachteile der A - Reihe: Dieses Kapitel thematisiert die logische Problematik, dass zeitliche Aussagen bei einem beweglichen „Jetzt“ im Verlauf der Zeit ihren Wahrheitsgehalt verlieren.

2.3 Vorteile des Block - Views: Diese Sektion erörtert die eindeutige zeitliche Einordnung von Ereignissen innerhalb eines Block-Modells und dessen Fähigkeit, Aussagen der A-Reihe zu integrieren.

2.4 Nachteile des Block - Views: Hier liegt der Schwerpunkt auf der Problematik der fehlenden natürlichen Zeitrichtung im Block-Modell und der wissenschaftlichen Debatte um Entropie als mögliches Asymmetrie-Kriterium.

3. Schluss: Der Schluss fasst kurz zusammen, wie der Mensch das „Jetzt“ als individuellen Bezugspunkt seiner Sinneserfahrung definiert.

Schlüsselwörter

Zeitphilosophie, A-Reihe, B-Reihe, Block-View, Zeitrichtung, Entropie, Barry Dainton, Gegenwart, Zeitlichkeit, Thermodynamik, Metaphysik, Ereignisse, Zeitumkehr, Asymmetrie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert philosophische Theorien zur Struktur von Raum und Zeit, speziell den Unterschied zwischen der A-Reihe (mit einer dynamischen Gegenwart) und der B-Reihe (als statischer Block-View).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die metaphysischen Konzepte der Zeit, die Rolle der Sprache im Alltag sowie physikalische Argumente wie die Entropie, die zur Erklärung der Zeitpfeil-Asymmetrie herangezogen werden.

Was ist das Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die kritische Evaluation beider Zeitmodelle hinsichtlich ihrer logischen Konsistenz und ihrer Eignung, die gelebte Zeit sowie physikalische Beobachtungen zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturbasierte philosophische Analyse des Werkes „Time and Space“ von Barry Dainton, ergänzt um eine kritische Diskussion physikalischer Theorien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Abwägung der Vor- und Nachteile von A-Reihe und Block-View, inklusive einer detaillierten Erörterung, warum Entropie allein die Zeitrichtung nicht metaphysisch erzwingen kann.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe A-Reihe, B-Reihe, Zeitrichtung, Entropie und Block-View definieren.

Warum hält der Autor die A-Reihe für logisch widersprüchlich?

Da sich bei der A-Reihe alles auf ein „bewegliches Jetzt“ bezieht, verlieren Aussagen ihre Bedeutung, sobald der Moment vergeht, was zu einer Überbestimmung und logischen Instabilität führt.

Weshalb lehnt Dainton die Entropie als Begründung für die Zeitrichtung ab?

Dainton sieht keine zwingende oder offensichtliche Verbindung zwischen den Gesetzen der Thermodynamik und anderen Asymmetrien der Welt, wie etwa Kausalität oder Wissen; zudem sind lokale Umkehrungen statistisch nicht unmöglich.

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zwei Modelle von Zeit in Barry Daitons "Time and Space" (2010)
Untertitel
Eine metaphysikalische philosophische Betrachtung zweier Modelle der Raumzeit
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Lehrstuhl für Philosophische Anthropologie)
Veranstaltung
Proseminar „Theorien von Raum und Zeit“
Note
2,9
Autor
Dr.rer.nat. Dipl.-Physiker Udo Scheer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
6
Katalognummer
V384259
ISBN (eBook)
9783668593336
ISBN (Buch)
9783668593343
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zeit Raum Kausalität Entropie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr.rer.nat. Dipl.-Physiker Udo Scheer (Autor:in), 2014, Zwei Modelle von Zeit in Barry Daitons "Time and Space" (2010), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/384259
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Leseprobe aus  6  Seiten
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