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Systemtheorie. Planwirtschaft und Komplexität. Die DDR mit Niklas Luhmann konfrontiert

Title: Systemtheorie. Planwirtschaft und Komplexität. Die DDR mit Niklas Luhmann konfrontiert

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Pascal Schneider (Author)

Sociology - Miscellaneous

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Der Sozialismus geht mit seiner Planwirtschaft davon aus, Entscheidungen könnten zum Wohle Aller zentral durch die Politik getroffen werden. Wie funktioniert Planwirtschaft in einer komplexen Gesellschaft, die doch eigentlich nicht planbar ist, sondern sich spontan und zufällig weiterentwickelt? Die Arbeit untersucht, wie eine Planwirtschaft theoretisch und praktisch an solche Probleme herangehen sollte und warum dies nicht funktionieren konnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Moderne Gesellschaft und Sozialismus

II. Systemtheorie

II.a Komplexität, Kontingenz und Risiko

II.b Funktionssysteme und ihre Medien

II.c Steuerung und Zukunftsplanung

III. Sozialistische Planwirtschaft

III.a Ideologie

III.b Planwirtschaft vs. Marktwirtschaft

IV. Diskussion und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen einer zentral gesteuerten Planwirtschaft auf die hochkomplexe Struktur moderner Gesellschaften. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie eine Planwirtschaft in einer funktional differenzierten Gesellschaft funktionieren kann, wobei die DDR als praktisches Fallbeispiel dient und mit Niklas Luhmanns Systemtheorie konfrontiert wird.

  • Grundlagen der soziologischen Systemtheorie nach Luhmann
  • Analyse der Funktionssysteme und Kommunikationsmedien
  • Ideengeschichtliche Hintergründe der sozialistischen Planwirtschaft
  • Vergleichende Betrachtung von Plan- und Marktwirtschaft
  • Systemtheoretische Kritik an zentraler Steuerung und Komplexitätsreduktion

Auszug aus dem Buch

II.c Steuerung und Zukunftsplanung

„Man möchte bestimmte Zustände, die nicht von selber eintreten werden, herstellen können. Im einen Falle hat man in der Gegenwart das Problem der wahren Kenntnis von Gesetzmäßigkeiten, im anderen Falle das Problem der Mittel und der Kosten. Aber wozu soll man die Zukunft beschreiben? Und wie kann man es, wenn in der Gegenwart das, was zu beschreiben ist, noch gar nicht sichtbar ist.“ (Luhmann 1992: 129)

Weiter oben ging es schon um Komplexität und die nötige Systemdifferenzierung, um diese Komplexität verarbeiten zu können. Schaffen es Systeme nicht, an laufende Kommunikationen stets wieder anschließen zu können, etwa durch Zahlungen in der Wirtschaft, existieren sie nicht mehr, denn Systeme bestehen allein aus Kommunikation. Kommunikationsmedien machen Kommunikation wahrscheinlicher. Geld als Medium ist auch an Vertrauen gebunden; was passiert, wenn das Vertrauen schwindet, kann bei Wirtschaftskrisen beobachtet werden.

Allein um gegenwärtige Komplexität zu verarbeiten müssen Systeme sich stets an ihre Umwelt anpassen. Sie müssen sich und ihre Umwelt beobachten und ständig an neue Kommunikationen anschließen. Damit ist die Planung einer Zukunft erschwert, da es kein zentrales Gesellschaftssystem gibt, das Andere dominieren kann. Jedes Funktionssystem ist stets abhängig von Anderen und äußeren Einflüssen, etwa aus der nicht-sozialen, also der psychischen Umwelt oder der Welt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Moderne Gesellschaft und Sozialismus: Dieses Kapitel führt in die historische Entwicklung der Ideologien und der kapitalistischen Analyse ein und stellt die systemtheoretische Leitfrage nach der Funktionsfähigkeit einer Planwirtschaft in der Moderne.

II. Systemtheorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen Luhmanns erörtert, insbesondere die Funktionsweise komplexer, autopoietischer Systeme sowie deren Steuerungsprobleme.

II.a Komplexität, Kontingenz und Risiko: Dieses Kapitel erläutert, wie soziale Systeme durch funktionale Differenzierung Komplexität verarbeiten und warum Entscheidungen in Demokratien kontingent bleiben.

