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Das Frauenbild und die Minne in Wolframs von Eschenbach "Parzival"

Titel: Das Frauenbild und die Minne in Wolframs von Eschenbach "Parzival"

Hausarbeit , 2016 , 24 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Büsra Tasdemir (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Parzival Wolframs von Eschenbach ist ein mittelhochdeutscher und höfischer Versroman, welcher im 12. Jahrhundert entstand. Wolframs ‚Parzival‘ gehört zur sogenannten Artusepik, aufgrund der Thematik ist der Parzival als Artus- und Gralsroman bekannt. In dem Roman werden besonders viele aventiuren zweier Protagonisten erzählt: vom Gralskönig Parzival und dem Artusritter Gâwân. Der Roman hat nicht nur einen Handlungsstrang, sondern mehrere. Drei Handlungsstränge, die im ‚Parzival‘ auf kunstvolle Weise miteinander verknüpft sind; zum einen die Gahmuret/Feirefiz-Handlung, als zweites die allgemeine Handlung um Parzival und den Gral, und als drittes die als Kontrast zur Parzival- Geschichte angelegte Gawan-Handlung. In fast all diesen Handlungssträngen steht eine außerordentlich wichtige Thematik im Vordergrund: Die Minne. Die Minne Thematik spielt in Wolframs Parzival eine wichtige Rolle, zum einen, weil sie ausschlaggebend für die Entwicklung des Titelhelden ist, und zum anderen, weil man viele Seiten der Minne im Parzival entdeckt. Wie die Minne in der eigentlichen Vorstellung und die Gralsminne. Die meisten Figuren in Wolframs Parzival machen ihre eigene Erfahrung mit der Minne. So sind die Minne-Beziehungen Gawans ein großer Handlungsstrang in Wolframs Parzival. Parzival und Gawan werden von Wolfram ohnehin in der Ritterehre gleichgestellt. Bezüglich der Minne-Thematik jedoch schlagen beide Figuren verschiedene Ebenen an, während Parzival fern der ritterlichen Welt keine höfische Erziehung hatte, genoss Gawan hingegen eine höfisch-gesellschaftliche Erziehung. Daher unterscheidet sie aufgrund der Erziehung einzig das Schicksal, dass ihnen vorbestimmt ist. In dieser Arbeit sollen die Minne und das Frauenbild in der höfischen Dichtung und im Parzival analysiert und miteinander verbunden werden. Dabei spielen die wichtigen Frauencharaktere eine große Rolle. Als Hilfe dienen dazu einige Auszüge aus dem Roman.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Darstellung der Frau in der hochmittelalterlichen Dichtung und in Wolframs ‚Parzival‘

2.1 Das Frauenbild in der höfischen Literatur

2.2 Das Frauenbild in Wolframs ‚Parzival‘

2.3 Wichtige Charaktere im Überblick

3. Die Bedeutung der Minne in der hochmittelalterlichen Dichtung und in Wolframs ‚Parzival‘

3.1 Die Minne in der höfischen Literatur

3.2 Die Bedeutung der Minne in Wolframs ‚Parzival‘

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert die Darstellung des Frauenbildes sowie die facettenreiche Bedeutung der Minne in Wolframs von Eschenbach „Parzival“ im Vergleich zur höfischen Dichtung des Hochmittelalters, um aufzuzeigen, wie Wolfram traditionelle höfische Ideale adaptiert, kritisch hinterfragt oder durch ein neues Bild weiblichen Heldentums ergänzt.

  • Analyse des hochmittelalterlichen Frauenbildes und dessen Modifikation in Wolframs „Parzival“.
  • Untersuchung der zentralen Frauenfiguren Herzeloyde, Orgelûse und Cundwîrâmûrs.
  • Deutung der Minne-Thematik und ihrer Auswirkungen auf die Protagonisten.
  • Erörterung des Zusammenspiels zwischen ritterlichem Dienst, Treue und individueller Motivation.
  • Hinterfragung des Einflusses misogyn-traditioneller Klischees innerhalb des Romans.

Auszug aus dem Buch

2.2 Das Frauenbild im Parzival

Wolfram geht in seinem Werk bzgl. der Frauenfiguren sehr auf die Darstellung der Eigenschaften und Fähigkeiten ein. Die wichtigen Frauenfiguren gelten als Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts. In keinem anderen höfischen Roman des Hochmittelalters treten wichtige und entscheidungstragende Frauen auf als in Wolframs ‚Parzival‘.

