Gegenstand dieser Arbeit sind die Überlegungen und Theorien des deutschen Soziologen und Juristen Max Weber zum Thema "Macht und Herrschaft", der sich diesem Sachverhalt wie kaum ein anderer zuwandte und mit seinen Begriffsdefinitionen erheblichen Einfluss auf die Wirtschafts-, die Herrschafts und die Religionssoziologie nahm.
Dabei war bei der posthumen Veröffentlichung seiner Werke im Jahr 1922 nicht zu erahnen, von welcher Bedeutung diese selbst heute, fast 100 Jahre nach seinem Tod, noch sein würden. Denn in einer Zeit starker gesellschaftlicher Umbrüche stellt sich die Frage von Macht, Herrschaft und Legitimität mit Vehemenz. Auch aus diesem Grund ist die Aktualität der Ansichten Max Webers ungebrochen.
Behandelt werden soll im Rahmen dieser Arbeit die Frage, ob Webers Macht- und Herrschaftsbegriffe auch heute noch in aktuellen Strukturen wiederzufinden sind und inwieweit eine Veränderung stattgefunden hat. Dazu werden zunächst die zentralen Begriffe "Macht" und "Herrschaft", sowie deren Differenzierungen in beschreibende Unterkategorien, definiert und erläutert. Anschließend wird untersucht, ob sich Beispiele für vorhandene Ausprägungen des Herrschaftsbegriffs in modernen Gesellschaften finden lassen und wie diese Einfluss auf das soziale Miteinander nehmen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriffsdefinition
- Macht
- Herrschaft
- Rationale Herrschaft
- Traditionelle Herrschaft
- Charismatische Herrschaft
- Aktualitätsbezug
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit den Theorien von Max Weber zum Thema Macht und Herrschaft. Ziel ist es, die zentralen Begriffsdefinitionen zu analysieren und zu untersuchen, ob diese in modernen Gesellschaften noch relevant sind.
- Webers Macht- und Herrschaftsbegriffe
- Die drei Idealtypen der Herrschaft: rationale, traditionelle und charismatische Herrschaft
- Die Aktualität von Webers Theorien in Bezug auf moderne Machtstrukturen
- Die Bedeutung von Legitimität und Gehorsam in Herrschaftsverhältnissen
- Die Auswirkungen von Macht und Herrschaft auf das soziale Miteinander
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung
Die Einleitung führt in das Thema Macht und Herrschaft nach Max Weber ein und beleuchtet die Aktualität seiner Theorien in der heutigen Zeit. Sie stellt die zentralen Fragen der Arbeit dar und gibt einen Überblick über die behandelten Themenbereiche.
2. Begriffsdefinition
Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Macht und Herrschaft nach Max Weber, unter Berücksichtigung des von ihm entwickelten Prinzips des Idealtypus. Es werden die verschiedenen Formen der Macht und der Herrschaft sowie deren Bedeutung für soziale Beziehungen erläutert.
2.1 Macht
Der Begriff Macht wird in seiner allgemeinen Bedeutung erläutert, wobei die Unterscheidung zwischen direkter und indirekter Machtausübung im Vordergrund steht. Das Kapitel beleuchtet auch die Dynamik von Machtverhältnissen und deren Einfluss auf das soziale Miteinander.
2.2 Herrschaft
Dieses Kapitel definiert den Begriff Herrschaft nach Max Weber und stellt heraus, dass es verschiedene Formen der Herrschaft gibt. Es werden die drei Idealtypen der Herrschaft - rationale, traditionelle und charismatische Herrschaft - vorgestellt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den zentralen Begriffen Macht, Herrschaft, Legitimität, Idealtypus, rationale Herrschaft, traditionelle Herrschaft, charismatische Herrschaft, soziale Beziehungen und soziale Strukturen. Die Arbeit analysiert die Theorien von Max Weber und untersucht deren Bedeutung und Aktualität im Kontext moderner Gesellschaften.
Häufig gestellte Fragen
Wie definiert Max Weber den Begriff „Macht“?
Macht ist nach Weber jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht.
Was ist der Unterschied zwischen Macht und Herrschaft?
Während Macht formlos sein kann, ist Herrschaft die Chance, für einen Befehl bestimmten Inhalts bei angebbaren Personen Gehorsam zu finden, was meist eine Form von Legitimität voraussetzt.
Welche drei Idealtypen der Herrschaft gibt es nach Weber?
Weber unterscheidet die rationale (satzungsgemäße), die traditionelle (auf Alltagsglauben basierende) und die charismatische Herrschaft (auf Hingabe an eine Person basierende).
Was versteht Weber unter einem „Idealtypus“?
Ein Idealtypus ist ein gedankliches Konstrukt, das bestimmte Merkmale der Realität übersteigert hervorhebt, um soziale Phänomene besser vergleichen und analysieren zu können.
Warum sind Webers Theorien heute noch aktuell?
In Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche helfen seine Definitionen von Legitimität und bürokratischer Struktur, moderne Machtverhältnisse und staatliches Handeln zu verstehen.
Was ist rationale Herrschaft?
Rationale Herrschaft basiert auf dem Glauben an die Legalität gesatzter Ordnungen und dem Recht der darin zur Ausübung der Herrschaft Berufenen (z.B. moderne Bürokratie).
- Arbeit zitieren
- Bachelor of Arts (B.A.) Nicolas Seibel (Autor:in), 2014, Max Webers Macht- und Herrschaftsbegriffe. Erklärung und Aktualitätsbezug, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/378331