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Diskriminierung in bayerischen und hessischen Schützenvereinen

Titel: Diskriminierung in bayerischen und hessischen Schützenvereinen

Hausarbeit , 2015 , 49 Seiten , Note: 2,00

Autor:in: Antje Kalina (Autor:in)

Soziologie - Methodologie und Methoden

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Sommer 2014 machte der Fall des muslimischen Schützenkönigs Mithat Gedik bundesweit Schlagzeilen. So forderte der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaft (BHDS), dass der amtierende Schützenkönig der Schützenbruderschaft St. Georg Sönnern-Pröbsting aus dem westfälischen Sönnern abdankt, da dieser kein Christ, sondern ein in Deutschland geborener Muslim sei. Da die christliche Religionszugehörigkeit jedoch in der Satzung des Schützenvereins verlangt sei, hätte Gedik weder Schützenkönig, noch überhaupt als Mitglied in den Schützenverein aufgenommen werden dürfen, so argumentiert der BHDS.

Ob in Schützenvereinen türkische Personen gegenüber Personen mit einem deutschen Namen diskriminiert werden, soll ebenso analysiert werden, wie eine Diskriminierung nach Geschlecht sowie Status, wobei ein Doktortitel als Zeichen eines hohen Status gelten kann, wohingegen Personen ohne Doktortitel einen niedrigeren sozialen Status innehaben. Untersucht wurde die Diskriminierung in Schützenvereinen anhand eines Feldexperimentes im Rahmen eines quantitativen Forschungspraktikums am Soziologieinstitut der Ludwig-Maximilians-Universität.

Bevor die statistische Auswertung der Ergebnisse innerhalb dieses Forschungsberichts erfolgt, soll vorher noch auf allgemeine Diskriminierungstheorien sowie auf den aktuellen Forschungsstand Bezug genommen werden. Auf die die Methodik von Feldexperimenten im Allgemeinen, soll im Folgenden ebenso wie auf den Ablauf des Feldexperimentes zur Untersuchung von Diskriminierung in Schützenvereinen näher eingegangen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Erklärungsansätze

3. Aktueller Forschungsstand mit Ableitung der Hypothesen

4. Beschreibung des Designs

5. Auswertung der Ergebnisse

5.1. Deskriptive Auswertung

5.2. Bivariate Auswertung

5.3. Multivariate Auswertung

6. Fazit

7. Literatur

8. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht mittels eines Feldexperiments, ob in bayerischen und hessischen Schützenvereinen Diskriminierung gegenüber bestimmten Personengruppen (basierend auf Nationalität, Geschlecht oder sozialem Status) bei der Anfrage nach einer Mitgliedschaft oder einem Probetraining stattfindet.

  • Analyse von Diskriminierungsprozessen in Schützenvereinen
  • Einfluss von Ethnizität, Geschlecht und sozialem Status auf das Antwortverhalten
  • Methodische Anwendung eines E-Mail-Feldexperiments
  • Überprüfung theoretischer Ansätze zur Diskriminierung im sozialen Raum

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Im Sommer 2014 machte der Fall des muslimischen Schützenkönigs Mithat Gedik bundesweit Schlagzeilen. So forderte der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaft (BHDS), dass der amtierende Schützenkönig der Schützenbruderschaft St. Georg Sönnern-Pröbsting aus dem westfälischen Sönnern abdankt, da dieser kein Christ, sondern ein in Deutschland geborener Muslim sei. Da die christliche Religionszugehörigkeit jedoch in der Satzung des Schützenvereins verlangt sei, hätte Gedik weder Schützenkönig, noch überhaupt als Mitglied in den Schützenverein aufgenommen werden dürfen, so argumentiert der BHDS.

Nach Rolf Nieborg, Sprecher des BHDS, hätte Gedik kein Mitglied der Schützenbruderschaft Sönnern werden dürfen, da diese „eine Vereinigung von christlichen Menschen“ sei. (Spiegel.de 2014a). Schließlich entstand ein Großteil der Schützenbruderschaften bereits im Mittelalter aus Bürgern, die sich selbst schützen und verteidigen wollten. Gekennzeichnet wurden diese Bruderschaften von ihrem starken kirchlich-religiösen Fundament. Jedoch verlor der Aspekt der Selbstverteidigung im Laufe der Zeit an Wert, stattdessen stehen in den meisten Bruderschaften heutzutage die sportliche Ausübung des Schießens, die soziale Gemeinschaft sowie die Pflege von Traditionen im Mittelpunkt (Zeit.de 2014).

