Bei der zu planenden Unterrichtsstunde handelt es sich um eine Stunde zum Thema „Märchen“. Explizit sollen die Schüler mit der Methode des Fünf-Sätze-Märchens selber ein Märchen schreiben und dieses am Ende der Unterrichtseinheit auch ihren Mitschülern vorlesen. Durch die Kombination aus Schreiben, Lesen und Zuhören kann die Unterrichtsstunde vielen Lernbereichen zugeordnet werden. Dabei liegt der Fokus selbstverständlich auf dem Bereich des Schreibens sowie in der allgemeinen Auseinandersetzung mit Märchen.
Inhaltsverzeichnis
1. Thematische Einordnung
2. Fachdidaktische Verortung
3. Sachanalyse
4. Bedingungsanalyse
5. Didaktische Analyse
5.1 Gegenwartsbedeutung
5.2 Zukunftsbedeutung
5.3 Zugänglichkeit und exemplarische Bedeutung
6. Formulierung von Lernzielen
7. Methodische Begründung
8. Kritische Reflexion der Stunde
9. Kommentiertes Schülermaterial
10. Diskussion der Methode „Fünf-Sätze-Märchen“
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit beschreibt die Planung und Durchführung einer Unterrichtsstunde in einer zweiten Klasse, in der Schülerinnen und Schüler durch die Anwendung der Methode des „Fünf-Sätze-Märchens“ dazu motiviert werden, selbstständig eigene Märchen zu verfassen und diese in einem Sitzkreis zu präsentieren.
- Kreatives Schreiben als zentraler Kompetenzbereich im Deutschunterricht
- Einführung und Anwendung der Methode des „Fünf-Sätze-Märchens“
- Förderung der Schreibmotivation durch Strukturierungshilfen
- Rolle des Schülers als Autor und Präsentation von Texten
- Reflexion über schreibdidaktische Konzepte und Methoden
Auszug aus dem Buch
3. Sachanalyse
Das Wort „Märchen“ stammt ursprünglich von dem alten deutschen Wort „Märlein“ ab, was so viel wie eine kleine Erzählung bedeutet. Als Verkleinerungsform des Wortes „Mär“ sind Märchen also eine kurze bzw. kleine Erzählung. Jedoch verlor der Begriff schon sehr früh diese Bedeutung und wurde negativ konnotiert und mit unwahren oder erfundenen Geschichten gleichgesetzt. Märchen gehören zum Gebiet der Epik, also zur erzählenden Literatur.
Durch die Sammlung der Kinder und Hausmärchen (KHM) der Gebrüder Grimm von 1812 sowie von weiteren deutschen Romantikern und Hans-Christian Andersen erlangte das Märchen im 19. Jahrhundert große Bedeutung. (vgl. LÜTHI 2004, S. 1-5) Besonders die KHM prägten den Märchenbegriff, welchen DODERER wie folgt definiert: „Unter Märchen wird im Allgemeinen eine Gattung phantastisch-wunderbarer Erzählungen ... verstanden, bei der Naturgesetze wie historisch-soziale Determinanten weitgehend aufgehoben sind und irreale Gestalten und Wunder bestimmende Elemente der Handlung werden können.“ (DODERER 1977, S. 422) Generell wird zwischen den Volks- und den Kunstmärchen unterschieden. Das Volksmärchen hat seinen Ursprung in der mündlichen Überlieferung von Geschichten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Thematische Einordnung: Die Unterrichtsstunde wird in den Lehrplan verortet und als Teil einer Projektwoche zum Thema Märchen beschrieben, wobei der Schwerpunkt auf dem Schreiben eigener Texte liegt.
2. Fachdidaktische Verortung: Dieser Abschnitt erläutert die theoretischen Konzepte des Schreibunterrichts und ordnet das kreative Schreiben in den Kontext aktueller didaktischer Ansätze ein.
3. Sachanalyse: Hier werden Definitionen und wesentliche Merkmale des Märchens als literarische Gattung, insbesondere der Unterschied zwischen Volks- und Kunstmärchen, dargelegt.
4. Bedingungsanalyse: Es erfolgt eine detaillierte Beschreibung der spezifischen Lernvoraussetzungen der Praktikumsklasse sowie der räumlichen und technischen Gegebenheiten vor Ort.
