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Die spanische Sprache im Kontext lateinamerikanischer Wirtschaft

Warum investiert Spanien zu so hohen Anteilen in die Entwicklungsländer Lateinamerikas?

Title: Die spanische Sprache im Kontext lateinamerikanischer Wirtschaft

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Madeleine B. (Author)

Speech Science / Linguistics

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Wenn man die Entwicklung der Wirtschaft in Lateinamerika in den letzten zwei Jahrzenten beobachtet, fällt schnell auf, dass die Länder vor allem von ausländischen Investoren geprägt sind. Die meisten der Investoren von Großindustrie und Großhandel haben europäische, oft spanische, oder nordamerikanische Wurzeln.

Die Frage, die sich aufwirft, ist berechtigt: Warum investiert ein Land wie Spanien, welches im Vergleich zu anderen Nationen der Europäischen Union wirtschaftlich eher schlecht abschneidet, zu so hohen Anteilen in die Entwicklungsländer Lateinamerikas? Zur Klärung der Frage wird im ersten Teil die spanische Sprachpolitik mit geschichtlichem und politischem Hintergrund dargestellt. Im zweiten Teil wird kurz auf die Wirtschaftsgeschichte Lateinamerikas eingegangen, gefolgt von einer Vorstellung der investierenden Unternehmen im Kontext der spanischen Sprache. Abschließend werden im letzten Teil konkret Projekte über die Zusammenarbeit von Wirtschaft und spanischen sprachpolitischen Institutionen vorgestellt, deren Resultate das alltägliche Leben der Konsumenten global betreffen und beeinflussen.

Die Kolonialisierung der Neuen Welt durch die Spanische Krone brachte seit 1492 große Veränderungen auf lateinamerikanischem Boden mit sich. Die hegemonialen Ansprüche seitens Spaniens in Bezug auf kulturelle und sprachliche Diversifizierungen, die sich vor allem in schnell wachsenden urbanen Kernen der eroberten Regionen entwickelten, sollten eingedämmt und in Einklang mit den spanischen Ideologievorstellungen gebracht werden. Ziel dabei war die Reduzierung des Machtverlustes in den stets wachsenden eroberten Gebieten, politisch sowie als auch ökonomisch. Als Motor diente dabei vor allem die Idee der Nationenbildung, welche sich seit Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte. In diesem Zug versuchte Spanien, die nationale Einheit, Kultur und Sprache in die Neue Welt zu vermitteln.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die spanische Sprache als wirtschaftliches Gut in Lateinamerika

2.1 Das postkoloniale kulturelle Imperium

2.2 Die Institutionen der spanischen Sprache

2.3 Kritik an der spanischen Sprachenpolitik

3 Spanische Firmen in Lateinamerika

3.1 Entwicklung der spanischen Wirtschaft in Lateinamerika

3.2 Investierende Unternehmen und die Rolle der Sprache

4 Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und RAE / Instituto Cervantes

4.1 Microsoft und RAE

4.2 Fundéu BBVA

4.3 ENDESA

4.3.1 Die Fundación Endesa

4.3.2 Kritik

5 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die enge Verflechtung zwischen spanischer Sprachpolitik und wirtschaftlichen Interessen in Lateinamerika. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie der spanische Staat und private Konzerne die spanische Sprache als Instrument nutzen, um wirtschaftliche Expansion zu legitimieren, kulturelle Dominanz zu sichern und sich gegenüber anderen globalen Sprachimperien zu behaupten.

  • Die spanische Sprache als wirtschaftliches Gut und Instrument der Machtausübung
  • Die Rolle staatlicher Institutionen wie der RAE und des Instituto Cervantes bei der Standardisierung
  • Wirtschaftliche Expansion spanischer Konzerne (u.a. BBVA, ENDESA) nach Lateinamerika
  • Kritische Analyse von Corporate Social Responsibility als Marketingstrategie
  • Die Legitimierung wirtschaftlicher Ausbeutung durch kulturelle Identität und Sprache

Auszug aus dem Buch

2.1 Das postkoloniale kulturelle Imperium

Die Kolonialisierung der Neuen Welt durch die Spanische Krone brachte seit 1492 große Veränderungen auf lateinamerikanischem Boden mit sich. Die hegemonialen Ansprüche seitens Spaniens in Bezug auf kulturelle und sprachliche Diversifizierungen, die sich vor allem in schnell wachsenden urbanen Kernen der eroberten Regionen entwickelten, sollten eingedämmt und in Einklang mit der spanischen Ideologievorstellungen gebracht werden. Ziel dabei war die Reduzierung des Machtverlustes in den stets wachsenden eroberten Gebieten, politisch sowie als auch ökonomisch. (vgl. Del Valle/ Gabriel-Stheeman 2004 :22) Als Motor diente dabei vor allem die Idee der Nationenbildung, welche sich seit Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte (vgl. Mar-Molinero 2000: 4). In diesem Zug versuchte Spanien die nationale Einheit, Kultur und Sprache in die Neue Welt zu vermitteln.

