Diese Seminararbeit befasst sich mit dem Vergleich des e-Procurement mit dem konventionellen Einkauf. Der Vergleich wird mittels eines SCORING Modells durchgeführt.
Im Einkauf eines Unternehmens bieten sich durch die Reduktion von Produkt- und Prozesskosten hohe Sparpotentiale, die sich direkt auf den Erfolg des Unternehmens und die Position auf dem Markt auswirken. In der konventionellen Beschaffung können diese Sparpotentiale auf Grund von hohen Prozesskosten und einer hohen Anzahl von manuellen Tätigkeiten nicht voll ausgeschöpft werden. Daher stellt sich für viele Unternehmen die Frage, ob eine Einführung eines E-Procurement Systems lohnenswert ist.
Zur Beantwortung der Forschungsfrage wird ein Scoring-Modell aufgestellt, dass verschiedene Bewertungskriterien für die beiden Handlungsalternativen konventioneller Einkauf (KE) und E-Procurement (EP) beleuchtet. Die Bewertungskriterien werden aus subjektiver Sicht des Autors gewichtet und bewertet und führen am Ende zu Nutzwerten, die verglichen werden können. Die quantitativen Kriterien werden auf Grund von Erfahrungswerten aus der verwendeten Literatur bewertet und nicht direkt mit Zahlenbeispielen verglichen, da diese nur schwer auffindbar sind und sich je nach Größe und Branche der Unternehmung stark unterscheiden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Methodik
1.4 Aufbau
2. Electronic Procurement
2.1 Grundlagen des E-Procurement
2.1.1 Definition
2.1.2 Einsatzmöglichkeiten
2.2 E-Ordering
2.3 E-Sourcing
3. Scoring Modell
3.1 Definition
3.2 Vorgehensweise
3.2.1 Bestimmung der Zielkriterien
3.2.2 Gewichtung der Zielkriterien
3.2.3 Bewertung der Nutzwerte / Ergebnisse
3.3 Bewertung der Nutzwertanalyse
4. Anwendung des Scoring-Modells auf die Einführung von E-Procurement
4.1 Ausgangssituation
4.2 Umsetzung des Scoring-Modells
4.2.1 Kriterienauswahl
4.2.2 Gewichtung der Kriterien
4.2.3 Bewertung der Kriterien
4.2.4 Analyse der Ergebnisse / Nutzwerte
5. Fazit
Zielsetzung und Themenbereiche
Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob die Implementierung von E-Procurement die Performance eines Unternehmens steigert. Hierzu wird ein Scoring-Modell als Nutzwertanalyse herangezogen, um den konventionellen Einkauf und E-Procurement gegenüberzustellen und subjektiv bewertete Kriterien zur Entscheidungsfindung zu nutzen.
- Grundlagen des E-Procurement und elektronischer Beschaffungsprozesse
- Methodik der Nutzwertanalyse und Scoring-Modelle
- Kriterienkatalog zur Bewertung der Beschaffungseffizienz
- Vergleichende Analyse der Handlungsalternativen (konventionell vs. elektronisch)
Auszug aus dem Buch
3.1 Definition
Die „Nutzwertanalyse ist die Analyse einer Menge komplexer Handlungsalternativen mit dem Zweck, die Elemente dieser Menge entsprechend den Präferenzen des Entscheidungsträgers bezüglich eines multidimensionalen Zielsystems zu ordnen. Die Abbildung dieser Ordnung erfolgt durch die Angabe der Nutzwerte (Gesamtwerte) der Alternativen.“21
Das Scoring-Modell ist eine Punktbewertungsmethode und eine Form der Nutzwertanalyse. Das englische scoring bedeutet ins Deutsche übersetzt das Spielergebnis oder Punkteergebnis, daher der Name Scoring Modell. Es wird als Instrument zur mehrdimensionalen Bewertung von Handlungsalternativen genutzt.22
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Definiert die Problemstellung der ineffizienten konventionellen Beschaffung und führt in die Zielsetzung sowie die methodische Herangehensweise mittels Scoring-Modell ein.
2. Electronic Procurement: Vermittelt die theoretischen Grundlagen des E-Procurement, unterscheidet zwischen E-Ordering und E-Sourcing und beleuchtet verschiedene operative Einsatzmöglichkeiten.
3. Scoring Modell: Erläutert die theoretische Basis der Nutzwertanalyse, das Vorgehen bei der Kriterienfindung und Gewichtung sowie die Anwendung verschiedener Bewertungsskalen.
4. Anwendung des Scoring-Modells auf die Einführung von E-Procurement: Beschreibt die praktische Durchführung der Nutzwertanalyse, von der Kriterienauswahl bis zur abschließenden Berechnung und Analyse der Ergebnisse für E-Procurement gegenüber dem konventionellen Einkauf.
5. Fazit: Beantwortet die Forschungsfrage positiv unter Berücksichtigung der Einschränkungen der Nutzwertanalyse und empfiehlt ergänzende Investitionsrechnungen.
Schlüsselwörter
E-Procurement, Beschaffung, Nutzwertanalyse, Scoring-Modell, Prozesskosten, Effizienz, E-Ordering, E-Sourcing, Maverick Buying, Automatisierung, Entscheidungsmodell, Prozessoptimierung, Unternehmensperformance.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bewertung des E-Procurement als effiziente Alternative zum konventionellen Einkaufsprozess in Unternehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen elektronischer Beschaffung, der Anwendung von Nutzwertanalysen zur Entscheidungsfindung und der Identifikation von Prozessvorteilen.
Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, ob die Einführung von E-Procurement die Leistungsfähigkeit (Performance) eines Unternehmens verbessert.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Der Autor nutzt ein Scoring-Modell, bei dem verschiedene Handlungsalternativen anhand individuell gewichteter Kriterien mittels einer Nutzwertanalyse quantitativ verglichen werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Einordnung des E-Procurement, der Definition des Scoring-Modells sowie der konkreten Anwendung dieses Modells auf den Beschaffungsprozess.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wesentlichen Begriffe sind E-Procurement, Nutzwertanalyse, Scoring-Modell, Prozesskosten und Beschaffungsoptimierung.
Warum wird im Modell explizit "Maverick Buying" als Kriterium aufgeführt?
Maverick Buying beschreibt das eigenmächtige Bestellen außerhalb etablierter Prozesse, was zu höheren Kosten führt; E-Procurement soll dies durch Prozessbündelung reduzieren.
Warum hält der Autor die Nutzwertanalyse allein für nicht ausreichend?
Da die Nutzwertanalyse subjektiv geprägt ist, empfiehlt der Autor eine zusätzliche monetäre Investitionsrechnung, um auch wirtschaftliche Aspekte wie tatsächliche Anschaffungskosten abzubilden.
- Quote paper
- Armando Dimo (Author), 2016, Führt die Einführung von E-Procurement zu einer Verbesserung der Perfomance des Unternehmens?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/381005