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Sozialisationsvorteile androgyner Menschen

Title: Sozialisationsvorteile androgyner Menschen

Diploma Thesis , 2005 , 127 Pages , Grade: 2

Autor:in: Mag. Viktoria Schmidt (Author)

Psychology - Social Psychology

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Summary Excerpt Details

Einleitung

Wie werden „Frauen“ und „Männer“ gedacht und wahrgenommen und wie präsentieren sich die weiblichen oder männlichen Individuen? Welche Eigenschaften werden ihnen zu- oder abgesprochen und in welchen Prozessen vollzieht sich diese Typisierung?

Wissenschaft beginnt damit, dass wir unsere Aufmerksamkeit beschränken indem wir die Grenzen des Bereichs abstecken, innerhalb dessen wir die Wirkungen der wesentlichen Elemente aufzuklären suchen. Ziel dieser Arbeit ist es, sowohl einen Überblick über die Entstehung von Geschlecht aus verschiedenen Perspektiven zu geben, als auch auf momentane Veränderungen, die unsere Gesellschaft durchläuft, einzugehen. Die facettenreichen theoretischen Bemühungen, Anteile von Weiblichkeit und Männlichkeit zu beschreiben und in Erklärungshypothesen neu zu erfassen, ermöglichen es, Geschlecht als etwas Veränderbares zu begreifen.

In den ersten Kapiteln werde ich mich mit der Konstruktion des Geschlechtsbegriffes beschäftigen. Die zu untersuchende Variable Geschlecht wird sowohl von der evolutionären, der geschichtlichen als auch von der entwicklungspsychologischen Sichtweise beleuchtet. Weiters wird der feministische Klassiker „Das andere Geschlecht“ von Simone de Beauvoir aufgegriffen. Zur Erklärung der männlich – weiblichen Differenz wird in diesem Kapitel primär auf Theorien der Psychoanalyse zurückgegriffen. Beauvoirs Argumentationen geben allerdings auch kulturtheoretische Einblicke – es bieten sich also sowohl Erklärungen für das kulturelle System der Zweigeschlechtlichkeit als auch Modelle zur Analyse von Sozialisationsprozessen von Mädchen und Jungen an.

Welchem Geschlecht wir angehören ist ein integraler Bestandteil dessen, wer wir sind, wie wir uns selbst erleben, und wie andere mit uns umgehen. Gesellschaften haben schon immer sorgfältig ausgearbeitete Systeme von Glaubensvorstellungen entwickelt, die unter anderem die Aufgabenverteilung kontrollieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

I. THEORETISCHER TEIL

2. ZUR KONSTRUKTION VON GESCHLECHT

2.1 EVOLUTIONÄRE PERSPEKTIVE

2.2 GESCHICHTLICHE PERSPEKTIVE

2.2.1 Das 18. Jahrhundert

2.2.2 Das 19. Jahrhundert

2.2.3 Das 20. Jahrhundert

2.2.4 Ansichten von Simone de Beauvoir im Jahre 1949

2.3 ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGISCHE PERSPEKTIVE

2.3.1 Geschlechtsidentität in der Kindheit

2.3.2 Geschlechtsidentität in der Adoleszenz

2.3.3 Geschlechtsidentität im Erwachsenenalter

3. GESCHLECHTSSPEZIFISCHE UNTERSCHIEDE: FAKTUM ODER VORURTEIL?

4. ANDROGYNIE

4.1 SICHTWEISE VON C. G. JUNG

4.2 SICHTWEISE VON D. ALFERMANN

5. WANDEL DER GESCHLECHTSROLLEN

5.1 VERÄNDERUNG DER WEIBLICHEN ROLLE

5.2 VERÄNDERUNG DER MÄNNLICHEN ROLLE

6. BEZIEHUNGSSTILE

7. HYPOTHESEN

II. METHODE

III. ERGEBNISSE

1. Geschlechtstypen: Reales und ideales Selbstbild

2. Zufriedenheit

3. Aussehen und Mode

4. Liebe und Beziehung

5. Zusammenfassung

IV. DISKUSSION

V. ANHANG

(1) FRAGEBOGEN

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, ob androgyne Persönlichkeiten, die sowohl positive männliche als auch positive weibliche Eigenschaften in sich vereinen, Sozialisationsvorteile genießen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, ob diese Personen zufriedener mit ihrem Leben sind und erfülltere Beziehungsstile pflegen als Personen, die einem klassischen geschlechtstypischen Rollenbild entsprechen.

