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Sprachliche Sozialisation und sprachlicher Habitus in Migrationskontexten

Titel: Sprachliche Sozialisation und sprachlicher Habitus in Migrationskontexten

Studienarbeit , 2017 , 56 Seiten

Autor:in: Edyta Wolska (Autor:in)

Soziologie - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Überlegung zeigt eine mögliche Perspektive für eine Erklärung beim Spracherwerb der deutschen Sprache sowie Lösungswege für die Anwendung der allmählich zu erlernenden Sprachfertigkeiten und fördert zudem ein größeres Verständnis für migrantische Mehrsprachigkeit. Da viele Kinder mit zusätzlichen sprachlichen Potentialen, migrationsbedingt, nicht nur Probleme mit der deutschen Sprache haben, sondern auch Bildungsmisserfolge aufweisen, werden Fragen bezüglich der Unterschiede der Sprachwahrnehmung in sozialisatorischen Institutionen aufgeworfen. Aus einigen wenigen Studien kann abgeleitet werden, dass der sprachliche Habitus nicht erst in der Schule, sondern schon im vorschulischen Alter forciert werden soll.
Der bisherige sprachliche Bildungsprozess stellt nicht nur den Nutzen der dazugehörigen sozialisatorischen Einrichtungen in Frage, sondern bringt in der Folge die bildungspolitischen Debatten (Ergänzungsunterricht), die aktuellen Überlegungen zu kulturellen und sprachlichen Verhältnissen betreffen, neu in den Vordergrund. Aus der interdisziplinären Überlegung ergibt sich die erste Annahme, dass die frühe sprachliche Sozialisation mit der expliziten Orientierung auf den sprachlichen literaten Habitus einsetzen kann. Maas erinnert daran, dass die Spannung im Forschungsfeld daraus resultiert, dass die konzeptuellen Grundlagen unterschiedlich vertreten sind. In diesem Kontext ist Sprache laut Maas „die nicht-natürliche Nutzung natürlicher Ressourcen des Menschen“ (Maas 2016: 57). Maas' analytischer Horizont ist „funktional ausgerichtet“ und ermöglicht mittels der Konzepte orat/literat und des Sprachausbaus den Versuch, einen sprachlichen Habitus (Bourdieu) für Bildungszwecke abzuleiten und zu konkretisieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Problemhintergrund

1.1. Problemstellung

1.2. Migrantische Mehrsprachigkeit

2 Habitus

2.1. Habitus und Sozialisation

2.2. Sprachlicher Habitus

2.3. Sprachausbaukonzept

3 Schlusswort und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Untersuchung der Reproduktion sozialer Ungleichheit im Bildungssystem, wobei der Fokus gezielt auf die migrantische Mehrsprachigkeit und die Rolle des sprachlichen Habitus im Sinne Bourdieus gelegt wird. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, wie soziale Ungleichheit und der Erwerb eines literaten Habitus bereits im Vorschulalter zusammenhängen und wie diese Erkenntnisse für eine verbesserte pädagogische Sprachpraxis genutzt werden können.

  • Zusammenhang zwischen schulischer Bildung und sozialer Ungleichheit
  • Migrantische Mehrsprachigkeit und ihre bildungspolitische Bedeutung
  • Das Konzept des Habitus (nach Bourdieu) und dessen Relevanz für Sozialisation
  • Der sprachliche Habitus als Mechanismus der sozialen Distinktion
  • Das Sprachausbaukonzept als Ansatz zur Erklärung mehrsprachiger Verhältnisse

Auszug aus dem Buch

2.1. Habitus und Sozialisation

Der Habitus (gr. Hexis: Haltung, Gehabe) ist bei Bourdieu und Wacquant (1996: 154) „ein sozial konstruiertes System von strukturierten und strukturierenden Dispositionen, das durch Praxis erworben wird und konstant auf praktische Funktionen ausgerichtet ist“ (Bourdieu, Wacquant 1996: 154). Die Entwicklung eines Individuums zu einem sozialen Subjekt, sein gesamtes Leben, wird im Habituskonzept, knapp gesagt, von „seinem sozialen Status, von seiner Klassenzugehörigkeit bestimmt“ (Niederbacher, Zimmermann 2011: 52). Die Soziallage ist in Bourdieus Ansatz die Basis des Habitus. Je nachdem, welche sozialen Positionen ein Individuum und Gruppen in einem Sozialraum haben, welche Kapitalsorten diese Konfigurationen bestimmen, wird sich der erworbene und der zu erwerbende Habitus in den Praxisformen widerspiegeln.

