Die Besteuerung kann im Allgemeinen als Umverteilung der Ressourcen zu Lasten des privaten und zu Gunsten des öffentlichen Sektors verstanden werden. Im Zuge dieser auferlegten Reallokation kann davon ausgegangen werden, dass die betroffenen Wirtschaftsubjekte bestrebt sind, der Steuerlast durch Steuerausweichung oder Steuerüberwälzung zu entgehen. Diese Annahme führt zugleich zu den Fragen wer letztlich der tatsächliche Träger der Steuerlast ist, welchen Einfluss die Steuern auf die Effizienz haben und inwieweit das Verhalten der Wirtschaftsubjekte beeinflusst wird. Die vorliegende Arbeit wird diese Fragen am Beispiel der Mengen- und Wertsteuer näher untersuchen und eine abschließende Bewertung liefern.
Inhaltsverzeichnis
A. Einführung
B. Hauptteil
1. Steuerinzidenz
2. Mengensteuern
C. Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen von Mengen- und Wertsteuern, insbesondere im Hinblick auf deren Inzidenz, Überwälzungsmöglichkeiten und wohlfahrtstheoretische Folgen unter verschiedenen Marktbedingungen.
- Analyse der Steuerinzidenz und der Mechanismen der Steuerüberwälzung.
- Untersuchung von Mengensteuern unter den Marktformen vollständige Konkurrenz, Monopol und Oligopol.
- Evaluierung der Wohlfahrtseffekte und des sogenannten "excess burden".
- Vergleichende Betrachtung der Wertsteuer unter vollkommener Konkurrenz und im Monopol.
- Beantwortung der Frage, ob Mengen- und Wertsteuern identische Steuerlasten erzeugen.
Auszug aus dem Buch
2. Mengensteuern
Im kommenden Abschnitt soll insbesondere die Inzidenz einer Mengensteuer bei den verschiedenen Marktformen der vollständigen Konkurrenz, des Monopols und des Oligopol näher betrachtet werden. Der Schwerpunkt liegt hierbei in erster Linie bei den sich ergebenden Überwälzungsmöglichkeiten und den gesamtwirtschaftlichen Wohlfahrtseffekten. Unter einer Mengensteuer werden Steuern verstanden, deren Bemessungsgrundlage spezifische Mengeneinheiten (Menge oder Gewicht) sind und auf die ein fixer Betrag (pro Einheit) als Steuer anfällt.
Die Mengensteuer wird im Allgemeinen von den Anbietern erhoben und an den Staat abgeführt. Es bleibt zu beachten, dass der Anbieter, der die Mengensteuer erhebt nicht zwangsläufig auch die Steuerlast trägt. Vielmehr sind es verschiedene Faktoren die bestimmen, ob die Anbieter oder die Nachfrager die Träger der Steuerlast sind. Es ist lediglich zu erkennen, dass eine Mengensteuer (t), die auf den Preis eines Gutes aufgeschlagen wird, einen Keil zwischen den Anbieterpreis und den Konsumentenpreis treibt.
Zu den entscheidenden Faktoren für die Bestimmung von Wohlfahrtseffekten durch die Implementierung oder Änderung einer Mengensteuer zählen die Marktform und die Angebots- und Nachfrageelastizitäten. Für die weitere Betrachtung wird daher die Mengensteuer unter der Annahme vollkommener Konkurrenz und durchschnittlicher Angebots- und Nachfrageelastizität betrachtet. Unter den getroffenen Annahmen und ohne Einführung einer Mengensteuern entspricht im Gleichgewicht das Angebot A(p) der Nachfrage N(p). Wird eine Mengensteuer erhoben, ergibt sich für die Produzenten der Anbieterpreis pA und die Unternehmen der Konsumentenpreis pN = pA + t. Durch die Steuer kommt es entweder zu einer Verschiebung der Angebotskurve nach oben (Abb. 1) oder der Nachfragefunktion nach unten (Abb. 2).
Zusammenfassung der Kapitel
A. Einführung: Dieser Abschnitt erläutert die Grundproblematik der Steuerüberwälzung und definiert das Ziel der Arbeit, die Effekte von Mengen- und Wertsteuern auf die Steuerlast zu vergleichen.
B. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Steuerinzidenz sowie eine detaillierte Analyse der Mengensteuern und Wertsteuern in verschiedenen Marktformen.
C. Zusammenfassung und Fazit: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, stellt Mengen- und Wertsteuer gegenüber und bewertet die ökonomischen Schlussfolgerungen bezüglich der Steuerlastverteilung.
Schlüsselwörter
Steuerinzidenz, Mengensteuer, Wertsteuer, Steuerüberwälzung, Steuerlast, vollständige Konkurrenz, Monopol, Oligopol, Wohlfahrtseffekte, Konsumentenrente, Produzentenrente, Excess Burden, Angebotselastizität, Nachfrageelastizität, Marktgleichgewicht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Besteuerung auf die Verteilung der Steuerlast und die gesamtwirtschaftliche Wohlfahrt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder sind die Steuerinzidenz, die Steuerüberwälzung sowie der Vergleich von Mengen- und Wertsteuern in verschiedenen Marktformen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es zu prüfen, inwieweit Mengen- und Wertsteuern unterschiedliche oder identische Steuerlasten bei verschiedenen Marktteilnehmern erzeugen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Autorin/der Autor nutzt eine deskriptive und theoretische Analyse, gestützt auf ökonomische Modelle (Preis-Absatz-Funktionen, Grenzkosten- und Grenzerlösanalysen).
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Inzidenz bei vollkommener Konkurrenz, im Monopol und im Oligopol unter Einbeziehung von Angebots- und Nachfrageelastizitäten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Wesentliche Begriffe sind Steuerinzidenz, Steuerüberwälzung, Mengensteuer, Wertsteuer, Marktgleichgewicht und Wohlfahrtseffekte.
Wie wirkt sich eine Mengensteuer bei vollkommener Konkurrenz auf die Steuerlast aus?
Die Steuerlast wird in diesem Fall maßgeblich durch die jeweiligen Angebots- und Nachfrageelastizitäten bestimmt und verteilt sich auf Anbieter und Nachfrager.
Was ist das Ergebnis der Untersuchung für den Oligopolmarkt?
Das Oligopol stellt sich als die schwierigste Marktform für die Steuerüberwälzung dar; hier hängt das Ergebnis stark davon ab, ob sich die Marktteilnehmer strategisch verhalten.
- Arbeit zitieren
- M.Sc. Economics Jasmin Mak (Autor:in), 2017, Erzeugen Mengen- und Wertsteuern gleiche Steuerlasten?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/379592