  • Konstruktion und sozialpsychologische Grundlagen von Geschlecht.
  • Vergleich von traditionellen Geschlechtsrollenbildern und deren Wandel.
  • Analyse des Androgynie-Konzepts nach C. G. Jung und D. Alfermann.
  • Empirische Untersuchung zu Lebenszufriedenheit, Beziehungsqualität und Selbstbild.
  • Einfluss von Geschlechtstypen auf Sozialisation und Persönlichkeitsentwicklung.

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Geschlechtsidentität in der Kindheit

Säuglinge halten ab dem dritten Lebensmonat, spätestens jedoch mit sechs Monaten die Stimmen männlicher und weiblicher Erwachsener auseinander und können ab dem neunten Monat männliche und weibliche Gesichter unterscheiden. Allerdings wären Kinder in diesem Alter noch nicht in der Lage, die Frage „Bist Du ein Junge (Mädchen)?“ korrekt zu beantworten. Dies gelingt erst mit zweieinhalb bis drei Jahren. Ab dem dritten Lebensjahr orientiert sich die Wahl bzw. Ablehnung von Spielsachen oder Spielaktivitäten zunehmend am Kriterium der Geschlechtsangemessenheit. Die Geschlechterrollen werden eher wie absolut gültige Naturgesetze eingeordnet, statt als kulturell vereinbarte soziale Konventionen verstanden. In diesem Alter gewinnen auch geschlechtshomogene Gruppen als Kontext, in dem Kinder soziale Erfahrungen sammeln, größere Bedeutung.

Im Kindergarten lässt sich schon erkennen, dass kleine Buben vermehrt mit Buben, kleine Mädchen vermehrt mit Mädchen, spielen. Eine Befragung von Kindern im Kindergartenalter hat ergeben, dass Jungen ihre Geschlechtsgenossen „schlauer“ und „attraktiver“ finden als Mädchen, die ihnen „langweilig“ und „ängstlich“ vorkommen. Demgegenüber schätzen Mädchen an ihren Geschlechtsgenossinnen, dass sie „friedlicher“ und „angenehmer“ im Umgang sind als Jungen, die ihnen „böse“ und „wild“ erscheinen. Ein Hauptunterschied zwischen den Geschlechtern besteht hier, dass Jungen intensiver als Mädchen Dominanzhierarchien aufbauen und darauf aus sind, ihren Status zu sichern. Das Kind erwirbt sein geschlechtstypisches Verhalten als Mann oder Frau durch Nachahmung (Lernen am Modell) und durch Verstärkung seitens anderer Personen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, wie Geschlecht konstruiert wird und warum das traditionelle Rollenmodell zunehmend in Frage gestellt wird.

2. ZUR KONSTRUKTION VON GESCHLECHT: Dieses Kapitel beleuchtet Geschlecht aus evolutionären, geschichtlichen und entwicklungspsychologischen Perspektiven.

3. GESCHLECHTSSPEZIFISCHE UNTERSCHIEDE: FAKTUM ODER VORURTEIL?: Hier wird analysiert, inwieweit stereotype Annahmen über Geschlechtsunterschiede tatsächlich der Realität entsprechen oder soziale Konstruktionen sind.

4. ANDROGYNIE: Es werden die theoretischen Konzepte von Androgynie, insbesondere nach C. G. Jung und D. Alfermann, erörtert.