Den verschiedenen Auffassungen des Begriffs Sozialisation (lat. sociare: verbinden) ist es gemeinsam, die zwei Konzepte Individuum und Gesellschaft zu erklären. Die soziologische Diskussion über Sozialisation geht folgenden Fragestellungen nach: Zum einen – wie ist Gesellschaft, angesichts von Individuen, möglich? Zum anderen – wie ist das Individuum, angesichts von Gesellschaft, möglich? (Abels, König 2010: 9). Diese bis dato nicht vollendete Diskussion hat mit Simmel (1894) und dann mit Durkheim (1903) begonnen, als sie den Begriff Sozialisation und diesbezüglich auch „Socialisierungsformen“ (Simmel 1894: 54) einführten, um die Prägung des Menschen durch gesellschaftliche Bedingungen, seine Vergesellschaftung, auszudrücken. Zudem bezeichnet Durkheim den durch die Gesellschaft wirkenden Zwang der sozialen Tatsachen mit dem Begriff „Internalisierung“ (Durkheim 1903: 46ff.). Außerdem ist die Internalisierung eine Bedingung für soziale Ordnung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemhintergrund: Dieses Kapitel analysiert den Zusammenhang zwischen schulischer Bildung und sozialer Ungleichheit unter Einbeziehung internationaler Leistungsstudien und bildungswissenschaftlicher Theorien.

1.1. Problemstellung: Hier werden zentrale Faktoren wie die soziale Herkunft und der Migrationshintergrund als Differenzierungsfaktoren im Bildungssystem sowie die daraus resultierenden Bildungsbenachteiligungen diskutiert.

1.2. Migrantische Mehrsprachigkeit: Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene Formen der Mehrsprachigkeit und diskutiert kritisch die administrativen sowie pädagogischen Herausforderungen im Kontext von Bildung und Sprache.

2 Habitus: Der theoretische Kern der Arbeit befasst sich mit der Definition des Habitus nach Bourdieu als System strukturierter Dispositionen und dessen Rolle in der Sozialisation.

2.1. Habitus und Sozialisation: Es wird die Verbindung zwischen der sozialen Lage eines Individuums, den primären Sozialisationsinstanzen und der Entstehung des Habitus erörtert.

2.2. Sprachlicher Habitus: Dieses Kapitel verknüpft die Habitus-Theorie mit Sprachanalyse, wobei Sprache als soziales Produkt und Instrument symbolischer Macht auf einem gesellschaftlichen Markt verstanden wird.

2.3. Sprachausbaukonzept: Abschließend wird das Sprachausbaukonzept von Maas vorgestellt, welches versucht, sprachliche Ressourcen und die literate Dimension der Sprachpraxis als Lösungsweg in der Migrationsgesellschaft zu rahmen.

3 Schlusswort und Ausblick: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und plädiert für eine stärkere interdisziplinäre Berücksichtigung des literaten Habitus in der pädagogischen Sprachpraxis.

4 Bibliographie: Ein umfassendes Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Studien.

Schlüsselwörter

Sprachliche Sozialisation, Sprachlicher Habitus, Migrationskontexte, Bildungsungleichheit, Mehrsprachigkeit, Bourdieu, Maas, Literater Habitus, Soziales Kapital, Sprachausbau, Bildungssprache, Sozialisation, Registervariation, Schulbildung, Symbolische Gewalt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen sprachlicher Sozialisation, dem sprachlichen Habitus und der schulischen Bildung von Kindern mit Migrationshintergrund, um Ursachen für Bildungsungleichheiten aufzudecken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Bildungssoziologie, der Migrationsforschung, dem Habitus-Konzept nach Pierre Bourdieu sowie dem linguistischen Modell des Sprachausbaus nach Utz Maas.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Reproduktion sozialer Ungleichheit im Bildungssystem zu analysieren und zu hinterfragen, inwiefern ein literater Habitus als entscheidender Faktor für den schulischen Erfolg fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Synthese soziologischer sowie sprachwissenschaftlicher Konzepte, insbesondere der Habitus-Theorie und der Mehrsprachigkeitsforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit Bourdieus Habitus-Theorie, deren Übertragung auf sprachliche Kontexte (sprachlicher Habitus) und eine kritische Diskussion des Sprachausbaukonzepts in Migrationskontexten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Habitus, soziale Ungleichheit, migrantische Mehrsprachigkeit, Bildungssoziologie, literate Kompetenzen und symbolische Gewalt.

Wie unterscheidet sich der literate vom lateralen Sprachausbau?

Während der laterale Ausbau quantitative Erweiterungen des sprachlichen Wissens durch spontan erworbene Varietäten umfasst, zielt der literate Ausbau auf eine qualitative Erweiterung und den Zugang zum formellen Bildungsregister ab.

Welche Rolle spielt die Zeit bei der Entwicklung des kulturellen Kapitals?

Die Arbeit betont, dass kulturelles Kapital und ein schulbezogener Habitus bereits in den ersten Lebensjahren erworben werden müssen, da ein späterer Erwerb während der Schulzeit oft zu spät erfolgt, um bestehende Disparitäten auszugleichen.

Ende der Leseprobe aus 56 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sprachliche Sozialisation und sprachlicher Habitus in Migrationskontexten
Autor
Edyta Wolska (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
56
Katalognummer
V380818
ISBN (eBook)
9783668577657
ISBN (Buch)
9783668577664
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprachsoziologie Soziolinguistik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Edyta Wolska (Autor:in), 2017, Sprachliche Sozialisation und sprachlicher Habitus in Migrationskontexten, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/380818
Blick ins Buch
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