Da sich in der postkolonialen Situation die neuen, unabhängigen Staaten Lateinamerikas seit Beginn des 19. Jahrhunderts zunehmend von den Einheitsvorstellungen der spanischen Krone entfernten, unternahm Spanien im Zuge kultureller Diplomatie einige Maßnahmen vor. Implementiert wurden Kongresse der spanischen Sprache (siehe 2.2), Publizierungen von nationenübergreifenden Zeitschriften wie die der La Revista Española de Ambos Mundos, die vor allem die Einheit der hispanischen Wurzeln und die kastilische Sprache vermitteln sollte, und, vor allem auch den Grundstein für kommerzielle Maßnahmen legen sollte. (vgl. Del Valle/ Gabriel-Stheeman 2004: 23)

Es ist anzunehmen, dass Spanien diese Maßnahmen im Zuge der Demonstrierung von Autonomie und Macht im Gegenzug zu denen der Vereinigten Staaten von Amerika und der englischen Sprache, sowie auch zu etablierten europäischen Nationalstaaten, wie z.B. der Frankreichs und dessen Sprachimperiums unternahm. Der spanische Staat konnte sich demnach auf internationaler wirtschaftlicher und politischer Ebene gegen einflussreiche Staaten beweisen und das Fundament für zukünftige Investierungen und Gewinne legen. (vgl. ebd. 24)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt das wirtschaftliche Engagement Spaniens in Lateinamerika vor und formuliert die Forschungsfrage nach den Motiven und Instrumenten dieser Expansion.

2 Die spanische Sprache als wirtschaftliches Gut in Lateinamerika: Dieses Kapitel analysiert die historische und ideologische Instrumentalisierung der spanischen Sprache durch staatliche Institutionen zur Aufrechterhaltung kultureller Dominanz.

3 Spanische Firmen in Lateinamerika: Es wird die wirtschaftliche Entwicklung und Expansion spanischer Konzerne in Lateinamerika ab den 90er Jahren untersucht, wobei die Sprache als Standortvorteil und Vertrauensbasis fungiert.

4 Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und RAE / Instituto Cervantes: Dieser Teil belegt anhand von Praxisbeispielen wie Microsoft, BBVA und Endesa, wie private Wirtschaft und staatliche Sprachinstitutionen kooperieren.

5 Ausblick: Das Schlusskapitel fasst zusammen, dass Politik und Wirtschaft in der Globalisierung untrennbar verbunden sind und die Sprachpolitik als Mittel zur Kapital- und Machtmaximierung dient.

Schlüsselwörter

Spanische Sprache, Lateinamerika, Wirtschaftsexpansion, Sprachpolitik, RAE, Instituto Cervantes, Corporate Social Responsibility, Hispanität, Globalisierung, kulturelles Imperium, Direktinvestitionen, Sprachimperialismus, kulturelle Dominanz, BBVA, Endesa.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die strategische Verbindung zwischen der Verbreitung der spanischen Sprache und den wirtschaftlichen Expansionsbestrebungen Spaniens in Lateinamerika.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf Sprachpolitik, wirtschaftlicher Direktinvestition, postkolonialen Strukturen und der Zusammenarbeit zwischen staatlichen Kulturinstituten und multinationalen Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll aufgezeigt werden, wie die spanische Sprache gezielt als "wirtschaftliches Gut" zur Profitgenerierung und zur Stärkung des politischen Einflusses eingesetzt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse von Sprachpolitik und Wirtschaftsgeschichte, ergänzt durch die Untersuchung von Fallbeispielen der Kooperation zwischen Institutionen und Konzernen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Sprachinstitutionen (RAE, Instituto Cervantes), die Geschichte der spanischen Investitionen und eine konkrete Analyse von Firmenkooperationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Sprachimperialismus, ökonomische Legitimität, Corporate Social Responsibility und die instrumentelle Nutzung der hispanischen Identität.

Warum spielt die RAE bei der wirtschaftlichen Expansion eine Rolle?

Die RAE sorgt für eine einheitliche Standardisierung der Sprache, was als "kultureller Anker" Vertrauen schafft und Transaktionskosten für investierende Unternehmen senkt.

Wie wird das Beispiel ENDESA kritisch bewertet?

Endesa wird als Fallbeispiel angeführt, bei dem soziale Projekte und Corporate Social Responsibility als Marketingmaßnahmen genutzt werden, um von ökologischen und sozialen Konflikten bei Bauprojekten abzulenken.

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Details

Title
Die spanische Sprache im Kontext lateinamerikanischer Wirtschaft
Subtitle
Warum investiert Spanien zu so hohen Anteilen in die Entwicklungsländer Lateinamerikas?
College
University of Mannheim
Grade
2,0
Author
Madeleine B. (Author)
Publication Year
2013
Pages
14
Catalog Number
V379677
ISBN (eBook)
9783668564299
ISBN (Book)
9783668564305
Language
German
Tags
Spanien Sprache Spanisch Kontext Lateinamerika Wirtschaft Entwicklung Markt Kapital Großindustrie Handel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Madeleine B. (Author), 2013, Die spanische Sprache im Kontext lateinamerikanischer Wirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/379677
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