In Wolframs Parzival wird zum ersten Mal in Buch I. über Frauen gesprochen. Der Erzähler möchte etwas über „wîplichez wîbes reht“ erzählen. Zu Beginn fällt eine Positivität und zugleich auch eine Art „Warnung“ an die Frauen im ersten Buch auf; so beschreibt der Erzähler „für diu wîp stôze ich disiu zil. Swelhiu mîn râten merken will, diu sol wizzen war si kêre ir prîs und ir êre, und wem si dâ na^ch sî bereit minne und ir werdekeit, so daz si niht geriuwe ir kiusche und ir triuwe.“ (Buch I. 2/3, V. 25-30/ V. 1-2). Der Erzähler berichtet hier, dass nicht nur von Männern die Rede ist, sondern auch von Frauen. Frauen sollten „aufpassen“, an wen sie ihren Glanz und ihre Ehre zielen, und für wen sie später ihre Liebe und ihr Herz bereithalten, sodass ihre Keuschheit und somit auch ihre Treue vor ihrem Zukünftigen sie nicht reuen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Werk „Parzival“ ein, erläutert die verschiedenen Handlungsstränge und definiert die zentrale Forschungsfrage bezüglich der Rolle von Minne und Frauenbild.

2. Die Darstellung der Frau in der hochmittelalterlichen Dichtung und in Wolframs ‚Parzival‘: Dieses Kapitel vergleicht das allgemeine, oft negative Frauenbild des Mittelalters mit der höfischen Dichtung und analysiert spezifische Frauenfiguren im Parzival.

3. Die Bedeutung der Minne in der hochmittelalterlichen Dichtung und in Wolframs ‚Parzival‘: Es wird die Definition der Minne, ihre machtvolle Wirkung und ihre unterschiedlichen Ausprägungen (wie die Hohe Minne) im Kontext des Romans untersucht.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert, dass Wolfram zwar misogynen Mustern folgt, aber zugleich ein neues, individuelles und aktives Frauenbild entwirft.

Schlüsselwörter

Wolfram von Eschenbach, Parzival, Minne, Frauenbild, Hochmittelalter, höfische Literatur, Herzeloyde, Orgelûse, Cundwîrâmûrs, Gralsminne, Triuwe, Minnedienst, Rittertum, Literaturwissenschaft, Geschlechterrollen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse des Frauenbildes und der Minne-Thematik in Wolframs von Eschenbach Werk „Parzival“ im Kontext der höfischen Dichtung des Mittelalters.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Darstellung von Frauenfiguren, die verschiedenen Ausprägungen der Liebe (Minne) und die Entwicklung der ritterlichen Identität durch diese beiden Aspekte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Wolfram von Eschenbach ein eigenes, komplexes Frauenbild erschafft, das sowohl mit traditionellen frauenfeindlichen Klischees bricht als auch diese teilweise beibehält.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext („Parzival“) in Bezug auf spezifische Fragestellungen auswertet und mit aktueller Fachliteratur zur hochmittelalterlichen Literaturgeschichte verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Publikation behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei große Bereiche: die Untersuchung der Frauenrollen (inkl. Charakteranalysen von Herzeloyde, Orgelûse und Cundwîrâmûrs) und die Bedeutung der Minne als treibende Kraft und Herausforderung für die Protagonisten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Parzival, Minne, Frauenbild, Höfische Dichtung und Ritterethos beschreiben.

Welche Rolle spielt Herzeloyde für Parzivals Entwicklung?

Herzeloyde wird als fürsorgliche, aber durch ihre unzureichende Erziehung und den Versuch des Schutzes vor der Ritterwelt mitverantwortlich für das anfängliche Unwissen Parzivals beschrieben.

Wie verändert sich das Bild der Orgelûse im Romanverlauf?

Orgelûse erscheint zunächst als freche und scheinbar unhöfische Figur, deren Verhalten jedoch durch ihr Racheziel und ihre Treue zu ihrem verstorbenen Ehemann Cidegast motiviert und somit verständlicher wird.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Frauenbild und die Minne in Wolframs von Eschenbach "Parzival"
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Germanistik)
Veranstaltung
Erzählverfahren und Strategie in Wolframs Parzival
Note
3,0
Autor
Büsra Tasdemir (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
24
Katalognummer
V381467
ISBN (eBook)
9783668578944
ISBN (Buch)
9783668578951
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frauenbild Parzival Wolfram von Eschenbach Minne 12. Jahrhundert Roman Mediävistik Dichtung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Büsra Tasdemir (Autor:in), 2016, Das Frauenbild und die Minne in Wolframs von Eschenbach "Parzival", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/381467
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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