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Terroranschläge und ihre Inszenierung als Medienereignis

Titel: Terroranschläge und ihre Inszenierung als Medienereignis

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Christina Grams (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Mediengeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll zunächst über den Begriff Terrorismus informieren und dann sowohl einen Einblick über die Ereignisse des 11. Septembers 2001, als auch über die Arbeit der Nachrichtensender an diesem Tag geben. Danach wird beschrieben, nach welchem Muster die Nachrichtensender ihre Berichterstattungen über solche Anschläge aufbauen. Es wird auf die Bedeutung des so genannten "Falling Man" eingegangen und abschließend kurz angerissen, wie viele Möglichkeiten mehr es inzwischen gibt, sich zu informieren oder informiert zu werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Der Begriff „Terrorismus“

Die Ereignisse des 11. September in den Medien

Die fünf Inszenierungsphasen des Terrors

Die ikonische Bedeutung des Falling Man

Echtzeiterfahrung durch neue Kommunikationswege

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Inszenierung von Terroranschlägen am Beispiel der Ereignisse des 11. Septembers 2001 und späterer Anschläge. Ziel ist es, die Mechanismen aufzuzeigen, wie Terrorismus durch mediale Berichterstattung zum globalen Medienereignis transformiert wird, welche Bedeutung ikonische Bilder dabei einnehmen und wie sich die Echtzeiterfahrung durch moderne Kommunikationskanäle verändert hat.

  • Definition und historische Einordnung des Terrorismus
  • Die Rolle von Nachrichtenmedien bei Terrorereignissen
  • Modell der fünf Inszenierungsphasen nach Weichert
  • Ikonografie des Terrors am Beispiel des „Falling Man“
  • Der Einfluss von Social Media auf die Echtzeit-Berichterstattung

Auszug aus dem Buch

Die fünf Inszenierungsphasen des Terrors

Medienereignisse wie der Terroranschlag vom 11. September 2001 folgen alle einem ähnlichen Schema in der Berichterstattung. Man spricht hier von den fünf Inszenierungsphasen des Terrors. Liveness, Ästhetisierung, Dramatisierung, Ritualisierung und Historisierung bilden idealtypisch den dialektischen Phasenzyklus (vgl. Weichert, 2011). Alle fünf Phasen verlaufen teilweise überlappend oder sogar parallel und sind alle voneinander abhängig. Sie „beschreiben den standardisierten Verlauf, wie sich die Berichterstattung von Krisenereignissen im Fernsehen über einen längeren Zeitraum entwickelt“ (Weichert, 2011, p. 273).

Liveness ist die erste Phase der Berichterstattung. Hierzu gehören die ersten Bilder die durch Fernsehstanlten, aber auch durch Amateurfilmer veröffentlicht werden. In dieser Phase ist alles sehr hektisch. Sondersendungen wie sie am 11. September auf die Bildschirme liefen, sind gespickt mit zahlreichen „Live-Schaltungen, Korrespondenten-Anrufungen und Experten-Befragungen im Studio“ (Weichert, 2011, p. 274). Besonders charakteristisch sind in dieser Phase der Berichterstattung Zeitlupen und Wiederholungen. Es handelt sich hierbei um Repräsentationstechniken, die den Zuschauer in eine Art Live-Atmosphäre versetzen sollen. Viele Millionen Zuschauer weltweit hatten am 11. September 2001 das Gefühl live dabei zu sein, als die Zwillingstürme des World Trade Centers kurze Zeit nacheinander in sich zusammenfielen. Augenzeugen berichteten, dass sie, obwohl sie die Rauchwolke deutlich sehen konnten, ihren Fernseher anschalteten um die Bestätigung zu bekommen, dass es wirklich echt war.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der medialen Berichterstattung über Terroranschläge ein und erläutert das methodische Vorgehen der Arbeit.

Der Begriff „Terrorismus“: Dieses Kapitel definiert Terrorismus als politisch motivierte Gewalt und beleuchtet dessen historische Entwicklung sowie dessen instrumentelle Nutzung durch terroristische Gruppierungen.

Die Ereignisse des 11. September in den Medien: Hier wird analysiert, wie Medien weltweit auf die Anschläge reagierten und welche Bedeutung die Live-Berichterstattung für das Verständnis der Katastrophe hatte.

Die fünf Inszenierungsphasen des Terrors: Es wird das theoretische Modell nach Weichert vorgestellt, das den standardisierten Ablauf der medialen Aufbereitung von Krisenereignissen in fünf Phasen unterteilt.

Die ikonische Bedeutung des Falling Man: Dieser Abschnitt untersucht die Wirkung und ethische Problematik einer der bekanntesten Fotografien der Anschläge.

Echtzeiterfahrung durch neue Kommunikationswege: Das Kapitel thematisiert den Wandel der Berichterstattung durch Social Media und die Veränderung von der reinen Rezeption zur unmittelbaren Teilhabe.

Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Rolle der Medien als Vermittler, aber auch als Akteure in der Wahrnehmung von Terrorereignissen.

Schlüsselwörter

Terrorismus, Medienereignis, 11. September, Live-Berichterstattung, Inszenierung, Liveness, Ästhetisierung, Dramatisierung, Ritualisierung, Historisierung, Falling Man, Echtzeit-Kommunikation, Krisenberichterstattung, Medienethik, Social Media.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die mediale Aufbereitung und Inszenierung von Terroranschlägen, wobei der Fokus insbesondere auf der Berichterstattung zum 11. September 2001 liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Definition von Terrorismus, die mediale Transformation von Ereignissen in Medienereignisse und der Einfluss neuer Technologien auf die Echtzeit-Berichterstattung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Mechanismen hinter der medialen Inszenierung von Terrorismus zu identifizieren und zu erklären, warum diese oft einem bestimmten, standardisierten Phasenmodell folgen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer deskriptiven Untersuchung medialer Berichterstattungsformen anhand von Fallbeispielen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Inszenierungsphasen, eine detaillierte Betrachtung der 9/11-Berichterstattung sowie eine ikonografische Analyse ausgewählter Medienbilder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Terrorismus, Medienereignis, Liveness, Inszenierung, Echtzeit-Kommunikation und Krisenberichterstattung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Berichterstattung heute von der am 11. September 2001?

Während 2001 vor allem klassische Fernsehsender die Informationshoheit hatten, ermöglichen heutige Kanäle wie Twitter oder Facebook eine unmittelbare Echtzeiterfahrung und Teilhabe durch Nutzer und Amateurberichterstatter.

Welche ethische Problematik wird im Zusammenhang mit dem „Falling Man“ diskutiert?

Es wird die Debatte beleuchtet, ob derartige Bilder, die ein grausames Schicksal zur Ästhetik erheben, journalistisch veröffentlicht werden dürfen oder die Privatsphäre der Opfer verletzen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Terroranschläge und ihre Inszenierung als Medienereignis
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Medienwissenschaften)
Veranstaltung
Medienästhetik & Mediengeschichte
Note
1,3
Autor
Christina Grams (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
18
Katalognummer
V381161
ISBN (eBook)
9783668581432
ISBN (Buch)
9783668581449
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Terror Inszenierung Medienereignis Massenmedien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christina Grams (Autor:in), 2017, Terroranschläge und ihre Inszenierung als Medienereignis, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/381161
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Leseprobe aus  18  Seiten
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