5. Didaktische Analyse: Dieser Teil beleuchtet die Bedeutung des Themas für die Gegenwart und Zukunft der Schüler sowie die methodischen Zugangsweisen zur unterrichtlichen Gestaltung.
6. Formulierung von Lernzielen: Hier werden die angestrebten Kompetenzen der Schüler hinsichtlich des Schreibprozesses und der anschließenden Präsentation ihrer Ergebnisse definiert.
7. Methodische Begründung: Die Wahl der Methode des Fünf-Sätze-Märchens wird begründet und das geplante unterrichtliche Vorgehen vom Einstieg bis zum Abschluss dargelegt.
8. Kritische Reflexion der Stunde: Die durchgeführte Stunde wird kritisch evaluiert, wobei positive Aspekte sowie Verbesserungsmöglichkeiten für die Planung und Durchführung analysiert werden.
9. Kommentiertes Schülermaterial: In diesem Kapitel werden ausgewählte Arbeitsergebnisse der Schüler nach bestimmten Kriterien analysiert, um den Lernfortschritt und die Umsetzung der Methode zu bewerten.
10. Diskussion der Methode „Fünf-Sätze-Märchen“: Abschließend erfolgt eine theoretische Einordnung und kritische Diskussion der Methode im Hinblick auf deren Anwendbarkeit im Primarbereich.
Schlüsselwörter
Märchen, Fünf-Sätze-Märchen, kreatives Schreiben, Schreibdidaktik, Grundschule, Schreibmotivation, Textproduktion, Schülerorientierung, Schreibprozess, Erzählen, Deutschunterricht, Literaturdidaktik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt einen ausführlichen Unterrichtsentwurf für eine zweite Grundschulklasse dar, in dem das kreative Schreiben eines eigenen Märchens mithilfe einer speziellen Strukturierungsmethode geplant, durchgeführt und reflektiert wird.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind das kreative Schreiben als didaktisches Konzept, die Gattung Märchen im Grundschulunterricht, die methodische Strukturierung von Schreibprozessen sowie die Reflexion über Lehr-Lern-Prozesse in der Grundschule.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler durch die Methode des Fünf-Sätze-Märchens zum eigenständigen, kreativen Schreiben zu animieren und ihnen durch eine klare Struktur die Angst vor dem leeren Blatt zu nehmen.
Welche wissenschaftliche Methode wird für den Unterricht verwendet?
Es wird die Methode des „Fünf-Sätze-Märchens“ angewandt, bei der durch die Kombination von Wörtern aus vorgegebenen Kategorien (Gegenstände und Märchenfiguren) und einem festen Satzschema eine kurze Geschichte konstruiert wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben der theoretischen fachdidaktischen Verortung und der Sachanalyse die Planung der konkreten Unterrichtsstunde, die kritische Reflexion der Umsetzung sowie die Analyse von Schülerergebnissen dokumentiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Märchen, Fünf-Sätze-Märchen, kreatives Schreiben, Schreibdidaktik und Grundschulpädagogik charakterisieren.
Warum wurde die Methode des Fünf-Sätze-Märchens gewählt?
Die Methode bietet eine notwendige Struktur, die insbesondere weniger schreibfreudigen Kindern hilft, ihre Kreativität ohne Überforderung zu entfalten, und gleichzeitig individuelle Ergebnisse ermöglicht.
Welche Herausforderungen bei der Umsetzung der Methode werden reflektiert?
Der Autor reflektiert unter anderem Zeitprobleme, die visuelle Überladung im Klassenzimmer, die Schwierigkeiten der Schüler bei der Bildung zusammengesetzter Wörter und die Notwendigkeit einer kleinschrittigeren Anleitung.
Was ist das Fazit zur Anwendbarkeit dieser Methode?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Methode grundsätzlich in allen Klassenstufen des Primarbereichs anwendbar ist, jedoch je nach Alter und Fähigkeiten der Schüler unterschiedliche Hilfestellungen wie Lückentexte oder Symbole benötigt.
- Arbeit zitieren
- Nico Oertel (Autor:in), 2017, Unterrichtsentwurf zur Methode des Fünf-Sätze-Märchens, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/383674