Auch wenn der Dachverband in dem Fall Gedik einlenkte, so ist allein die Tatsache, dass ein muslimischer Schützenkönig eines Schützenvereins eine solche Diskussion in den Medien auslöste, ein Zeichen dafür, dass eine Gleichbehandlung in Schützenvereinen noch immer keine Selbstverständlichkeit ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Diskriminierung in Schützenvereinen ein, illustriert durch den Fall des Schützenkönigs Mithat Gedik im Jahr 2014.

2. Theoretische Erklärungsansätze: Das Kapitel erläutert soziologische und sozialpsychologische Theorien wie das Drei-Komponenten-Modell, die Theorie der sozialen Identität sowie das Etablierten-Außenseiter-Modell, um Diskriminierungsphänomene theoretisch zu fundieren.

3. Aktueller Forschungsstand mit Ableitung der Hypothesen: Es wird ein Überblick über bestehende Studien zur Diskriminierung auf Arbeits-, Wohnungs- und Bildungsmärkten gegeben und daraus die Hypothesen für das vorliegende Feldexperiment abgeleitet.

4. Beschreibung des Designs: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Vorgehensweise des Feldexperiments, inklusive der Stimulusgestaltung durch fiktive Absendernamen und der E-Mail-Anfragen an Schützenvereine.

5. Auswertung der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden in deskriptiver, bivariater und multivariater Form analysiert, um die Auswirkungen von Geschlecht, Nationalität und Status auf Antwortrate, -dauer und -qualität zu prüfen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Hypothesenprüfung zusammen und resümiert, dass Personen ausländischer Herkunft in Schützenvereinen weiterhin Benachteiligungen erfahren.

7. Literatur: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Datengrundlagen.

8. Anhang: Ergänzende statistische Regressionsmodelle und Diagnostiken.

Schlüsselwörter

Diskriminierung, Schützenvereine, Feldexperiment, Soziologie, Quantitative Forschung, soziale Identität, Etablierte-Außenseiter-Figuration, relative Deprivation, Signaltheorie, Migration, Geschlecht, sozialer Status, statistische Diskriminierung, Lohndiskriminierung, Vereinswesen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Vorhandensein von Diskriminierung in bayerischen und hessischen Schützenvereinen gegenüber verschiedenen sozialen Gruppen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf Diskriminierungsforschung, dem Einfluss von sozialen Merkmalen wie Ethnie und Geschlecht im Vereinswesen sowie der Anwendung experimenteller Methoden in der Soziologie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob Personen mit ausländischem Namen, weiblichem Vornamen oder ohne Doktortitel bei Anfragen an Schützenvereine benachteiligt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde ein Feldexperiment mit E-Mail-Anfragen durchgeführt, bei dem die Absendercharakteristika (Name, Titel) systematisch variiert wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen, eine Literaturübersicht zum aktuellen Forschungsstand, die detaillierte Beschreibung des Studiendesigns sowie die statistische Auswertung der gewonnenen Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Diskriminierung, Schützenvereine, Feldexperiment, Migration, soziale Kategorisierung und Gender Pay Gap.

Warum wurden Schützenvereine als Forschungsobjekt gewählt?

Da in den Medien Vorfälle von Ausgrenzung bekannt wurden, sollte überprüft werden, ob diese Einzelfälle auf eine systematische Diskriminierung im Verein hindeuten.

Welche Rolle spielt der "Doktortitel" im Experiment?

Der Doktortitel dient im Experiment als Indikator für den sozialen Status, um zu prüfen, ob ein höherer Status zu einer positiven Diskriminierung führt.

Wie wurden die Schützenvereine kontaktiert?

Die Vereine wurden per E-Mail angeschrieben, wobei ein standardisiertes Anschreiben verwendet wurde, das Interesse an einer Mitgliedschaft und einem Probetraining bekundete.

Welches Hauptergebnis liefert die Untersuchung?

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Personen mit ausländischem Namen tatsächlich eine geringere Antwortwahrscheinlichkeit haben und Antworten bei dieser Gruppe oftmals kürzer und weniger hilfsbereit ausfallen.

Ende der Leseprobe aus 49 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Diskriminierung in bayerischen und hessischen Schützenvereinen
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Soziologie)
Veranstaltung
Quantitatives Forschungspraktikum "Diskriminierung im Alltag"
Note
2,00
Autor
Antje Kalina (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
49
Katalognummer
V383775
ISBN (eBook)
9783668591585
ISBN (Buch)
9783668591592
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Diskriminierung Quantitative Methoden Feldexperiment quantitatives Forschungspraktikum Experiment Diskriminierungstheorien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Antje Kalina (Autor:in), 2015, Diskriminierung in bayerischen und hessischen Schützenvereinen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/383775
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