II.b Funktionssysteme und ihre Medien: Es wird analysiert, wie unterschiedliche Funktionssysteme der Gesellschaft eigene Logiken und Kommunikationsmedien entwickeln, die sich einer zentralen Steuerung entziehen.

II.c Steuerung und Zukunftsplanung: Der Abschnitt diskutiert die Grenzen der Planbarkeit in komplexen Systemen und stellt fest, dass Zukunftsplanung stets eine unsichere Spekulation bleibt.

III. Sozialistische Planwirtschaft: Das Kapitel untersucht die ideologischen Wurzeln des Sozialismus und dessen Zielsetzung, die Wirtschaft zentralistisch zu transformieren.

III.a Ideologie: Hier wird der Einfluss marxistischer Theorien auf Akteure wie Lenin und Luxemburg sowie deren Sicht auf Staat und Wirtschaft beleuchtet.

III.b Planwirtschaft vs. Marktwirtschaft: Dieser Teil vergleicht die Mechanismen staatlicher Zuteilung mit marktwirtschaftlichen Prinzipien und analysiert das Scheitern von Reformversuchen wie dem NÖSPL in der DDR.

IV. Diskussion und Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Planwirtschaften in komplexen Gesellschaften unterkomplex sind und notwendigerweise an der Eigendynamik funktional differenzierter Systeme scheitern.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Niklas Luhmann, Planwirtschaft, DDR, Komplexität, Kontingenz, funktionale Differenzierung, Sozialismus, Autopoiesis, Marktwirtschaft, Steuerung, Gesellschaftstheorie, Politische Ökonomie, Systemversagen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Planwirtschaft in der DDR durch die Brille der soziologischen Systemtheorie nach Niklas Luhmann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind Komplexität, Systemdifferenzierung, die Unmöglichkeit totaler politischer Steuerung und der Vergleich zwischen plan- und marktwirtschaftlichen Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen einer zentralen Planwirtschaft auf die hochkomplexe Struktur moderner Gesellschaften theoretisch fundiert zu ergründen und die systembedingten Grenzen dieser Steuerung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine systemtheoretische Analyse angewandt, die den Sozialismus und die DDR als reale Beobachtungsobjekte mit den abstrakten Konzepten Luhmanns konfrontiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung systemtheoretischer Grundbegriffe und eine anschließende Analyse der sozialistischen Praxis in der DDR unter Berücksichtigung von Ideologie und Wirtschaftssteuerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Systemtheorie, Komplexität, Planwirtschaft, funktionale Differenzierung und Autopoiesis sind die entscheidenden Begriffe.

Warum konnte die Planwirtschaft der DDR aus systemtheoretischer Sicht nicht dauerhaft funktionieren?

Weil sie versuchte, ein unterkomplexes Steuerungssystem über eine funktional differenzierte, hochkomplexe Gesellschaft zu stülpen, was die notwendige Anpassungsfähigkeit an verschiedene Funktionslogiken (Wirtschaft, Recht, Politik) verhinderte.

Welche Rolle spielte das "Neue Ökonomische System der Planung und Leitung" (NÖSPL)?

Das NÖSPL war der Versuch, marktwirtschaftliche Flexibilität in die DDR-Planwirtschaft einzubauen, scheiterte jedoch, da der Staat die faktische Kontrolle über die Wirtschaft nicht aufgab und keine echte Eigenverantwortung der Betriebe zuließ.

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Details

Title
Systemtheorie. Planwirtschaft und Komplexität. Die DDR mit Niklas Luhmann konfrontiert
College
University of Frankfurt (Main)  (Soziologie)
Course
Figuren des Sozialen
Grade
2,0
Author
Pascal Schneider (Author)
Publication Year
2017
Pages
15
Catalog Number
V380890
ISBN (eBook)
9783668575783
ISBN (Book)
9783668575790
Language
German
Tags
Luhmann Systemtheorie Komplexität Planwirtschaft Sozialismus DDR Kontingenz Risiko Entscheidung Steuerung Zukunftsplanung Ideologie Marktwirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Pascal Schneider (Author), 2017, Systemtheorie. Planwirtschaft und Komplexität. Die DDR mit Niklas Luhmann konfrontiert, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/380890
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