5. WANDEL DER GESCHLECHTSROLLEN: Das Kapitel behandelt die sozialen Veränderungen, die zur Aufweichung traditioneller Frauen- und Männerrollen geführt haben.

6. BEZIEHUNGSSTILE: Hier werden verschiedene Beziehungsmodelle und deren Einfluss auf die Beziehungsqualität untersucht.

7. HYPOTHESEN: Es werden die zu testenden Annahmen formuliert, die den Zusammenhang zwischen Androgynie und Sozialisationsvorteilen postulieren.

II. METHODE: Dieser Teil beschreibt das Forschungsdesign, die Stichprobe und das Messinstrument (BSRI) der empirischen Studie.

III. ERGEBNISSE: Die erhobenen Daten zur Lebenszufriedenheit, zum Selbstbild und zu Beziehungsaspekten werden deskriptiv und inferenzstatistisch dargestellt.

IV. DISKUSSION: Die Ergebnisse werden interpretiert, kritisch hinterfragt und in den theoretischen Rahmen eingeordnet.

Schlüsselwörter

Androgynie, Geschlechtsidentität, Geschlechtsrollen, Sozialisation, Selbstbild, Lebenszufriedenheit, Beziehungsstile, Geschlechtsstereotype, Maskulinität, Femininität, Gender, Persönlichkeitsentwicklung, Rollenkonflikt, Psychologie, Empirische Studie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob androgyne Menschen – also Individuen, die sowohl maskuline als auch feminine Eigenschaften besitzen – im Vergleich zu Menschen mit klassischen Geschlechtsrollenbildern Vorteile in ihrer sozialen Entwicklung und Lebensgestaltung haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die soziale Konstruktion von Geschlecht, den historischen Wandel von Geschlechterrollen sowie die Auswirkungen androgynen Verhaltens auf die allgemeine Lebenszufriedenheit und die Qualität von Paarbeziehungen.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist herauszufinden, ob Androgynie als erstrebenswertes Ideal betrachtet werden kann und ob androgyne Personen glücklicher sind sowie erfülltere Beziehungen führen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet eine quantitative empirische Methode in Form einer schriftlichen Befragung von 100 Probanden, wobei das „Bem Sex-Role Inventory“ (BSRI) genutzt wurde, um die Geschlechtstypen zu bestimmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil, der Konzepte wie Evolution, Geschichte, Psychologie und Androgynie beleuchtet, sowie einen empirischen Teil, der die Ergebnisse der Befragung hinsichtlich Selbstbild, Zufriedenheit und Beziehungsstile analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Androgynie, Geschlechtsidentität, Sozialisation, Lebenszufriedenheit und Beziehungsstile definieren.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen „realem“ und „idealem“ Selbstbild für die Ergebnisse eine Rolle?

Eine geringe Diskrepanz zwischen realem und idealem Selbstbild gilt als Indikator für psychische Gesundheit und Lebenszufriedenheit, wobei die Studie zeigt, dass androgyne Personen diese Übereinstimmung in höherem Maße aufweisen.

Welche Erkenntnis gibt es bezüglich der Männerrolle im Kontext der Untersuchung?

Es zeigt sich, dass traditionell geschlechtstypische Männer häufig eine größere Diskrepanz zwischen ihrem realen und idealen Selbstbild aufweisen und tendenziell unzufriedener sind, was die Notwendigkeit unterstreicht, dass Männer heutzutage auch „weibliche“ Tugenden integrieren sollten.

Excerpt out of 127 pages  - scroll top

Details

Title
Sozialisationsvorteile androgyner Menschen
College
University of Linz
Grade
2
Author
Mag. Viktoria Schmidt (Author)
Publication Year
2005
Pages
127
Catalog Number
V38153
ISBN (eBook)
9783638373098
Language
German
Tags
Sozialisationsvorteile Menschen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. Viktoria Schmidt (Author), 2005, Sozialisationsvorteile androgyner Menschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/38153
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