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Inhalt und Funktion der Seelenfang-Szenen im Innsbrucker Osterspiel

Title: Inhalt und Funktion der Seelenfang-Szenen im Innsbrucker Osterspiel

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jule Bogner (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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Das Geistliche Spiel des Mittelalters widmet sich der Darstellung des heiligen Ostergeschehens in einer theatralen Form. Den biblischen und liturgischen Bestandteilen der Stücke wurden im Laufe ihrer Entwicklung immer mehr weltliche und legendarische Handlungsstränge hinzugefügt. Eine besonders wirkungsvolle Szene ist das Teufelsspiel mit dem Seelenfang und der sich anschließenden Ständesatire. Geprägt von burlesken, komischen aber auch furchteinflößenden Elementen gestalten sich die Seelenfangszenen als ein ganz eigener außergewöhnlich dynamischer Bestandteil des Geistlichen Spiels.

Diese Seelenfang-Szenen mit ihrer Funktion und Bedeutung für das zeitgenössische Publikum des Spätmittelalters sollen in der vorliegenden Arbeit analysiert und herausgestellt werden. Dazu wird zunächst das Innsbrucker Osterspiel in seiner Tradition erläutert, sowie der Ablauf des Spiels umrissen. Im Anschluss folgt eine Darstellung und Analyse der Seelenfangszenen. Selbiges geschieht mit dem Spieltext des Redentiner Osterspiels. Im Vordergrund der Analysen soll die Wirkung der dargestellten Ständesatire, die Heilsgeschichte und der Einfluss der unterschiedlichen Teufelsgestalten auf die Zuschauer stehen. Abschließend soll unter Bezugnahme beider analysierter Spieltexte die Frage geklärt werden: Was leistet das geistliche Spiel, im Besonderen die Seelenfangszene bzw. das Teufelsspiel?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Innsbrucker Osterspiel

2.1. Tradition und Inhalt

2.2. Seelenfang-Szenen

3. Das Redentiner Osterspiel

3.1. Tradition und Inhalt

3.2. Seelenfang-Szenen

4. Was leistet das geistliche Spiel, im Besonderen die Seelenfangszenen mit ihren jeweiligen Teufelsdarstellungen?

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Funktion und Bedeutung der Seelenfang-Szenen in den geistlichen Spielen des Spätmittelalters, insbesondere im Innsbrucker und im Redentiner Osterspiel. Dabei wird untersucht, inwiefern diese Szenen als didaktisches Mittel zur Mahnung, als Ständesatire und als Instrument zur Glaubensbestärkung dienten, um das zeitgenössische Publikum zur Gottestreue und Reue zu bewegen.

  • Analyse der Ständesatire als Spiegel gesellschaftlicher Laster.
  • Die Funktion der Teufelsgestalten und ihre Wirkung auf die Zuschauer.
  • Vergleichende Betrachtung der Spieltradition und Heilsgeschichte.
  • Die Bedeutung der konkreten Lokalbezüge im Redentiner Osterspiel.
  • Das Verhältnis zwischen menschlicher Verfehlung und göttlicher Erlösung.

Auszug aus dem Buch

2.2. Seelenfang-Szenen

Der Übergang von der Höllenfahrt Christi in den Seelenfang ist durch eine Art Zwischenspiel gekennzeichnet. Es handelt sich um die Darstellung einer „anima infelix“, eine verdammte Seele, die Jesus in das Himmelreich nachfolgen möchte, doch von einem Teufel zurückgehalten wird. Hier zeigt sich, „dass es offenbar einen Rest an Unerlösten oder Unerlösbaren gibt, die in der Hölle verbleiben“.

Den Auftakt der Seelenfang-Szenen bildet daraufhin die ungeheuerliche Wehklage Luzifers über sein eigenes Schicksal. Die Klage handelt von Luzifers verschulden, sich als Engel höher noch als Gott stellen zu wollen und die daraus resultierende ewige Verdammnis. Schuld war die Todsünde „hoffart“ oder auch „superbia“ genannt, also der Hochmut, den der höchste Engel besaß. An dieser Stelle verweist das Stück auf Perikopen, die apokryphen jüdischen, aber auch biblischen Schriften entnommen sind und den Mythos um den Fall des Engels Luzifer, des Lichtbringers, spinnen. Luzifer gibt in seiner Klage noch eine Warnung an das Publikum „we dem der da tribit hoffart!“. Dieser Ausspruch des Teufels kann schon als erste didaktische Wirkung der Seelenfang-Szenen verstanden werden. Es muss großen Eindruck auf die Menschen gemacht haben, den mächtigen Teufel so verzweifelt und so niedergeschlagen zu sehen. An dieser Stelle wird, wie in der Höllenfahrt Christi, die absolute Hilflosigkeit Luzifers hervorgehoben, der sein eigenes Vergehen bereut und andere davor warnt, den gleichen Fehler zu begehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Geistlichen Spiels im Mittelalter ein und definiert die zentrale Fragestellung hinsichtlich der Funktion der Seelenfang-Szenen.

2. Das Innsbrucker Osterspiel: Dieses Kapitel erläutert die Tradition und den Inhalt des Innsbrucker Osterspiels sowie die spezifische Ausgestaltung der Seelenfang-Szenen.

3. Das Redentiner Osterspiel: Hier werden die historischen Rahmenbedingungen und die Szenenfolge des Redentiner Osterspiels, inklusive der dortigen Seelenfang-Szenen, detailliert untersucht.

4. Was leistet das geistliche Spiel, im Besonderen die Seelenfangszenen mit ihren jeweiligen Teufelsdarstellungen?: Dieses Kapitel synthetisiert die Erkenntnisse über die didaktische, komödiantische und mahnende Wirkung der Seelenfang-Szenen in beiden Werken.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Funktionen der Seelenfang-Szenen zusammen und gibt einen Ausblick auf mögliche weiterführende Untersuchungen, etwa zum Bezug zum Totentanz.

Schlüsselwörter

Innsbrucker Osterspiel, Redentiner Osterspiel, Seelenfang, Ständesatire, Mittelalter, Luzifer, Teufelsspiel, Heilsgeschichte, Didaktik, Höllenfahrt, geistliches Spiel, Sündenfall, Erlösung, Gesellschaftsspiegel, christlicher Glaube.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die dramaturgische und didaktische Funktion der sogenannten Seelenfang-Szenen in den mittelalterlichen Osterspielen von Innsbruck und Redentin.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Zentrale Themen sind die Inszenierung des Teufels, die Ständesatire als Spiegel der Gesellschaft, die Vermittlung christlicher Heilslehren und die psychologische Wirkung auf das spätmittelalterliche Publikum.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welchen Beitrag die Seelenfang-Szenen zur religiösen Belehrung und zur Bestärkung des Glaubens leisteten und wie sie das Publikum mahnten, ein gottgefälliges Leben zu führen.

Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse der Spieltexte vorgenommen, ergänzt durch historische Kontexte und einschlägige Forschungsliteratur zur Ständesatire des Mittelalters.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Innsbrucker Osterspiels und des Redentiner Osterspiels, wobei jeweils die Tradition, der Spielablauf und insbesondere die Dynamik der Seelenfang-Szenen analysiert werden.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ständesatire, Seelenfang, christliche Erlösung, Teufelsgestalten und didaktische Wirkung charakterisiert.

Warum spielt die Ständesatire in beiden Osterspielen eine so zentrale Rolle?

Sie dient als komödiantisches und zugleich abschreckendes Element, in dem sich die Zuschauer durch die Darstellung bekannter Berufsvergehen selbst wiedererkennen konnten, um zu einem sündenfreien Leben ermahnt zu werden.

Wie unterscheidet sich die Darstellung des Priesters im Redentiner Osterspiel?

Der Priester stellt eine Besonderheit dar, da er trotz seiner Verfehlungen durch seinen unerschütterlichen Glauben der Hölle entkommt, was dem Publikum die Bedeutung von aufrichtiger Reue und Gottvertrauen verdeutlicht.

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Details

Title
Inhalt und Funktion der Seelenfang-Szenen im Innsbrucker Osterspiel
College
Christian-Albrechts-University of Kiel
Grade
1,0
Author
Jule Bogner (Author)
Publication Year
2016
Pages
18
Catalog Number
V378660
ISBN (eBook)
9783668578807
ISBN (Book)
9783668578814
Language
German
Tags
Theater Mittelalter Seelenfang Teufel Osterspiele
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jule Bogner (Author), 2016, Inhalt und Funktion der Seelenfang-Szenen im Innsbrucker Osterspiel, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/378660
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